es menschelt

Demut

Ein Cafe Latte, und deine Hand in meiner, ist meine bescheidene Idee von Frieden. Nives Farrier aus: 100 Tage nach Dir. Die Gedichte einer Trennung (unveröffentlicht) www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 18075  

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Geriatrie

Wenn es sich nur noch schmerzhaft pieselt und Kalk dir aus den Augen rieselt, dagegen gibt es keinen Schalter, das ist das fiese böse Alter. Aus: „55 x Blödsinn“,  illustrierte Gedichte aus allen Lagen des nicht alltäglichen Lebens Zeichnung und Text von Yvonne Richter www.yvonne-richter.de www.fabulus-verlag.de/autoren/yvonne-richter www.facebook.com/yvonnerichterbuecher/ www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 18019

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Freundschaft

Drifte ab, zu den Löchern am Horizont, Denke mich zum Tod, Teile mich, ins Tausendstel Dann treffe ich dich, es nimmt Form an, Form einer Vernunft Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 18007

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Meine Putzfrau heißt Ivan

Der Kübel stand mitten auf dem Gehsteig vor dem Restaurant. Fast wäre ich darüber gestolpert, weil ich gerade die Einkaufstasche auf der Schulter zurechtrückte und dabei in die Lindenallee schaute. Ein Mann balancierte hoch oben auf einer Leiter und putzte eine der Glasscheiben. Es sind sehr hohe Fenster vom zweiten Stock bis auf den Boden. […]

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Die geduldigen Seelen

Es gibt sie, die geduldigen Seelen Die bei einem Gläschen Wein Selten von sich selbst erzählen Sondern schlicht ihr Ohr herleih‘n Und sie nicken dann und wann Und sie hör’n sich alles an Leidenvolles Liebesleben: Mal fehlt die Frau, mal fehlt der Mann Tatsächlich fehlt es meist am Geld Was man den geduldigen Seelen Unweigerlich […]

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Zwei weitere Trug- und Wutgedichte

wutstaub die wut aus dem körper hinaus tanzen, singen, stampfen, bis sie zu diamantenem erinnerungsstaub zerbröselt unter meinen noch glühenden sohlen.  - - - weichspüler wie im rausch wasche ich meine wut aus. nicht mit der hand, sondern im schleudergang. total eclipse of the heart. dann drück ich neuerlich auf „start“. Anna Maltschnig www.verdichtet.at | Kategorie: […]

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Landluft

Brise 1 Die Zeitungsgeschichte Der Steirer sitzt am Morgen bei Häferlkaffee und Grammelschmalzbrot am Tisch und arbeitet sich durch die aktuelle Ausgabe der größten kleinformatigen Tageszeitung der Steiermark. Die Schlagzeile ‘Wütende Kuh tötet Bauer auf der Suche nach Frau’ versetzt ihn in Schrecken. „Nicht einmal die Kühe …“, sagt er sich. Als er zu den […]

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Drei weitere Kurzgedichte

supergau gau ist nicht „wow“. und „super“ schon gar nicht.  - - -  kopfüber die nacht dreht alles um – auch mich. das erklärt meine leeren hosentaschen am nächsten morgen.  - - -  ein ziel im leben ein ziel im leben wirft dir den anker im meer der veränderungen zu.   Anna Maltschnig www.verdichtet.at | Kategorie: […]

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Adrett

Paul, so hatte sich der Mann, der das Seminar leitete, vorgestellt, war eine eindrucksvolle Erscheinung, das darf ich sagen. Seine Körpergröße, etwa ein Meter neunzig, und sein quergestreiftes schweißbeflecktes Hemd, welches einen beachtlichen Schmerbauch umhüllte, ließen mich sofort erkennen, dass wir, also ich und die übrigen drei Männer im Seminarraum, es mit einem Mann von […]

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Die Tat meiner Tochter

1 Seit ich im November des Jahres 1989 nach Wien gezogen bin, liebe ich es, den Donaukanal entlangzugehen. Es bereitet mir Freude, nahe am Wasser zu sein, die Vögel, die den Kanal zu ihrem Lebensraum erkoren haben, zu beobachten und mich auf beinahe jedem Spaziergang zu wundern, welche Hunderassen mittlerweile aus den Zwingern der Züchter […]

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Mutterskind

Wer hat wohl das letzte Stück Kuchen gegessen? Wer ist auf deiner Bluse gesessen? Wer hat vergessen, dass Klodeckel zu schließen, Blumen zu gießen sind, wer war das, mein Kind? Wer hat die Dinge beim Namen genannt mit Worten, die nicht mal der Duden gekannt? Wer hat nicht von allem gekostet, was andere liebevoll vorgetoastet? […]

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Beide Seiten

Thomas und Julia wohnten seit drei Jahren zusammen, seit etwas mehr als fünf Jahren waren sie ein Paar. Sie hatten sich auf dem Campus der Universität kennengelernt, bei einer dieser Feiern, die Studenten dort gerne zelebrieren, wenn es warm ist an den Abenden, wo getrunken und Gras geraucht wird und wo junge Menschen einander näherkommen. […]

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Besinnliche Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit beginnt schon früh, schon im November schmückt man wieder. Dann hört man fast den ganzen Tag, wohin man kommt nur Weihnachtslieder. Und schon beginnt die lange Suche, kaum dass das erste Lied verstummt, nach Nudelholz und all den Sachen, die Küche wird mit Mehl vermummt. Mamsch bäckt Kekse wie der Teufel, als müsst […]

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Ein Stück Papier

Gestern saß ich in meiner Stammbuchhandlung und blätterte in einem Buch von Joseph Roth, den ich sehr schätze. Die Tür ging auf und eine Familie betrat den Laden. Der Mann war westlich gekleidet, seine Frau trug ein langes Kleid und war verschleiert, zwei kleine Kinder, ein Junge und ein Mädchen, hielten ihre Hände. Ich schenkte […]

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Noch Kinder

‘Mit achtzehn sind unsere Überzeugungen Berge, von denen wir herunterschauen; mit fünfundvierzig sind es Höhlen, in denen wir uns verstecken.’ Dieser Satz von F. Scott Fitzgerald ist sowohl tiefe Erkenntnis über das Wesen des Menschen, als auch Aufforderung, den eigenen Standort von Zeit zu Zeit infrage zu stellen und seine Standpunkte gegebenenfalls nachzujustieren, wie es […]

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Computersprache

 Zu Besuch „Und, hilft er wenigstens im Haushalt mit?“ Birgit seufzt. Diese Frage stellt ihr jeder, seit sie mit Arif einen 16-jährigen syrischen Flüchtling bei sich aufgenommen hat. Die Skepsis, die ihr entgegenschlägt, kommt von allen Seiten. Von ihrer eigenen Familie erfährt sie diese genauso wie von Arbeitskollegen oder Nachbarn. Am Anfang war der Tenor […]

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Eine Handvoll Schach

Schön, dich hier zu haben, Alessandro, mein Freund, auf einem deiner äußerst seltenen Besuche in Wien, weiß ich doch, dass dir diese Stadt nicht behagt, und dies nicht allein wegen der dir fremden Sprache. Aber warum Alessandro meine Auszeit auf der Toilette dazu genutzt hatte, ein Schachbrett auf dem Kaffeehaustisch zwischen uns aufzubauen, und jetzt […]

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Imres Vormittage

In jedem seiner großzügigen Wohnräume war über der Tür eine große Uhr angebracht. Auf rundem Weiß schlichte klare Ziffern in Schwarz, ein nervöser Sekundenzeiger, der pausenlos einem gemächlichen Minutenzeiger hinterherjagte, um ihn und den behäbigen Stundenanzeiger immer und immer wieder einzuholen. Seit er vor einem Jahr das Gebäude einer ehemaligen Volksschule in einer kleinen Ortschaft […]

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Housewarming Party

Die Wohnung ist einfach optimal, Walter von der ersten Sekunde an in sie verliebt. Ja, diese Wohnung will er haben, hier will er die nächsten Jahre leben und, wenn es sein soll, auch für immer: Mitten im pochenden Herz der Stadt, also genauer: mitten im pochenden Herz des Bezirks neben der Innenstadt, wo sie noch […]

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Schnee

Es schneit. Seit Tagen fallen, mal größere, mal kleinere, mal schnell, mal langsam, Schneeflocken vom Himmel herab. Am Anfang bildete sich nicht mehr als eine dünne, weiße Schicht am Boden, die in den kurzen Pausen des Schneefalls innerhalb weniger Minuten wieder verschwunden war. Nasse Straßen, wie nach leichtem Regen, waren das Einzige, was zurückblieb. Das […]

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Her mit dem Mist!

Danke, dass ich diese Gelegenheit bekomme, mich und meine Beweggründe kurz vorzustellen: Mein Name ist Sandra Reingruber und ich arbeite als Putzfrau. Unser junger Chef in der Leasingfirma, ein trendiger Typ, nennt uns zwar jetzt „Teamplayer im Facility Management“, aber die Tätigkeit ist die selbe geblieben: den Mist der anderen wegräumen. Aber mein Anspruch geht […]

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Der Trick

„Sie haben die drei also auch schon gesehen? Sie haben es gehört und sich gefragt ---? Sie finden das auch --- ? Ja, ganz klar, aber Sie dürfen das nicht falsch verstehen. Wollen Sie wissen, wie es dazu kam?“ Trifft eine Frau im durchschnittlichen Alter von durchschnittlichem Aussehen, aber sehr faschionabel, in einer trendigen Hundeschule […]

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Besuch beim Großvater

„Das nimmst du!“, sagte der Vater und drückte seinem Jüngsten Clemens ein Gesteck aus Tannenzweigen mit einer Kerze darauf in die Hand. Als nächstes holte er zwei Packungen Kekse aus dem Kofferraum und hielt sie seinem zweiten Sohn Thomas entgegen, der eine davon gleich an seine Freundin weitergab. Er selbst nahm einen großen Korb, in […]

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Jäger und Sammler

Herr Seidl hatte braunes, etwas schütteres Haar, war nicht beleibt, aber auch nicht sportlich. Er trug seit gefühlten zwanzig Jahren dieselbe Hornbrille und hatte die Gläser ungefähr ebenso lange nicht mehr gereinigt. Bei den Familien in seinem Wohnhaus war er als Pedant bekannt, die restlichen Nachbarn nahmen kaum Notiz von ihm. Seine Wohnung hätte aus […]

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Die Krise 5 - Innere Zweifel

Allen am Gesellschaftsleben Teilnehmenden, die hier in Zwicklingsau (gleichwie Hintertupfing) lebten, war längstens klar, dass der ortsbekannte Lebemann und Nichtsnutz, Porsche 911-Fahrer von Gnaden, Paul Pedasoli, ein bereits längeres Verhältnis mit der attraktiven Geschenkboutiquebesitzerin Stefanie Raymundo aufrechthielt, trotz deren gespaltener Zuneigung zur lokalprominenten Künstlerin Eva Vanin. Pedasoli mochte an die fünfzig sein, und war sicherlich […]

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Die Krise 4 - Der Reiz des Geldes

Es ging um einen Arbeiter in Escortins Kieswerk. Man fand heraus, dass jener keine Aufenthaltsbewilligung hatte. Peinlich für Escortin. In Fällen illegaler Beschäftigung wurde hart gestraft. Escortin nahm es gelassen. Man werde sich darum kümmern, versicherte er dem Beamten, dass jener einen Antrag für seinen Aufenthalt hier stellte, dann wäre vorläufig einmal wieder alles im […]

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Die Krise 1 - Die Vernissage

Es war wieder einmal so weit. Vielleicht noch nicht so schlimm wie damals 1929, aber immerhin. Die Wirtschaftssysteme des raschen Profits waren auf Grund gelaufen, ausgelöst durch gewagte, verantwortungslose Spekulationen. Nun sollte das gestrandete Schiff wieder flott gemacht werden. Die Politik, bislang bloß zum Leuchtturmwärter degradiert, wurde von ihrem Ausguck abberufen und zum Kapitän bestellt, […]

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Die Krise 2 - Der Bürokrat

Ja, in Krisenzeiten hätte kritische Kunst vielleicht wieder so etwas wie Konjunktur erlangt. Vielleicht, könnte sein, meinte der Bürgermeister. Jedenfalls müsste man schon froh sein, wenn einmal etwas in Farbe wäre, meinte der Bürgermeister zu Stefanie Raymundo, die ihm am nächsten stand, und das müsse man der Künstlerin zugutehalten. Raymundo hob erstaunt ihren Kopf, als […]

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Die Krise 3 - Der Deal

Wer den Ort kannte, Zwicklingsau oder Hintertupfing, das blieb sich gleich, Kaffs wie diese gleichen einander wie ein Ei dem anderen, mochte unschwer feststellen, wie sich in den letzten Jahren eine zunehmende Rechtslastigkeit und Ausländerfeindlichkeit zu etablieren begonnen hatte. Man zeigte sich ängstlich gegenüber den wenigen muslimischen Gemeindearbeitern und gewissen unberechenbaren Einflüssen von außen. In […]

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Maria

Maria ist ein Mensch, der mit den Augen spricht. Warm schauen sie einen an, dunkle Augen aus dunklen Höhlen. Sie legen sich auf einen und bringen Wärme und Ruhe. Alle Freude und alles Glück, die Maria ein Leben lang in sich gesammelt hat, und die oft unbarmherzig zurückgeschleudert wurden, wenn sie sie geben, schenken wollte, […]

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Eine von vielen Geschichten

In mir wohnen viele Geschichten. Manche wollen gestaltlos im Verborgenen bleiben, andere verlassen zu Worten geformt den Mund und hangeln sich von den Lippen zu den Ohren, um eingelassen zu werden, wieder andere drängen zur Hand, um aufgeschrieben zu werden, und warten auf ein Paar Augen, das sie aufnimmt, bewahrt und vielleicht verwandelt. Manchmal hat […]

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Die alte Schupfen

Schon allein das Wort ist Vergangenheit, weil‘s niemand mehr verwendet. Vergangen ist auch die Existenz der alten Schupfen. Weil dort, wo sie einmal gestanden ist - in einem großen Schrebergarten vom Opa, und rundherum viele andere Schrebergärten - da stehen heute drei Bauten: die Bezirkshauptmannschaft, das Altersheim und die Schule. Aber der Schrebergarten, die alte […]

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Ratzenkopf

Im zweiten Semester habe ich mir die Haare ganz kurz abschneiden lassen. Völlig ungeplant habe ich auf der Durchfahrt in Straubing einen Friseur aufgesucht und gesagt: Ganz kurz, bitte! Die Friseuse war etwas älter als ich und fing, ohne nochmals nachzufragen, sofort an, meine Haare zu schneiden. Eine Stunde später verließ ich den Salon als […]

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Lob des Zornes

Herrlicher, heilsamer Zorn, wie gut, dass es Dich gibt. Du bläst als reinigender Sturm die dürren Blätter und den fauligen Mief des Lebens fort, Du gibst uns Kraft und Mut, das Notwendige oder Überfällige gleich herzhaft anzupacken und Entscheidungen zu treffen. Wer sich schon lange Zeit zu nichts aufraffen konnte, wer müde/kraftlos/depressiv ist, dem verhilft […]

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Erinnerung

Da ist dieser Geruch in der Luft gelegen, dieser Geruch nach ... ? – Dieser Geruch nach ... – es war nicht hier, es war irgendwo in Mediterranien, in Griechenland, in Italien oder war’s an der Nordküste Afrikas? Ja! Ich erinnere mich genau: Der Junge hat so ein Instrument gespielt, was war das noch für […]

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Vom Brotteig Kneten, Stricken und Schreiben

Es gibt Dinge, die einen prägen. Ich meine keine Prägung im Sinne des Pawlow‘schen Hundes, derartiges finde ich völlig verachtenswert. Absichtlich ein Verhalten hervorrufen zu wollen, ist mir in der Erziehung bei Mensch und Tier gleichermaßen suspekt. Es widerspricht meiner Vorstellung von Freiheit und Schöpfungsauftrag. Vielmehr denke ich an Lebensumstände und Verhaltensweisen, mit denen man […]

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Maggie, die Heizkörperfrau

Schau, da drüben steht sie, die Heizkörperfrau. Weißt du, warum ich sie so nenne? Weil sie genau so ist, wenn sie aufgedreht ist: außen heiß. So schrill, bunt geschminkt, hat einen roten Minirock an, zieht sich an, als ob sie schöne Beine hätte. Das innen drin will keiner sehen. Die Maggie ist innen drin farblos, […]

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Best Control

Sie trank ihr Glas Milch in einem Zug. Ein Genuss, den nur wenige nachvollziehen konnten, aber was wussten die schon? Wenn sich diese milchig-schleimige Schicht innen in ihrem Hals anschmiegte, ölig fast, das war es, was sie nach so einem Job dringend brauchte. Heute war es besonders schlimm gewesen: nächtens auf den Knien herumzukriechen, mit […]

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Irgendwie jedenfalls

Willkommen, der Herr! Ich hoff’, du findest, was wir alle nur suchen. Paul sah seinem Liptauerbrot in den Brillengläsern seiner Oma beim Zerkautwerden zu. Er mochte das, wie es ihr davor grauste, wie sich ihr Gesicht dabei beim Wegdrehen die ganzen Falten auszog. Gut fühlte sich das an in den Zehenspitzen, das ganze, und Pauls […]

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Mein Vater (beim Kübelausleeren)

Der Tag war blau hinten und grün vorne, keine Vögel, ein paar Katzen, ein Pferd. Ein Zaun drumherum, um die Tiere, ein weißer, ohne Bretter, nur die Pfosten, die ganz allein in der Erde steckten, auf einem ein Schmetterling, oben drauf. Es war ein schöner Tag. Mein Vater hat schon begonnen damit, die Kohle zum […]

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Drei, eins, zwei

Die Zigarette war aus. War sie an? Kein Rauch, nein, kein Rauch, ja. Nein, sie war aus. Roter Kreis, Zigarette durchgestrichen, Herr Mauerstahl konnte sich wieder erinnern. Er  rauchte gar nicht, er hatte nie geraucht, er hasste Rauchen. Schon gar nicht drinnen, draußen auch nicht. Dieser Gestank, diese grässlichen Schwaden, die unter dem verschnörkelten Lampenschirm […]

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vollendete vergangenheit oder wie ich lernte, das plusquamperfekt zu lieben

freundin, lass los! leinen los und raus aufs meer hinein in die vielen stürme die sonnenuntergänge und -aufgänge das sanfte schaukeln und die leichte brise lass dich doch nicht ankern von augenblicken wäre schade drum, um die neuen winde sie sich bloß nicht aus den segeln nehmen lassen! diese bauschen sich zu recht und die […]

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Die Flasche

Es war einmal, um die Ecke, in Frau Malazkas Auslage, hinter der Glasscheibe, hinter dem großen „frisches Obst und Gemüse“-Pickerl von damals, als das frische Obst und Gemüse noch in Steigen am Gehsteig zum Verkauf gestanden war. Vor ihrem Greißlerladen, dort stand er, und dort begab es sich, dass Herbert Kritzendorfer etwas dort in der […]

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Na klar!

Es war vorhersehbar gewesen. Ja, natürlich. Trotzdem verursachte es mir Herzklopfen. Und trotzdem war ich enttäuscht. Das Handy hielt ich immer noch in der Hand, unentschlossen, was nun zu tun sei. Ganz so, als ob mir gleich dämmern würde, welche Schritte als nächstes anstünden. Kathi war während der letzten fünf Jahre perfekt gewesen für mich. […]

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