an Tagen wie diesen …

Erwarten können (Bühnenversion)

Drei Personen: Sprecher/in (Text in Schwarz) Marek, der tschechische Kellner (Text in Blau) Jana, der Gast (Text in Rot) Auch heute wurde Jana wieder der kleine Ecktisch zugewiesen. Von dort bot sich der beste Blick in das Lokal, von hier aus konnte man die anderen Gäste beobachten, aber auch hinaus auf den Hauptplatz blicken. Das […]

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Sonnenstrahlen

Verschwunden ist er, für Minuten, Sekunden, weit weg, bei Unwettern, es scheint die Sonne Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: An Tagen wie diesen | Inventarnummer: 18040

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Regen über der Stadt

Er sickert, in graue Löcher, Pfützen spiegeln, Das wenige Grün wächst, es duftet, Schmutz verblasst, Die Waschstraße ist eingeschaltet Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: an Tagen wie diesen | Inventarnummer: 17175

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Lampen, Uhren und Geschichten

Es ist 22 Uhr 24. Grell. Der Schein meiner Schreibtischlampe irritiert mich. Seit genau einer Stunde starre ich nun auf das leere Blatt Papier vor mir. Nichts. Immer noch nichts. Eine Stunde und nichts. In ziemlich genau zwanzig Minuten wird sie nach Hause kommen, und ich muss meine Arbeit beenden. Gezwungenermaßen. Sie hält nicht viel […]

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Auf den Pelz gerückt

Meinen Job, den hätte ich beinahe durch schlichte Schlamperei verloren. Sie wollen wissen, wie das in einer gemächlichen Kultureinrichtung wie dem Dorotheum passieren kann? Also gut. Jeweils eine Woche vor den Versteigerungsterminen werden die Exponate zur Besichtigung dargeboten, potenzielle Interessenten können diese aus der Nähe begutachten und für sich eine Vorentscheidung treffen, manches verwerfen, anderes […]

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Ein Alltag ist das heute

Langweilig hin und zurück, Fernseher an und aus, selbe Zeit, anderes Gerede, Podcasts sind abonniert, aber im Rückstand Teppiche aus alter Zeit haben das Fliegen verlernt, Liegen tot und ausgebleicht am Boden, Auf dem roten Sofa bildet sich ein Bart, Der Metallrahmen am Bett ist zur trüben Pupille geworden Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: an Tagen […]

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Schnurrhaar

Ein Hund und ein Mensch, viele Hunde, viele Menschen, Flüssigkeiten und ohrenbetäubendes Grollen, quietschend rauscht er mit seinesgleichen, durch tausend Tunnel, der selbe unverdünnte Saft, Putzt sich gründlich, betrachtet seine Pfoten, eine Dose mit Sarma, schnurrend und essend, danach schläfrig Im Spiegelbild fragt er sich, was es eigentlich ist Keine Antwort Er geht spielen mit […]

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Heute trinke ich meinen Kaffee kalt

6 Uhr 20, der Wecker geht ab. Wie jeden Tag quäle ich mich aus dem Bett. Meine Augen sind müde, mein Körper schwer. Ich ziehe mich an, gehe in die Küche und richte mir mein Frühstück. Wie jeden Tag streiche ich ein Honigbrot und trinke eine Tasse Kaffee mit einem Schuss Milch. Der nächste Griff […]

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Das Wespennest

Ein sonniger Frühsommernachmittag hatte sich auf den sanften Hügeln und grünen Wiesen des kleinen südburgenländischen Ortes niedergetan. Bienen summten, Vögel zwitscherten in den Geästen zahlloser Obstbäume und Schmetterlinge tanzten über bunte Wiesenblumen. Eben durch diese Idylle quälte sich Maurermeister Josef Lagler samt seinen einhundertzwei Kilo mühsam den steilen Weg zu seinem neuen Einsatzort hinauf. Eine […]

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Vom Stinken und Stänkern

„Du stinkst ja erbärmlich! Hörst du, ich rede mit dir.“ Sie hatte ihr unbekannte Gegenden Wiens auf dem Stadtplan betrachtet, während sie auf die U-Bahn gewartet hatte. In der Station hatte es nach Abfall gerochen. „Geh dich duschen! Du bist so grindig.“ Hatte der junge Bursche mit ihr gesprochen? Unsicher hatte sie den Kopf zur […]

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Schwarz/Weiß

Erdrückt in der Ecke Sonne scheint seit Tagen Gesichter wirken leer Warmer Wind singt Lieder von einer besseren Zeit Kalte maschinelle Bewegungen über ein Pult wird mir die SV- Karte gereicht Telefongespräche sind mit dir sehr angenehm und sie beruhigen müde Augen vermögen seit Tagen keine Seite mehr lesen Ein schönes Gesicht hast du kann […]

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Das Examen

Es war bei Gott kein Tag für eine Prüfung. Der Störungseinfluss hatte weiter zugenommen. An der Alpennordseite war es seit Tagen schon bewölkt mit zeitweisem Schneefall. Morgen sollte es noch schlimmer kommen. Das nasskalte Wetter machte Rheumatikern ohnedies schon genug zu schaffen. Kurt quälte sich die Treppe zur Universität hoch, seine fertige Diplomarbeit, gebunden, in […]

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Mein Arbeitstag beginnt – aus dem Leben einer Bibliothekarin

Als ich noch Schülerin war, haben meine Eltern immer zu mir gesagt: „Lerne, sonst wirst du als Melkerin arbeiten und die müssen wegen der Kühe um 3 Uhr 30 aufstehen!“ Ich habe den Rat meiner Eltern befolgt. Ich habe akademische Ausbildung. Ich stehe morgens um 4 Uhr auf. Morgens – 4 Uhr, mein Wecker schrillt. […]

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Eine Freitagsgeschichte

Der Freitag ist der Tag des Fisches und ich möchte darüber erzählen. Nun lebe ich weder an der Ostseeküste noch habe ich die sieben Weltmeere durchstreift. Nicht einmal ein Fluss steht mir besonders nahe, in dem Fische zu Hause sind. Meine Begegnung mit Fischen ist ganz anderer Art. Ich stamme aus einem Kramerladen und meine […]

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Erwarten können

Auch heute wurde Mathilda wieder der hübsche kleine Ecktisch zugewiesen. Von dort bot sich der beste aller Ausblicke auf die blassgrünen Kupferdächer der Altstadt Salzburgs. Kleinere und größere Grünspanflächen hier und dort glänzten ihr an diesem nasskalten, späten Winternachmittag entgegen. Die Dächer spektakulär überragt vom barocken Dom, und all das dominiert von der imposanten Festung. […]

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Allerhand zu Allerheiligen! (Und Irmtraud hätte nichts dagegen.)

Dass er es wäre, der einmal übrig blieb, hätte er nicht gedacht. Er zog ein weißes Hemd aus dem Haufen schmutziger Wäsche, die sich in den letzten Wochen angesammelt hatte. Dieses hier würde noch einmal zu tragen sein, der Kragen war sauber, er könnte einfach einen Pullover darüber anziehen. Seine Hände zitterten ein wenig, als […]

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Im Salzburgerischen

Wie, fragte mich Riemer einst im Salzburgerischen, ich etwas schreiben könne, ohne dabei etwas von mir preiszugeben. Wie, fuhr er fort, damals am Fuße des Salzburger Möchsbergs spazierend, mir einfallen könne, das von mir Geschriebene habe auch nur den geringsten Wert. Was, und er wurde dabei laut, mir eigentlich einfalle, mich eigentlich auf den Gedanken, […]

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Römische Briefe

Der junge Tourist, Pius Lenz, saß an einem dreiundzwanzigsten August, nur wenige Stunden nachdem er auf der sogenannten Spanischen Treppe sitzend, am Fuße des eindrucksvollen Istituto Sacro Cuore Trinità dei Monti, einen Gedichtband zu Ende gelesen hatte, in der Via Toscana fünf, nur unweit der sogenannten Spanischen Treppe, im Commissariato Castro Pretorio und wurde zum […]

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Schneeschippen

Es war sechs Uhr morgens und man schickte uns Schnee schippen. Walther und ich nahmen uns beide eine große Schaufel und traten hinaus. Der eisige Wind schnitt uns unangenehm ins Gesicht. Und es schneite noch immer. Die ganze Nacht über waren dicke Flocken vom Himmel gefallen, die Schneedecke war jetzt beinahe kniehoch. So hatte ich […]

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Junge Tänzer

Auf der Beerdigung von Hans‘ Vater ging beim Leichenschmaus das Bier aus. Der Wirt hatte vergessen, genug zu bestellen und nicht damit gerechnet, dass Hans‘ Freunde so viel trinken würden. Es war Hans‘ Wunsch gewesen, sich mit ihm bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken. Nachdem der letzte Tropfen ausgeschenkt und ausgetrunken war, zogen Hans, der keinen […]

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Roman

Die kalte Jahreszeit herrschte nun mit eisernem Griff. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ließen Romans Schritte schneller und schneller werden. Es war mittlerweile dunkel geworden in der Mozartstadt und man sah kaum noch Menschen auf den verschneiten Gehsteigen. Endlich, Roman war an der Pforte seines Wohnhauses angekommen. Hastig kramte der Blondschopf in den Taschen seiner […]

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Alles offen – an Tagen wie diesem

Es gibt Tage, da ist man gezwungen, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen, durch die man sich selbst ein bisschen besser kennen lernt. Was ist mir wichtig, wofür stehe ich, wer bin ich, das alles klärt sich mit und aufgrund dieser Entscheidung. Und genau so ein Tag war dieser, auch wenn es zu Beginn gar nicht danach […]

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