think it over

Differenzen

Er zeigte mir mein wahres Ich, doch als ich es erkannte, kam ich mit seinem nicht mehr zurecht. Nives Farrier aus: 100 Tage nach Dir. Die Gedichte einer Trennung (unveröffentlicht) www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 18083  

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Mietrecht

Ich nahm zu viel Platz in deinem Leben ein. Jetzt siehst du, wie viel Leere eigentlich zu füllen ist. Nives Farrier aus: 100 Tage nach Dir. Die Gedichte einer Trennung (unveröffentlicht) www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 18078  

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Laufen

Sie laufen alle, überall Stockwerke, Treppen, die ich nicht gehen kann, zu langsam, Das Hochhaus fabriziert, dunkle Wolken, Menschen laufen hinein, Ein brennendes Haus, Am Dach jubeln sie im Anzug, Pupillen, die zu Seifenblasen heranwachsen, Ein großes Gefängnis wurde gebaut, Alter Glaube, Freiheit ist die einzige Währung, Die Wert hat Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: think it […]

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Wunde

Wenn Liebe verloren ist blutet das Leben und aus der Wunde fließt die ganze Bedeutung. Nives Farrier aus: 100 Tage nach Dir. Die Gedichte einer Trennung (unveröffentlicht) www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 18067  

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Falsche Diamanten

Wir pressten uns aneinander wie Kohle, immer hoffend, dass uns der Druck in Diamanten verwandelt. Doch am Ende wurden wir ein bröckeliger Klumpen, der seine eigene Form nicht mehr kennt. Nives Farrier aus: 100 Tage nach Dir. Die Gedichte einer Trennung (unveröffentlicht) www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 18061  

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Stillstand

Lippen sanft wie Sand auf samtweicher Haut fühlt sich überschwänglich und betrübt zugleich an Ist irgendwie wie: Mit nassen Haaren in die Kälte gehen und Nägel aus Holzbalken ziehen doch die Löcher sind für immer zu sehen dann auf eigenen Beinen stehen Und die eigenen Wege gehen und über die eigenen Füße fallen fühlt sich […]

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Erinnerung

Du hast mir damals doch erklärt Wie dein Leben werden soll: Vor nichts und niemand dich verbiegen Dir selbst gehören Zoll um Zoll - das war toll Beruflich lieben? Du doch nie! Doch dann kam sie Mich betrügen? Du doch nie! Schuss ins Knie. Du hast mir damals doch erklärt, dass man niemand schaden soll […]

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Finden

In einen Garten hat er dich gesetzt dein Herr voll Grün und Farben Sonnenstrahlen wärmen deine Glieder und räkeln kannst du dich im wohlig warmen Licht Warum nur spürst du’s nicht Kummer hat ein Nest in deinem Herzen sich gebaut lähmt dir die Glieder und die Sinne Wie soll das Raunen an dein Ohr gelangen […]

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Fremde

Tausend Probleme, sind keine, wie du, Wenn ich dich zerlege, Fremde mit blondem Haar, sonst sind sie immer schwarz, Nur der Vollmond leuchtet, hämisch wie es in diesem Buch steht, Im Netz finde ich keine Antwort, Auf Straßen, ist es verschwommen, Autofokus hängt Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 17191

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Verstopfte Gefäße

Nächte in Gefäßen, aus Gedanken, Sag, dass ich noch hier bin, Ich bin nicht dort, wo das Nest war Gefällt dir das Fenster, Rufe in die Nacht, nach Verstand Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 17180

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Anders

Eigentlich bin ich gar nicht anders. Ich spreche die gleiche Sprache, ich schreibe dasselbe Idiom. (Ein deutscher Lektor etwa wollte mir Stiege in „Treppe“, Matura in „Abitur“, und „Da schau her“ in „Sieh einer an“ verbessern.) Ich esse sogar leidenschaftlich gern die drei landesspezifischen Knödelsorten. Ich blinzele nicht einmal oder ziehe eine Augenbraue hoch, wenn […]

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Dschungel

Unsere Wörter treffen uns nicht, suchen nach Erklärungen, lange Gesänge Dort bricht ein Vulkan aus, Ein Bach fließt dazwischen, Wir liegen wieder auf der Erde Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 17115

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Theorien

Als Albert Einstein vor über hundert Jahren seine spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie begründet hatte, blieb alles, wie es war, denn diese beiden Theorien zeichneten das Bild der Wirklichkeit. Anfang der 1979er Jahre entwickelte man die Stringtheorie, in der man annahm, dass das Universum nicht aus Teilchen, sondern aus Strings besteht. Die Strings sind Fäden […]

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Gesellschaften, die öffentlich zwischen Mauern sitzen

In der Ecke sitzen Analysten, daneben sitzt das Recht, und Ordnung gesellt sich gerne dazu Dahinter hört man schamanische Trommeln, Dieser Tisch besetzt mit unscheinbaren Egos, lautes Gerede über den Nachbarn, der jetzt sein Portmonnaie füllt Durch die Tür kommen Frischlinge, sie müssen noch in Formen gegossen werden, Rebellisch Ein Gangster betritt stolz den Boden, […]

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Ruhe

Leere Augen, Bruchstücke im Kopf schwimmen zwischen Realität und Erinnerung alter Körper, wenig Bewegungen und ein Stammeln, der Kopf ein zusammengewürfeltes Labyrinth. In der Ordnung nehme ich Abschied von dir, Das Herz war immer warm, deine Hände blau und fast kalt, meine Erinnerungen wohlig und warm, Hoffnung, dass dich kein Schmerz trifft, bin mir sicher, […]

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Zwei Trug- und Wutgedichte

armdrücken das gefühl drückt mich nieder, ich drück zurück, immer und immer wieder. armdrücken auf zeit, bis einer von uns auf der strecke bleibt. - - - bruchstücke das ging zu weit, zu tief, zu bruch. was such ich eigentlich noch hier, bis auf antworten auf die ewigkeit? … Anna Maltschnig www.verdichtet.at | Kategorie: think it […]

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Drei Gäste, zwei noch da

Der Gast stand an der Bar, er stand seitlich, hatte seinen linken Ellenbogen auf die steinerne Oberfläche der Bar gelegt und seinen linken Fuß lässig auf den Umlauf aus Messing, welcher die Bar in geringer Höhe umfasste. Die Form der Bar nahm die der Kolonnaden des Petersplatzes auf, die in der Ewigen Stadt den Blick […]

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Tränen

Ein Fass ist voll, und aus den Augen rinnt es, dort am abgenagten Stamm bluten die Wunden, doch bevor er schwarz wird und verdorrt, rette ich ihn, deshalb rinnen sie wie Bäche Florian Pfeffer www.verdichtet.at | Kategorie: think it over| Inventarnummer: 17025

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Mittelstand und Mittelstrand

Die Österreicher haben, mit wenigen Ausnahmen, gelernt, ihren Unmut über die Politiker des eigenen Landes durch eine Veränderung ihres Wahlverhaltens zu äußern. Dass sie hierbei eine starke Tendenz nach weit rechts erkennen lassen, ist legitim, schließlich machen sie ihre Kreuzchen beim Spitzenkandidaten einer im Parlament vertretenen Partei, jedoch zeugt es ebenso wenig von Selbsterkenntnis wie […]

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Drei Episoden und die Wahrheit

Da geht ein sportlich gekleideter Mann vor mir. Plötzlich beginnt er zu laufen, hastet Richtung Fußgängerübergang, die Ampel steht auf Rot. Er ignoriert die Warnfarbe, blickt einmal kurz nach rechts, dann nach links, wieder nach rechts und läuft einfach weiter, über die Fahrbahn. Drüben angekommen, bleibt er stehen. Atmet schwer, sieht über die Straße zu […]

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Heimat

Wer über diese Erde geht, Dem klebt sie an den Füßen. Jeder Schritt, eine uneingelöste Schuld, Nimmt seine eigene Spur mit. Der Blick erreicht seine Grenze in Lichtgeschwindigkeit Und  findet an ihr keinen Halt. Jeder Blick, ein Ausgleiten an sich selbst, Fällt in sich selbst zurück. Lebt es sich hier: Fortschreitende Wiederkehr. Bernd Remsing http://fm4.orf.at/stories/1704846/ […]

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An die Botschafterin

Wie nur, hast du den Schnee nicht auf den Dächern gesehen? Lang noch dauert es – und da kommst du in leichten Kleidern? Es trägt der Mensch noch immer feste Strümpfe Und zieht sich Polyestermützen fest Aufs Hirn. Die Augen müde von der Millionenshow, schleppt er seinen Körper ins Auto, seinen bergenden Konsumschützenpanzer. Was willst […]

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Balkongedanken

Die Sonne sprenkelt gegen mein Fenster. Es ist Sommer und einer der wenigen nicht regnerischen Tage. Gewitter haben ihre Spur im Garten hinterlassen. Schnecken tauchen, hasten, rennen durchs Gehölz. Der Blick aus dem Fenster - selbst der Sonnenuntergang zieht melancholisch alle Aufmerksamkeit auf sich, als letzter Blick auf diese Welt. Hier auf dem Boden meines […]

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Lügen

„Schade, jetzt ist es weg“, sage ich zu meiner kleinen Tochter, als sie freudestrahlend ins Zimmer läuft, um das Christkind zu sehen. Solche und mehr Lügen über Osterhase, Nikolaus, Krampus und Co. hab ich ihr seit frühester Kindheit aufgetischt, und ich hoffe inständig, dass mir das nicht irgendwann zum Verhängnis wird. Aber ehrlich gesagt bin […]

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Lasst die Kinder Kinder sein

Tagein tagaus sehe ich selbständige Kinder, die Hilfe benötigen, disziplinierte Kinder, die sich nicht im Griff haben, leise Kinder, die laut weinen, geduldige Kinder, deren Füße zappeln, verständnisvolle Kinder, die tausend Fragen haben, starke Kinder, die ihre Tränen unterdrücken, mutige Kinder, deren Lippen vor Angst beben, Kinder, die Rücksicht nehmen auf uns Erwachsene. Maria Buchegger […]

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Politpersonal

Der Präsident Da hat man ihn behangen Mit Titeln, Ehren und mit Orden Und ist dann doch aus ihm Nur ein verzog‘nes Kind geworden Der Bundeskanzler Es hat sich in die Nische Die ihr der Markt noch lässt Die Faust der Sozialisten Fest hineingepresst Der Wirtschaftsminister Ein Putzerfisch im großen Teich Putzt den kapitalen Wal […]

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Titellos

Das Dorf, von dem ich erzählen möchte, ist kein besonderes. Man könnte es sogar als „ein wenig verschlafen“ bezeichnen, eingeschneit im Wandel der Zeit. Aber ich möchte weniger über das Dorf an sich berichten, sondern vielmehr über die Kinder, die darin lebten. Es handelt sich dabei um ganz gewöhnliche Kinder, die vormittags in die Schule […]

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Wenn uns das Universum etwas sagen will, warum ruft es dann nicht einfach an?

Wir alle haben ein Smartphone. Oder auch keines, aber dafür ein anderes Handy. Dann sind wir zwar nicht so cool, aber jedenfalls trotzdem erreichbar. Immer und überall, außer für das Universum. Das vermittelt seine Botschaften nämlich ohne klingelnde Vorankündigung, dafür aber ganz gern mit extra Ironie. So wie ein Caffè Latte mit zehn extra Schuss […]

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Trägt der Stoff, aus dem unsere Träume gemacht sind, eigentlich ein Muster?

Etwas später in der letzten Woche war ich in der Stadt, um mir eine Hose zu kaufen. Eine die passt, gut aussieht, mindestens drei Kilo schlanker macht und nach dem zweiten Mal tragen nicht aussieht wie eine Baggy Pant. Ein kläglicher Versuch also. Aber ich wusste, irgendwo da draußen gibt es sie, ich müsste sie […]

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Schattenbank

Du weißt nicht, wie lange es her ist, dass du so aufgelöst warst. In der Luft spürst du das Frühlingssonnenlicht, das auf diese Bank, auf diesen Platz nie direkt fällt und das dennoch alles einnimmt, überallhin dringt und das alles zersetzen will, was du für sicher gehalten hast. Vor einem Jahr muss es gewesen sein, […]

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Duett

Gestern war Antoinette noch ganz auf sich allein gestellt gewesen. Heute sieht man sie auf einer Bank gegenüber vom größten Tanzsalon Paris’ sitzen und warten. „Ich bin adoptiert worden“, sagt sie grinsend. Der Stolz lässt sich kaum in ihrer Stimme verkennen. „Hmpf“, grunzt ein Mann, der neben ihr sitzt. Sein Interesse könnte nicht weniger geweckt […]

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Der Zivildiener

Du stehst. Der Schnee fällt. Und der Atem dreihundert moorgrüner Soldaten verflüchtigt sich in schüchternen Wolken. Du bist nun einer von ihnen – „Rekrut“. Stehst stramm in einem der fünfzehn Glieder und zwanzig Rotten, dein Blick ist im Nacken des Vordermanns, und du zitterst. Jemand unter Niemanden. „Wenn Sie ein weiteres Mal irgendwohin anders hinblicken […]

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Alleshaber und Vielkrieger

Was ist? Was ist? Weiß nicht wozu, will aber haben. Muss mir gehören. Muss besitzen. Ding, Mensch, Tier, erstrebenswerten Zustand. Will, will, will! Begehren! Mehr, mehr, mehr von allem. Mehr von dem, was glänzt, was Lust spendet, was Freude macht. So viel davon haben, wie nur kann. Raffen. Alles zusammenraffen, was herumliegt. Sucht nach mehr, […]

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Der Soldat

Waffenruh. Keiner mehr da, der auf den zielen könnte, den er unter anderen Umständen vielleicht seinen Bruder genannt hätte. Tiefe, laue Nacht. Und ein Sternenhimmel wie zur Friedenszeit. Mondlicht. Er saß am Rande des Schlachtfeldes. Mutterseelenallein. Wo mochte sie jetzt wohl sein, die Mutter? Welchen Rat würde sie ihrem Fleisch und Blut wohl erteilen? Wie […]

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Hymne auf einen bemerkenswerten Vogel

Bist nicht Gans und auch nicht Ente, an Eleganz und Anmut kaum zu überbieten. Und neidlos zugegeben, im Wasser ein Talent, geübt in Sachen Schwimmen. Auf sanften Wellen treibend, majestätisch, hoheitsvoll und graziös, wiegst, still bewundert, du gerne dich auf dunklen Wassern. Rauschst flügelquietschend über Seen und Teich. In deinen weichen Daunen trotzt du jedem […]

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Was bleibt. Besuch in der Regensburger Synagoge

Später sollte sich herausstellen, dass es die letzte Begegnung mit Dr. Andreas Angerstorfer war. Im darauffolgenden Juli wurde er tot in der Toilette der theologischen Fakultät aufgefunden. Es ist ein Apriltag im Jahr 1942. Es ist nicht der 1. April und das, was geschieht, ist wahrlich kein Scherz. Ein Zug von Männern bewegt sich durch […]

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Ein Fenster zur Schrift

Ijob 39,16-21 „Die Straußenhenne behandelt ihre Jungen hart wie Fremde; war umsonst ihre Mühe, es erschreckt sie nicht. Denn Gott ließ sie Weisheit vergessen, gab ihr an Verstand keinen Teil. Im Augenblick aber, wenn sie hochschnellt, verlacht sie das Ross und seinen Reiter. Gabst du dem Ross die Heldenstärke, kleidest du mit einer Mähne seinen […]

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Wider den Stachel löcken

"Wider den Stachel löcken" ... eine kaum mehr verwendete Phrase Der Stachel, wider gelöckt Hat dem Löcker kaum jemals geschmeckt. Doch er musste es wagen – die „Wahrheit“ zu sagen Damit man ihn endlich entdeckt Wer oder was ist der Stachel? Warum ist er spitz? Wer ist der Löcker? Und warum löckt er (was weh […]

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Fallstricke 1 - Wider die Emanzen

Diese verkrampften Kampf-Emanzen, / nach deren Pfeife alle tanzen! Es ist genug, es ist zu viel, / wir spiel'n jetzt unser eig'nes Spiel! Wir wollen Männer, tough und stark, / und dominant und ganz autark! Wir lassen uns recht gern beschützen / – zurückgelehnt, statt selber schwitzen. DIE soll'n das Geld nach Hause tragen, / […]

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Fallstricke 2 - Dumm gelaufen

Wie war das Leben angenehm, / solang wir waren ganz bequem enthoben jeder Haushaltspflicht, / weil Mama drauf war so erpicht! Dass diesen Umstand brachte schon / unser Familienstatus „Sohn“, ließ bei uns Gedanken reifen, / dass – um als Mann uns zu begreifen – es eine Frau braucht an der Seite, / die die […]

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Fallstricke 3 - Karrieristinnenschicksal

Wir hab'n studiert, uns angestrengt, / in Männerwelten uns gedrängt. Wir hab'n gelernt, uns durchzusetzen, / wenn Neider ihre Messer wetzen. Wir leisten viel, wir kommen weiter. / Fleißiger sind wir und gescheiter, als so manche der Kollegen, / doch irgendwann steh'n wir im Regen. „Die toughe Frau, wer mag das schon? / Der rennt […]

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ambiValenz

Für die Vereinigten Evaluierer aller Länder ( ‚Vergeigt euch !’ ) Wir erzähln uns Lügen – aber           die Lügen lügen nur leise. Im Grund’ sind wir dumm – aber                 unsre Dummheit ist weise. Unser Gehn und Tun ist: nur gradaus – aber […]

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Welt am Draht

In die Straßenbahn tölpelt ein Schüler mit geschultertem Ranzen, fläzt sich auf einen gerade frei gewordenen Sitzplatz und fuchtelt das elektronische Brett aus seiner Hosentasche. Eine Schülerin tapst klumpfüßig mit ihrem Brett als trüge sie Lehm an den Schuhen. Ein Kind spielt auf dem Brett ein Spiel, das Figuren an Hindernissen vorbeihampeln lässt, was wiederkehrende […]

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Nicht witzig!

Das Wort „lustig“ kommt von „Lust“, und deshalb ist es hier bewusst und ganz entschieden zu vermeiden. Den Spaß in „spaßig“ kann verleiden, dass nicht sehr zum Lachen reizt, wenn sich die Ratio verspreizt. Und auch die „Komik“ reicht nicht weit, denn komisch wirkt bei uns zur Zeit nicht einmal, wer nicht erkennt, dass er […]

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Bernhards Suhrkamp(f)

Dass Thomas Bernhards erste (schriftliche) Kontaktaufnahme mit dem renommierten, deutschen Verlagshaus Suhrkamp neunzehnhunderteinundsechzig, ein Alleingang, wie er schrieb, scheiterte, habe er sich wohl selbst zuzuschreiben, dachte ich mir bei Betrachtung des photokopierten und im Briefwechsel abgedruckten ersten Briefs, an Herrn Dr. Unseld adressiert.  Zwar, so der Vermerk des Lektors, drei Monate nach Einsendung des Manuskripts, […]

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Summ, summ, summ herum

„Co-gito ergo sum.“     (Descartes) „Co-ito ergo sum.”     (Casanova, Don Juan,  ...  sonstwer?) „Ich esse, also bin ich.”      (Lucullus) „Ich schreibe, also bin ich (hoffentlich)[1].“    (Ingeborg Bachmann u.v.a.) „Ich arbeite, also bin ich.“      (Internationale Arbeiterbewegung) „Weil ich (arischer!) Deutscher bin, bin ich.“     ( A. Hitler u.a.) „Weil ich lüge, scheine ich zu sein.“     (Wittgensteins […]

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Willensstärke. Übermut. Fall?

Von einem vorteilhaften Lauf der Dinge konnte nun wirklich nicht die Rede sein – Lisa spürte aber, dass sich manche der Verlegenheitsentscheidungen, in die sie vor nicht allzu langer Zeit gezwungen wurde, durchaus als nützliche Anknüpfungspunkte erweisen könnten. Die verheißungsvolle Qualität dieser Gewissheit setzte sie aber auch unter Druck. Denn sie wusste: Es war nun […]

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