Die Schwertschluckerin vom Kapuziner-Boulevard - Teil III

Nicht so schnell! Haben Sie schon Teil 1 und Teil 2 gelesen?
Dies ist der finale Teil der Geschichte.

Hinweis der Redaktion: Dieser Text kann verstörend wirken, er enthält Gewaltszenen.

Sie setzte sich in ein Café auf dem Kapuziner-Boulevard und bestellte ihr Lieblingsgebäck mit Erdbeermarmelade. Dazu trank sie eine Brause.
Ein junger Mann warb lauthals für bewegte Bilder, die im „Grand Café“ präsentiert wurden. „Die siebte Kunst“ nannte man diese nagelneue Erfindung der Brüder Lumière. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Jeannes Truppe viele Besucher in ihrem Varieté. Meistens waren es die Reisenden, die neue Erfahrungen sammeln wollten, um davon ihren Familien und allen in ihren Heimatorten prahlerisch zu erzählen. Aber es gab auch ein paar Ansässige, die immer wieder vorbeikamen.
Aber jetzt, wo es etwas Neueres gab, verringerte sich die Anzahl geradezu drastisch. Der Patron machte sich schon Sorgen.
„Ich kann die Faszination dieser Leute nicht teilen“, sagte er und stieß dabei einen tiefen Seufzer aus. „Was ist daran so interessant? Es sind schwarz-weiße flache Bilder der gewöhnlichsten Menschen. Ist das Leben an sich nicht lebendig und bunt genug? Der Teufel soll sich diese infernale Maschine zurückholen!“ Er spuckte verächtlich auf den Fußboden.
Jeanne spürte, dass er enorme Angst hatte, Angst, diesen endlich errungenen Halt zu verlieren.

Sie wurde neugierig, und da die verbliebene Zeit es ihr erlaubte, kaufte sie eine Eintrittskarte zu der Kinovorführung und betrat den umgebauten Billardsaal, der rappelvoll war.
Nach langer Suche fand sie einen freien Platz und quetschte sich zwischen zwei korpulente, stark nach Parfum und Schweiß riechende Frauen, die sich offensichtlich keine Mühe gaben, Jeanne ihr Hinsetzen zu erleichtern. Sie hörte jemanden munkeln, die Gebrüder hätten die Idee von einem Amerikaner während ihrer Reise durch den Traumkontinent geklaut. Dann ließ sie ihren Blick im Raum schweifen. Vor sich sah sie eine weiße Leinwand. Dann drehte sie sich um und bemerkte zwei fast gleich aussehende Männer an der hinteren Wand, die an einem hoch gestellten, quadratischen Apparat geschickt herumhantierten. Als sie schließlich fertig waren, traten sie vor das Publikum. Sie wirkten wie eineiige Zwillinge. Der einzige Unterschied war, dass einer von ihnen eine Brille trug. Man konnte unmöglich bestimmen, welcher der ältere und welcher der jüngere Bruder war. Jeanne fand es ziemlich amüsant.

Der ohne Brille bedankte sich für das große Interesse an ihrer Erfindung, erklärte kurz, aber verständlich, wie der Apparat, den er Filmprojektor nannte, funktionierte, und teilte mit, dass zehn Filme gezeigt würden. Der andere wünschte allen viel Vergnügen an diesem wunderschönen Abend. Sie gingen wieder zu ihrer „infernalen Maschine“ und schalteten sie ein. Ein schwacher Lichtstrahl wurde zu der Leinwand ausgesandt. Die Saallichter wurden gelöscht und man konnte jetzt deutlich Staubkörner und Zigarettenrauch im Strahl des Projektors schweben sehen. Eine Weile passierte nichts. Anscheinend gab es einen kleinen technischen Fehler, an dessen Behebung bereits tüchtig getüftelt wurde. Währenddessen dachte Jeanne an den seltenen Namen Lumière, der „Licht“ bedeutete. Sie fand es vielsagend, sogar transzendent, dass ausgerechnet die Personen mit diesem Namen unmittelbar mit dem Licht zu tun hatten.
Sie waren für diese Aufgabe vorherbestimmt, war sie sich sicher.

Hier und da ertönte schon nervöses Gekicher und Getuschel. Jemand legte mit einem melodischen Pfeifen los. Jeanne schaute noch mal nach hinten. Der Bebrillte fing an, eine kleine Kurbel zu drehen. Ein leises Rattern entstand. Es ging los.
Fast alle Zuschauer gaben simultan ein Geräusch des Staunens von sich. Ein Mann im Bild versuchte, auf ein Pferd zu steigen, dabei fiel er mehrmals herunter. Alle lachten hell und prächtig.
Der Film war damit zu Ende und schon fing der nächste an.
Ein Gärtner bewässerte den Garten. Ein Jugendlicher schlich sich an ihn heran und stellte sich auf den Schlauch. Der Wasserstrahl hörte auf zu fließen. Der ratlose Gärtner schaute in die Öffnung des Schlauchs und wurde von einer unerwarteten Fontäne bespritzt, da der Jugendliche seinen Fuß vom Schlauch genommen hatte. Dann lief er weg, wurde aber von dem rasenden Mann eingefangen, am Ohr gezogen und bekam den Hintern versohlt.
Das Publikum krümmte sich vor Lachen. Einige mussten sogar hinauslaufen, denn sie kriegten schlecht Luft.
Ein Zug fuhr in den Bahnhof ein. Die Zuschauer in dem linken Teil des Saals wurden langsam unruhig und gerieten in Panik. Es entstand ein Angstgeschrei. Manche bückten sich, manche sprangen zur Seite, um sich vor der nähernden Dampflokomotive zu retten.
Von einer Maschinerie produziertes Echo des Lebens  faszinierte wie ein Zauber. Die ganze Vorstellung dauerte ungefähr zwanzig Minuten. Beim Hinausgehen hatte Jeanne das Gefühl, in einer anderen Welt gewesen zu sein. Gleichzeitig machte sie sich auch Sorgen um die Zukunft ihres Varietés.

In ihrer bescheidenen Kammer im Theatergebäude angekommen, setzte sie sich vor den Spiegel und betrachtete eingehend ihre unweiblichen Gesichtszüge. Ihr markantes Kinn und die etwas zu breite Stirn gefielen ihr nicht. Mit dem Anflug leichter Selbstverachtung rümpfte sie die Nase. Dann löste sie ihr nussbraunes Haar und fuhr mit ihrer Hand hindurch. Sie wollte es schon seit Langem ganz kurz schneiden lassen, aber der Patron war entschieden dagegen.
Heute war sie nach der Nummer mit dem Feuerspucker dran. Sie musste an den jungen Andre mit seinen goldenen Locken denken. Er hatte vor zwei Jahren seinen ersten Bühnenauftritt bei ihnen gewagt. Er war sehr aufgeregt. Jeanne wusste noch ganz genau, was sie ihm damals gedanklich gewünscht hatte: ‚Bitte, verbrenn nicht dein schönes Gesicht.‘ Er hatte ihr verwirrt zugelächelt, als ob er ihre Gedanken gelesen hätte. Leider passierte etwas noch Schlimmeres. Er war mit der Vorstellung fast durch, alles lief perfekt und auf einmal machte er einen gravierenden Fehler. Er atmete die Flammen ein und verloderte seine Lungen. Er war an Ort und Stelle tot.

Jeanne hatte die ganze Nacht geweint. Wie es schien, hatte sie immer noch einige Tränen für ihn übrig, denn zwei feuchte Schmerzensperlen rollten ihr rasch die Wangen hinunter.
Es wurde Zeit, sich vorzubereiten. Mit eiskaltem Wasser wusch sie sich das Gesicht. Ihr blutrotes Kleid legte sie ab. Stattdessen zog sie ihr schwarzes Kostüm an. Es bestand aus einem einfachen, ärmellosen Oberteil mit einem tiefen V-Ausschnitt und einem ziemlich kurzen Rock. Der Patron wollte, dass man ihre langen, attraktiven Beine sehen konnte. So erhoffte er, mehr Erlös zu erzielen. Sie war damit einverstanden. Sie hätte es ihm schlecht abschlagen können, da sie bereits ein unmoralisches Angebot von ihm abgelehnt hatte. Er hatte ihr vorgeschlagen, nach dem Auftritt ihre Verehrer als Freier in ihrem Zimmerchen zu empfangen, wie es die meisten Frauen der Truppe bereits liebend gerne taten. So, wie Marie „das Puppengesicht“, die ihre Moneten nicht nur mit ihrem schönen Antlitz verdiente. Es wurden nur die Männer aus der höheren Gesellschaft zugelassen, denn das Etablissement hatte einen guten Ruf zu verlieren. Außerdem platzten ihre Portemonnaies von der schweren Last.

Obwohl Jeanne auf diesen Weg viel schneller ihren Traum von Amerika verwirklichen hätte können, hielt sie nichts davon. Lieber wartete sie länger, aber blieb so rein, wie es nur möglich war, in dieser lasterhaften Welt.
Nach dem Umziehen holte sie ein längliches, jadegrünes Köfferchen unter dem Bett hervor und machte es auf. Darin befand sich der Degen von Pierre. Sie hatte nie versucht herauszufinden, was die Inschrift bedeutete. Sie ließ sich lieber im Glauben, dass es eine nicht entzifferbare Zauberformel war, die ihr Leben schützte. Sanft strich sie mit ihrer Hand entlang der perfekten Klinge, dabei murmelte sie vor sich hin. Es hörte sich an wie das Wispern einer innig verliebten Frau, gerichtet an ihren tief schlummernden Geliebten.
Sie durchtränkte einen Wattebausch mit Essigessenz und reinigte damit die Klinge, damit sich keine Patina ansetzte. Dann polierte sie ihn mit einem weißen seidenen Tuch bis auf Hochglanz.

Es klopfte an der Tür. Der Patron trat ein.
„Bist du bereit?“
Sie nickte. Dabei fiel ihr auf, wie schnell er gealtert war. Er tat ihr plötzlich sehr leid.
„Warum schaust du mich so an?“, fragte er verwundert. „Hast du noch nie einen Adonis gesehen?“ Er lachte herzlich. Sie konnte nur schwach lächeln.
Mit dem Degen in der Hand ging sie auf die in der Mitte beleuchtete Bühne und stellte sich in das Rampenlicht. Ein leiser Applaus weniger Anwesenden schallte im verdunkelten Raum. Der vertraute, abgestandene Geruch des Saals. So wehmütig anmutend.
„Für Pierre“, sagte sie verhalten.
Mit dramatischer Begleitung einer Djembe, gespielt von einem bejahrten Afrikaner, durchzog sie ihre Nummer, deren jede Bewegung sie sich tief eingeprägt hatte. Sie fühlte sich wie eine Zuschauerin, während ihr geübter Körper seine schwierige Aufgabe mit bewundernswerter Leichtigkeit erfüllte. Es war, als ob sie die Kontrolle vorübergehend einem unsichtbaren Wesen überließ, das sie liebevoll leitete. Bald war dieser mystische Akt zu Ende.

Mit schwirrendem Kopf ging sie zurück in ihre Kammer, wo sie den Degen kurz reinigte und ihn dann ins Köfferchen zurücklegte. Der Dolch blieb hinten an ihrem Kostüm angelegt.
Wieder ertönte ein Klopfen, aber keiner kam unaufgefordert herein.
Anscheinend ein Fremder. Sie stand auf und machte die dünne, hölzerne Tür auf. Die Angeln knarrten. Vor ihr stand ein sauber rasierter, älterer Mann in einem blutroten Frack. Seine stämmige Figur verriet, dass er einst ziemlich stark gewesen war.
„Darf ich?“, fragte er mit einer Höflichkeit, die ein mulmiges Gefühl hervorrief.
„Ich weiß nicht, was Sie gehört haben, aber ich mache so was nicht. Sie müssen zu den anderen Mädchen gehen“, sagte Jeanne entschieden und war im Begriff, die Tür vor seiner Nase zuzuschlagen, aber er hielt sie mit einem Arm auf.
„Ich muss mit dir reden.“ Ein diffuses Licht blitzte in seinen Augen auf.
„Kennen wir uns?“
„Bitte“, sagte der Mann mit Nachdruck.

Sie trat zur Seite und gewährte ihm den Eintritt, obwohl ihre Vernunft Alarm schlug.
Er stellte sich in die Mitte des Zimmers und schaute sich alles genauer an. Indes machte Jeanne die Tür zu und beobachtete ihn angespannt.
„Darf ich mich hinsetzen?“, fragte er und ohne die Antwort abzuwarten, ließ er sich auf den einzigen Stuhl nieder.
Wie eine Somnambule setzte sie sich ihm gegenüber aufs Bett. Die alte Federkernmatratze knarrte.
Jetzt starrte er sie mit einem lüsternen Blick an. Ein anzügliches Lächeln umspielte seine schmalen Lippen.
Endlich kroch es ihr ins Bewusstsein, wer vor ihr dasaß. Ihr Stiefvater.
„Was willst du?“, fragte sie mit dem Beiklang des Schreckens, der ihm natürlich nicht entging. Ihre Knie zitterten wie frisch gefangene Frettchen in einem engen, dunklen Käfig. Mit aller Willenskraft versuchte sie, es zu verbergen.

Sein durchdringender Blick musterte sie von Kopf bis Fuß. Ihr war, als würde er ihr bis in die Eingeweide hineinschauen. Sie empfand den Anflug einer längst vergessen geglaubten Pein wieder.
„Wer ist dieser Pierre, dem du deinen Auftritt gewidmet hast? Ist er dein Liebhaber, versteckt er sich irgendwo?“ Höhnisch schaute er sich um.
Am liebsten hätte sie ihm jetzt den Kopf abgeschlagen. Keiner durfte Pierres Namen in den Dreck ziehen, besonders der da nicht. Dieses Schwein!

Als sie noch bei ihm und ihrer Mutter wohnte, war er ein angesehener Anwalt. Damals trug er einen Vollbart. Wie ein Bär sah er in seinem maßgeschneiderten, teuren Anzug aus. Ein Muskelpaket, dazu noch verschlagen wie ein Fuchs. Kein Wunder, dass sie ihn in seiner neuen Aufmachung nicht sofort erkannt hatte. Sie tat alles, um ihn aus ihrem gequälten Gedächtnis zu löschen, aber je mehr Mühe sie sich gab, desto lebhafter wurde sein Schatten, der sie noch lange nach ihrer Flucht verfolgte. Erst als sie endgültig entschied, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und nur noch nach vorne zu schauen, ließ der Quälgeist sie allmählich in Ruhe.

Er hatte sie oftmals als Jugendliche entehrt. Ihre Mutter wusste Bescheid, denn wie könnte es ihr nicht aufgefallen sein, dass ihr braver Ehemann fast jede Nacht ihr breites Ehebett verließ, um nach einer Stunde, erschöpft und nach ihrer Tochter duftend, unter die Decke zu kriechen und tief einzuschlafen?!
Sie erinnerte sich an das erste Mal, als er unangekündigt in ihr Schlafzimmer trat, unter dem Vorwand, mit ihr etwas Wichtiges besprechen zu wollen. Es war Mitternacht. Sie lag in ihrem Schlafrock unter der Bettdecke und bebte am ganzen Leib vor einer vagen, unheilvollen Vorahnung. Dann dauerte es nicht lange, bis er sich mit seinem bleischweren Körper zwischen ihre Schenkel gelegt hatte und vor Anstrengung tierisch keuchte. Die schneidenden Schmerzen breiteten sich wie Höllenfeuer in ihrem Unterleib aus. Sie glaubte, sie müsse sterben. Sie wollte sterben, aber sie überlebte. Als er endlich ging, betete sie zu Gott, dass sie es nie wieder über sich ergehen lassen musste. Aber er kam erneut. Gott war anscheinend altersbedingt schwerhörig geworden. Der Gestank der Lüsternheit eines alternden Mannes blieb an ihrer zarten Haut haften. Er hatte ihren Türschlüssel abgezogen und eingesteckt.
Sie konnte nicht mehr gut schlafen. Sie wartete auf sein Erscheinen, denn sie wollte nicht im Schlaf überrumpelt werden. Die ersten Sekunden seines Näherkommens nutzte sie, um sich auf das Leid einigermaßen vorzubereiten, das im Begriff war, sie gänzlich zu verschlucken. Die Flammen der Drangsal hinterließen nur die Asche. Ihre Machtlosigkeit drückte auf sie wie ein eiserner Sargdeckel. Sie wusste keinen Ausweg, bis sie die ungewöhnliche Truppe auf dem Marktplatz erblickte. Wäre sie geblieben, hätte sie sich das junge Leben genommen.

Er trug jetzt keinen Ehering mehr.
Mutter ist wahrscheinlich schon tot, egal!, dachte Jeanne. Die Mutter hatte ihre Rolle versäumt und es wäre unverzeihlich dumm von Jeanne, die ihre gewissenhaft auszuführen.
„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, meine Kleine“, sagte er im Aufstehen. Dann breitete er seine Arme aus.
„Komm, hol dir dein Geschenk.“
Nach kurzem Zögern ging sie entschlossen auf ihn zu und umarmte ihn widerwillig.
„Gut so, gut so“, wisperte er, über ihre Haare streichelnd. Indes glitt ihre rechte Hand zum Dolch und ergriff ihn fest.
Blitzartig rammte sie ihn tief in den Rücken des Verhassten.
Er stöhnte auf und fiel mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden. Sie trat ein paar Schritte zurück und betrachtete ihn. Es war vollendet.

Sie ging auf das kleine Waschbecken zu. Bevor sie sich gründlich wusch, betrachtete sie ihr Abbild im kleinen ovalen Spiegel. Dieser Anblick bereitete ihr anscheinend eine große Freude, denn sie lächelte verzückt vor sich hin. Nach dem Waschen zog sie sich um und packte schnell ihren Koffer. Sie öffnete die Matratze am Fußende und zog einen kleinen dunkelbraunen Beutel heraus, der ihre gesamten Ersparnisse beinhaltete. Das Köfferchen mit dem Degen vergaß sie auch nicht.
So, mit Sack und Pack, schaute sie sich den Toten an. Sie wollte sich dieses Bild des verdient ereilten Elends gut einprägen. Die erfüllte Rache wärmte ihr pochendes Herz.
Sie verließ den Raum und schlich durch den verdunkelten Korridor zum Hinterausgang, der auf eine ruhige Gasse hinausführte. Gedanklich bedankte sie sich beim Patron für alles. Das war ein perfekter Abschied, denn sie war unerwartet erschienen und so wollte sie auch verschwinden.
An der Hintertür angelangt, blieb sie kurz stehen, um sich ein Versprechen zu geben. Von nun an würde sie ihren Geburtstag stets feiern.
Sie trat in die kühle Nacht hinaus. Die Welt war breit und tief genug, um Jeanne wie ein scharfes Schwert aufzunehmen. Ihre aufrechte Gestalt löste sich in der behütenden Dunkelheit auf.

2019

Giorgi Ghambashidze

www.verdichtet.at | Kategorie: ärgstens | Inventarnummer: 21129

image_print

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *