Friedrich Reinhold Dürrenmatt zum 100. Geburtstag am 5. Januar 2021

Alles ist ausgespielt.

Das Eingangszitat stammt aus «Die Physiker» und müsste für diesen Essay eigentlich mit einem großen Fragezeichen versehen werden[1]. In konträrer Attitude überlegte das St. Galler Tagblatt, «… warum er immer noch beunruhigt und inspiriert», zu Beginn der Gedenkwochen auf seiner November-App. Die publizistischen Würdigungen überschlagen sich, nicht nur zum 100. Geburtstag, sondern überdies zum 30. Todestag am vergangenen 14. Dezember. Macht es Sinn, diesem ernsthaften Potpourri noch etwas hinzuzufügen? Oder anders: Es kann wohl nur um eine persönliche Sicht gehen; deshalb zuerst meine Erinnerungen:

Als 13-/14-Jähriger spielte ich in einer Schulaufführung in «Romulus der Große» den oströmischen Kaiser Zeno, einen vor lauter Unsicherheit blasiert Auftretenden; ich beneidete die titelgebende Hauptperson (den Deutschlehrer), die sich bodenständig wie ungeordnet mit Landwirtschaftlichem abgeben durfte. Die hierher gehörende Anekdote ist einfach zu aussagekräftig: Romulus, der letzte weströmische Kaiser, setzt sich zum Morgenessen, was den Vorwurf eines schlechten Deutschs hervorrief, worauf Dürrenmatt während der Proben das beanstandete Wort beließ, jedoch hinzufügt was richtiges Latein ist, bestimme ich.
Ein anderes Mal hielt man ihm bei einer Rede in Deutschland entgegen, er solle doch Hochdeutsch sprechen, worauf er erwiderte: Ich kann nicht höher! (Auf Dürrenmatts Sprache ist noch zurückzukommen!) Und der nicht nur diese beiden Male, sondern zeit seines Lebens höchst pointiert-flexibel reagierende Autor hätte zweifellos seinen zustimmenden Spaß gehabt bei einer etwas später von mir erlebten Aufführung des Stücks auf Italienisch mit dem Gag, dass die einbrechenden Germanen ihr heimisches Idiom sprachen, das dann von einem der Ihren für Romulus simultan übersetzt wurde.

Zweitens: Nicht von ungefähr setzt sich meine Erinnerung fest am letzten öffentlichen Auftritt Dürrenmatts in der Schweiz am 22. November 1990: In einer Rede[2] verglich er sein Land mit einem sicheren Gefängnis, wohinein sich die Schweizer geflüchtet haben, sprich dasjenige ihrer Neutralität. Als frei gelten [nun einmal] für die Aussenwelt nur die Wärter, denn wären diese nicht frei, wären sie ja Gefangene. Um diesen Widerspruch zu lösen, führten die Gefangenen die allgemeine Wärterpflicht ein: Jeder Gefangene beweist, indem er sein eigener Wärter ist, seine Freiheit. Aber: Wer [dergestalt] dialektisch lebt, kommt in psychologische Schwierigkeiten.
Das Remedium stellt die Anlage von Akten über diejenigen Insassen, welche sich doch nicht frei fühlen; Dürrenmatt spielt dabei ganz konkret auf den gerade aufgeflogenen «Fichenskandal» an[3]. Für ihn höchst bezeichnend seine sarkastisch-parodistische Folgerung: Aber da das Aktengebirge so gewaltig ist, kam die Gefängnisverwaltung zum Entschluss, dass es sich selber angelegt hat. Wo alle verantwortlich sind, ist niemand verantwortlich. […] So ist denn das Gefängnis in Verruf geraten. Es zweifelt an sich selber.

Der Inhalt wirkt auf seine Sichtweise: eine fast erbarmungslose Konsequenz und ein verbindlicher fast belletristischer Ton. (Anders als sein, immer wieder mit ihm im gleichen Atemzug genannter, landsmännischer Zeitgenosse Max Frisch, der es eher mit schlüssiger Härte und einem sachlichen Ton hielt.)
Dabei war das nur, einen guten Monat vor seinem Tod, sozusagen der (vor)letzte Trumpf und in gewisser Weise auch ein Rückblick. Bereits der doppelt im Zentrum stehende Satz Durch den Menschen wird alles paradox, verwandelt sich der Sinn in Widersinn, Gerechtigkeit in Ungerechtigkeit, Freiheit in Unfreiheit, weil der Mensch selber ein Paradoxon ist, eine irrationale Rationalität beschreibt das Credo und, nehmen wir die Wendung von Handeln in Schuld hinzu, die von ihm immer wieder aufs Neue entdeckten Thematiken seines Werks.

Bei F.D. geht es zutiefst um die nicht aus dem Zusammenhang der gesamten Lebenssituation lösbare Situation des Einzelmenschen in Relation zur höchst komplex verstandenen individuellen Freiheit. Ein letztes Mal aus der Rede: Was sind wir Schweizer für Menschen? Vom Schicksal verschont zu werden ist weder Schande noch Ruhm, aber es ist ein Menetekel. Aus der ihn immer umtreibenden Frage des Wo stehen wir? ergibt sich eine Weltsicht, die, meine ich, durch die angepasst bürgerlichen Existenzen hindurch von Melancholie im wörtlichen Sinn der Schwarzgalligkeit – nachgerade dürrenmattisch ist natürlich der Sieg des Passiven[4] – mit depressiven Anklängen im Sinn von Verstimmtheit insbesondere über das Scheitern getragen wird. Daß ich immer wieder die schlimmstmögliche Wendung – für ihn sozusagen der einzig mögliche (Werk-)Schluss – darstelle, hat nichts mit Pessimismus zu tun, auch nichts mit einer fixen Idee. Die schlimmstmögliche Wendung ist das dramaturgisch Darstellbare[5] – und, so kann hinzugefügt werden, wohl neben der steten Reflexion über den Zufall, der die Rolle der Moral[6] und – nicht zuletzt durch seine eigene gesundheitliche Situation mitgetragen[7] – das Phänomenon des Leidens einschließt, eine seiner Konsequenzen aus der zwiespältig erlebten Herkunft aus einem Pfarrerhaus im Berner Umfeld.

Ein dritter persönlicher Einstieg ist für mich als gelernten Kunsthistoriker die (an sich nicht seltene) Doppelbegabung Dürrenmatts als Mann der Sprache und als Mann der Malerei resp. Zeichnung[8]. Insbesondere aufschlussreich ist dabei die eigene grundlegende Darstellung zum Thema in einer kurzen Publikation anlässlich einer Ausstellung mit begleitendem Band 1978[9]. Man hat seine Arbeiten mit ihren vielen Anspielungen seinerzeit als surrealistisch bezeichnet, dagegen wandte sich Dürrenmatt mit Verve: So sind denn auch die Assoziationen, aus denen sich meine Bilder zusammenbauen, Resultate meines persönlichen Denkabenteuers, nicht die einer allgemeinen Denkmethode. Ich male nicht surrealistische Bilder (…), ich male für mich verständliche Bilder: Ich male für mich. Darum bin ich kein Maler. Ich stelle mich der Zeit, und unserer Zeit kommt man nicht mit dem Wort allein bei.

Zweifellos lassen sich (den Umfang dieses Essays sprengend) aus den häufigen Bildmotiven wie Kreuzigung oder Turmbau oder Schwangerschaft oder Ratten Rückschlüsse auf dort nicht in dieser Form expressis verbis geäußerte Verbindungen im schriftstellerischen Werk herstellen, so wie ihrerseits die häufig karikaturenhaften Zeichnungen Hinweise auf einen Einstieg in die inhaltliche Materie geben mögen. So stellt denn mein Malen und Zeichnen eine Ergänzung meiner Schriftstellerei dar - für alles, das ich nur bildnerisch ausdrücken kann. So gibt es denn auch nur wenig rein ‚Illustratives‘ von mir. Auch beim Schreiben gehe ich nicht von einem Problem aus, sondern von Bildern, denn das Ursprüngliche ist stets das Bild, die Situation - die Welt.

Als mindestens ebenso wesentlich ergibt sich für mich eine andere Verbindung durch den Umstand, dass die Arbeiten mit Pinsel und Stift mit Unterbrechungen über eine lange Zeitspanne entstanden, vielfach nicht effektiv beendet wurden. In der Kunstwissenschaft finden sich reihenweise Überlegungen zum «non finito» mit den jeweiligen Untersuchungen über die Gründe (Absicht aus dem Werk heraus; aus der persönlichen Lage; den Zeitumständen verpflichtet? etc.).
Man verband Dürrenmatt gerne mit einem barocken Stil, nahm dabei allerdings primär seinen Lebenswandel aufs Korn[10], vergaß, wie ich meine, jedoch, in unserem Zusammenhang unbedingt passender, seine publizistische Relevanz für eine Originalität, die dem Original keinen letztgültigen Wert zuerkannte.

Stets blieb er, der Theaterpraktiker, Änderungen in seinen Dramen gegenüber offen, selbst partielle Neufassungen wie des «Romulus» sind nicht selten, gleichermaßen veränderte er viele Prosawerke namentlich in den abschließenden Textpassagen wie etwa im letzten Kapitel in «Grieche sucht Griechin», goss sie in beträchtlicher Anzahl in Hörspielform, in Filmtextbücher und zwei Mal sogar in Opernlibretti[11] um.
Als ein bezeichnendes pars pro toto darf die – noch? – Schullektüre «Die Panne» gelten: Die Erzählung entstand 1955 und fast parallel als Hörspiel, das, 1957 zum Fernsehspiel umfunktioniert, 1979 in eine Komödie umgewandelt wurde. Hinter dieser Großzügigkeit gegenüber Mehrfachfassungen standen praktische Überlegungen: Es wäre die Form des scheinbar fragmentarischen vielleicht doch die dichterischste[12] einerseits, andererseits, wohl entscheidender, die nicht nachlassende Chance, die kreativen Potentiale der Einfälle und Motive auszuloten.

Ich male aus dem gleichen Grund, wie ich schreibe: weil ich denke. Dieses Denken ist – der vierte Punkt, der mich jetzt als Schreibenden fasziniert – in einer kaum zu übertreffenden Weise unmittelbar mit der sprachlichen Formulierung verbunden. Trotz des Rückzugs in eine mit 31 Jahren selbst gebaute Idylle oberhalb des Neuenburger Sees erscheint Dürrenmatt als mündlicher Kommunikator ersten Ranges. Seine Korrespondenz erfolgt ab den 1950er Jahren kaum mehr schriftlich (umfangreich hingegen die Typographien seiner Sekretärin), die Länge seiner Telefonate ist legendär. Die Basis gilt auch in umgekehrter Hinsicht, Max Frisch urteilt über Dürrenmatt als Rekonvaleszenten nach Herzinfarkt im Unterengadin, er sei ein Herkules im Zuhören; es kommt auf den Partner an. Die Basis des gesprochenen Worts wirkt sich auf alle Texte aus, noch einmal Frisch: Dürrenmatt ist ein Erzähler von Geblüt, er braucht Zuhörer, die gewillt oder gezwungen sind, sich unterrichten zu lassen.[13]

Zweifellos kommt F.D.s grandioser Erfolg im Theater nach dem Durchbruch 1949 mit Romulus, namentlich 1956 mit «Der Besuch der alten Dame», eines in der Folge weltweit meistaufgeführten Stücke, und dem ebenso internationalen Ruhm erringenden «Die Physiker» 1962 somit keineswegs von ungefähr; seit 1954 übt er auch die Gegenseite des Verfassers als Regisseur anderer (älterer) und eigener Stücke, sogar, wenngleich eher unglücklich, als Mitarbeiter der Basler und Zürcher Bühnen[14], schrieb eine Zeitlang Theaterkritiken[15], verfasste theoretische Arbeiten wie die Theaterprobleme aus 1954.

Selbst seine vielen Prosawerke leben trotz aller für ihn (selbst in den «unendlichen» Szenenangaben in den Dramen) unerlässlicher prägnanter Charakterisierung der räumlichen Umstände von den durchdacht geführten Dialogen. Und er hielt darüber hinaus als glänzender Rhetoriker bei vielen Gelegenheiten, nicht zuletzt bei zahlreichen Preisverleihungen[16] und Ehrendoktoraten, der insbesondere einheimischen Kulturwelt ihren zeitgenössischen Spiegel vor, Reden, deren Texte er, der Gattungs-Ungebundene, für die Drucklegung in eine Essay-Form überarbeitete.
Sprache ist also gewissermaßen die Ursubstanz seines Seins. Je länger, desto persönlicher geriert sich die Ausdrucksweise über den freien Umgang mit Grammatik und Interpunktion bis, nach anfänglicher Zurückhaltung immer dezidierter im Antagonismus zu deutschen Lektoren[17], zum gezielten Einbau von Helvetismen, die später sogar im Duden Aufnahme fanden. Ich schreibe ein Deutsch, das auf dem Boden des Berndeutschen gewachsen ist[18], aber darin liegt mehr begründet als das gern eingesetzte Lokalkolorit: Gerade bei F.D. lebt das Dialektische ganz ursprünglich vom Beschreiben des Praktischen und von seiner Bildhaftigkeit – womit sich der Kreis zum Maler und Zeichner schließt.

Der erwähnte Höhenflug führte zwar nicht ikarusgleich zum Absturz, doch fiel Dürrenmatt nach Misserfolgen mehrfach in schwere Krisen, ein besonderer Verdruss erwuchs ihm  Anfang der 1970er Jahre. Kathartisch wecken sie neues Bewusstsein: [… meine Theaterarbeiten stehen im luftleeren Raum des Nichts-Einbringens, ich muss mich wahrscheinlich auf einige Zeit auf die Prosa stürzen und einige Romane schreiben um leben zu können.[19] Schriftstellerisch geht diese Rechnung so ganz nicht auf, seine Produktion in den verschiedensten literarischen Sparten läuft mit den ihm zur Natur gewordenen Spannungsbögen weiter auf sehr hohem Niveau.

Für Dürrenmatt – für den Distanz grundsätzlich eine Voraussetzung von Wahrnehmung war[20] bis hin zur Liebe zur Astronomie mit eigenem Teleskop – bleibt der, meines Erachtens, in der  zweiten Lebenshälfte ebenso kultivierte (denn Sie wissen ja, dass auch die Besten nur von wenigen verstanden werden[21]) wie ausgeklügelte Rückzug eine Form der Selbstbestimmung bis zum Punkt der Zensur für die private, stark familiär geprägte Sphäre[22]; offensichtlich gedachte er stets des Bilds, das er der Öffentlichkeit präsentieren wollte.

Eine besondere Reprise ergibt sich im letzten abgeschlossenen Werk, dem kurzen Roman «Durcheinandertal» 1989. Hier zieht der Autor in gedrängt aufeinander folgenden Rundumschlägen noch einmal alle Register, um im fiktiven Kosmos das Gewohnte auf den Kopf zu stellen, Negatives und Positives ins Gegenteilige umzukehren, um dann in apokalyptischem Furor die Welt in Flammen untergehen zu lassen (mit Ausnahme, wohl bezeichnenderweise, einer Schwangeren).

Wer nicht zum nicht zuletzt durch mannigfaches Rekurrieren auf Bibelworte provokanten Chaos greifen will[23], erhielte ein besonderes, in vieler Hinsicht autobiografisch geprägtes Weiterverfolgen im das halbe Leben umfassenden Unternehmen der «Stoffe». Die Vorgabe Die Geschichte meiner Schriftstellerei ist die Geschichte meiner Stoffe, Stoffe jedoch sind verwandelte Eindrücke 1964[24] wird unter Beizug von viel Unveröffentlichtem von 1969 bis zum Lebensende intensiviert. Hier erscheinen in den Titeln der Bände die Überschriften das Labyrinth, der Turmbau (nicht nur in der gewohnten Metapher, sondern zugleich als der Immer-wieder-Bau verstanden) sowie der Gedankenschlosser.

Das letztlich Unvollendete passt wie ein Fazit zu diesem Autor, für den die Zufälle so umfassend sind, dass es keine Zufälle geben kann …[25]

 

[1] Gut hätte wohl auch, aus demselben Stück, das Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden gepasst, aber das Zitat wurde zwischenzeitlich geradezu inflationär gebraucht.

[2] Zur Verleihung des Gottlieb-Duttweiler-Preises an Václav Havel; die Rede lässt sich verschiedentlich auch im Internet nachlesen.

[3] Vor allem Bundes- und kantonale Polizeibehörden, aber auch privat organisierte Schnüffler hatten jahrzehntelang umfangreiche Registerkarten («Fichen») über Ausländer, für 30 Jahre indes auch allgemein der der «Subversion» Verdächtige, für die Staatsschützer namentlich «linke» Aktivisten, Politiker und Organisationen, angelegt; die Sache flog 1989 auf, führte zu massiven Protestkundgebungen und in der Folge zu einer wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung.

[4] M.F. an F.D. 27.3.1949 über «Romulus» (Kurzform des Stücks «Romulus derGrosse»); Max Frisch Friedrich Dürrenmatt Briefwechsel, hrsg. von Peter Rüedi, Zürich Diogenes 1998, S. 99

[5] Zitat aus: F.D. Werkausgabe Bd. 32, Literatur und Kunst, Zürich Diogenes 1998: «Persönliche Anmerkung zu meinen Bildern und Zeichnungen» (1978)

[6] expressis verbis in der Rede «Das Theater als moralische Anstalt» 1986

[7] 1943 Gelbsucht, 1950 Diabetes-Diagnose, 1969 Herzinfarkt, 1975 Spitalsaufenthalt

[8] Man hat etwa Vergleichbares erst jüngst im Zusammenhang mit den runden Jahrestagen zu Geburtstag und Literaturnobelpreisverleihung für Carl Spitteler herausgestellt resp. entdeckt; siehe dazu den Essay im «Der literarische Zaunkönig» 3/2020. Andere Mehrfachbegabung gelten etwa Sprache und Musik. Zu diesem Aspekt bei Dürrenmatt siehe auch die Website des Centre Dürrenmatt in Neuenburg. Friedrich Dürrenmatt war als angehender Student hin- und hergerissen zwischen Malerei und Literatur. Schliesslich entschied er sich für den Beruf des Schriftstellers. Während seines ganzen Lebens hat Dürrenmatt immer auch gezeichnet und gemalt. Abgesehen von einigen Karikaturen und Buchillustrationen blieb sein Bildwerk jedoch lange unbekannt. Die Sammlung des umfasst rund 1000 Einzelbilder und verschiedene Hefte.

[9] Siehe oben Anm. 5; der Band Bilder und Zeichnungen zur Werkschau in der Galerie Daniel Keel; vorausgegangen 1976 eine Bilderpräsentation im Restaurant du Rocher in Neuchâtel; folgend eine Ausstellung Das zeichnerische Werk/L’Œeuvre graphique in Neuchâtel im Musée d’Art et d’Histoire 1985. Heute dauerhafte Ausstellung im Centre Dürrenmatt in einem Neubau Mario Bottas, siehe auch oben Anm. 8.

[10] Vom auserlesenen Weinkeller über üppige Essgewohnheiten bis zu teuren Karossen.

[11] 1971 «Der Besuch der alten Dame», Musik von Gottfried von Einem, Uraufführung an der Wiener Staatsoper; 1977 «Ein Engel kommt nach Babylon» für das Zürcher Opernhaus.

[12] So in einem Briefentwurf zu M.F.s 50. Geburtstag am 15,5.1961, Rüedi wie Anm. 4, S. 157

[13] Beide Zitate Rüedi wie Anm. 4, S. 77 resp. 133.

[14] Basel 1986-69, Zürich 1970-73

[15] für die Berner Zeitung «Die Nation» 1947 und die Zürcher «Weltwoche» 1951-53

[16] allein in Österreich: 1968 Grillparzer-Preis der Österr. Akademie der Wissenschaften; 1984 Österr. Staatspreis für Europäische Literatur

[17] Als »Justiz» 1985 im Stern vorabgedruckt wurde mit Bereinigung des Mundartlichen, ließ es Dürrenmatt sogar auf einen Prozess ankommen.

[18] in seinem Essay «Zu einem Sprachproblem»

[19] Letzter erhaltener Brief FD an MF 19.2.1951, Rüedi wie Anm. 4, S. 128, damit zwar vor dem internationalen Durchbruch, doch letztlich eine Art grundsätzlicher Einstellung markierende, die auch späterhin Relevanz behält.

[20] Rüedi wie Anm. 4, S. 87

[21] F.D. an M.F. 24.1.1947, Rüedi wie Anm. 4, S. 97

[22] F.D. war zweimal verheiratet, 1947 mit der Schauspielerin Lotti Geißler (gest. 1983), mit der er drei Kinder hatte; 1984 mit der Journalistin und Theaterfrau Charlotte Kerr.

[23] Eine Zusammenfassung zum Nachlesen auf Wikipedia / Dürrenmatt / 3.2. Prosa / Durcheinandertal.

[24] Rüedi wie Anm. 4, S. 217

[25] Im Diogenes Verlag erschien eine «textgenetische Edition» «aus dem Nachlass» in 5 Bänden resp. Auf 2208 Seiten am 26. Mai 2021.

 

Martin Stankowski
www.stankowski.info

Der Text wurde veröffentlicht in: «Der Literarische Zaunkönig» Nr. 1/2021.

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