Schlagwort-Archiv: süffig

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Bin beeindruckt sicherlich –
gar tief vertiefst du deine Nas
ins halbgeleerte Rotweinglas.
Doch fehlt etwas, bemerke ich!

Zwar steigt, dem Weine wohl entsprossen,
schon kräftig Röt in Aug und Wang,
auch hält die Hand gar sehr entschlossen
den Becher fest in ihrer Zang,

wie häufig aber, frag ich schon,
geschah die Gläserdehydration?
Geleerte Gläser mitzuschicken,
möcht als Beweis ich mir erbitten!

Bernd Remsing
http://fm4.orf.at/stories/1704846/

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer: 21073

Velena

Thorhämmer an Halsketten, Springerstiefel, Tarnfarbenhosen, jeder von ihnen war eine Glatze, auch wenn nicht jeder eine hatte. Und mittendrin das große, blonde Mädchen, das eine Wodkaflasche schwang und tanzte, was ein Torkeln war. Schulveranstaltung, fern von daheim, die Lehrer waren nicht da. Der Bub passte auf das Mädchen auf. Er stützte sie, wenn sie wankte. Sie stieg ihm auf die Füße, er wies sie darauf hin. „Tschuldigung tschuldigung tschuldigung“, sagte sie. Sie hielt sich an ihm fest, auf dem Weg ins Jugendgästehaus. „Wie heißt du denn?“, fragte er sie dort. „Velena“, gab sie zurück. Er zog ihr die Schuhe aus, sie legte sich angezogen aufs Bett. Er deckte sie zu, und als er selbst schlief, träumte er von ihr.

Die silberne Außentheke mit dem Marken Boonekamp GUTER STERN Bitter – 20 ml

Die silberne Außentheke mit dem Marken Boonekamp GUTER STERN Bitter – 20 ml

Johannes Tosin
(Text und Bild)

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer: 20098

Little Caesar

Little Caesar ist der Sohn des Caesars, deshalb nennt man ihn so. Er ist ein Teenager, und als solcher hat er natürlich viele Flausen im Kopf. Er trifft sich gerne mit seinen Freunden, er genießt es, auf dem Sklavenmarkt zu wandeln und sich hübsche weibliche Sklaven und starke, schwarze männliche anzusehen – kaufen und nachhause bringen darf er keine, sonst würde er Ärger mit seinem Vater kriegen –, und, wie viele Burschen seines Alters, trinkt er gerne Wein mit Wasser gemischt.

Jeden Tag wartet er darauf, dass er endlich einmal an einer Orgie teilnehmen darf, aber stets verbietet es sein Vater. Doch er ist immer voller Hoffnung und glüht schon tagsüber mit einer gefüllten Amphore vor, nach der ersten kommt die zweite und so weiter.

Little Caesar

Little Caesar

Johannes Tosin
(Text und Bild)

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer: 19058

Kellerbar

Voll ist der Kopf,
das System verbal geköpft,
wie die Flasche Wein
Andere trinken,
Funk und Soul,
Wein so rot,
es wird emotional,
Köpfe leuchten,
Ampeln zu später Stunde

Am schwarzen Sofa,
entspannt,
von Getränken ohne Rausch,
Entfernungen werden weit
Fliege auf der roten Decke,
aus Kindheitstagen,
in Richtung nirgendwo,
Kurs gibt ein altes,
analoges Abspielgerät

Florian Pfeffer

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig| Inventarnummer: 19015

Warum warten?

Ich kann nicht länger auf dich warten
Mein Engel du, mein Satansbraten
Wenn ich noch länger auf dich wart
Bin alt und grau ich, hochbejahrt
Und wächst mein Bart zu langer Länge
Des Eiffelturmes Flechtgestänge
Könnt ich glatt damit bestricken
Den tiefen Riss im Weltgepränge
Mit meines Bartes Wolle flicken

So stünd‘ es dann um meinen Bart
Wenn ich noch länger auf dich wart
Drum rette mich auf alle Arten
Mein Engel du, mein Satansbraten
Ich lief‘ ja schleunigst dir entgegen
Auf allen Straßen, allen Wegen
Dich in meine Arm‘ zu schließen
Von Kopf bis Fuß dich zu genießen

Ist mein brennend heiß Verlangen
Doch hindert mich, ich sag’s mit Bangen
Ein verfluchtes Hindernis
Ein Schicksalsschlag, ein Drachenbiss
Ein mörderisches Bergtrollkegeln
Das wider alle bessren Regeln
Durch meine armen Ganglien rollt.
Ich weiß, ich hätt es nicht gesollt
Doch nachdem du heimgegangen
Musst ich, um mich zu erfangen
Die eine oder andre Flasche köpfen
Ein wenig viel zur Brust mir schöpfen

Dieses also ist der Grund
Warum ich jetzt und hier zur Stund
Ziemlich hilflos festgenagelt
Habe mich schon selbst getadelt
Drum denk ich, dass du mir verzeihst
Da du jetzt ja alles weißt.

Bernd Remsing
http://fm4.orf.at/stories/1704846/

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer: 18141

 

 

 

Liebestrunken

Mit der Stärke seiner Drinks
stieg auch sein Verlangen nach mir.
Wie abgestandener Alkohol
verpuffte die steinerne Miene.
In Litern maß ich
den richtigen Zeitpunkt „zu reden“.
Doch die wenigen Promille
reichten nicht mal für eine Nacht,
geschweige denn für ein Leben.

Nives Farrier
aus: Nach Dir.
(TwentySix Verlag, 2018)

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer: 18088

 

Verkalkt

Es sind wohl wahre Worte, die F. Scott Fitzgerald geschrieben hat, als er Folgendes zu Papier brachte: ‘Mit achtzehn sind unsere Überzeugungen Berge, von denen wir herunterschauen; mit fünfundvierzig sind es Höhlen, in denen wir uns verstecken.’

Die Hellsicht dieses Satzes verblüfft mich, denn sein Schöpfer pflegte eine Lebensführung, welche meiner nicht unähnlich ist, und ich weiß, wie schwer es ist, einen so wahren Satz zu formulieren.
Nun, Mr. Fitzgerald, Sie hatten recht, wie auch mit Ihrer These, dass man eine Kurzgeschichte ohne Weiteres mit dem Glas in der Hand schreiben kann. Prost!

Meine Freundin, sie ist fünfundvierzig, ich noch nicht, ist eine Frau von festen Überzeugungen, welche mit meinem Lebenswandel hin und wieder kollidieren. Sie ist der Ansicht, dass unser Badezimmer jeden Freitag geputzt zu werden hat, was mir letzte Woche einfach nicht gelingen konnte.
„Michael, die Kalkflecken auf den Armaturen, die wohl nur von Spritzwasser herrühren können, sind mir ein Dorn im Auge!“, konstatierte sie, und ihr strenger Blick ließ mich vermuten, dass es mit dem vorehelichen Vollzug an diesem Abend nichts werden würde.

Verzweifelt ob dieser Tatsache, griff ich, ich gestehe dies, zu einer Lüge, um keine Not leiden zu müssen.
„Maria“, sagte ich, „ich habe das Bad gestern geputzt. Während du in der Fabrik am Fließband standest, um das Geld für unsere Lebensmittel zu verdienen, habe ich vier Stunden lang geputzt.“ Ich setzte meinen treuherzigsten Hundeblick auf und fuhr fort: „Ich weiß natürlich, dass es dir höchst unrecht ist, wenn ich das Badezimmer bereits am Donnerstag auf Hochglanz bringe, doch gestern überkam mich ein Anfall von Reinlichkeit. Danach war ich verschwitzt und habe geduscht, damit ich nicht übel rieche, wenn du nach Hause kommst, und dabei sind die Flecken wohl entstanden.“

Sie sah mich entgeistert an, dann sagte sie schroff: „Michael, für die Lebensmittel, die du konsumierst, kommt immer noch deine Frau Mama auf. Von meinem Geld kaufst du bloß Bier, und das in Unmengen. Außerdem“, nun wurde sie laut, „was faselst du von Donnerstag? Heute ist Samstag!“

In diesem Augenblick wurde mir bewusst, dass ich einen Tag verloren hatte. Ich lief zum Kühlschrank und leerte eine Flasche Bier in fünf Zügen. Dann sagte ich zu Maria: „Ich kläre die Sache auf und bin in dreißig Minuten zurück.“
In meinem Stammlokal fragte ich den Wirt, der wirklich so heißt: „Stief, sag, mein Alter, wie viel habe ich in den letzten Tagen getrunken?“
„Mehr als du bezahlen konntest, mein Alter“, lautete Stiefs Antwort. „Soll ich dir sagen, wie viele Biere du hast anschreiben lassen?“
„Nein, nicht heute“, gab ich zurück und dachte instinktiv an meine Freundin und deren Gehaltskonto.

Zerknirscht ging ich nach Hause, wo ein Badezimmer auf mich wartete, das nagelneu nicht besser ausgesehen hatte. Um weitere Misshelligkeiten mit Maria zu vermeiden, ließ ich mir ein armaturschonendes Bad ohne Schaum ein und legte mich dann zu ihr ins Bett.
Meine zarten Annäherungsversuche ließ sie zwar ins Leere laufen, doch als ich ihr von der ihrem Kontostand bevorstehenden Rechnung in meinem Stammlokal erzählte, begann sie doch noch zu stöhnen.

Michael Timoschek
Erstveröffentlichung in der Schweizer Zeitschrift „Bierglaslyrik“, Ausgabe 33, Februar 2016

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig |Inventarnummer: 17154

Der Jägermeister

für Erna Raminger

Peter Schröll ist der örtliche Jäger von Modriach, einem winzigen Dorf in der Steiermark. Diese Bezeichnung verdient er tatsächlich, denn er ist der einzige Jäger der Ortschaft, in der nicht einmal dreihundert Menschen leben.

Das Leben dort ist dementsprechend rustikal. Kontrolle von oben gibt es in ebenso geringem Maße wie vonseiten des Staates, denn der Pfarrer und der Polizist sind meistens an der Theke des Wirtshauses Zum Krug anzutreffen, das ihrem Vater gehört.

Schröll arbeitet nicht mehr. Nach einer Erbschaft hat er seinen Job als Zimmermann an den Nagel gehängt und ist nur noch Jäger, sogar einer mit eigenem Revier.
In diesem hat er bereits etliche Tiere erlegt, einen Rehbock zum Beispiel, oder einen Habicht und drei Schäferhunde. Mit den Wildschweinen jedoch hat er Probleme. Diese intelligenten Tiere lassen sich von Schröll einfach nicht erschießen. Dabei hat er schon fast alles probiert. Köder in Form von Futter haben die Wildsäue ebenso ignoriert wie Pheromone, die er überall im Revier ausgebracht hat.

In seiner Verzweiflung beginnt er, mit einer höheren Dosis Zielwasser zu experimentieren. Zielwasser nennt man in der Steiermark den Schnaps, der den Jäger davon abhalten soll, bei der Schussabgabe zu zittern – es sorgt also dafür, dass der Weidmann stets ausreichend Alkohol im Blut hat.

Drei Wochen nachdem Schröll angefangen hat, mehr Obstler zu sich zu nehmen als die übliche Flasche pro Tag, zeigt sich das Wildschwein. Es handelt sich um einen riesigen Keiler, der sich gut an der Wand von Schrölls Bibliothek machen würde, denn außer einem schmalen Regal, in dem Kataloge von Jagdwaffenherstellern liegen, befindet sich in diesem Raum bloß ein abgetretener Teppich.

Er legt an, seine Hand ist ruhig dank der Extradosis Zielwasser, drückt ab und es macht Peng.
Zwei Sekunden später macht es noch einmal Peng.
Schröll erschrickt und geht in Deckung. Da er keine Schmerzen hat, folgert er jagdmesserscharf, dass der Keiler, so wie er selbst, wohl immer noch zu wenig Zielwasser intus hat, um zu treffen.

Erleichtert schießt Schröll zum Spaß noch einmal in die Richtung der Wildsau, doch antwortet diese nicht mit einem zweiten Schuss, sondern, so folgert Schröll, wirft ihre Flasche Zielwasser gegen einen Baum, denn er vernimmt das Geräusch von zerbrechendem Glas. Das Wildschwein, so weiß er jetzt, ist böse, weil es den Jäger nicht mit dem ersten Schuss erlegt hat.

Er nimmt einen großen Schluck Zielwasser und schläft auf dem Hochstand ein.
Als er aufwacht und nach Hause fahren will, muss Schröll zu seinem Ärger feststellen, dass die Wildsau seinen Geländewagen zerschossen hat. Den rechten Vorderreifen und die Windschutzscheibe hat sie getroffen.

Michael Timoschek
Erstveröffentlichung in der Schweizer Zeitschrift „Bierglaslyrik“, Ausgabe 31, September 2015

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig |Inventarnummer: 17158

Wohnzimmer

Heute Morgen erwachte ich auf der Bank in meinem Wohnzimmer.
Sie ist mit braunem Leder überzogen und bietet einigen Menschen Platz. Eigentlich bietet sie recht vielen Menschen Platz.

Ich verfüge über drei Tische vor meiner Bank. Zwei von ihnen sind rund, einer rechteckig und alle haben sie steinerne Tischplatten. Die beiden runden sind so dimensioniert, dass man bequem an ihnen essen kann, selbst mehrere Personen finden ausreichend Platz dafür.
Der rechteckige Tisch ist als Esstisch für eine Person gut geeignet, zwei dagegen finden nur unter Aufbietung bester Tischmanieren und großer Toleranz den anderen gegenüber in ihm einen geeigneten Esstisch.
Den beiden runden Tischen ist jeweils ein hölzerner Stuhl ohne Armauflagen vorangestellt, dem rechteckigen deren zwei. Auf jedem Tisch befindet sich ein Aschenbecher ohne Aufdruck, beispielsweise eines Firmennamens, und über jedem Tisch hängt eine runde Lampe alten Stils, die von einer Fünfzehn-Watt-Birne illuminiert wird.

Die Lampen sind mit schwenkbaren Auslegern an der Wand befestigt. Das Wohnzimmer verfügt über fünf Fenster. Diese sind vertikal zu öffnen, also Schiebefenster. Zu beiden Seiten jedes Fensters befindet sich ein zylinderförmiges Gewicht, das erlaubt, die Fenster millimetergenau so weit zu öffnen, wie es gerade erforderlich ist. Die Fensterrahmen bestehen aus Mahagoni, so wie der Rahmen einer der drei Türen des Wohnzimmers. Die beiden anderen Türen sind aus Glas gefertigt.

Der Boden aus Stein ist von unten beheizbar, die Wände und ein Teil der Decke sind leicht ockergelb. Der andere Teil der Decke ist von dunkel weinroter Farbe. Drei der vier Wände tragen Spiegel mit runden Lampen, welche in die oberen Leisten der hölzernen Spiegelrahmen eingelassen sind. In einer Ecke des Raumes ist ein Fernsehgerät angebracht, und zwei Stumme Diener befinden sich ebenfalls im Wohnzimmer.

In der Mitte, also im Zentrum des Wohnzimmers, steht eine Bar. Die Form dieser Bar greift die der Kolonnaden des Petersdoms in Rom auf, natürlich maßstäblich verkleinert.
Die Höhe der Bar ist so bemessen, dass bequem an ihr gestanden, gesessen, sowie auf ihr gegessen und geschlafen werden kann. Sie verfügt über einen Umlauf aus Messing, der sowohl im Sitzen als auch im Stehen eine angenehme Auflage für einen Fuß oder beide Füße bietet, sowie über vier Barstühle. Die Bar wird von einer zu tief hängenden roten Lampe erleuchtet, die auch in ein Boudoir  passen würde. Die Bar ist mit Flaschen sowie Gläsern verschiedener Art beräumt, eine Kaffeemaschine und eine Zapfanlage für Bier und Sodawasser fehlen ebenso wenig wie eine Musikanlage und ein Gläserspülgerät.

Ich habe mich für ein Wohnzimmer mit Bar entschieden, da ich so stets mit Getränken versorgt bin. Ich pflege nämlich meiner Arbeit im Wohnzimmer nachzugehen.
In diesem erwachte ich heute und war eingesperrt, denn die Türe nach draußen war verschlossen und ich ohne Schlüssel. Ich sah aus den Fenstern und etliche Menschen auf der Straße. Ich fühlte mich nicht weggesperrt, eher frei. Und glücklich, sehr glücklich sogar.
Ich nahm eine kleine Flasche Weichselsaft aus einer der Kühlladen der Bar, zündete mir eine Zigarette an und schaltete das Fernsehgerät ein, um zu erfahren, was sich im Laufe der Nacht auf der Welt zugetragen hatte. Abgesehen von gewöhnlichen Vorgängen wie Morden, Vergewaltigungen und Kriegen hatte sich nichts ereignet. Ich selbst hatte keine mich persönlich betreffenden Neuigkeiten zu gewärtigen, hatte keine Kurznachrichten erhalten und auch keine Anrufe nicht beantwortet.

Ich schlenderte im Wohnzimmer umher, rauchte und beobachtete einen Pennbruder, der die Straße nach Münzen abzusuchen schien. Anzunehmenderweise um diese leichter zu entdecken, bewegte er sich auf allen Vieren. Ich brühte mir einen Kaffee und verrichtete meine Notdurft. Nachdem ich vom Abort zurückgekehrt war, lehnte ich an der Bar in meinem Wohnzimmer und beobachtete Straßenszenen durch die Fenster.
Alte Frauen schleppten schwer an ihren Einkaufstaschen, ein Polizist drohte einem Afrikaner mit erhobener Hand offensichtlich Maulschellen an und ein junger Mann verfolgte eine ebenso junge Frau. Nachdem er sie eingeholt hatte, packte er sie am Oberarm und verabreichte ihr zwei offenkundig kraftvolle Ohrfeigen. Die junge Frau flehte ihn erkennbar an, kein weiteres Mal zuzuschlagen, doch ihr Begleiter hatte, wie ich bemerkte, keine große Lust, ihrer Bitte nachzukommen. Kein guter Start für die junge Frau in einen Julitag, der sonnig zu werden versprach.

Ich gähnte und überlegte, mich wieder auf die Bank im Wohnzimmer zu legen und noch einige Minuten zu dösen, als dessen Türe aufgesperrt und geöffnet wurde. Eine Frau mittleren Alters betrat das Wohnzimmer und forderte mich nonverbal, dafür mit bösem Blick auf, dieses auf der Stelle zu verlassen. Ihrer Kleidung konnte ich ansehen, dass sie mein Wohnzimmer zu reinigen gedachte. Widerwillig kam ich ihrer Aufforderung nach und wankte auf die Straße.

Michael Timoschek

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig |Inventarnummer: 17118