Wahrnehmen

Nicht alles was ich sehe siehst du auch so.
Ich sehe mich.
Du siehst mich.
Ich sehe dich.
Du siehst dich.
Ich sehe was ich wahr-nehme, was ich für meine Wahrheit halte.
Ich sehe meine eigene Geschichte.
Alles was ich gelebt und erlebt habe.
Meine gesammelten Erfahrungen.
Meine Erziehung.
Genauso wie du das Deine wahrnimmst, erlebst und lebst.
Mit deinen ganzen Erfahrungen.
Ich sehe dein Leben mit meinen Augen.
Du siehst mein Leben mit deinen Augen.
Ich versuche, dein Leben mit deinen Augen zu sehen.
Und versuche du, mein Leben mit meinen Augen zu sehen.
Dann kommen wir weg von Bewertungen.
Versuchen wir, die Augen zu schließen.
Versuchen wir, die eingeprägten Bilder zu verändern.
Versuchen wir, im Jetzt und Heute zu sein.
Versuchen wir, mit dem Herzen zu sehen.
Dann können wir liebevoll verwandeln.
Und ich sehe dann plötzlich ganz anders aus.
Du siehst plötzlich ganz anders aus.
Vielleicht kannst du mich erkennen, als das, was ich bin.
Vielleicht kann ich dich dann erkennen als das, was du wirklich bist.

Vielleicht ist das dann Freiheit.

An dieser Stelle sage ich Danke, an all die Menschen in meinem Leben, die einfach so sind wie sie sind.

Manuela Johanna Holl

www.verdichtet.at | Kategorie: Vorhang auf für den Nachwuchs| Inventarnummer: 15019

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Ein Gedanke zu „Wahrnehmen

  1. Alexandra

    Sooo fein, das zu lesen - denn tief drinnen, weiß man es, doch die Wenigsten probieren oder leben es - mit diesen Worten wird' s einem bewusst und JA - wir versuchen es!
    Voll Liebe und Dankbarkeit, Alexandra

    Antworten

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