Folegandros

Eile?
Was ist das?
Fragst du
Die entrückt im Meer ruht
Als stiller Fels

Hellgrün hellblau
Leuchten die Sessel
Der Tavernen der Cafés der Bars
Hin und wieder
Räkelt eine Katze
Sich im Schatten

Hoch über Chora
Versinkt die Sonne
In der Ägäis
Wie für eine Postkarte

Hin und wieder trägt der Wind
Einen Hauch Musik her
Der zu lauschen
Sich selten lohnt

Günther Androsch

www.verdichtet.at | Kategorie: hin & weg | Inventarnummer: 22089

5 Gedanken zu „Folegandros

  1. Antonia H.

    Hallo Günther,
    ja ich bin es: Die Traxl-Gelegenheitsplatzanweiserin. Ist mir eine Freude, deine Elaborate in gepflegter Sprache zu lesen! Wie schön, dass es dich hier auf der Plattform gibt!
    Antonia H.

    Antworten
  2. Günther Androsch

    Liebe Antonia, sehr schön, dass das Traxlmayr bis ins verdichtete Literaturnetz reicht und dass ein paar poetische Zeilen, wenigstens der Versuch von Poesie, auf Resonanz stoßen. Das Traxlmayr würde sich für ein Literatencafé und Literatinnencafé eignen, in Linz ein einsames Unterfangen.

    Antworten
    1. Antonia H.

      Lieber Günter,
      unbedingt. Wobei ich wahrnahm, dass sich im Traxl irgendwie ganz subversiv sich durchaus eine Menge Literaten unterm Radar herumtreiben 🙂
      Was nicht ist, kann noch werden!
      Liebe Grüße
      Antonia

      Antworten
  3. Günther Androsch

    Eine „Menge“ ist vielleicht übertrieben. Doch ist es typisch für Linz, dass es einige verborgene Gestalten, männliche wie weibliche, gibt, die dem Schreiben, dem Lesen sowieso, also der Literatur zugeneigt sind. Während es aber in anderen (Landeshaupt-)Städten sogar mehrere Verlage gibt, kenne ich in Linz keinen einzigen, abgesehen von Selbstzahlern. Und von einer lebendigen literarischen Szene ist nichts zu sehen, sieht man von einer Institution wie dem Stifterhaus ab, die den Etablierten Tür und Tor öffnet. Sogar Alberndorf prescht da mit AKUT vor!

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    1. Antonia H.

      Ja, da muss ich dir recht geben, lieber Günther,
      Linz ist Brachland im Vergleich zu anderen Städten. Momentan liegt die Gefährdung des Literarischen ja besonders im virtuellen Raum…

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