Archiv der Kategorie: Norbert Johannes Prenner

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neologisch

Ich sage dir, geliebte Daisy,
Sprache ist heut wirklich crazy.
Drum frag mich nicht, wie soll das geh’n,
denn du wirst zero mich versteh’n.

Zum Beispiel, checkst du?, steht am Ende,
ob du dieses rezipierst?
Und verzweifelt ringen Hände,
hoffend, dass du es kapierst!

Oidi!, löst bei dir ’nen Trigger,
hingegen, Oida steht für Mann.
Woanders sagt man, hallo, Diggah!,
im Norden, dort, beim Alleman.

Halt die Klappe, das ist komisch,
kürzt mit syban mancher ab.
Anglophil, sprachökonomisch.
Ist doch stimmig, kurz und knapp.

Geht einmal etwas daneben,
kann man hören, das ist tot!
Bedeutet langweilig und peinlich,
desolat oder marod.

Das Wort krass, ich sag nur uff!
Dieses Wort ist längst passé!
Heutzutage heißt das tuff,
Schon von gestern. Alter Schnee.

Baust du Mist, zeigst du die Schere,
and that means, ist deine Schuld.
Synonym leistet, das wäre,
so, wie hab mit mir Geduld!

Mit lowkey mahnt man, unauffällig!
Nur ein bisschen, nicht zu viel!
Damit meinen guys einhellig,
brems mal etwas dein Gefühl!

Ach, mit dieser Sonnenbrille
fühl ich mich wie Talahon.
Klingt aufs Erste nicht nur schrille,
und überdies, wer kennt das schon?

Hell no!, widerstrebt dir was,
entsetzt verziehst du dein Gesicht,
Simultan bedeutet das,
Hölle, nein!, das will ich nicht!

Yurr, fragt jemand, schon geseh’n?
Wird als Einleitung benutzt.
Knurr, sag ich, lass mich bloß geh’n.
Is’ kein Wunder, wenn du zuckst.

Das Wort des Jahres, das ist goofy,
albern, deppert oder blöd.
Vierzehn Nothelfer, die ruf i’!
Neologisch, das ist öd!

Norbert Johannes Prenner

www.verdichtet.at | Kategorie: Wortglauberei | Inventarnummer: 26190

Ein Untag

Ein Untag, der, kaum hat begonnen,
schon scheint’s dem Morgen echt vermiest.
Dem Kaffee ist gar die Milch geronnen!
Ein Tag, der nicht zu retten ist.

Was ist’s so dunkel?, jetzt sag bloß!
Was ist denn mit der Sonne los?
Nur am Gesims ein leises Klopfen?
Das klingt verdammt nach Regentropfen!

Auch das noch! Unglück, das sich häuft.
Der Tag im Regen mir ersäuft.
Im Zimmer duster, nicht ein Schein.
Und mir fällt nichts zu schreiben ein.

Was kann mir, armem Wurm auf Erden,
an einem Tag wie diesem werden?
Der Löffel fällt mir aus der Hand.
Ein Bild hängt schief, dort an der Wand.

Und am WC, dort tropft der Hahn.
Ich schwör’s, ich hab ihm nichts getan!
Es schließt auch nicht die Kühlschranktüre.
Woll’n sich nicht dreh’n, ihre Scharniere.

Und niemand will etwas von mir.
Nichts will gelingen, jetzt, und hier.
Selbst das geliebte Herz, das rege,
ist fort. Geht seine eig’nen Wege.
Ein Häuflein, das sich Elend nennt,
das bleibt zurück, einsam, und flennt.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at |Kategorie: an Tagen wie diesen … | Inventarnummer: 26180

Musik

Mit Musik geht meist einher,
was sie ist und was hört wer?
Will man bloß berieselt werden?
Mit Siegfried bei Wagner sterben?
Satisfaction mit den Stones?
Shake your head and all your bones!

Singt wer oder spielt ganz toll,
sagt man, das ist anspruchsvoll.
Hochberühmte Komponisten
reihen sich in langen Listen.

Manch einem reicht das Grundgerüst,
welches der Bassdrum-Rhythmus ist.
Hi-hats-Snare-Sounds machen Groove,
geächtet sei der, der dies schuf.

Teil der Bildung wär Musik,
so wie Prosa und Lyrik.
Doch nicht Noten bloß allein,
gefühlt erlebt soll Musik sein.

Wer Klang organisiert empfindet,
ein Gefühl damit verbindet,
dem dient, so wie es Sprache kann,
Musik als Ausdrucksform sodann.

Einst hieß es gar, der Musen Kunst,
denn das käm’ vom Können.
Käm’s vom Wollen, hieß’ es Wunst.
Beides wäre streng zu trennen.

Man sagt, Musik kann man versteh’n,
jedoch nicht übersetzen.
Es ist und bleibt ein Phänomen,
mag Sprache durch Gefühl ersetzen.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: unerHÖRT! | Inventarnummer: 26179

Big Apple

Und ich war, irgendwann einmal,
auch in Amerika.
Und schon im Flieger haben wir gelacht,
und füll’n den Fragebogen aus. Was haben die gedacht?

Woher ich komme, aus dem Süden oder Norden?
Und was ich überhaupt und eigentlich hier will?
Den Präsidenten wollen Sie ermorden?
Na gut, ich kreuze alles an, das alles klingt ja wirklich ziemlich schrill.

Gleich neben uns, da sitzt ein Ehepaar aus Brooklyn.
Wollten zum allerletzten Mal die Heimat seh’n.
Aunt Mary und ihr Mann, der alte Ed.
Bin noch nicht hin, meint er, sein Darmausgang wär’ künstlich.
Ich staune, darauf lächelt er verschmitzt und sagt, das geht.

Hey Junge, sagen die zu meinem Sohn,
der Flug wird lang, wir hoffen du hast schon
bemerkt, dass es da vorn sogar ein Movie gibt?
Na klar, sagt er, das habe ich natürlich längst schon mitgekriegt.

Wir sind in New York schließlich weich gelandet
und sind im Radisson Hotel am Central Park gestrandet.
Der Jetlag war enorm, wir hab’n den Nachmittag verschlafen
und in der Nacht die Typen unten angeseh’n, die scharfen.
Denn knapp nach Mitternacht wechselt am Park die Szene,
da klappern dir vor Staunen glatt die Zähne.

Am nächsten Morgen steh’n wir in ’ner langen Schlange,
in einem Drogeriemarkt an der Kassa wirklich lange.
Doch plötzlich ruft der Cashier ziemlich laut,
pass auf, da is’n Kerl neb’n dir, der klaut!

Ich dreh mich um, da läuft er schon zur Türe,
davor da steht ein dicker Bulle Schmiere.
Ich zähle panisch meine paar Ein-Dollar-Scheine.
Davon fehlt keiner. Na ja, ihr wisst natürlich schon, wie ich das meine.

Nachdem der Schrecken endlich überstanden war,
seh’n wir uns gleich ein wenig von Manhattan an, na klar.
Vom Hochseh’n an den Wolkenkratzern schmerzt der Nacken,
den langen Weg zum Central-Park-Zoo werden wir auch packen.

Im Empire-State-Building geht ein irrer schneller Lift,
da wirst du echt im Affentempo hochgehievt.
Und jeden Sonntag macht dort King-Kong seinen Dienst,
erschreckt die Leute fast zu Tode, doch er grinst.

Der Mensch, der lebt nicht nur von schlechter Luft allein,
drum geh’n wir in ein China-Restaurant in China-Town hinein.
Das liegt da unten tief in einem dunklen Kellerloch,
wo eben eine Ratte schnell in eine Kiste kroch.

In Macy’s Toyshop werd’n die Augen meines Jungen groß,
als sich der megastarke Eindruck über ihn ergoss.
Da gibt es Flugzeuge und Stofftiere so groß wie echt,
und dass er keines davon hat, ist wirklich ungerecht.

Auf einem ausgedienten Kriegsschiff in der Sonne spielen wir
und stell’n uns vor, wir wär’n der Captain und der Kanonier.
Das Ding, das ist so ungeheuer riesig.
Da schlägt das Wetter um und es wird langsam diesig.

Die Freiheitsstatue, die lassen wir nicht aus,
und schau’n von ihr ganz oben lang aus ihren Augen raus.
Der Blick reicht weiter als bloß bis zum Hafen hin,
sodass ich von dem Panorama überwältigt bin.

Nur schad’, die schönste Zeit am raschesten vergeht,
ich sag zu meinem Jungen, jetzt komm, es ist schon spät.
Denn leider müssen wir noch heut am Airport sein.
Hat alles mal ein Ende und wir müssen heim.


Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: hin & weg | Inventarnummer: 26172

Eukalyptus

Ein Anstieg, steil in Serpentinen,
soll dem Hotelgast dazu dienen,
nachdem er diesen hat erklommen,
in seinem Zimmer anzukommen.

Nach kurzer Zeit schon wird Routine
das Gehen auf der Serpentine.
Doch plötzlich über mir ein Ast,
der gar nicht zur Routine passt.

Ein Eukalyptus an der Biegung
verursacht die fatale Fügung.
Genau in Höhe meiner Stirn,
da hängt das Ding, vor meinem Hirn.

Den Ast, bin ganz darauf versessen,
ihn abzuschneiden. Schwer zu vergessen.
Ich denk, wenn mir nichts and’res bliebe,
dann frag ich mich, ob ich’s verschiebe?

Zunächst versuch ich es mit Bücken.
Das geht ganz schön an meinen Rücken.
Ein andermal geh seitlich dran vorbei.
Mühsam! Verdammte Schweinerei!

Meltemi heißt der Sturm, man glaubt es nicht,
er peitscht den Ast mir mitten ins Gesicht.
Und jedes Mal versuch ich auszuweichen,
mit Güte scheint’s, ist hier nichts zu erreichen.

Dem faulen Gärtner gilt mein ganzer Grant,
hab mir den Kopf schon mehrmals angerannt.
Es nervt der Eukalyptus hier auf Mykonos!
Zum Henker mit Apollon und Dionysos!

Doch irgendwann in einer dunklen Nacht,
ganz heimlich ward die üble Tat vollbracht.
Als Tatwaffe, ein scharfes Messer,
entwendet vom Buffet. Jetzt geht es besser.
Mit einem Wort, der Ast ist abgeschnitten,
nun geh ich aufrecht, direkt drunter, in der Mitten!

Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: hin & weg | Inventarnummer: 26163

nachtdanachschwer

Allstündlich war ich wach,
in durchgewachter Krippennacht.

Der Regen fällt, mir ist ganz schaurig,
macht mich so richtig kindertraurig.

Ein Blick hinaus, in Leer und Öd,
nicht wach, vielmehr noch morgenblöd.

Nur lidweit, blass und madenbleich,
fühl mich mehr tot, wie Morgenleich.

In dunklen Pfützen quaken Unken,
die Seele mir, schattenversunken.

Da vor dem Haus gurgelt ein Bach,
den hör von fern ich, schwindelschwach.

Ein Rest vom Mond, wie sichelschwebend.
Ich mach Kaffee, mehr tot als lebend.

Eselmännisch, mehr als gröblich,
die Nacht durchzecht, was wenig löblich.

Und rings um mich nur Finsterblau,
so weit ich seh, so weit ich schau.

Angstkalt, müd und alltagsblass,
saumselig ich ins Wasser fass.

Quellwasserhell und unverdrossen,
über Gesicht und Brust vergossen.

Im Spiegel glänzt nassglatt die Backe,
steh augenblickskurz in ’ner Lacke.

In morgengold’ner Luft, oh Herz!
Reicht nichts zu mundverzog’nem Scherz.

Mehr plankenstarr, so viel ich weiß,
zu gestern, da war’s echt lachheiß.

Höhlenheimelig, dampfdurstig,
Schluck Wasser, alles and’re wurstig.

Das Haar nach vorn, ganz fett und wirr,
der Oberkörper grätendürr.

Es brummt der Kopf gar bienenöse,
der Magen stimmt ein, Leergetöse.

Was tintenschön war, und geeint,
scheint heute wutblass, rotgeweint.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: süffig | Inventarnummer:  26150

 

Memento vivere

Sich nicht in Sorgen zu verlieren,
in Aufschieben und Funktionieren.
Leben ist nicht bloße Pflicht.
Lebe, und vergiss das nicht!

Jedoch bedenke, nichts währt ewig,
mach dir das zunächst bewusst
und verfolge es zielstrebig,
dass du erst mal leben musst.

Überlass dein teures Leben
nicht der Gewohnheit und dem Frust.
Verleg es besser nicht auf morgen,
sondern leb es jetzt, mit Lust.

Und aufgrund der Lebensdauer,
der begrenzten, schau genauer,
trenne Wichtiges von dem,
was dir höchst unangenehm.

Nutz den Tag, der schnell vergeht,
wenn unverhofft sich Glück einstellt.
Verdränge und vergiss, was quält,
das dein Leben nicht erhellt.

Mache deine Leidenschaft,
zu leben, dir als Eigenschaft.
Schade ist’s, den Tag verschwenden,
und ihn ungenützt beenden.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 26151

Ohne Reue

Hatte man denn Mut genug,
für das eig’ne Leben?
Hat man, was erwartet wurde,
von einem, and’ren auch gegeben?

Oder hat man dieses Leben gar
nicht so geführt, wie man es wollte?
Nun ist es beinah schon vorbei,
es fragt sich bloß, was man noch sollte?

Für vieles ist es schon zu spät,
und ungenützt blieb manche Stunde.
Die Zeit, die zeigt in ihrem Bilde,
so viele Träume, unerfüllte.

War’s nicht an Arbeit viel zu viel?
Zu wenig Zeit für Spaß und Spiel?
Nie Zeit genug für die Gemeinschaft,
oft nur Hass, und Neid und Feindschaft?

Da war die Angst, Gefühl zu zeigen
und manchmal zum Konflikt zu neigen.
Dies und viele and’re Sachen,
die zu nichts führ’n und die krank machen.

Für Freundschaft blieb meist wenig Zeit.
Und hat man das nicht längst bereut?
Kontakte, die verloren gingen,
weg’n scheinbar wichtigeren Dingen.

Ein Vorfall, der sich aufgezwängt,
der hat das Glück stark eingeschränkt,
man hatte es wohl nicht bedacht,
und sich dadurch unfrei gemacht.

Durch die Gewohnheiten, die alten,
konnte man kaum was gestalten.
Anstatt den Moment genießen,
ließ man sich’s durch sie verdrießen.

Die Angst vor einer jähen Wende
birgt keinen Anfang, mehr das Ende.
Dann droht, wo es recht einsam wäre,
das Nichts, und es bleibt nur noch Leere.


Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 26143

Unsicher

Wie unsicher und wechselhaft
ist das, was diesen Menschen schafft.
Oft führt schon eine leichte Wende
zum schicksalhaft geword’nen Ende.

Das Schicksal hat’s, da hilft kein Flehen,
auf unser Ende abgesehen.
Es zeigt, mit Grinsen und in Kürze,
uns seine Macht, auf dass das stürze,
was in jahrelangen Plagen
wir alles angesammelt haben.

Nun gut, das End’ scheint unvermeidlich,
der Umgang damit mehr als leidlich.
Dadurch wird unser Lebensziel
so ziemlich klar, wohin es will.

Auch mag es letztlich sinnlos sein,
davor zu flieh’n, es holt dich ein.
Doch wie ihm die Exotik nehmen,
soll’n wir uns daran gewöhnen?

Um mit Geschick heranzukommen,
an das, was uns das Herz beklommen.
Also den Tod, der vis-à-vis.
Die Frage stellt sich dann, bloß wie?

Kann jeder Tag der letzte sein.
Und wie sich von dem Druck befrei’n?
Denn dann wird alles, was gescheh’n,
mit einem Male untergeh’n.

So bietet seine Exzellenz,
der Tod, ’ne neue Existenz.
Ein Eingliedern in die Struktur
der Weltenordnung ist es nur.

Und seiner Sorgen sich entledig,
ein jeder, denn Gott sei Dank, nichts dauert ewig!
Als Teil des Flusses sind wir nur
Partizipienten der Natur.

Mit der Geburt beginnt das Ende.
Ach, Tote sind wir, bloß lebende!
Den Sterbenden trifft’s, nicht den Toten.
Drum lebe sinnvoll, wär’ geboten.
Geht es ums Leben, denk nur dran,
hat man’s genützt oder vertan?

Beim Zweiten, gut, ihr Leut’, ich mein,
dem kann es auch gleichgültig sein.
Ein jeder Tag, der lebt sich’s gleich,
ist wie der andre, sag ich euch.

Die Dunkelheit sowie das Licht,
die wechseln bloß, aus meiner Sicht.
Der Tag und auch die Nacht, ihr Lieben,
sie sind bis heute gleich geblieben.

Mag sein, es leben manche länger,
doch auch für diese wird’s mal enger.
Was fängt man an mit diesem Leben?
Ihm möglichst viel Inhalt geben!

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 26137