So schnell ist alles anders …

… und zweitens als man denkt

Wer unseren vorangegangenen redaktionellen Beitrag liest, den muss es schon beim Titel („Schluss mit lustig … und Vollbremsung?“) gruseln ob des beinahe prophetischen Inhalts. Wenngleich wir uns Ende Februar in unseren kühnsten Träumen noch nicht ausmalen konnten, wie unlustig uns alles noch vorkommen würde und wie eine Vollbremsung wirklich aussieht, waren wir damals noch in einer anderen Welt daheim, in vorpandemischen Zeiten sozusagen.

Befugtere als wir äußern sich täglich klug zu den Entwicklungen und Vorkommnissen. Dabei möchten wir es vorerst belassen. Nicht ohne zu äußern, dass wir auch mit vielen im hochgeschätzten Literaturbetrieb Tätigen um deren wirtschaftliche Existenz bangen. Darum unser bescheidener Aufruf, doch gerade jetzt jene zu unterstützen, die es wirklich nötig haben: die kleinen Buchhandlungen ums Eck und anderswo, die ab morgen geschlossen halten und noch nicht wissen, wie lange sie einen Zustand überbrücken müssen, wo etwas so Wichtiges so abrupt ausfällt: ihre Lebensgrundlage. Drum:  Wer kann, möge doch bei  jenen echten Buchhändlern online bestellen und sich beliefern lassen mit guter Literatur, mit neuen Büchern, mit Geschichten aus einer anderen Welt.

Genug Zeit zu lesen werden wir jetzt ja wohl bekommen.

Dies meint mit sehr nachdenklichen Grüßen
Ihre verdichtete Redaktion am denkwürdigen 15. März 2020

 

Und hier sind nun unsere frühlingshaften Neuzugänge:

21.3.20: Gabriele Grausgruber: Tag der Poesie
21.3.20: Johannes Tosin: Frühling
21.3.20: Johannes Tosin: Tag zwei der Katastrophe
16.3.20: Carmen Rosina: Der Heimkehrer oder Ein Telefonat am Sonntagabend
15.3.20: Johannes Tosin: Kapitän
15.3.20: Johannes Tosin: Das Familienalbum
8.3.20: Renate Müller: Kanonenfutter
8.3.20: Johannes Tosin: zweisam
1.3.20: Veronika Seyr: SARS in der Aeroflot – oder: Die Welt ist eine Kugel
1.3.20: Johannes Tosin: Hulla-Bulla

2020: [Jan.] [Feb.]
2019: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.].[Mai].[Juni].[Juli].[Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.] [Dez.].
2018: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.].[Mai].[Juni].[Juli].[Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.] [Dez.].
2017: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.].[Mai].[Juni].[Juli].[Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.[Dez.].
2016: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.].[Mai].[Juni].[Juli].[Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.[Dez.].
2015: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.] [Mai] [Juni] [Juli] [Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.] [Dez.].
2014: [Jan.] [Feb.] [März] [Apr.] [Mai] [Juni] [Juli] [Aug.] [Sep.] [Okt.] [Nov.] [Dez.].
2013: [Nov.] [Dez.]


Hier finden Sie unsere älteren Postings: [2013] [2014] [2015] [2016] [2017] [2018] [2019] [2020]


Schluss mit lustig ...

… und Vollbremsung?

Ganz erschließt sich ja nicht, warum ausgerechnet ein (meist wintergrauer) Dienstag der allerlustigste Tag im Jahr sein soll. Ohne Zuhilfenahme von jeder Menge Alkohol und Faschingskrapfen ohnehin beinahe ein Ding der Unmöglichkeit … 😉 Aber was soll’s, tags darauf dürfen wir dafür Asche auf unsere Häupter streuen, wenn das Übermütigsein gar zu umtriebig ausgefallen ist.
Diese Gegensätze ziehen uns Menschen anscheinend an; exemplarisch: Völlern, Fressen, Saufen. Danach Verzichten, Fasten, Läuterung. Schlussendlich, da dieser Spagat kaum ohne Zerreißprobe hinzubekommen ist: Zerknirschung, Frustration und Versagensklagen. 😉

Nicht so bei uns. Wir lassen uns erst gar nicht so gehen, dann muss die Um- und Einkehrbewegung auch nicht ganz abrupt ausfallen und wir geraten folglich nicht ins Schleudern. 😉
Wir sind ja mehr fürs kontinuierliche Möglichst-gut-drauf-Sein zu haben. Und dafür gibt es viele sonnige Gründe:
Der Frühling tapst heran, ein bisserl patschert noch, aber die Richtung stimmt. :-)
Zu den verdichteten StammautorInnen gesellen sich immer wieder auch „frische“ Schreibende, die wir ebenso freudig bei uns willkommen heißen.
So entdecken wir jede Woche Neues, Überraschendes, Schlaues von Ihnen und anderen, die große Lust an den vielen Facetten der kurzgetexteten Literatur. Den unheiligen Ernst des Lesens, sozusagen. In jenem Sinne zum Abschluss von uns noch ein paar Empfehlungen aus der verdichteten Speisekarte für jene, die sich noch nicht der Fastenzeit verschrieben haben (oder vorerst eher in die beobachtende Position wechseln wollen).

Wir empfehlen wärmstens, sich einzuverleiben: unsere Kategorie süffig mit Hochprozentigem; kulinarische und andere Genüsse unter Lesebissen; außerdem die Rubrik verliebt verlobt verboten für allerhand Verlockendes; und weil’s so schön ist, flottes Weiterdüsen in Richtung Versuchungen, nämlich zu ü18.

Gebremst wird ein andermal. :-) :-) :-)

Furiose und frisch-fröhliche Grüße von Ihrer Redaktion am Aschermittwoch 2020


Palim, Palim, Palindrom?

Heute oder nie … :-)

Albern wir halt mit. Immerhin ist Fasching, was uns zwar nicht immer Grund zur Freude oder Ausgelassenheit, aber oftmals genügend Anlass zum Wundern bringt: DAS soll lustig sein? O mei statt Lei Lei … :-)

Wir finden dafür anderes amüsant, vergnüglich, schmunzelhaft: Wortspiele beispielsweise, Schüttelreime, Bonmots und Palindrome.

Was also gedreht und gewendet immer noch Sinn ergibt und/oder dem Nonsens frönt, erheitert unser Gemüt („Ein Esel lese nie …“). Vielleicht sind wir bloß recht einfach gestrickt, glatt und verkehrt?

Oder wie es ein bekannter Komiker ausdrücken würde:
„Palim, Palim, ich hätte gerne eine Flasche Pommes frites!“

Da fragen wir uns schon, ob es wirklich ein Zufall ist, dass bei Dieter Hallervorden Richtungsweisendes schon im Namen steckt?  😉

Aber es wird noch steiler: Laut Berliner Kurier stammt der berühmte Palim-Palim-Sketch gar nicht aus Hallervordens Feder, sondern von Heinz Quermann … O Mann. Jetzt sind wir echt durcheinandergeraten. :-) :-) :-)

Ein kurzer Blick aufs heutige Datum genügt, und wir wissen: Das  ist genau der (Palindrom-)Tag für solcherart Geblödel. Und dieses klitzekleine Zeitfenster haben wir aber so was von genützt,

meint mit verschmitzten Grüßen
Ihre verdichtete Redaktion am 02.02.2020


Von paradiesischen Zuständen …

… und der Frage: Wie viel(e) Leben haben Sie?

Foto: Eva Rosina

Foto: Eva Rosina

Jetzt, nach den Weihnachtsfeiertagen, geht es für manche von uns ans Eingemachte. Nicht dass wir nun auf öde Konserven zurückgreifen müssten, weil uns selbst das Aufsuchen eines Lebensmittelgeschäfts zu beschwerlich erscheint; das meinen wir damit  nicht.  😉

Nein, wiederum, wie rund um alle Jahreswechsel, werden Bilanzen gezogen (und frisiert?), Vorsätze gefasst, und erstaunlicherweise kommt zum Vorschein, dass das Letztjährige eben genau das ist: verjährt. :-)

Wer sich demnächst optimieren möchte, sehr gerne. Aber bitte nicht wundern, wenn dabei nicht die mühsam angestrebte Perfektion erreicht wird. 😉
Wir jedenfalls meinen: Es leben die Kanten und die Ecken, besonders jene, in denen Bücher beheimatet sind. Sie leben hoch!

Und falls Ihnen das alles ein wenig unzusammenhängend vorkommt: Sie haben vollkommen recht. :-)

Auf den einen oder anderen heftigen Brainstorm im neuen Jahr freut sich mit Ihnen

Ihre angetane und alerte Redaktion am letzten Tag des Jahres 2019

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