Kategorie-Archiv: Bernd Remsing

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Sesselgedichte: Adolf Loos: Dreibeinhocker, um 1900

So saßen die Kulturtitanen,
Altägypter, eure Ahnen:
Dreibeinig wider die Natur
war’n wir Zeichen der Kultur.

Als dann die schlechten Zeiten kamen,
die Dreibeinhocker ganz verkamen,
Melkschemel bloß,
rettete uns Adolf Loos!

Grafik: Jannis Edelsbacher

Grafik: Jannis Edelsbacher

Bernd Remsing
http://fm4.orf.at/stories/1704846/

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Sesselgedichte: Hoffmann: Sitzmaschine, 1905

Hoffmanns Hände schufen
zwei „Us“ mit Zwischenstufen.

Die kippt’ er parallel
als Sesseltraggestell.

Drauf legt’ er eben jene
quadratgestanzte Lehne,

die nach dem U-Schwung fällt –
da staunte alle Welt!

Bestaun in der Vitrine
Hoffmanns „Sitzmaschine“!

Der Sesseltyp war längst bekannt,
doch hat ihn niemand so benannt.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Bernd Remsing
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Sesselgedichte: Gustav Sigl: Armlehner für die Pariser Weltausstellung 1900

Seht das „U“ als Element
der fünften Weltausstellung!
In Paris um Neunzehnhundert
wurde Sigls Werk bewundert!

Der solches in die Welt gedrängt
war grad mal zwanzig Jahr jung:
Rücken, Lehne, Füße gar –
mit einem Schwunge war’n sie wahr!

Doch niemand mehr kennt seinen Namen,
Gustav Sigl war aus Wien.
Und Hoffmann, Wagner übernahmen
seine Formen und auch ihn.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Bernd Remsing
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Sesselgedichte: Wilhelm Schmidt für Prag-Rudniker, 1903

Weil’s keiner weiß, teil ich es mit:
Entworfen hat mich Wilhelm Schmidt.
Noch denkst du weiter nichts dabei,
doch ist mein Jahrgang Neunzehndrei!

In mir hebt die Moderne an
von Morris bis zu Mondrian!
Und bin mir dabei nicht zu stolz
für Korbgeflecht und Buchenholz.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Sesselgedichte: Adolf Loos: „Smokers Bow“ für die Wohnung Stössler, 1899

Loos, der große Non-Stilist
sagt, die Secession sei Mist:
Denn seit der jungen Steinzeit schon
sorgt der Mensch sich, wie man wohn’!

Von Ägypten bis Great Britain,
du findest alle Möbeltypen!
Die längste Testreihe der Welt –
nimm davon, was dir gefällt!

Ein Esstischsessel? Ja, wieso
nimmst du nicht den Smokers Bow?
Er hat alles, was du brauchst,
auch wenn du drauf nicht Pfeife rauchst.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Sesselgedichte: Adolf Loos: Roter Bugholzsessel für das Café Museum, 1899

Als ob der Sessel lebte
und sich aufwärts drehte
Ganz als sei das Ganze
eine Bugholzpflanze.

Der Querschnitt im Ovale
spricht von Mal zu Male,
spricht recht philosophisch:
„Ich bin morpho-logisch!“

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Sesselgedichte: Thonet: Kindersessel, 1885

Ein Kind will wahrgenommen sein,
sonst fühlt es sich besonders klein.
Mitunter fängt es an zu toben,
sitzt unsereins am Esstisch oben.

Schon damals aber ging die Kunde,
auch Kinder seien Teil der Runde.
Und Thonet ist hier sehr zu loben,
hat sie billig hochgehoben.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Sesselgedichte: Thonet: „4er“, 1849

Als einst die Jeunesse dorée
Französisch sprach und näselte,
verkehrte sie im Café Daum
vom Abend bis zum Morgengraun

Dass man bequemer konsumier’,
diente Thonets Nummer Vier.
Der, als ihn Daum platzierte,
Thonet grundsanierte.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Bernd Remsing
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Sesselgedichte: Schreibtischsessel von Joseph II

Dem aufgeklärten Joseph Zwei
fällt es beim Studieren bei,
dass ein Sessel besser sei,
ließ’ er vorn die Füße frei.

Der volksverbund’ne Kaiser geht,
nimmt den Tischler ins Gebet,
der die Sesselbeine dreht,
so, dass Fußfreiheit entsteht.

„Freiheit für die untenrum?“
Das nimmt man dem Kaiser krumm
und verweigert drum enorm
jede weitere Reform.

Grafik: Jannis Edelsbacher

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Bernd Remsing
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