Die sind Helden, die durch Mut
bewiesen haben, sie war’n gut.
Wer aus der Masse sich erhoben,
den wollen wir besonders loben.Ein Risiko ging mancher ein,
zu helfen, um ein Mensch zu sein.
Selbstlos steht des and’ren Wohl
über dem eig’nen, wenn es soll.Die Tat, die nennt sich vorbildhaft,
die’s über das Normale schafft.
Doch nicht bloß der Kugel wegen,
Helden werden durch den Degen
oder auch durch Muskelkraft
zu dem, was sie sind, gemacht.Der Mensch verleiht auf dieser Welt
solchem Tod den Status Held.
Aber was ist mit den vielen,
die krepieren an Gefühlen?
Die durch Schänden, Kränken, Denunzieren,
Ehrabschneiden, Attackieren
sterben, weil sie resignieren?Jemand, der/die mit letzter Kraft
den Kampf gegen den Tod nicht schafft?
An den Folgen schwerer Krankheit
oder Schäden aus der Kindheit
Schmerzen leidet, nachts und tags?
Helden sind sie, des Alltags!Man würdigt Alltagshelden nicht,
auf Sockeln nicht, nicht im Gedicht.
Und niemals wird ein Platz benannt
nach wem, dem/der das Herz verbrannt.
Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)
www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 26093

