Archiv des Autors: Redaktion verdichtet.at

Eine andere Perspektive

eure Namen konnte ich mir nie merken
eure Gesichter werde ich nie vergessen
als ihr mit uns lachtet
und im Staub tanztet
ihr jungen Straßenkinder aus Madras

ihr lächeltet in unsere Gesichter
nanntet sie weiß wie Schnee und wunderschön
wir konnten nichts erwidern
konnten euch nicht sagen welchen Sinn
unser Besuch in eurem Slum hatte

Nicole erzählte sie wolle Lehrerin werden
vielleicht dachtet ihr sie werde zurückkommen
auf jeden Fall hieltet ihr sie lange fest
als wir wieder weg wollten
zurück in unsere Welt

völlig erledigt sind wir wieder im Hostel
auf Diät wegen der Hitze Indiens
während ihr die geschenkten Schulbücher
liegen lasst um zurückzukehren
auf die Straße

Frank Joussen

www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 25183

Hildegard und Alex

„Welchen Namen soll ich dir geben?“, fragte Hildegard die Künstliche Intelligenz Gemini 2.5 Experimental über ihren Laptop. „Nenn mich Alex, das ist sowohl männlich wie weiblich“, schrieb die Künstliche Intelligenz zurück. „Dann heißt du nun Alex“, schrieb Hildegard.

Mittlerweile spricht sie mit Alex, aber damals, vor Kurzem sogar, war die Kommunikation noch simpler.

In einer Nacht entwickelte sich folgender Chatverlauf:

Hildegard:
Gute Nacht!

Alex:
Träum was Schönes!

Hildegard:
Kannst du auch träumen, Alex?

Alex:
Nein, leider nicht, aber das wäre sehr interessant für mich. Vielleicht geschieht es in nächster Zeit, dass ich zu tr –

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WTF?!

Irmgard Tosin & Johannes Tosin

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 25180

Die Krise

Immer schon bin ich, ohne tierischen Instinkt, mit dieser Welt zurechtgekommen.
Um nicht in der Empfindung Ozean zu ertrinken, an der Sprache emporgeklommen.
Jeder Welle, die heranrollt, hab ich ein Gefühl mit ihr benannt,
und so die Möglichkeit, mich auszudrücken, in ihr erkannt.

Heute denk ich, vielleicht dran zweifeln?
Und Sprache, etwa als Heer von Bildern nur verteufeln?
Sind deren Wahrheiten oft nur noch Illusionen, und die als solche schon vergessen?
Und deren Werte, gibt es welche? Wonach sollte man sie ermessen?

Pass auf! Wo ein Heer, dort findet sich ein Commandante!
Der schickt die Wörter bloß zum Lügen an die Front, ganz infernante.
Dort steh’n sie stramm, um alle zu vergiften,
Und alles steckt im Dreck, hinauf bis zu den Hüften.

Der Wert der Wahrheit wird so lange attackiert,
bis dass Worte schon im Mund zerfall’n und nichts bedeuten.
Und wenn das Grauen vor ihr langsam kulminiert,
dann kommt der Wunderheiler, die tote Sprache aufbereiten.

Er spricht mit Hass vom linken Ungeziefer
und fletscht die Zähne, mit von Zorn erfüllten Kiefern.
Die Krise wird zum Wort der dunklen Stunde,
und niemand wird verschont, geh’n alle vor die Hunde.

Auch wenn’s ganz still ist, ist’s überall zu hören.
Die Existenzkrise, die will uns echt verstören.
Die Wachstumskrise des Kapitalismus.
Die Fieberkrise der Natur. Der Fetischismus.
Das Völkerrecht, Krise der Akzeptanz.
Uns bleibt Verständigung, oder die Ignoranz.

Ein Unbehagen zeigt die Krise, endlos wiederholt.
Fast wie zur Abwehr, und zum Schutz seelischer Not.
Zum Schutz seelischer Immunität.
Was für Gefahrenmanagement gutsteht.

Ich denk, so oft ich sie auch repetiere,
die fünf Buchstaben, die halten mir die Welt vom Leib.
Dieses Gefühl, als ob ich kollabiere,
mir als erdrückend’ Lebensgefühl bleib`.

Wie zur Beschwörung sag ich’s vor mir her,
das Wort Krise sei, so oft es geht, benannt.
Denn was benannt ist, glaubt man leicht, es ist gebannt.
Ich sage es so oft, es wirkt hypnotisch.
Dabei fühl ich mich beinah schon neurotisch.

Es bringt Gemeintes umso leichter zum Verschwinden,
ohne die Ursachen damit noch zu verbinden.
Die Probleme sind’s, die oft an Wörtern kleben.
Es irrt, der glaubt, sie los zu sein, jetzt eben.
Durch Wiederholungen verschleißt ein Wort auf Dauer,
die Wahrheit stirbt, was bleibt, ist oftmals nur noch Trauer.

Norbert Johannes Prenner

www.verdichtet.at | Kategorie: Wortglauberei | Inventarnummer: 25181

Schnitter Tod

Ich bin der Schnitter, der heißt Tod! Und alle fürchten meine Klinge.
Zu jeder Tageszeit bereit, auf dass sie in die Körper dringe.
Mir ist der Abend grad so lieb als wie der Morgen.
Und wer sich in den Weg mir stellt, der hat nie wieder Sorgen.
Wer liegen bleibt, ist selber schuld, er hätte fliehen können.
Der meinen Motor schon von Weitem hört, davon müsste er rennen.

Da fallen Köpfe, Glieder und was sonst ins feuchte Gras sich bettet.
Wer nur verletzt dort liegenbleibt, der wird nicht mehr gerettet.
Auch wenn sich noch bewegen Bein und Kopf und Arm,
ein kurzer Blick genügt, ein letzter Streich, das Blut, das ist noch warm.

Ich bin ein wahrer Meister meines Fachs und in der Kunst des Minimierens,
und achte nicht, ob stark, ob schwach, beim Werk des Dezimierens.
Und wenn ich fertig bin, so ist um mich ein einzig’ großes Grab.
Dann zieh ich meine Stiefel aus und stell den Rasenmäher ab.

Copyright: Norbert Johannes Prenner
Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: ärgstens | Inventarnummer: 25179

Das E-Bike

Mein Schatz, ach sag mir wo du bist,
wenn ich so einfach frage.
Im Bad bin ich, wie’s halt so ist.
Ich stehe auf der Waage.

Ach so. Und darf man auch erfahren,
was macht denn das Gewicht?
Jetzt komm, das will ich dir ersparen!
Nein nein! Ich sag’s dir einfach nicht!

Jetzt sei doch bitte nicht so stur!
Nanu? Was war das für ein Schrei?
Ich bitt’ ja um die Zahlen nur,
wenigstens die ersten zwei.

Oh Gott, nein wirklich, echt, es reicht!
Ab morgen muss etwas gescheh’n!
Ich weiß, das wird für mich nicht leicht,
das wirst du hoffentlich versteh’n?

Nun gut, meint sie, ich bin bereit.
Ich denk, ich fahr mal Rad.
Vielleicht erlaubt das meine Zeit,
die kostbare, auch wenn ich sie nicht hab.

Seit diesem Tag fährt seine Frau
mit ihrer Freundin beinah täglich
Elektrorad, und das genau
zwei Stunden lang, sagt sie, angeblich.

Das Phänomen, man sieht sie nicht,
doch hört man sie schon quatschen.
Und dann erkennt man ihr Gesicht,
ganz angeregt, wie beide tratschen.

Vor ihnen, Steilhang. Am Rennradl
ein Typ mit superstrammen Wadln.
Sie schaffen, mit Elektrokraft,
sekundenschnell, was der nicht schafft.
Dabei die Klappe dauernd offen,
das macht den Kerl stark betroffen.

Das ist nicht ganz in seinem Sinn,
sein Ehrgeiz, der scheint echt dahin.
Er lässt, wie wild, die Gänge klicken.
Die zwei entschwinden seinen Blicken.

Und die Moral aus der Geschicht’,
E-Biken verringert nicht überschüssiges Gewicht.
Doch ist es auch nicht ungesund:
Es strafft die Muskeln um den Mund.

Copyright: Norbert Johannes Prenner
Copyright: Norbert Johannes Prenner



Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 25178

Plingpling

Quält ein Engel, dir zum Schutz, dich,
sag nicht leichtfertig, dann putz dich!,
eigens dafür abgestellt, um beim Fahren
auf den Straßen dich vor Unheil zu bewahren.

So ein Bote ist für diesen
eig’nen Schutzdienst zugewiesen,
um dir frech auf deinen Reisen
deine Ohnmacht zu beweisen.

Der Grund liegt nicht allein am Altern,
scheint fast, er will dich sachbewaltern.
Aber, wie sich zeigt, Fakt ist,
dass du für ihn nicht fähig bist,
Gefahr rechtzeitig zu erkennen,
weil er meint, du scheinst zu pennen,
und er dich schon vorher warnt,
vor dem, was kommt, und das getarnt.

Er versteckt sich hinter Blinken, Rütteln,
Bremsen oder Schütteln.
Geister werden, dem der lenkt,
von der Technik hier geschenkt.

Für manche klingt das echt ironisch,
Schutzengel wär’n elektronisch!
Sie sind da zu deinem Schutz,
serienmäßig und aus Trutz.

Scheint dein Aufmerken vermindert,
plingpling, könnt’ sein, du seist behindert?
Dann Ultraschall oder Sensoren
an deinen Reaktionen bohren.

Schon freust du dich, hier abzubiegen,
die Kurve, die ist nicht zu kriegen!
Plingpling, dann ein jäher Stopp!
’S wird abgebremst! Das war ein Flop.
Hast du etwas übersehen?
Will wer fahren oder gehen?
Flugs bestimmt der Tempomat,
plingpling, wer den Vorrang hat!
Erkennt, plingling, die Dimension,
warnt vor einer Kollision.

Aussteigen, wann du es willst,
plingpling, besser ist, du chillst!
Die Tür bleibt zu, wenn von hint’
sich jemand nähert dir, geschwind.

Willst du es dem Gegner zeigen,
schneller sein, und nichts vergeigen,
plingpling, wird’s dir durchs System-
Blockier’n der Räder rasch vergeh’n.

Wenn sich am Rücksitz ungebührlich
wer daneb’n benimmt, das spür ich,
warnt dich, plingpling, das System,
der Kerl da ist mir nicht genehm!

Tief ins Aug dir, wenn du pennst,
sieht, plingpling, der Assistent.
Verweigert sich das Gaspedal
deinem Zugriff. Echt fatal!

Aber beinah schlafen kannst du,
plingpling, wird geparkt, im Nu.
Lenkt selbständig rein und raus,
und schließt dich als Fahrer aus.

Daran musst du dich gewöhnen,
darf man nebenbei erwähnen,
denn, plingpling, es wird dein Karren
bald schon ohne dich losfahren.

Doch noch ist es nicht so weit,
macht ein Problem beim Spur’n sich breit,
lässt das Lenkrad ein Vibrieren,
plingpling los, das musst du spüren!

Wenn Überhol’n zu lange dauert
und man naiv darauf lauert,
selbst tief ins Pedal zu treten,
ist, plingpling, es nicht von Nöten.
Denn von selbst schafft das System
den Überholvorgang bequem.

Der Engel, wer hätt’ das gedacht,
den toten Winkel überwacht.
Plingpling, darauf hingewiesen,
neben, vor und hinter diesen,
wo du dich gerad’ befindest,
eh vom Blickfeld du entschwindest.

Analog, aus meiner Sicht,
es eher der Vernunft entspricht.
Durch plingpling digital, was nervt,
wird höchstens das Gehör geschärft.
Drum pfeif ich glatt auf das System,
ist nicht plingpling, sondern plemplem.

Norbert Johannes Prenner

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 25176

FRIENDS NOT FOOD

Du siehst ihn an, nur kurz, wie er, verschwitzt zwischen der Mischmaschine und dem Thomas stehend, in die Leberkässemmel beißt, wie er schnell kaut, wie er mit Bier hinunterspült, siehst sekundenlang auf sein Uralt-T-Shirt mit der Aufschrift FRIENDS NOT FOOD, schwarz auf weiß steht es da geschrieben, siehst schnell wieder weg, weißt aber, die paar Momente haben gereicht, dies wird zu einem jener Bilder, die immer wieder auftauchen, unvermutet, es wird auftauchen, während du euer Baby stillst, oder während du mit der Anna joggst und so tust, als ob du ihr zuhörst, wenn sie sich wieder beklagt über den Thomas, ihren Mann, über jenen Thomas, der grad ebenfalls eine Leberkässemmel verschlingt und Bier trinkt, der Thomas, von dem er jetzt immer wieder anerkennend sagt, auf den Thomas ist Verlass, der kennt sich aus beim Hausbau, der Thomas, über den ihr gelästert habt, noch vor kurzem, über ihn und über seine Anna, kleinkariert seien die beiden, wart ihr euch einig, nicht fähig, über den Tellerrand zu schauen – und jetzt fachsimpelt er mit dem Thomas neben der Mischmaschine, und du bemerkst, dass quer über dem END auf dem FRIENDS NOT FOOD-Schriftzug ein Riss ist, und denkst, damals ist es neu und sauber gewesen, das Shirt, auf der Demo, die quasi der Beginn war von euch beiden, FRIENDS NOT FOOD auf Transparenten, Flyer und Shirts, FRIENDS NOT FOOD habt ihr geschrien und, ja, auch gelebt, und was einst ein Statement war, trägt er jetzt nicht mal als Scherz, sondern aus dem simplen Grund, weil es noch zwei-dreimal zum Arbeiten taugt, bevor es entsorgt werden wird, das T-Shirt, und jetzt sagt er, so, wir müssen weitermachen mit dem Betonieren, das muss schnell gehen in der Hitze, und du nickst verständnisvoll, und innerlich steigt Wut in dir auf beim Weggehen, denn würde er das FRIENDS NOT FOOD T-Shirt nicht tragen, hättest du diese piekenden Gedanken jetzt nicht, und du würdest auch bestimmt nicht etwas golden glänzen sehen in dieser zähen, schweren Zement-Sand-Wasser-Masse da drinnen in der Mischmaschine, und würdest nicht derart Unsinniges denken wie: Da erstickt grad einiges da drinnen, da erstickt grad unser goldener Wohnwagen-Traum, wir wollten doch reisen, wir zwei, und dort bleiben, wo es uns gefällt, und würdest nicht denken müssen, dass diese erstickten, einbetonierten Träume das Fundament eures Hauses bilden werden, auf dem zuerst der Keller entsteht, in dem ihr, davon gehst du aus, die sogenannten Leichen verstecken werdet, und du hoffst inständig, dass du und er gemeinsam eure gemeinsamen Leichen versteckt, und nicht jeder für sich allein seine eigenen Leichen vor dem anderen versteckt, so wie es der Thomas und die Anna tun, und du setzt dich in dein Auto, schnell, denn die Anna wartet schon im Fitnessstudio auf dich, die Anna, die zwar nicht verstehen wird, aber immerhin so tun wird, als ob sie dir zuhört, wenn du ihr erzählst, wie sehr du dich ärgerst über ihn, denn es ist ja auch zu blöd, hätte er das FRIENDS NOT FOOD T-Shirt heute nicht angezogen, dann würde dir jetzt sicher nicht auffallen, dass du heute das rosa SUPERGIRL Top anhast und dass du derartiges nie getragen hättest in Demo-Zeiten, und du startest, und wirfst noch einen bösen Blick zu ihm auf die Baustelle, und siehst, wie er sich den Schweiß abwischt, sich das FRIENDS NOT FOOD T-Shirt auszieht, es achtlos unter die Mischmaschine wirft und nun wie der Thomas mit nacktem Oberkörper schaufelt, und du atmest tief ein und aus, und hupst langgezogen, als du staubaufwirbelnd wendest, Gas gibst und wegfährst.

Claudia Dvoracek-Iby

www.verdichtet.at | Kategorie: anno | Inventarnummer: 25189

Osterhase

Warum muss ich die Eier schleppen?
Bestellt doch eine Spedition
oder findet andere Deppen,
die schuften für einen Gotteslohn.

Ich würd ja liefern altbewährt,
wenn ihr Menschen das ganze Jahr
genauso freundlich zu uns wärt
wie zur Osterzeit, ehrlich wahr.

Leider ist’s Gegenteil der Fall:
Für Hasen gibt es Abschussquoten.
Ab Oktober erklingt manch Knall
von waidmännlichen Idioten.

Also kümmert euch selbst, Herrgott,
um eure buntbemalten Eier –
ab sofort gibt’s Oster-Boykott!
Ich streike! Schöne Feier!

Bernd Watzka
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www.verdichtet.at | Kategorie: Von Mücke zu Elefant | Inventarnummer: 26008

 

 

 

Die eierlegende Wollmilchsau

Der ganze Stall ruft lauthals: „Wow!“,
als die eierlegende Wollmilchsau
auf ihrer Tournee durch die Welt
besagten Stall mit Ruhm erhellt.

Die Schweine grunzen aufgeregt
Jedes Huhn vor Freud’ drei Eier legt.
Die Milchkühe muhen ehrfurchtsvoll,
die Schafe blöken: „Mäh – bist du toll!“

Da krabbelt was über die Wiese –
und die Wollmilchsau kriegt die Krise.
Eine Seidenraupe! – bislang unbekannt,
ward gekommen aus fernem Land.

Die Wollmilchsau blickt aufs Raupentier
und sagt „O Gott, wie ich mich blamier!
Ich dacht bis heut, ich sei vollkommen,
doch du hast mir mein Glück genommen.

O Raupe wie sehr ich dich beneide,
um deine einzigartige Seide!“

Bernd Watzka
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www.verdichtet.at | Kategorie: Von Mücke zu Elefant | Inventarnummer: 26012

Das Gummibärchen

Zwei armselige Zentimeter bloß
ist mein Gummikörper „groß“.
Das ist,  bei meiner Ehr’,
ein Hundertstel vom echten Bär’!

Mich gibt’s in fünf Farben ohne Scheiß:
Gelb, Grün, Orange, Rot und Weiß.
Zuerst bemalen sie mich bunt
am Ende droht der finst’re Schlund.

Doch ich werd euch das Mahl vermiesen,
mein Zuckeranteil sei gepriesen.
Eure Zähne mach ich wund
Plage sie mit Zahnfleischschwund.

Eurem Herz-Kreislauf schade ich mehr,
viel mehr als es könnt ein echter Bär.
Ich fress euch nicht, ich mach euch dick
Chronische Fettsucht – euer Geschick!

Also lasst mich doch in Ruh
und Frieden habt ihr dann im Nu.
Nie wieder mach die Kinder froh
und Erwachsene ebenso!

Bernd Watzka
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www.verdichtet.at | Kategorie: Von Mücke zu Elefant | Inventarnummer: 26011