Archiv der Kategorie: Norbert Johannes Prenner

Da wäre noch

Weißt du, was dein Schicksal ist?
Nicht, dass du zu weise bist,
nein, es ist vertrackter,
es ist ganz einfach dein Charakter!

Ich kann dich leider nichts mehr lehren
und dein Wissen nicht vermehren,
dich nicht führen oder lenken,
trotzdem, versuch’s einmal mit Denken!

Du wünschst, du wärest klug und wichtig.
Trotzdem scheint mir dieses richtig,
für dein Wunschbild hier auf Erden,
es hindert dich bloß, es zu werden.

Du misst dich gern an großen Taten,
willst in zu großen Schuhen waten.
Doch zeigt dem Menschen die Natur
sich meist an Kleinigkeiten nur.

Und glaube mir, ein hilfreich’ Wort,
gut gemeint, am richt’gen Ort,
wenn es nur tröstet, ist es recht,
wenn’s auch noch hilft, ist es nicht schlecht.

Ergib dich deinen Fantasien,
erfreue dich an Synergien,
die dein Geist daraus ergänzt,
allein das Wissen ist begrenzt.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 26032

Der Railjetsimulator

Wenn ich nicht mehr Bahn fahr’n muss,
kann ich nicht mehr schreiben.
Nur in der Bahn, niemals im Bus!
Das muss in Zukunft auch so bleiben!

Sobald ich erst im Abteil saß,
die Landschaft rasch vorüberzog,
schrieb ich, bis ich die Welt vergaß.
Gedanke um Gedanke flog.

Jetzt bin ich frei, obschon,
wo soll und kann ich nunmehr schreiben?
Mehr oder wen’ger in Pension,
wie soll ich mir die Zeit vertreiben?

Vom Schreibtisch aus, vor der Terrasse,
hab ich’s versucht, allein,
trotz Tabakspfeife, Tee in Tasse,
fiel mir beim besten Will’n nichts ein.

Wenn ich, aus Mangel an Ideen,
gelangweilt aus dem Abteil blickte,
vorbei an Städten, Dörfern, Seen,
mir oftmals ein Gedanke glückte.

Jetzt wird mir klar, so geht das nicht,
drum werd ich selbst zum Initiator.
Dem Horizont, dem fehlt das Licht,
ich bau den Railjetsimulator!

Ich weiß mir was in uns’rer Diele,
seit Jahren steht das Ding so da,
der großen Mutter alte Miele.
Sieh an, das Gute liegt so nah!

Ein Klacks, das Ding zu kombinieren
mit einer Plattform, die da rüttelt,
dann Film und Beamer noch justieren,
was mich beim Schreiben heftig schüttelt.

Ein Landschaftsfilm soll mir fingieren,
nun so zu tun, als dass ich ahn,
um mir beim Schreiben vorzuführen,
ich säß tatsächlich in der Bahn.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: hin & weg | Inventarnummer: 25215

Herbstgedicht

Den Kragen hoch, das Tal erstickt im Nebel.
Im Auto stirbt die Batterie.
Still und starr ragt hier ein Hebel.
Der Starter streikt. Das tat er bisher nie.

Am Akku zeigt sich die Vergänglichkeit.
Ihr Opfer fordert gnadenlos die Kälte.
Am Ende seiner Leistungsfähigkeit
spendet er Dunkel, anstatt dass er erhellte.

Vom Fahrtwind träumt der Fahrer kühn,
zieh’n Wälder und auch Wiesen rasch vorbei.
Entgegen aller Plagen und auch Müh’n
das Miststück springt nicht an. Verdammte Schweinerei!

Doch nicht nur dies, das dicke Öl gilt schwer zu pumpen,
was nicht zuletzt den Anlassvorgang hemmt.
In diesem Fall lässt sich der Pannendienst nicht lumpen.
Es kann der Motor nicht, nachdem ihn etwas hemmt.

Was gestern galt, so flink gleich einem Wiesel,
scheint heut verflockt, der Filter ist verstopft.
Ein derber Fluch belastet diesen Diesel.
Nur zähe rinnt, was früher freudig hat getropft.

Solche Momente lassen sich nicht loben!
Denn nichts kann so verdrießlich sein,
wenn’s kalt ist und die Winde toben.
Die Karre streikt. Kein Sonnenschein.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at |Kategorie: an Tagen wie diesen … | Inventarnummer: 25240

Die stillste Zeit im Jahr

Das ist die stillste Zeit im Jahr,
immer wenn es Weihnacht wird.
Da fallen Bomben, glühend heiß,
die Welt, die wächst im Hass, nichts schmilzt das Eis,
immer wenn es Weihnacht wird.

Es dunkelt schnell am Angriffstag,
immer wenn es Weihnacht wird.
Der Feind nahm uns das Kämmerlein,
wir rücken zusammen im Granatenschein,
immer wenn es Weihnacht wird.

Hörst du den heftigen Gegenschlag,
immer wenn es Weihnacht wird?
Da machen uns die Angst und der Winter ganz bang!
Im Herzen hallt wider der Raketen Klang,
immer wenn es Weihnacht wird.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: ärgstens | Inventarnummer: 25239

Schifahr’n

Schifahr’n ist ein teurer Spaß,
und für jeden! Hat sich was!
Hast du Weib und Kind dabei,
rechnet alles sich mal drei.

Der Preis ist das Bescheuertste,
Brettln, G’wand und Lift pro Mann!
Weil Schifoan ist das Teuerste,
was man sich nur vorstell’n kann.

Es entzieht, noch eh ich’s checke,
das Klima mir den Schnee als Decke.
Daher verkürzt sich die Saison,
beinah um vierzig Tage schon.

Beschneiung, denkt der schlaue Bauer,
mach ich, meine Wiesen sind eh sauer.
Scheu tritt aus dem Wald ein Reh
auf den selbstgemachten Schnee.

Sind die Pisten ständig aper,
meiden Mutter, Kind und Papa
solche Schigebiete sehr.
Drum, so fährt man denn ans Meer.

Ganz droben ist es auch nicht besser
und viel teurer für den Esser.
Ski-Heil!, die Lage ist verfilzt,
weil auch schon der Gletscher schmilzt.

Mit den Preisen in der Hütte
nehmen sie dich auf die Schippe.
Ein Lunchpaket, das längst vermisste,
iss am besten auf der Piste.

Zu teuer ist die Unterkunft,
beinah geg’n jegliche Vernunft.
Der Geizhals baut am Waldesrand
aus Schnee ein Iglu mit Verstand.

Ist der Schiurlaub zu teuer,
der Kassenpegel ungeheuer,
der Traum vom Schifahr’n nun vom Tisch,
dann macht die Not erfinderisch.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafiken)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 25232

Der Bittsteller

Keiner weiß, wohin das führt,
alles läuft sonst wie geschmiert.
Niemand weist es von der Hand,
ja, ein viel gelobtes Land.

Auf identisch wird geprotzt
und historisch großgekotzt.
Dass bloß keiner korrumpiert,
Rauschgift nimmt und onaniert.
Sex und Crime gilt als verachtet,
Journalismus ist entmachtet.

Gütig blickt vom Kreuz herab
ein Jesus, der nicht reden mag.
Vorbildhaft republikanisch,
konventionell, amerikanisch.

Anti-woke gibt sich der Herr,
ein bisschen so, beinah wie er.
Nämlich der, der durch den Sager
alles kann, so richtig MAGA.

Ein kleines Land muss rasch kapieren,
Kunst braucht es zum Durchlavieren.
Von Ost bis Westen muss sich strecken,
wer Vorteil will, und sei’s durch Lecken.

Der nächste Winter kommt bestimmt,
und mit ihm Eis und kalter Wind.
Da darf man nicht mit Demut geizen,
denn sonst hat man nichts zum Heizen.

Als feurig gilt der Paprika,
nur Brennholz ist zu wenig da.
Leicht kann sein, dass man erfriert,
bloß der fährt gut, der auch gut schmiert.

Jedoch der Brennstoff, der scheint schmutzig.
Blutbeschmiert! Ist das nicht putzig?
Und wer davon profitiert,
der wird leider sanktioniert.

Zimperlich, das kann man sagen,
war man nie, drum will man’s wagen,
seinen Bonus zu gestalten,
stets bereit zum Handaufhalten.

Doch ziert der große MAGA vage
sich grad in dieser heiklen Frage,
denn er will mit List erringen,
Despoten in die Knie zu zwingen.

Zu Haus wird’s auch bald unbequem,
und man fürchtet ums System.
In den Umfragen, gesteht er,
steht ganz vorn der schöne Peter*.

Und dann kommen noch dazu
die Einschränkungen der EU.
Dafür wird er kritisiert,
weil er diese stark blockiert.

So mancher holt sich eine Beule,
von MAGAS Sanktionierungskeule.
Die Chancen für die Klientel
steh’n schlecht am Gulyás-Archipel.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

*Dem Oppositionellen Peter Magyar, der Orban im
Wahlkampf im Frühjahr 2026 gefährlich werden könnte,
huldigt die ungarische Öffentlichkeit unter diesem Beinamen.

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: Perfidee | Inventarnummer: 25230

Was jetzt noch

Was fängt man ohne Hilfe an,
wenn man den Wind nicht ändern kann?
Oft fehl’n Erfahrung und das Wissen.
Vielleicht die Segel richtig hissen?

Alles, was man da so hört,
eine Meinung, ganz allein.
Aber was mich so empört,
das kann doch nicht die Wahrheit sein!

Alle reden von Bedrohung
und von ständiger Verrohung.
Nicht die Bösen sind die Krassen,
jene sind’s, die es zulassen.

Und man sagt, so wie du denkst,
du dein Glück dir selber lenkst.
Da fragt man sich, was denkt der Tor,
was geht denn in dem Kerl vor?

Wie ein Tropfen, scheint das Wissen,
wie ein Ozean, was wir missen.
Bange wird, was die wohl denken?
Und was für Leut’ die Welt jetzt lenken!

Wer stößt sich schon an kleinen Dingen,
wenn er die großen will bezwingen?
Auf dem Wege hin zur Macht
lässt man die kleinen außer Acht.

Doch was wäre schon das Leben,
würde es den Mut nicht geben?
So mancher mag gern was riskieren,
um andre damit zu brüskieren.

Vielen, die oft Macht bekommen,
wurde als Kind was weggenommen.
Auf dem Weg zu den ganz Großen
darf man an Kleinkram sich nicht stoßen.

Doch Macht besitzen macht oft blind,
und schnell vergisst das Menschenkind,
ist es erst wichtig, reich und satt,
dass es dasselbe Schicksal hat.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 25229

Was jetzt

Fragt man sich, was ist der Sinn des Lebens, oder, gibt es einen Gott?
Was ist eigentlich die Seele? Mag ich Obst oder Kompott?
Oft stellt man sich solche Fragen, täglich an die hundert Mal.
Allzu oft müssen wir passen, bei der Antwort richt’ger Wahl.

Wichtig ist es, kritisch denken, mach dir deinen eig’nen Reim
auf des Lebens ernste Fragen, deine Meinung zählt allein.
Hier geht’s nicht nur ums Wissen, mehr um der reinen Weisheit Willen!
Obwohl ich weiß, dass ich nichts weiß, will ich den Drang nach Wahrheit stillen.

Bei der Wahrheit fängt’s schon an. Zahllos ist die Perspektive,
jeder Mensch hat seine eig’ne, individuelle, anspruchsvolle und naive
Vorstellung von dem, was ist, und es glaubt oft jedermann,
dass die eig’ne, selbst erlebte Wahrheit nur die Wahrheit seien kann.

Natürlich will ich gerne wissen, was so in der Welt los ist.
Und ich will es selbst entscheiden, ist das wichtig oder Mist?
Doch trotz aller Wissenschaft, die uns oftmals Missmut macht,
geht es immer um das eine, Mensch-Sein und Zusammenleben.
Im Mitgefühl, nicht nur im Können, liegt der Menschheit heilend Segen.

Die Frage ist, was will ich bloß? Was brauch, was soll und muss ich denn?
Meine Perspektive sagt mir, ist das wahr und was ist, wenn?
Vielleicht sollte man drüber reden, und man kommt gemeinsam drauf?
Besser, als alleine grübeln, besprechen wir der Dinge Lauf.

Wissen, sagt man, das heißt meinen, sich sicher wiegen, scheint gefährlich.
Menschenleben, die vergehen. Ich bin Mensch, so bin ich sterblich.
Bringt Sich-Regen nicht auch Segen? Wirksam heißt es, sei im Leibe!
Bewahr dir ringsum Wohlbefinden, mach der Seele eine Freude!

Wer sich nur mit Anseh’n füttert, ach, das weiß schon jedes Kind,
wer an Ehr’ und Ruhm sich freut, füttert sich doch bloß mit Wind.
Immer heißt es, der schafft an, der das Geld hat, wär ja g’lacht!
Sehr beliebt scheint diese Meinung, doch nur Wissen, das ist Macht.

Mancher denkt den Körper gar als getrennt von seiner Seel sich,
und er folgert sonnenklar, nun, ich denke, also bin ich.
Nie betrügt uns die Natur, wir sind’s, die wir uns selbst betrügen,
Dass der Mensch nur nützlich sei, straft ihn schließlich selber Lügen.

Drum sollt ein jeder sich bemüh’n, Gesetzen auf den Grund zu gehen,
die das Denken und das Handeln lenken, in Bezug auf das Geschehen.
Was Geschichte und Erfahrung lehren, ist meist allzu leicht vom Tisch.
Was daraus zu ziehen wäre, ist schnell weg, mit einem Wisch.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 25225

So ein Theater

Das Licht geht aus, und es wird still, es öffnet sich der Vorhang sachte.
Ein Geist erscheint, ein kleiner dicker, das Publikum, das lachte.
Der Mann im dritten Rang rutscht unruhig hin und her.
Der Abstand ist zum Vordersitz zu eng, da wird es schwer.

Vom Studium kehrt Hamlet unbeschwert zurück nach Haus.
Des Vaters Geist enthüllt, dass Bruder Claudius ihn ermordet hätt’, oh Graus!
Der Unhold wollt’ Gertruden gar zu Frau, und seinen Thron!
Wegen der Enge schmerzt das Knie jetzt teuflisch schon.

Nun also fordert Papas Geist den Sohn auf, diesen Mord zu rächen.
Doch Hamlet selbst verbirgt sich hinter seinen Schwächen.
Konfliktbeladen zögert er, die Rache zu vollziehen.
Der Mann im Publikum kämpft zusehends mit Schmerzen in den Knien.

Irrtümlich tötet Hamlet Ophelias Vater, den Polonius.
Ophelia wird irr, nimmt sich das Leben und macht Schluss.
Der Onkel Claudius verbirgt gekonnt stets seine Schuld.
Der Mann im Publikum verliert schon die Geduld.

Jetzt woll’n sie Hamlet gar nach England schicken,
doch dieser Plan, ihn dort zu töten, soll nicht glücken.
Stattdessen trinkt Mama Gertrude gift’gen Wein.
Am miesen Sitzplatz schläft das Bein des armen Mannes schließlich ein. 

Zu allem Übel müssen Hamlet und Laertes auch noch fechten,
doch Claudius reicht Giftschwerter anstatt der echten.
Die beiden Kontrahenden sterben an den Folgen dieser Klingen.
Der Typ im dritten Rang muss sich zum Zuhör’n zwingen.

Doch ehe Hamlet stirbt, macht er noch rasch den Claudius kalt
und bittet seinen Freund, der einzige der überlebt, Horatio halt,
erzähl doch, weil’s sonst keiner glaubt, du unsere Geschichte.
Das macht die Illusion von Schmerzfreiheit im Rang zunichte.

Der König Fortinbras fasst die Gelegenheit beim Schopf
und er ergreift die Macht. Die Hauptfiguren kostet es den Kopf.
Das Reich, das fällt ihm zu, ganz leicht und ohne Kampf.
Der Mann im Publikum, der kriegt im Wadl einen Krampf.


Copyright: Norbert Johannes Prenner

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Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: kunst amoi schau’n | Inventarnummer: 25155

Ein guter Freund

Wo sind denn bloß, eh ich beginn, alle meine Freunde hin?
Mit denen ich gescherzt, gelacht, ins Leben eingetaucht?
Jetzt merke ich, ja, immer öfter, dass ich alleine bin,
da frag ich mich, hab ich sie wirklich alle schon verbraucht?

Gute Freunde braucht ein jeder, ein guter Freund ist für dich da.
So einer, dem ich fast alles sagen und auf den ich mich verlassen kann.
Einer, den du fast immer fragen kannst, verlässt dich das Geschick. Sag ja,
ich brauch dich jetzt, was soll ich tun? Was fang ich ohne dich bloß an?

Aber, wer weiß schon, ob ein guter Freund immer das Beste für dich will?
Doch immerhin, der meckert nicht an dir herum und nimmt dich, wie du bist.
Und wenn du etwas von ihm brauchst, gibt er dir das Gefühl,
dass er es mit dir ehrlich meint und ihm weg’n dir nichts wirklich lästig ist.

Ein guter Freund, der hört dir zu und gibt dir einen Rat, wenn er es kann.
Vielleicht verzeiht er dir, wenn einmal etwas nicht in Ordnung war.
Und wenn man später drüber spricht, war’s nicht korrekt, was da begann,
dann lacht er drüber und er sagt, mach dir nichts draus, ist alles wieder klar.

So manche Freundschaft braucht’s , das Sich-oft-auf-die-Probe-Stellen,
denn schließlich darf ein jeder eine and’re Meinung haben.
Wenn sie das aushält, ist es auch hart in manchen Fällen,
und sie besteht, dann halt sie fest, dann gibt es keinen Grund mehr, zu verzagen.

Hält eine Freundschaft dir, genauso stark wie diese, musst du sie pflegen, so gut es eben geht.
Ohne dein Zutun wächst beinahe nichts nur so von ganz allein.
Denn sie gedeiht und blüht von eurer Ehrlichkeit und nicht zuletzt eurer Loyalität.
Begleitet sie dich, durch gute und durch schwere Zeiten, halte sie fest, dann ist sie dein.


Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 25219