Die Blätter fallen und fallen.
Ich reche und reche.
Die Blätter fallen,
ich reche.
Ich verbiete mir selbst
Gedanken an Monotonie.
Die Blätter – ich reche.
Ich verbiete mir selbst
Gedanken von Sinnlosigkeit.
Die Blätter fallen,
ich reche meinen Perfektionismus weg.Ich inhaliere
die frische Morgenluft
in meiner entschuldbaren
Für-mich-allein-sein-Zeit.
Während ich die Farben des Herbstes,
bereichert durch milden
Sonnenschein, bewundere,
reche ich meine trübe
Stimmung weg.Beim nächsten Mal,
wenn ich am Beginn des Winters reche,
schreibe ich vielleicht sogar
über die sprießenden Blätter
und Blüten des Frühlings.
Frank Joussen
www.verdichtet.at | Kategorie: an Tagen wie diesen … | Inventarnummer: 26272
