Stellt sich die Frage, bringt’s noch was?,
das meinen die, die nicht dabei,
ohnmächtig und leichenblass.
Und intoniert wird – einerlei!Ist der Gemeinschaft Leitmotiv
Vergeblichkeit, wirkmächtig’ Größe?
Beirrt zeigt sich das Kollektiv.
Der Sinn des eig’nen Tuns blinkt Blöße.Es ist nicht nur der kleine Mann
der zweifelt, zwar in den hohen Schichten
tut jeder, sagt man, was er kann,
doch lässt sich leider nichts ausrichten.Was übrig bleibt, ist Schulterzucken.
Ganz ohne uns bewegen sich die Dinge.
Sinnlos dagegen aufzumucken.
Als ob die Welt in Brüche ginge.Der Zwang der Sache lähmt wie nie,
Verstand aus der Retorte lenkt.
Dahinter hinkt Bürokratie,
dass man, das ist das Ende, denkt.Die Menschheit scheint’s, wird ausgelöscht,
die drohend’ Nachricht füllt den Raum.
Und unaufhaltsam vorwärts prescht
der digital bestimmte Traum.Was kümmert uns der kleine Mann?
Verloren zeigt sich das Vertrauen.
Der soll doch denken, wie er kann.
W i r werden ihm die Zukunft bau’n!Drum geben viele langsam auf,
und nicht zuletzt, weil sie kapieren,
sie haben keinen Einfluss drauf,
vielmehr, Vertrauen zu verlieren.Wenngleich, der Ohnmacht folgt die Leere,
weil niemand was bewirken kann.
Und darauf folgt, Autoritäre
zieh’n leider bloß Extreme an.Die tun was und die hab’n was los!
Man fragt sich bloß, nur was?
Verheißungen sind wirkungslos,
zerbrechlich scheint die Welt, wie Glas.
Norbert Johannes Prenner
www.verdichtet.at | Kategorie: think it over | Inventarnummer: 26250
