Wie schnell uns doch die Zeit vergeht,
als möchte sie uns überholen.
Im Tempo liegt, was sie verrät,
kostbar wär sie, nicht gestohlen.Nicht bloß die Jahre zähl’n im Leben.
Das Jungsein, eine Gnade der Natur!
Doch in den Jahren zählt das Leben,
und alt werden, als ihre Laune nur.Die Jugend weiß meist, was sie will.
Wenn auch das Stürmische verraucht,
was zuvor laut, und bunt und schrill,
es weiß das Alter, was es braucht.Scheint es auch trüb und ohne Freuden,
was mit dem Alter jähe endet.
Die neuen Freunde heißen Leiden,
und Hoffnung gilt schon als verschwendet.Alt werden, zunächst ein Glück,
für den, der noch gesund und frei.
Das Schicksal lenkt unser Geschick.
Die Hauptsach’ ist, man blieb sich treu.
Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)
www.verdichtet.at | Kategorie: es menschelt | Inventarnummer: 26215

