Scooter

Aufrecht und bewegungslos,
starrer Blick, was hab’n die bloß?
Auf Scootern sieht man Marionetten
rastlos durch die City jetten.

Erst vor, dann neben, hinter dir,
ding-dong-däung ertönt es hier.
Auf dem Gehsteig, in den Gassen,
will man dich nicht in Ruhe lassen.

Umhängtasche, Ohren zu,
Headphones auf, so hat man Ruh!
Scher’n sich nicht um den Verkehr,
Chaosdriver stören sehr!

Ob zu zweit oder alleine,
ding-dong-däung, ich mein, ich träume!
Kann es sein, dass ich mich täusche?
Wozu die nervigen Geräusche!

Ding-dong-däung macht der Controller,
verdammter Scheißelektroroller!
Ist es nicht schon laut genug?
Die Erfindung war echt klug!

Rücksichtslos gibt sich die Meute,
Fußgänger sind ihre Beute.
Ding-dong-däung und Händeringen,
hilft nur noch zur Seite springen.

Unbenutzt steh’n dann die Dinger
oder liegen einfach dumm,
User krümmen keinen Finger,
im öffentlichen Raum herum.

Braucht man’s nicht mehr, lässt man’s stehen,
keiner will’s zur Seite räumen.
Auch dort, wo grad die Leute gehen,
sowas bringt einen zum Schäumen.

Rücksichtlose Zeitgenossen,
Hauptsach’ ist, man ist geschwinder.
Dieser Umstand macht verdrossen.
Geht zu Fuß, das wär’ gesünder!

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner

www.verdichtet.at | Kategorie: Perfidee | Inventarnummer: 26262

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