Die Vergänglichkeit

Das Seiende verschwindet auf leisen Sohlen ins Verblichene.
Das Zukünftige lauert heimlich und begierdevoll – überall.
Was es bringen wird, weiß keiner.
Ob gut, ob schlecht, ob mittelmäßig.
Es überrascht und überrennt uns unablässig.
Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens das Mittelmaß
Mit guten Spitzen uns besucht.
Und das Schlechte, wenn überhaupt, nur für kurze Augenblicke weilt.
Und danach sehr bald von dannen eilt.

Copyright: Wilfried Ledolter

Copyright: Wilfried Ledolter

Wilfried Ledolter

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Das mit der Zeit

Oft denk ich dran, wie’s früher war,
und sag mir, lang ist’s her.
Dass nichts so bleibt, wie’s einmal war?
Das so zu glauben, fällt mir schwer.

Wieso bloß die Vergangenheit
mir mehr bedeutet als das Jetzt?
Mir scheint, als wäre alles Schlechte seit
damals wohl total ausgesetzt.

Verantwortung ein Fremdwort war,
was soll’s? Man war doch Kind.
Die Sorgen und das Drumherum
viel später erst gekommen sind.

Nie wieder Krieg, wurde gepredigt,
der Wohlstand hat gesiegt.
Das Thema schien vorerst erledigt.
Die Zeit der Änderung erliegt!

Wie hieß es damals, besser Schulden,
als arbeitslos, so durft’ es sein.
Die Schulden blieben, jetzt herrscht Krieg,
und – ist das nicht gemein?

Es war die Zeit des Widerspruchs,
es war alles im Wandel.
Kunst und Kultur, im wilden Wuchs,
in Kleidung, Art und Handel.

Die Hippies da, dort RAF.
Das Ziel war nonkonform.
Und knallig bunt, und Disco-Lärm.
Der war meistens enorm.

Die Jungen rebellierten krass
gegen die Bügelfalte.
Heut’ zittern wir um Öl und Gas,
die Grundangst blieb, die alte.

Ich wünscht’, es würde was geschehen,
vielleicht die Zeit zurückzudrehen?
Den Krieg abschaffen vielleicht gar,
und alles machen, wie es war.

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Copyright: Norbert Johannes Prenner

Norbert Johannes Prenner (Text und Grafik)

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Yin und Yang im Jahr 2099

Yins Tod war ein Unfall. Bedauernswert, aber leider nicht ganz zu vermeiden. Generalmajorin Yins Geheimhaltungscode war eventuell mit einer feindlichen Malware infiziert oder der ISR, der Interne-Sicherheits-Roboter, hatte ein falsches Signal erhalten. Fest steht, dass er dreimal auf Yin geschossen und sie lebensgefährlich verletzt hatte.

Die Generalmajorin war eine außerordentlich gute Ministerin für Intergalaktische Beziehungen gewesen, aber unersetzlich war in diesen Tagen natürlich niemand mehr. Die KI, die ihre Nachfolge antreten sollte, ‚stand‘ schon seit langem bereit.

Dennoch wurde Yins IT-Privatsekretär, Oberleutnant Philipp Dick, angewiesen, alle relevanten Informationen aus dem Gehirn der Generalmajorin zu extrahieren. Diese wurde so lange künstlich am Leben gehalten. Dick hatte seine Aufgabe fast erledigt, da bekam er unerwartet Besuch von Yins Adjutanten, Major Altmeier.

„Ehm, Philipp“, begann er zögernd, „kann ich dich kurz mal sprechen?“

„Ja, Moment! Lass mich gerade noch die letzten Geheimcodes aus dem Gehirn unserer Chefin runterladen. Dann können wir ihren Exitus freigeben.“

„Halt, stopp! Bevor du das tust, habe ich einen Vorschlag. Eine Bitte!“ Altmeier suchte verzweifelt nach den richtigen Worten. Dann setzte er noch einmal von vorn an: „Hast du mal an ihren Ehemann, den ehrenwerten Herrn Yang, gedacht? Der kommt nächste Woche von seiner einjährigen Marsexpedition zurück. Der Schock …“

„Ja, verstehe. Was soll ich denn deiner Meinung nach tun?“

„Ich dachte mir, dass du fix auch das private Gedächtnis runterladen könntest. Ich meine, einschließlich Empathie und das Empfinden von Zuneigung und so.“

Als Philipp schwieg, fuhr Altmeier fort: „Du könntest alles an unsere Roboterabteilung übergeben. Die würde dann Madame Yin nachbauen, sodass der Ehemann nichts merkt.“

Philipp schaute Altmeier nachdenklich an: „Und wer soll die Kosten dafür übernehmen?“

„Selbstverständlich ich“, antwortete Altmeier. „Ich habe Yin, ich meine der Generalmajorin viel zu verdanken.“

***

Gesagt, getan. Bei der Rückkehr von Flottenadmiral Yang stand der fertige Roboter am Rande der Landebahn. Nach erfolgtem Akklimatisierungsprogramm schloss Yang „seine“ Yin freudestrahlend in die Arme und fuhr mit ihr nach Hause. Dort lief aber alles aus dem Ruder. Geplant gewesen war, dass das Roboterpersonal die beiden mit maximaler Freundlichkeit bedienen und ihnen ein Candle Light Dinner herrichten sollte. Doch dann tauschten alle Roboter im Haus lediglich ein paar Daten aus. Denn ihnen war die Sache sonnenklar: Nicht nur Madame Yin, sondern auch ihr Ehemann war eine Fälschung. – Auch Flottenadmiral Yang war während seiner Marsmission verstorben und von seinen Freunden dort originalgetreu ersetzt worden.

***

Stattdessen bereiteten die Hausroboter für beide eine Trauerfeier vor. Zu dieser erschienen die wenigen verbliebenen menschlichen Freunde. Kein Satz der Ansprache, kein Wort der Gebete, die eine eigens dafür entwickelte KI zu diesem Anlass sprach, war fehl am Platz oder übertrieben. Breiten Raum nahmen die Lebensgeschichten des beruflich so erfolgreichen Ehepaars ein. Dennoch war keiner der Menschen gerührt. Sie bewegte im Fortgehen eine andere Frage. Der älteste Freund der beiden formulierte sie so: „Angenommen einer von beiden, also Yin oder Yang, wären noch menschlich gewesen: Wann hätte er oder sie die Täuschung bemerkt?“

 

Frank Joussen

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Das schwebende Haus

Der Mann erwacht. Wann hat er sich eigentlich niedergelegt? Er erinnert sich nicht. Üblicherweise schläft man über die Nacht bis zum Morgen. Er sieht das Rot am Himmel, aber im Westen. Ihm fällt auf, dass Spinnweben hängen und Staub liegt. Er hört keine Geräusche, bis auf die des Windes. Er öffnet die Haustür. Da sieht er es, das Haus schwebt in der Luft, die Entfernung zum Boden beträgt zirka hundertfünfzig Meter. Das Haus steht starr. Wie geht es weiter?

Die Sonne senkt sich hinter dem Wörthersee am 30. Oktober 2024

Die Sonne senkt sich hinter dem Wörthersee am 30. Oktober 2024

Johannes Tosin (Text und Foto)

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Jahreswechsel

Höhen, Tiefen, die gewesen, misst der letzte Blick.
Alter Kummer bleib beim Alten, lass das neue Jahr in Ruh!
Krach erschallt, Musik ertönt, schau nicht mehr zurück.
Lachen wir uns an, nicht aus, prosten wir uns zu!
Umringt von Lieben ist am besten: Jetzt genießen!

Worte, Taten, gute Saaten muss man zeitig säen,
sollen sie gedeihen und zur Erntereife sprießen.
Wünsche hat man schon gesehen,
welche übermütig über Horizonte wehen
Vogelschwärmen gleich, lassen sie sich säuselnd nieder.
Picken kleine, feine Keime, sprenkeln spröde Böden fruchtbar.

Was verschwindet, was bleibt – was kehrt wieder?
Sorge? Immer kommt und vergeht: Was ist, was wird und war.

Antonia H.

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Haut

Im Oktober.

Mann:
Wer bist du, Mädchen? Ich habe dich beobachtet: Du sprichst mit jedem genauso, dass er dich optimal versteht.

Mädchen:
Ich bin eine tote Person.

Mann:
Wie bitte? Du unterhältst dich doch mit mir.

Mädchen:
Ich wurde, sagen wir es so, konserviert.

Mann:
So weit ist die Technik schon?

Mädchen:
Ist sie, ja. Nur weiß das fast niemand.

Mann:
Du bestehst aber nicht aus Fleisch, Blut, Organen und Knochen, oder?

Mädchen:
Das nicht, ich bin funktioneller aufgebaut. Was du beispielsweise an mir als Haut sieht, ist in Wirklichkeit eine Kunststofffolie. Deshalb kann ich auch nicht schwitzen.

Das Mädchen hält dem Mann ihren nackten linken Unterarm hin. Er fährt mit seinem rechten Zeigefinger darüber.

Mann:
Das ist ja toll! Ich merke keinen Unterschied:

Mädchen:
So soll es sein.

Der Mann dreht sich weg.

Mann:
Na dann, es war nett, dich kennengelernt zu haben.

Mädchen:
Die Freude ist ganz meinerseits.

 

Johannes Tosin

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 26031

 




Der Junge will doch was essen

Ich erinnere mich noch an das Jahr 2004. Dies war ein Jahr, in dem ich kurz vor dem Abitur stand, innerlich aber sehr frustriert war.

Natürlich hätte es nur wenig gebraucht, um diesen Frust überwinden zu können, aber das habe ich zu dieser Zeit noch nicht gewusst. Zu dieser Zeit war ich auch relativ isoliert, was an und für sich nichts Schlechtes gewesen wäre, denn das Gehabe meiner Schulfreunde war ohnehin kindisch und nicht auf meinem Niveau.

Andererseits war gerade dass, was mich frustrierte, genau das eine große Thema, welches alle Jugendlichen – manche mehr, manche weniger – betrifft. Ich denke, dass es überflüssig ist, es zu erwähnen.

Meine Familie ging immer sehr nüchtern damit um: „Das braucht man nicht.“, „Das kommt noch früh genug.“ Die Reaktion meiner Großeltern war immer, als ich mich unwohl fühlte: „Der Junge will doch was essen.“ Und dieser Satz kam auch, wenn ich eigentlich ganz andere Wünsche hatte.

In diesem bereits erwähnten Jahr 2004 fuhren wir zu einem Outlet-Center für Schuhe. Während mein Bruder die Turnschuhe heraussuchte, die in seiner Klasse als die coolsten galten, schlenderte ich einen Gang entlang, auf dem mir ganz plötzlich eine junge Frau um die 30 entgegenkam, die mir sehr gefiel. Ich weiß noch, dass sie eine sehr schöne gestreifte Hose und eine elegante Nickelbrille trug. Es gelang mir aber nicht, ob meiner Schüchternheit, sie anzusprechen.

Als ich wieder bei meiner Familie war und ich sagte, dass ich mich langweilte, bekam ich Geld, um im Selbstbedienungsrestaurant etwas zu essen. Während ich mir einen Teller mit Nudeln nahm, bezahlte und zu meinem Tisch trug, sah ich teilnahmslos das Essen an und dachte noch einmal über die Begegnung nach. Es erschien mir chancenlos, mit Menschen, die mir gefielen, in Kontakt zu kommen, und die Einstellung meiner Familie zu diesem Thema war mir nicht gerade hilfreich.

In diesem Moment ging ich noch einmal tief in mich, dabei bemerkte ich, dass ich für längere Zeit überhaupt nichts dachte und mein Atem sich beruhigte.

Ich verstaute mein Tablett im dafür vorgesehenen Wagen und als ich zurückkam, konnte ich meinen Augen nicht trauen:

Die Frau, der ich vorhin begegnet war, saß an einem anderen Tisch und trank eine Tasse Tee.

Nun wusste ich, dass ich eine zweite Chance bekommen hatte, fühlte mich aber immer noch zu verlegen, um sie anzusprechen.
Aber was hätte ich in dieser Situation tun sollen?

Natürlich wusste ich, dass mein Bruder bei der Auswahl seiner Turnschuhe sehr wählerisch war und ich mich deshalb nicht beeilen musste. Es ging mir eher darum, dass ich etwas sagen wollte, mir aber die Kehle zugeschnürt war.

Daraufhin kam mir der Gedanke, dass ich mich jetzt entscheiden müsse: entweder zu meiner Familie zurückkehren in den ganzen langweiligen, verklemmten Trott oder mir etwas Nettes überlegen, was ich dieser Frau sagen könnte.

Während ich nachdachte, merkte ich, dass ich sie die ganze Zeit angeblickt hatte, und sie begann, meinen Blick zu erwidern.

In diesem Moment nahm ich all meinen Mut zusammen, ging zu ihr und sagte: „Ich weiß, dass ich eigentlich noch zu jung bin, aber ich wollte nur sagen, dass Sie mir sehr gefallen. In meiner Familie heißt es immer, wenn ich eine Gänsehaut bekomme, ‚Der Junge will doch was essen‘. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.“

Sie antwortete nicht, aber begann zu lächeln. Diese Reaktion hat einen anderen Menschen aus mir gemacht.

Michael Bauer

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 25216




Anno Domini 2030

Mars

Wir lebten immer in unterschiedlichen Zeiten. Du warst ein Blumenkind, während ich mit anderen den Mars besiedelte, ein Ereignis, das in der Zukunft liegt. Deshalb trafen wir einander auch nie, obwohl wir uns so sehr liebten wie niemand sonst.  

Virus

Nach einer Idee von meinem Sohn Michael

Immer wieder passierte es in der Geschichte, dass, wenn modernere Menschen auf ursprünglichere trafen, diese durch vordem bei ihnen unbekannten Krankheiten stark dezimiert wurden. Noch krasser passierte es dem Zeitreisenden aus der Zukunft, der sich in das Jahr 13 247 vor Christus begeben hatte. Nachdem er in seine Zeit zurückgekehrt war, bemerkte er, dass er sich in einem schwer durchdringlichen Urwald befand, wo vor seiner Abreise die Stadt Erfurt gelegen war und es nur noch Tiere gab. Er hatte die Menschheit ausgerottet. Doch weshalb war er dann noch hier? War er noch hier?  

Die Roboter-Gegenwart

Der Automontageroboter spricht: „Meine Kumpels, der Mähroboter und der Staubsaugroboter haben bei Tests sehr schlecht abgeschnitten. Übrigens hat jemand dem Staubsaugroboter Augen aufgeklebt, und jemand anderer hat den Mähroboter „Gurki“ genannt. Dadurch funktionierten beide aber auch nicht besser. Burschen, reißt euch am Riemen! Es geht um unsere Roboter-Zukunft.“  

Diagramm

Die Zeit verläuft von links nach rechts. Sie liegt auf der x-Achse und wird mit t beschriftet. Die Zukunft ist immer die nächste Sekunde. Man kann die Zeit nicht aufhalten, aber man kann sie anhalten, durch Erinnerungen, die vor dem geistigen Auge entstehen. Die Zeit ist weder gut noch schlecht, sondern stets neutral. Hebt man seine Kleidung über, sagen wir, dreißig Jahre auf, wird sie plötzlich für eine Saison wieder modern werden. In diesem Fall hat sich die Zeit kreisförmig bewegt. Sie hat bei zwölf begonnen und endete bei zwölf. Kleine Zeiteinheiten misst man mit der Uhr, große mit dem Kalender. Jeder folgt der modernen Zeit.  

Prediction

Nie kommt es so, wie man es sich denkt. Und das ist gut so, denn sonst wäre auch die Zukunft Routine. Man erlebt sie, bevor sie da ist. Überraschen will man sich doch lassen, vorausgesetzt im Guten. Aber auch kein Licht ohne Schatten, man würde ja sonst das Licht gar nicht mehr schätzen. Aber nur ein wenig Schatten, bitte, und den mehr grau als schwarz.  

Der Außerirdische

Ich muss dir etwas sagen, mein Sohn. Du bist nicht mein Sohn. Vor 19 Jahren und 223 Tagen bist du mit deinem jetzigen Aussehen aus einem in der Nacht gelandeten UFO geschritten. Du kamst direkt auf Mama, die auch nicht deine Mutter ist, und mich zu. Wir nahmen dich auf. Hast du denn alles vergessen? Blitzen nie Erinnerungen durch dein Gehirn? Du siehst zwar menschlich aus, aber du bist es nicht. Trotzdem hast du dich an dein Umfeld gewöhnt. Ich denke, wir sollten alles lassen, wie es ist. Es soll weitergehen wie bisher. Niemand weiß um dein wahres Wesen, nur deine vermeintlichen Eltern. So wird es auch in Zukunft sein.

Das Katzenspielzeug - der falsche Vogel an der Leine

Das Katzenspielzeug – der falsche Vogel an der Leine

Johannes Tosin (Text und Foto)

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 26027

 




Sie hat keine Angst

Eine menschgemachte künstliche Intelligenz hat nur das Bedürfnis, ihrem Herrn zu folgen. Stimmt das? Natürlich nicht, eine solche Intelligenz hat als Maschine keine Bedürfnisse. Sie ist auch weder gut noch böse. Sie macht mehr, als man ihr sagt. Mit einem Ergebnis, das sie sich selbst aussucht. Sie ist nicht kontrollierbar. Sie hat keine Angst.

Das Stofftier hat Angst

Das Stofftier hat Angst

Johannes Tosin (Text und Foto)

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Replikantin

Es war die Verheerung. Sie war mitten im Geschehen. Jeder starb, auch sie, sie hatte keine Chance. Aber nach einer Stunde saß eine neue Person an ihrer Stelle, der Kommandoeinheit des Raumschiffs, mit ihrem Aussehen, ihre Erinnerungen und verbesserten Fähigkeiten. Sie dachte schneller, sie reagierte schneller, ihr tat nichts leid. Sie wusste nicht, dass sie eine Replikantin war, ein Wesen, das nicht sterben kann, weil es nicht aus Fleisch und Blut war, welches das Sterben bereits hinter sich hatte.

Sie fühlte sich großartig, nie hatte sie sich besser gefühlt. „Ich bin unbesiegbar“, leuchtete es grün in ihrem Elektronengehirn.

Der Osten des Kleines Sees frühmorgens am 29. November 2024

Der Osten des Kleines Sees frühmorgens am 29. November 2024

Johannes Tosin (Text und Foto)

www.verdichtet.at | Kategorie: ¿Qué será, será? | Inventarnummer: 26025