{"id":5770,"date":"2016-12-30T08:53:17","date_gmt":"2016-12-30T08:53:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=5770"},"modified":"2017-02-23T09:01:41","modified_gmt":"2017-02-23T09:01:41","slug":"die-neuen-welten-der-maria-knehs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verdichtet.at\/?p=5770","title":{"rendered":"Die neuen Welten der Maria Knehs"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts5770&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts5770&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Am f\u00fcnfzehnten April des Jahres 2013 hatte Maria Knehs endg\u00fcltig genug von dieser Welt. An diesem Tag, exakt zwei Wochen vor ihrem sechzigsten Geburtstag, war ihr Hund gestorben.<br \/>\n\u00bbFrau Knehs\u00ab, sagte der Tierarzt, \u00bbIhr Spitz hat Krebs. Es ist f\u00fcr Benni das Beste, wenn ich ihn einschl\u00e4fere. So ersparen wir ihm Schmerzen.\u00ab<br \/>\n\u203aMach nur!\u2039, dachte sie, zu sprechen war sie nicht in der Lage. \u203aWenigstens muss mein Benni nicht leiden, so wie ich. Ach, ich w\u00fcnschte, ich k\u00f6nnte f\u00fcr immer woanders leben.\u2039<br \/>\nMit \u203awoanders\u2039 meinte sie keineswegs einen anderen Ort als den kleinen im steirischen H\u00fcgelland, in dem sie zur Welt und aus dem sie nie wirklich herausgekommen war. Sie meinte eine andere Welt, einen anderen Planeten gar.<\/p>\n<p>Sie lie\u00df ihren toten Hund in der Praxis des Veterin\u00e4rs und fuhr zu ihrem kleinen Haus am Rande der Ortschaft. Dort angekommen, rief sie ihre Tochter Monika an, die in Graz lebte.<br \/>\n\u00bbMoni, der Benni ist tot. Er wurde eingeschl\u00e4fert\u00ab, weinte sie in den H\u00f6rer. \u00bbWann fliegen wir wieder? Ich denke, dieses Mal bleibe ich oben.\u00ab<br \/>\nMonika Knehs seufzte. \u00bbDas tut mir leid f\u00fcr dich, Mama\u00ab, sagte sie halblaut. \u00bbIch kann im Augenblick nicht mit dir reden. Manfred ist gerade eingeschlafen und du wei\u00dft ja, was f\u00fcr ein Theater er macht, wenn ich ihn wecke.\u00ab<\/p>\n<p>Manfred war Monikas elfj\u00e4hriger Sohn, der geistig behindert zur Welt gekommen war und der es \u00fcberhaupt nicht sch\u00e4tzte, bei etwas gest\u00f6rt zu werden, egal, was er gerade machte. Sie hatte sich drei Monate nach seiner Geburt von seinem Vater getrennt, da dieser seinen Sohn weder akzeptieren konnte noch wollte. Nachdem erwiesen war, dass die Behinderung des Kindes schwer ausfallen w\u00fcrde, machte der Mann Monika Vorw\u00fcrfe, sie w\u00e4re schuld an diesem Ungl\u00fcck. Bald jedoch lie\u00df er das bleiben und ging dazu \u00fcber, ihr Ohrfeigen zu verabreichen, worauf sich Maria Knehs gezwungen sah einzuschreiten.<br \/>\nIhre Tochter hatte sie weinend angerufen und um Hilfe gebeten. Maria stieg sogleich in ihren Kleinwagen und fuhr zu ihrem hochschwangeren Kind. Mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung der als ruppig bekannten Grazer Polizei wies sie den Unhold aus der Wohnung und blieb drei Tage lang bei Monika.<\/p>\n<p>Diese Zeit belastete Maria Knehs sehr. Zum einen, weil sie in all die Vorkommnisse eingeweiht wurde, die sich zwischen Monika und diesem Mann zugetragen hatten, zum anderen hatte sich Michael, ihr Sohn, soeben ein weiteres Mal auff\u00e4llig verhalten.<br \/>\nW\u00e4hrend Monika, die um drei Jahre j\u00fcnger war als ihr Bruder, ihre Arbeit als Krankenschwester vorbildlich verrichtete, war Michael ein problematischer Fall. Er betrachtete sich n\u00e4mlich als K\u00fcnstler und f\u00fchrte ein entsprechendes Leben. Er hatte keine Arbeit, kein Geld und keine Frau. Er trank, schlief bei Freunden auf dem Sofa und bat seine Mutter in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden um Geld.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist zum Verzweifeln mit dem Buben!\u00ab, sagte sie oft. \u00bbKlar, er hatte nie ein m\u00e4nnliches Vorbild, weil er ohne Vater aufwachsen musste. Aber irgendwann muss er doch vern\u00fcnftig werden! Nur Skulptur, Malerei und Alkohol ist zu wenig!\u00ab<br \/>\nGustav Knehs, Marias Ehemann, war kurze Zeit nach Monikas Geburt bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Daraufhin hatte sie ihre beiden Kinder alleine gro\u00dfgezogen. Da ihr Mann eine gute Lebensversicherung abgeschlossen hatte und ihre Eltern ihr eine h\u00fcbsche Summe hinterlassen hatten, konnte sie es sich leisten, ihren Job als Volksschullehrerin aufzugeben, um sich ganz ihrem Nachwuchs zu widmen.<\/p>\n<p>Jedenfalls war Michael auff\u00e4llig geworden. Wieder einmal. Er hatte sich als Nacktk\u00fcnstler versucht und unbekleidet eine Aktion auf dem Grazer Hauptplatz zelebriert, als dort gerade einige Klosterschwestern friedlich gegen die Kriege und f\u00fcr Gott demonstrierten. Es kostete Maria viele Worte und einige Scheine, ihren Sohn aus den F\u00e4ngen der Polizisten freizukaufen. Eine Entschuldigung bei den Ordensfrauen war auch vonn\u00f6ten. Die versprachen, f\u00fcr Michael zu beten.<br \/>\n\u00bbFrau Knehs, ich muss Sie aber bitten, sich keine allzu gro\u00dfen Hoffnungen zu machen\u00ab, sagte die \u00c4btissin. \u00bbIch f\u00fcrchte n\u00e4mlich, dass Michaels Zug schon zu weit gefahren ist, als dass Gebete ihn noch aufhalten k\u00f6nnten. Meiner Ansicht nach kann blo\u00df noch die Schulmedizin Ihrem Sohn die Hilfe geben, die er offensichtlich ben\u00f6tigt.\u00ab<br \/>\nDaraufhin konnte sie ihren Sohn \u00fcberreden, seine Tabletten wieder zu nehmen, und bald legte sich sein Wahnsinn.<br \/>\n\u203aEr ist ja ein guter Junge\u2039, dachte sie oft. \u203aEr scheint halt nicht f\u00fcr diesen Planeten geschaffen zu sein. Er m\u00fcsste auf einem anderen leben d\u00fcrfen, dann w\u00e4re er sicherlich ein anerkannter K\u00fcnstler, von mir aus auch nackt.\u2039<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit dachte Maria Knehs oft \u00fcber ihr Leben nach. Sie hatte, das Wort \u203aeigentlich\u2039 kam ihr dabei h\u00e4ufig in den Sinn, alles richtig gemacht, oder wenigstens nichts allzu falsch. Sie war eine h\u00fcbsch anzusehende, einigerma\u00dfen gut situierte Frau, die zwei erwachsene Kinder hatte. Eines von diesen war sogar, und das wurde ihr von s\u00e4mtlichen Bewohnern des Dorfes best\u00e4tigt, wohlgeraten. Sie war gutherzig, gro\u00dfz\u00fcgig und ihren Mitmenschen gegen\u00fcber stets freundlich und zuvorkommend. Schlechte Manieren waren ihr n\u00e4mlich ein Graus. Dass ausgerechnet ihr Erstgeborener solche gerne und oft an den Tag legte, erf\u00fcllte sie mit Trauer. Nie hatte sie sich etwas zuschulden kommen lassen, von der Sache mit Willibald einmal abgesehen.<\/p>\n<p>Willibald Grampert war ein \u00fcbel beleumundeter Geselle, ein echter Nichtsnutz. Ein Tischler, gemacht aus dem schlechtesten Holz, das war er. Nicht nur, dass er seinen Lehrbuben ihre Ausbildungszeit ganz und gar verg\u00e4llte durch Tritte, Schl\u00e4ge und unfl\u00e4tiges Geschrei, er hatte auch den Hang dazu, Frauen nicht eben gut zu behandeln. Grampert war ein im ganzen Ort verhasster Mann, doch wagte niemand, etwas gegen ihn zu sagen, war er doch der Ortsparteiobmann der Rechten.<br \/>\nEines Tages erfuhr Maria Knehs, dass er sich mit Jennifer Wildbolz eingelassen hatte. Sie, die f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige Tochter des Betreibers mehrerer Solarien, hatte sich den dreiundvierzigj\u00e4hrigen Tischler angelacht. Maria dachte zwei Tage lang \u00fcber dieses Gespann nach, dann informierte sie den Landesparteichef der Rechten, der ein widerlicher Ingenieur mit Schmissen im Gesicht war, pers\u00f6nlich \u00fcber die Vorlieben seines Ortsobmannes. Willibald Grampert beendete die Mesalliance und wurde, auch was seine politische Gesinnung anging, katholisch.<\/p>\n<p>Es waren die Umst\u00e4nde und die Zust\u00e4nde, auf die sie keinen Einfluss h\u00e4tte nehmen k\u00f6nnen, die Maria Knehs verzweifeln lie\u00dfen. Die Menschen reagieren in solchen Situation auf unterschiedliche Arten. Manche fl\u00fcchten sich in den Rausch, andere in die Nervenheilanstalt und ein paar scheiden gar aus dem Leben. Nicht so Maria.<br \/>\nWurde ihr die Verzweiflung unertr\u00e4glich, stellte sie sich einfach vor, auf einem anderen Planeten zu leben. Und zwar auf einem, wo alles gut war. \u203aOmega\u2039 hie\u00df dieser, doch wusste seine Erdenkerin nicht, wie sie auf diesen Namen gekommen war.<br \/>\nAuf Omega schien, wenn es nicht gerade Nacht war, stets die Sonne, und obwohl es ein von bl\u00fchenden B\u00e4umen und Str\u00e4uchern bestandener Planet war, regnete es dort nie. Kein W\u00f6lkchen tr\u00fcbte das Blau des Himmels. Es gab viele Tiere, doch befanden sich unter ihnen keine Beutegreifer allzu brutaler Wesensart. Maria bewohnte ein wei\u00df gekalktes ger\u00e4umiges Haus, dessen Zimmer schlicht, aber sch\u00f6n m\u00f6bliert waren. Es gab einen gro\u00dfen Schwimmteich, eine Sauna und einen Pferdestall, doch Zaun gab es keinen. Ein solcher w\u00e4re auch gar nicht notwendig gewesen, denn es musste niemand davon abgehalten werden, ihren R\u00fcckzugsort zu betreten.<\/p>\n<p>Auf Omega war Maria Knehs alleine.<br \/>\nEr war ein Planet des Gl\u00fccks f\u00fcr sie. Keine Kriege wurden dort gef\u00fchrt, keine Verbrechen begangen, und die Kunst war Kunst im besten Sinne. Ihre Tage auf Omega brachte sie mit Lesen und Kochen zu, und wenn sie informiert und satt war, dann steigerte sie ihr ohnehin vollst\u00e4ndiges Gl\u00fcck um noch ein kleines bisschen, indem sie es auf dem R\u00fccken ihres Schimmels in sich sog.<br \/>\nWann immer es ihr auf der Erde zu viel wurde, flog sie auf Omega. Bereits in der ersten Minute nach ihrer Ankunft dort fielen alle Sorgen von ihr ab, Rindenbrocken gleich, die von einem Baumstamm fallen.<br \/>\nAuch am letzten Tag, den sie auf Omega verbrachte, der gleichzeitig der letzte der Existenz dieses imagin\u00e4ren Planeten war, verhielt es sich so.<br \/>\n\u203aNun stehe ich wieder auf deinem Boden, mein Omega!\u2039, dachte sie. Sie entkleidete sich und \u00f6ffnete die T\u00fcre ihrer Sauna.<\/p>\n<p>Diesen Besuch hatte sie auch bitter n\u00f6tig, denn Michael hatte wieder einmal einen Skandal provoziert, oder besser gesagt: eine ganze Reihe von Skandalen.<br \/>\nIrgendwie hatte Michael es fertiggebracht, als K\u00fcnstler durchzugehen. Sogar in der Zeitung war er ein paarmal erw\u00e4hnt worden, wenngleich diese Aufmerksamkeit eher seinem Hang zur Nacktheit geschuldet war als seiner Kunst.<br \/>\nJedenfalls, alles begann mit einem Kunstwerk, das er erschaffen hatte. In einem riesigen Aquarium, voll mit Formaldehyd, wurde ein Bullenhai von einem Schwarm Karpfen mit Piranhaz\u00e4hnen attackiert. \u203aDie gro\u00dfe Rache der Karpfen\u2039 hie\u00df das Werk, das den ersten Eklat ausl\u00f6ste. \u203aDer Nacktk\u00fcnstler als exemplarischer Wahnsinniger\u2039, so betitelte ein Magazin einen Artikel, in welchem Michaels Fischwerk analysiert wurde.<\/p>\n<p>Maria Knehs las diesen Artikel und wagte zwei Tage lang nicht, ihr Haus zu verlassen, so gro\u00df war ihre Furcht vor h\u00e4mischen Kommentaren der Leute im Dorf. Also flog sie auf ihren Planeten.<br \/>\nNur zwei Wochen nach diesem Vorfall wurde der K\u00fcnstler Michael Knehs weit \u00fcber die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt und ber\u00fcchtigt.<br \/>\nDas Grazer Frauenkloster hatte ihn beauftragt, eine Skulptur f\u00fcr den Klostergarten zu erschaffen. Die Nonnen, die seine Nacktaktion keineswegs vergessen hatten, hatten ihm mit diesem Auftrag unter die Arme greifen wollen. Es kam der Tag der Enth\u00fcllung. Eine Klosterschwester fiel sofort in Ohnmacht, den anderen trieb es die Schamesr\u00f6te ins Gesicht beim Anblick dessen, was sich da vor ihnen entphallte.<\/p>\n<p>Maria Knehs bat ihren Sohn, doch wieder seine Pillen zu schlucken, doch dieser lehnte mit der Begr\u00fcndung ab, dass ein Drogenfreak, und ein solcher w\u00e4re er mittlerweile, keine herk\u00f6mmlichen Medikamente br\u00e4uchte. Dann forderte er Geld von ihr.<br \/>\n\u00bbIch wei\u00df nicht, wie ich Michael noch helfen kann!\u00ab, sagte sie zu ihrer Tochter.<br \/>\n\u00bbVergiss ihn. Der wird nicht mehr\u00ab, lautete deren Antwort.<br \/>\nAuf Omega fand Maria Trost.<br \/>\nAls Michael \u00f6ffentlich ank\u00fcndigte, die Paarung eines Ebers mit einem Stier filmisch dokumentieren zu wollen, wobei er den Eber an des Stiers Kehrseite platzieren wollte, war das Ma\u00df voll und des K\u00fcnstlers Belohnung die Zwangseinweisung in die Grazer Irrenanstalt.<\/p>\n<p>Maria Knehs besuchte ihren Sohn dort mehrere Male, konnte sich jedoch kaum mit ihm unterhalten, so sediert war er von den schweren Medikamenten.<br \/>\nNach ihrem letzten Besuch beschloss sie, dass es an der Zeit war, eine ganze Woche auf Omega zuzubringen.<br \/>\nSie \u00f6ffnete also die Saunat\u00fcre auf ihrem perfekten Planeten. \u203aDas wird mir guttun\u2039, dachte sie noch. Dann schrie sie laut auf. In ihrer Sauna sa\u00df Michael, nackt, grinsend und die ausgestreckte rechte Hand vor ihr Gesicht haltend, offensichtlich in Erwartung einer gewissen Summe an Bargeld. Dann sprach er auch noch.<br \/>\n\u00bbHallo, Mama. Sch\u00f6n hast du es hier! Ich denke, ich werde f\u00fcr eine Weile\u00ab &#8211; weiter kam er nicht.<br \/>\nMaria Knehs packte ihren verr\u00fcckten Sohn an der Hand und flog mit ihm zur Erde zur\u00fcck. \u00dcber der Klapsm\u00fchle lie\u00df sie ihn los. Er fand den Weg an den Ort seiner Bestimmung, sie den zur\u00fcck in ihr Haus.<\/p>\n<p>Omega, ihren Planeten, lie\u00df Maria in der Sonne vergl\u00fchen. Eine glei\u00dfende Explosion von Licht, und alles war vorbei.<br \/>\n\u00bbMonika, mein imagin\u00e4rer Planet ist vergl\u00fcht!\u00ab, schluchzte sie ins Telefon.<br \/>\n\u00bbDas macht nichts, Mama\u00ab, beruhigte Monika Knehs ihre Mutter. \u00bbDann kommst du mit auf Epsilon. Alleine wird es mir dort allm\u00e4hlich langweilig.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Michael Timoschek<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a title=\"Que ser\u00e1, ser\u00e1?\" href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=3714\">fantastiques<\/a> |Inventarnummer: 17018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am f\u00fcnfzehnten April des Jahres 2013 hatte Maria Knehs endg\u00fcltig genug von dieser Welt. An diesem Tag, exakt zwei Wochen vor ihrem sechzigsten Geburtstag, war ihr Hund gestorben. \u00bbFrau Knehs\u00ab, sagte der Tierarzt, \u00bbIhr Spitz hat Krebs. Es ist f\u00fcr Benni das Beste, wenn ich ihn einschl\u00e4fere. 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