{"id":21027,"date":"2025-10-10T14:43:31","date_gmt":"2025-10-10T14:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verdichtet.at\/?p=21027"},"modified":"2025-10-12T14:45:08","modified_gmt":"2025-10-12T14:45:08","slug":"grossstadtepisode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verdichtet.at\/?p=21027","title":{"rendered":"Gro\u00dfstadtepisode"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts21027&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts21027&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Durch die nasse, vom Regen belegte Scheibe erscheint die Au\u00dfenwelt wie ein verwackeltes Bild, eine verschwommene Fotografie; die Lichter der Stadt sind nur grelle Punkte auf tr\u00fcbem Hintergrund. Der Regen h\u00e4lt schon seit Stunden an, das heftige Gewitter ist nach der dr\u00fcckenden Hitze der vergangenen Tage eine Wohltat; die Natur wird bald wieder in kr\u00e4ftigen Farben erstrahlen. Scheinbar ger\u00e4uschlos gleitet das Taxi durch die n\u00e4chtlichen Stra\u00dfen Wiens, durch das offene Fenster dringt die frische, abgek\u00fchlte Luft in das Innere des Wagens. Die ber\u00fchmten Geb\u00e4ude der Ringstra\u00dfe sind, wenn, nur schemenhaft erkennbar. Die Nacht erscheint, trotz des Wetters, friedlich \u2013 es ist, als ob der Regen die Atmosph\u00e4re reinigt. Man sieht haupts\u00e4chlich Stra\u00dfenbahnen, Busse und Taxis auf den Stra\u00dfen. Wer kann, vermeidet einen langen Aufenthalt im Freien, denn selbst Schirme und Regenm\u00e4ntel verm\u00f6gen die Wassermassen kaum abzuwehren. Und doch wirkt das Unwetter heilsam, befreiend. Mia liebt Sommergewitter, die sie an die Unschuld ihrer Kindheitssommer erinnern, die sie zum Gro\u00dfteil am Land bei ihren Gro\u00dfeltern verbracht hat.<\/p>\n<p>Seine Stimme hat verzweifelt geklungen, als er sie angerufen und gebeten hat, vorbeizukommen.<\/p>\n<p>Es sind einige Monate vergangen, seit sie sich zum letzten Mal gesehen haben:\u00a0 Ein Mann und eine Frau sind aus entgegengesetzten Richtungen zu einem kleinen Taxistand am Schwedenplatz geeilt, den sie zeitgleich erreicht haben, um sich das einzige Taxi zu sichern. Augen weiteten sich, wussten nicht, wohin sie blicken sollten, als Marco und Mia sich wieder gegen\u00fcberstanden. Er hatte in den Wochen zuvor ein paar Mal versucht, sie zu erreichen, vergebens. An jenem Abend \u00fcberlie\u00df Marco Mia das Taxi \u2013 sein Blick war bedauernd, als Mia wortlos einstieg, ohne ihm anzubieten, sich das Taxi zu teilen. Doch sie hatte ihm nicht in die Augen schauen k\u00f6nnen, seine N\u00e4he nicht ertragen. Das war vor drei Wochen, mittlerweile hat der Fr\u00fchsommer Einzug gehalten. Deshalb ist sie noch immer \u00fcberrascht, dass sie seinen Anruf angenommen, seiner Bitte nachgekommen ist und jetzt im Taxi zu ihm f\u00e4hrt. Und sie hat schmunzeln m\u00fcssen, als sie den Taxistand neben der U-Bahn erreicht hat \u2013 im einzigen Taxi erblickt sie ein vertrautes Gesicht; sie kann ihre Freude dar\u00fcber, Ahmed wiederzusehen, nicht verbergen. Auch Ahmed l\u00e4chelt und steigt aus, um sie herzlich zu begr\u00fc\u00dfen. \u201eWohin geht die Fahrt?\u201c, fragt er schlie\u00dflich, \u201ekenne ich den Weg schon?\u201c Mia nickt und l\u00e4chelt \u2013 er h\u00e4lt ihr wieder die T\u00fcre auf, so wie bei all den Fahrten zuvor. Und Mia erinnerte sich &#8230;<\/p>\n<p>Sie hatte Marco \u00fcber eine Freundin kennengelernt, die gegenseitige Sympathie war vom ersten Augenblick an unbestreitbar. Sie hatten sich \u00fcber viele Wochen getroffen, waren sich n\u00e4hergekommen, ohne die Dinge jemals zu definieren \u2013 vielleicht war das ihr erster Fehler gewesen. Er hatte sie immer wieder \u00fcberrascht, mit Dingen, die sie ihm erz\u00e4hlt hatte.<\/p>\n<p>Es war ein ebenso st\u00fcrmischer Samstagabend gewesen, an dem er sie zum Essen eingeladen hatte; sie hatten viel herumgealbert, es sich gut gehen lassen, bis es beinahe Mitternacht war und sie ein Taxi gerufen hatten. Es hat eine halbe Stunde gedauert, bis das Taxi endlich das altehrw\u00fcrdige Grand Hotel erreicht hatte, in dessen Sushi-Bar <em>Unkai<\/em> Marco und Mia zum Abendessen verabredet waren. Die beiden trafen sich seit Monaten regelm\u00e4\u00dfig, keiner konnte die tiefe Zuneigung dem anderen gegen\u00fcber wirklich verbergen, doch standen sie sich noch mit ihren Unsicherheiten, den emotionalen Altlasten im Weg, beide waren Meister im Vermeiden eines ernsten Gespr\u00e4ches. Immer wieder fiel der Blick des Fahrers Ahmed auf das gegens\u00e4tzliche Paar, welches schon einige Mal mit ihm gefahren war: Die junge Frau trug ihr dichtes, dunkelblondes Haar offen, es reichte bis weit \u00fcber ihre Schultern. Ihre Gesichtsz\u00fcge waren weich, passten zu den warmen Rundungen ihres K\u00f6rpers, ihre vollen Lippen waren zu einem sanften L\u00e4cheln geformt, w\u00e4hrend ihr Kopf vertrauensvoll halb auf der Schulter, halb auf der Brust ihrer Begleitung ruhte. Der junge Mann fl\u00f6\u00dfte ihm Respekt ein, obwohl er kaum jemals sprach. Sein Blick ruhte beinahe ununterbrochen auf der jungen Frau neben ihm; gelegentlich schweifte er ab, die Umgebung absuchend, st\u00e4ndig auf der Hut, nach einer potenziellen Gefahr Ausschau haltend. Der dichte, dunkle Bart war gepflegt, verlieh ihm zus\u00e4tzlich eine respekteinfl\u00f6\u00dfende Ausstrahlung, das kantige Gesicht wirkte unger\u00fchrt, lie\u00df keine Interpretation zu, die dunklen Augen waren wachsam.<\/p>\n<p>Es herrschte \u00fcberraschend wenig Verkehr f\u00fcr einen Samstagabend, sie erreichten ihr Ziel, ein mittelgro\u00dfes Haus mit Garten in Altmannsdorf, schneller als erwartet. Dieselbe Adresse wie immer, Ahmed erkannte das Geb\u00e4ude. Das Paar hatte w\u00e4hrend der Fahrt nicht mit ihm oder miteinander gesprochen, aber Ahmed nahm jede Fahrt, wie sie kam. Er war seit vielen Jahren Taxifahrer, \u00fcber zwanzig Jahre, also beinahe sein ganzes Berufsleben, und immer in der Nachtschicht. Er hatte unz\u00e4hlige Menschen an ihr n\u00e4chtliches Ziel gebracht, wenig \u00fcberraschend waren ihm nur wenige Fahrg\u00e4ste in Erinnerung geblieben, darunter auch dieses Paar. Die beiden harmonierten, erg\u00e4nzten sich in ihrer M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit perfekt. Er hatte den Mann schon oft gefahren, immer in unterschiedlicher Begleitung \u2013 nur die dunkelblonde, mollige junge Frau war wiederholt an seiner Seite. Und nur bei ihr, das hatte Ahmed im Laufe der Zeit festgestellt, wirkte der junge Mann wie ein Soldat, der ein kostbares Gut zu sch\u00fctzen hat. Keine der anderen Frauen hatte er je so vertraulich an sich lehnen lassen, oder war in deren Gegenwart so reserviert, im Beobachtungsmodus. Sie waren wie Puppen, mit denen man nicht lange spielt. Ob sie von den anderen Frauen wusste? Und ob der Mann sich an ihn erinnerte? Nichts in beider Auftreten deutete darauf hin.<\/p>\n<p>Marco schreckte kurz auf, als das Fahrzeug zum Stillstand kam, so sehr war er in Gedanken versunken gewesen, w\u00e4hrend das sanfte, rhythmische Trommeln der Regentropfen auf dem Autodach Mia eingelullt hatte \u2013 sie war an seiner Schulter einged\u00f6st. Der Taxifahrer kam Marco bekannt vor, ihm schien, als h\u00e4tte ihn dieser oft gefahren, wenn er mit diversen Liebschaften den Heimweg angetreten hatte. Er beschloss, den Taxifahrer nach seiner Nummer zu fragen, es konnte nicht schaden, einen direkten Draht zu haben, der Mann erschien diskret, unaufgeregt. Mia, die durch seine hastige Bewegung aus dem Halbschlaf aufgewacht war, blickte sich verschlafen um, nur langsam, m\u00fcde realisierte sie, dass sie schon bei Marcos Haus angekommen waren, und stieg aus. W\u00e4hrend sie schon zum Haus ging, sprach Marco noch kurz mit Ahmed, ehe er ihr folgte.<\/p>\n<p>Marco liebte Mias mollige Figur, ihr dichtes, dunkelblondes Haar, ihre gro\u00dfen Br\u00fcste, die sich w\u00e4hrend des Aktes immer wild bewegten. Er konnte seinen Kopf stundenlang zwischen ihnen vergraben, ihre sinnliche Weiblichkeit einatmen. Sie war alles, was er so bisher nicht kannte: auf reizende Weise in manchen Belangen unerfahren, warmherzig, uneigenn\u00fctzig, freigiebig, pr\u00e4senter und aufmerksamer als jede andere Frau, die er bis jetzt kennengelernt hatte. Er f\u00fchlte sich ruhig, angenommen in ihrer Gegenwart. Doch was, wenn es ein Trugschluss war? Sie war leise, klar, bestimmt \u2013 doch was, wenn wieder alles schiefging? Die lauten, \u00fcberbrodelnden, besitzergreifenden, manchmal vulg\u00e4ren Frauen waren ihm immer schon vertraut, ein Muster, das er kannte. Das Sanfte, Bedachte, Aufmerksame verwirrte, \u00e4ngstigte ihn. Noch konnte sein rastloses Herz keine Ruhe finden, keine Entscheidung treffen.<\/p>\n<p>Als sie bei der Haust\u00fcre ankamen, waren beide durchn\u00e4sst \u2013 noch immer regnete es in Str\u00f6men. Marco war froh \u00fcber die kurze Unterredung mit Ahmed, sie w\u00fcrde seine amour\u00f6sen Aktivit\u00e4ten sehr vereinfachen. Sobald sich die T\u00fcre hinter ihnen schloss, umarmte Marco Mia von hinten, k\u00fcsste ihren Hals z\u00e4rtlich, fuhr mit seiner Zunge daran entlang. Sie erschauderte \u2013 selbst \u00fcberrascht von der zwischen ihnen bestehenden Anziehung. \u201eIch will mit dir duschen\u201c, fl\u00fcsterte Marco und drehte Mia mit einer sanften, aber bestimmten Bewegung um, um sie zu k\u00fcssen. Ihre Lippen schmeckten nach Gin Tonic, sie war\u00a0 die einzige Frau in seinem Umfeld, die nicht rauchte. Unter dem warmen Wasser kamen sich die beiden wieder n\u00e4her: Marcos erfahrene H\u00e4nde wanderten \u00fcber Mias sanfte Rundungen, seiften sie ein \u2013 sie lehnte sich mit geschlossenen Augen an ihn, genoss die sanfte Massage ihrer gro\u00dfen Br\u00fcste, war erfreut \u00fcber seine deutlich wachsende Erregung, die sie zwischen ihren Schenkeln sp\u00fcrte. Sie liebte es, sich ihm hinzugeben, sich seiner F\u00fchrung zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Es regnete noch, als die beiden aus der Dusche kamen, die Regentropfen trommelten rhythmisch gegen die Fensterscheiben. Marco lenkte Mias Schritte ins Schlafzimmer; er liebte es, Mia zu verw\u00f6hnen, ihre Lust mehrfach zu entfachen und sie danach verschwitzt, aber gl\u00fccklich im Arm zu halten. Ob sie etwas von den anderen Frauen ahnte, vielleicht dachte, dass sie exklusiv zusammen seien? Marco konnte sie sich nicht mit einem anderen Mann vorstellen, aber sich auch nicht dazu entschlie\u00dfen, nur mit ihr zusammen zu sein. Ein Teufelskreis.<\/p>\n<p>Die Wochen vergingen, immer \u00f6fter brachte Ahmed die, wie er fand, wundersch\u00f6ne mollige Frau nach Altmannsdorf; ein privater Deal mit Marco; der Zuverdienst kam bei drei Kindern gelegen. Manchmal unterhielten sie sich, \u00fcber das Wetter, Urlaubspl\u00e4ne, Allt\u00e4gliches &#8230; Doch ihr von den anderen Frauen zu erz\u00e4hlen, das brachte Ahmed nicht \u00fcber sich. Mia war gespalten, Ahmed bemerkte w\u00e4hrend den Fahrten h\u00e4ufig ihren nachdenklichen Blick aus dem Fenster, sie vermutete nur, dass sie nicht die Einzige war, dass es vielleicht nicht reichte f\u00fcr einen gemeinsamen Alltag. Manchmal \u00fcberlegte sie, ob sie den Fahrer nach anderen Frauen fragen sollte, vielleicht hatte er etwas mitbekommen, doch immer wenn sie kurz davor war, verlie\u00df sie der Mut.<\/p>\n<p>Manchmal bemerkte sie Marcos sehnsuchtsvollen, suchenden Blick, der auf ihr ruhte, doch ohne ein eindeutiges Bekenntnis wollte sie ihm keine tiefere Bedeutung beimessen. Er schickte ihr seit geraumer Zeit ein Taxi, wenn sie verabredet waren, immer den ruhigen, bedachten Fahrer aus jener st\u00fcrmischen Nacht. Das Taxi war immer schon vorausbezahlt, es behagte ihm nicht, wenn sie, vor allem in den Abendstunden, alleine unterwegs war, sie sollte sicher sein.<\/p>\n<p>Es war ein st\u00fcrmischer Augustnachmittag, ein verregneter Samstag, als Mia erstmals eine andere Frau sah, eine Best\u00e4tigung f\u00fcr ihre Vermutung erhielt. Die Ferien machten sich bemerkbar, es herrschte kaum Verkehr auf den Stra\u00dfen, das Taxi erreichte sein Ziel fr\u00fcher als geplant. Als das Taxi zum Stehen kam, lachte Mia noch \u00fcber einen Witz, den Ahmed gemacht hatte, als ihr Blick auf die Frau fiel, die gerade Marcos Grundst\u00fcck verlie\u00df. Ihr Herz verkrampfte sich f\u00fcr einige Sekunden, w\u00e4hrend ihre Augen sich mit Tr\u00e4nen f\u00fcllten. Ahmed wusste nicht, was er sagen sollte, als er die Situation erkannte \u2013 h\u00e4tte er doch fr\u00fcher etwas sagen sollen?<\/p>\n<p>\u201eWillst du zur\u00fcckfahren?\u201c, fragte er leise, um irgendetwas zu sagen, \u201edie Fahrt geht auf mich!\u201c \u201eNein\u201c, antwortete Mia kopfsch\u00fcttelnd, \u201eda muss ich durch!\u201c Mit diesen Worten stieg sie aus, nicht ohne noch einmal dankbar l\u00e4chelnd zur\u00fcckzublicken.\u00a0 Das Schweigen zwischen Marco und Mia war an diesem Abend laut, bis Mia schlie\u00dflich die eine Frage stellte, die ihr am meisten in der Seele brennt: <em>Gab es die anderen Frauen von Anfang an? <\/em>Marco schwieg, bis er schlie\u00dflich ehrlich gestand: <em>Ja, aber<\/em> d<em>u warst aber die Einzige, die regelm\u00e4\u00dfig gekommen ist, weil du mir etwas bedeutest, alle anderen waren immer nur f\u00fcr eine Nacht, wenn \u00fcberhaupt.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Mia verlie\u00df das Haus wortlos, ohne auf Marcos Angebot einzugehen, ihr ein Taxi zu rufen, damit sie nicht \u00f6ffentlich fahren musste; der Weg zur n\u00e4chsten Nachtbus-Station war weit. Sie war \u00fcberrascht \u2013 Ahmed hatte gewartet, wenige hundert Meter von Marcos Haus entfernt, f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle hatte er seine Pause genommen. Mia weinte lautlos, w\u00e4hrend das Taxi durch den Regen fuhr \u2013 wieder einmal.<\/p>\n<p>Erneut f\u00e4hrt das Taxi lautlos durch die st\u00fcrmische Nacht, Mia hat keine Ahnung, was sie erwartet, sie kann sich nicht vorstellen, was Marco von ihr m\u00f6chte. \u201eAhmed, hast du in der letzten Zeit viele Frauen zu ihm gefahren?\u201c, fragt sie schlie\u00dflich. Ahmed antwortet nicht, aber ihre Blicke treffen sich im R\u00fcckspiegel. Mia hat es geahnt, fragt nicht weiter nach. Als sie vor Marcos Haus ankommen, gibt Ahmed Mia eine Karte \u2013 er hat ihr seine Nummer aufgeschrieben. \u201eMelde dich, wenn du etwas brauchst\u201c, sagt er, sein Ton klingt v\u00e4terlich. Er parkt einige Meter weiter, nachdem Mia ausgestiegen ist. F\u00fcr den Fall der F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Mia steht eine Weile vor dem Haus, im Wohnzimmer brennt Licht, hinter der Terrassent\u00fcr aus Glas ist eine Silhouette wahrnehmbar. Doch sie bringt es nicht \u00fcber sich, zur Haust\u00fcre zu gehen und zu l\u00e4uten. Schlie\u00dflich dreht sie sich um, sieht das Taxischild in der Dunkelheit der Nacht und geht auf das geparkte Auto zu. Ihr Handy l\u00e4utet mehrfach, bis sie es schlie\u00dflich abstellt. Noch ist die Zeit zu reden nicht gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Cornelia Hell<\/p>\n<p class=\"Textbody\" style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=403\">verliebt verlobt verboten<\/a>| Inventarnummer: 25214<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die nasse, vom Regen belegte Scheibe erscheint die Au\u00dfenwelt wie ein verwackeltes Bild, eine verschwommene Fotografie; die Lichter der Stadt sind nur grelle Punkte auf tr\u00fcbem Hintergrund. 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