{"id":12632,"date":"2021-04-08T15:49:22","date_gmt":"2021-04-08T15:49:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=12632"},"modified":"2021-04-10T16:52:48","modified_gmt":"2021-04-10T16:52:48","slug":"alles-blueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verdichtet.at\/?p=12632","title":{"rendered":"Alles bl\u00fcht"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts12632&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts12632&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Irgendwann ist mein Leben stehen geblieben: Wenn man die ersten vierzig Jahre lebte und die n\u00e4chsten vierzig Jahre das Leben verstand, war das bei mir schon nach zwanzig Jahren der Fall. Und was mich am meisten besch\u00e4ftigte, waren die vielen verpassten Chancen in den ersten Jahrzehnten meines Lebens. Ich wurde am Neujahrstag 1978 geboren. Mein Ged\u00e4chtnis setzt aber erst eine ganze Weile sp\u00e4ter ein. Ein Kind, das am Beginn eines neuen Jahres geboren wird, ist zwar in vielen Kulturen ein Zeichen der Hoffnung oder der Auferstehung, aber ich bin nichts davon. Vielleicht war mein Leben ein ewiges Neujahr, und ich konnte weder zur\u00fcck an den Anfang noch an das Ende. Wird mein Todestag auf Silvester fallen? Wer wei\u00df? Ich jedenfalls glaube nicht an Wunder und auch nicht an Zuf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Nun bin ich vierzig Jahre alt und habe, wie gesagt, zwanzig Jahre des Lebens und zwanzig Jahre der Reflexion hinter mir. Was in den kommenden vierzig Jahren sein wird, wei\u00df ich noch nicht. Vielleicht beginnt dann alles wieder von vorne oder etwas Neues, Unerwartetes geschieht. Ich hoffe noch immer auf eine alles ver\u00e4ndernde Begegnung mit einem anderen Menschen oder auf das Wiedersehen, w\u00e4re ich diesem Menschen schon einmal fr\u00fcher begegnet und h\u00e4tte nichts von der Bedeutung unseres Treffens gewusst.<\/p>\n<p>Als Sechzehnj\u00e4hrigen bewegten mich Gedanken an solche Begegnungen noch nicht. Erst Jahre sp\u00e4ter, als die Erinnerung verblasst war, kamen die Gedanken wieder hoch. Es waren die Jahre, in denen ich nachts immer vorm Fernseher hing. Die Handlungen in Filmen hielt ich f\u00fcr Vorahnungen auf mein Leben als Erwachsener. (Hatte ich damals schon einen Lieblingsschauspieler oder kannte ich einen guten Regisseur? Wohl eher nicht!)<\/p>\n<p>Beruflich hatte ich sp\u00e4ter die Laufbahn als Journalist eines kleinen Nachrichtenmagazins eingeschlagen und war h\u00e4ufig im Ausland unterwegs. (Mir kamen die Landungen des Flugzeugs oft vor wie kleine Geburten: mal sanft und \u00e4u\u00dferst angenehm, manchmal abrupt und manchmal war ein Unwohlsein da und man w\u00fcnschte sich, einige Minuten nach der Landung wieder in den Bauch des Flugzeuges zur\u00fcckkehren zu d\u00fcrfen. Auf diese Weise wurde ich wohl einige dutzendmal wiedergeboren, scherzte ich manchmal.)<\/p>\n<p>Vor meiner letzten Dienstreise schrieb ich Anja, einer Bekannten aus meiner Schulzeit, ein SMS: \u201eDu kannst mich ruhig einen Clown nennen, aber weil du dich in der elften Klasse einmal so lange mit mir unterhalten hast, dachte ich, du h\u00e4ttest Interesse an mir gehabt, jedenfalls damals. Die Schulzeit ist schon eine Weile her und es kann sein, dass du dieses Treffen und mich schon lange wieder vergessen hast. Aber ich muss dir sagen: Ich war damals anders und so bin ich heute nicht mehr. Wie gerne w\u00fcrde ich dir schreiben, dass mir dieses Treffen gefallen hat und ich angenehm \u00fcberrascht gewesen bin, mit dir diskutieren zu k\u00f6nnen, auch wenn du ganz anderer Meinung als ich gewesen bist.\u201c<\/p>\n<p>Nach kurzer Zeit hatte ich das SMS wieder vergessen und bereitete mich auf die Reise vor, indem ich die Preise der Fluggesellschaften verglich, beim g\u00fcnstigsten Ticketpreis zuschlug und inzwischen auch meine Koffer gepackt hatte.<\/p>\n<p>Zweck der genannten Reise war ein Treffen mit einer Schriftstellerin. Es handelte sich allerdings um eine bei uns wenig bekannte Autorin, die in ihrem Heimatland zudem mit einigen Jahren Schreibverbot sanktioniert worden war und nur \u2013 halb in die Illegalit\u00e4t gezwungen \u2013 ihre B\u00fccher \u00fcber Mittelsm\u00e4nner im Ausland ver\u00f6ffentlichen konnte.<\/p>\n<p>Nachdem ich ihre Adresse, die sie verst\u00e4ndlicherweise nur den wenigsten Leuten weitergibt, gefunden und mit ihr einen Termin ausgemacht hatte, traf ich sie in ihrer ganz betr\u00e4chtlichen Privatbibliothek und machte mit ihr ein Interview. Ich begann zuerst mit allgemeinen Fragen, ob sie als Schriftstellerin, die keine Bestseller und auch keine Krimis schreibt, \u00fcberhaupt beim Publikum Geh\u00f6r findet; woran die moderne Gesellschaft krankt und ob es \u00fcberhaupt noch gro\u00dfe Provokationen in der Literatur g\u00e4be. (Das Politische klammerte ich so weit es ging in diesem Gespr\u00e4ch aus.) Sie antwortete mir, die Welt m\u00fcsse wieder einen Sinn haben, wir br\u00e4uchten etwas Gr\u00f6\u00dferes, Erhabeneres, f\u00fcr das es sich zu leben \u2013 und falls es sein muss, zu sterben \u2013 lohne. Die gro\u00dfen Erz\u00e4hlungen, Homer, Vergil, Dante und so. Au\u00dferdem br\u00e4uchte unsere Welt wieder einen Sinn f\u00fcr das Phantastische. Ja, genau: \u201eWir brauchen eine zweite Romantik &#8230;\u201c Mir ging ihr kluges Gefasel zwar schon jetzt geh\u00f6rig auf die Nerven, aber ich durfte mir nichts anmerken lassen, schlie\u00dflich war ich ja nicht als Privatperson, sondern dienstlich hier. Sie fuhr weiter fort:<\/p>\n<p>\u201eDer Held meines neuen Romans kann sich nicht so recht entscheiden zwischen einer b\u00fcrgerlichen Laufbahn oder einer K\u00fcnstlerkarriere. Er f\u00fchlt sich zu etwas H\u00f6herem berufen, muss aber mit irgendetwas sein Geld verdienen und m\u00f6chte \u2013 verst\u00e4ndlicherweise \u2013 ein Haus, Auto und Familie mit Hund und allem, was dazugeh\u00f6rt. Das bringt ihn nat\u00fcrlich in einen Gewissenskonflikt \u2013 man k\u00f6nnte fast sagen, in ein Dilemma: Denn wie er sich entscheidet, er kann sich nur falsch entscheiden. Machte er das eine, kann er das andere nicht machen und umgekehrt &#8230; Aber, durch einen erz\u00e4hlerischen Trick versuche ich, dass beides funktioniert, ich habe bereits beide Lebensentw\u00fcrfe ausgearbeitet. Ich will zeigen, dass es doch m\u00f6glich ist &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie das?\u201c, fragte ich erstaunt.<\/p>\n<p>\u201eIch habe \u00fcberlegt, einen Werdegang zu erz\u00e4hlen, und den anderen z. B. in den Fu\u00dfnoten gleichberechtigt zu erz\u00e4hlen. Ich wei\u00df aber noch nicht, welcher Lebensweg in den Haupttext und welcher in die Fu\u00dfnoten kommt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie glauben ehrlich, dass das geht: den einen Lebensweg leben, aber die andere Option, die ja im Extremfall das genaue Gegenteil sein kann, kann man gleichzeitig auch leben?\u201c<\/p>\n<p>\u201eGenau. Man m\u00fcsse nur wollen und nat\u00fcrlich wissen, wie es geht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd was muss man genau wissen?\u201c, fragte ich neugierig.<\/p>\n<p>\u201eDas habe ich mir noch nicht genau \u00fcberlegt. Aber ich denke, man muss nicht alles tats\u00e4chlich leben. Es reicht doch auch, wenn man Dinge nur symbolisch tut.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSo wie ich eine Lederkluft zuhause habe, die ich nur einmal getragen habe, weder Gitarre spielen kann noch einen Motorradf\u00fchrerschein besitze.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGenau das meinte ich mit: symbolisch.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wollte auch immer Schriftsteller werden. Ich habe deshalb auch Publizistik studiert. Meine Vorbilder waren &#8230; lassen Sie mich kurz nachdenken: Kafka und Hesse. Aber jetzt bin ich Journalist und denke, jetzt im Nachhinein war es die bessere Entscheidung.\u201c<\/p>\n<p>Die Schriftstellerin schlug vor, zum Abschluss des Interviews in ihre Stammkneipe zu gehen und uns zu betrinken, die Zeche gehe auf ihre Kappe. Als wir uns auf den Weg begaben, bl\u00fchten auf den Alleen die Kirschb\u00e4ume. Menschen kamen uns entgegen, alte, junge, Familien mit Kinderw\u00e4gen. Sie finde in dieser Stadt alles, was sie f\u00fcr ihre Romane br\u00e4uchte, sagte sie beil\u00e4ufig, alte Kalender, Groschenromane, \u00fcberall f\u00e4nde man heutzutage Anregungen. Vor einem Geb\u00e4ude sah ich eine Menschenansammlung, F\u00e4hnchen in den Landesfarben, laute Sprechch\u00f6re. \u201eSie demonstrieren hier gegen unsere Regierung und unseren Pr\u00e4sidenten. Er ist aber bei den meisten Menschen in diesem Lande sehr beliebt. Wissen Sie, politisch ist f\u00fcr jeden was dabei. Vom &#8218;Nationalromantiker&#8216; bis zum Altanarchisten. Jeder kann sich was aussuchen von seiner Ideologie, wie gesagt: F\u00fcr jeden ist etwas dabei. Und er ist sehr sprachbegabt, einfache, wirkungsvolle S\u00e4tze. Inszenierte Fototermine. Meistens mit Kindern. Das wirkt. Und das macht ihn auch so gef\u00e4hrlich. Jedenfalls f\u00fcr uns Intellektuelle.\u201c Tr\u00e4nengas. Die Menge wurde auseinandergetrieben. Wir \u00e4nderten unsere Pl\u00e4ne und kehrten zu ihrer Wohnung zur\u00fcck. Sie zitterte am ganzen Leib und holte eine Flasche Whisky aus einem Schrank. \u201eDas ist die Wirkung des Tr\u00e4nengases. Zudem bin ich Asthmatikerin, das macht es doppelt schlimm\u201c, sagte sie nachdenklich. Wir prosteten uns beide zu, ich verlor den Faden und schlief ein, erst am n\u00e4chsten Tag erwachte ich in meinem Hotelbett wieder.<\/p>\n<p>Was dann am n\u00e4chsten Tag geschah, nachdem ich aufgewacht war, \u00fcberraschte mich au\u00dferordentlich: Ich merkte, dass ich anscheinend auf einer Party gewesen sein musste. Mein Diktierger\u00e4t, mit dem ich das gestrige Gespr\u00e4ch mitgeschnitten hatte, war gel\u00f6scht. Ich kleidete mich daraufhin hektisch an und beschloss, zu meiner Schriftstellerin zur\u00fcckzukehren. Im Fr\u00fchst\u00fcckssaal des Hotels nahm ich neben einem alten Ehepaar Platz. In der Eile fiel mir der Teller mit den K\u00e4sescheiben herunter und zerbrach in tausend St\u00fccke. Ich sagte: Das ist doch kein Weltuntergang! Wobei das alte Ehepaar derma\u00dfen in Rage geriet. Ich muss wohl eine Vorahnung f\u00fcr den Tod in ihnen geweckt haben.<\/p>\n<p>Also nahm ich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ein Taxi und lie\u00df mich zur Wohnung der Autorin fahren. An ihrem T\u00fcrschild prangte nun das Logo der Regierungspartei. Ich klingelte, aber niemand lie\u00df mich in die Wohnung. Resigniert kehrte ich zur\u00fcck zum Hotel. Dort packte ich meine Siebensachen, kramte mein R\u00fcckflugticket hervor und stieg vor dem Hotel in die hinterste Sitzbank des Hyundai-Starex-Kleinbusses, der mich zum Flughafen bringen sollte.<\/p>\n<p>Auf der Fahrt fuhren wir \u00fcber eine kurvige Gebirgsstra\u00dfe. Ein Tunnel nach dem anderen. Mir kam das Licht wie eine Vorahnung auf den Tod vor. Gleich w\u00fcrde es passieren, dachte ich. Ich erinnerte mich an meine Kindheit, wie ich zu den Gro\u00dfeltern gefahren bin und wir genau so einen Tunnel passierten. Dazwischen wurde es wieder hell, als wir aus dem Tunnel herausfuhren. Nach jedem Tunnel f\u00fchlte ich mich um einige Jahre j\u00fcnger und irgendwann musste ich den Status wie vor meiner Geburt erleben. Und ich f\u00fchlte eine seltsame Vorfreude: Warten auf die Geburt. (Oder war es die Wiedergeburt?) Was kommt nach dem Tod? Ist dann alles schwarz? Fegefeuer? 72 Jungfrauen? Das wei\u00df niemand!<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich meldet mein Smartphone ein SMS. Anja hat geantwortet: \u201eIch nenne dich ruhig einen Clown. Aber das war doch zu fl\u00fcchtig, um in Erinnerung zu bleiben, oder? Ich meine, ich habe das Ganze inzwischen vergessen. Womit besch\u00e4ftigst du dich sonst noch? Ist denn damals nichts anderes passiert? Ich bin inzwischen gl\u00fccklich verheiratet und habe drei Kinder. Dein Leben muss ganz sch\u00f6n fad sein, nicht wahr. In alten Erinnerungen schwelgen. Hast du sonst kein Leben oder warum hast du ausgerechnet an mir so einen Narren gefressen?<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a>\u201c<\/p>\n<p>Das \u00e4ltere Ehepaar auf der Sitzbank vor mir schien indessen immer \u00e4lter zu werden. Nach der letzten Fahrt aus dem Tunnel war das Ehepaar eingeschlafen und r\u00fchrte sich nicht mehr.<\/p>\n<p>In diesen Minuten verpasse ich meinen Flug. Ich habe vor langer Zeit einmal einen Film gesehen, in dem jemand einen Flugzeugabsturz \u00fcberlebt, aber derma\u00dfen traumatisiert ist, dass er glaubt, er sei bereits tot und nur noch als Geist auf der Erde, und somit verliert er auch jede Angst. Es vergeht eine halbe Ewigkeit, in der der Kleinbus von Tunnel zu Tunnel rast.<\/p>\n<p>\u201eDu bist schon tot. Das ist die letzte Reise\u201c, h\u00f6re ich meine innere Stimme. \u201eIch bin der Tod. Du wei\u00dft nicht, dass du schon tot bist.\u201c<\/p>\n<p>Nach dem kurdischen Kalender ist der heutige Tag der Beginn des neuen Jahres.<\/p>\n<p>Neujahr. Neujahrsfeiern. Alles bl\u00fcht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Zur selben Zeit kommt der Erz\u00e4hler andernorts am Flughafen an. Nach einem kurzen Aufenthalt im Wartebereich geht er nach Aufruf mit seinem Gep\u00e4ck und Ticket zum Check-in-Schalter. Eine merkw\u00fcrdige Vorahnung macht ihm bewusst, dass es auch anders h\u00e4tte sein k\u00f6nnen: Erlebte er nicht auf der Fahrt zum Flughafen ein seltsames D\u00e9j\u00e0-vu? Schien es nicht so, als ob das alte Ehepaar immer j\u00fcnger geworden sei und sich schlie\u00dflich bei der Ankunft am Flughafen geweigert hatte, aus dem Wagen zu steigen, sondern darauf bestand, wieder zum Hotel zur\u00fcckzukehren und die Reise zu verl\u00e4ngern. Kam nicht wieder ein mulmiges Gef\u00fchl, von wegen: Flugzeugabsturz und was w\u00e4re wenn, auf? Gerade in diesem Moment erreichte ihn ein SMS von Anja: \u201eIch kenne dich eigentlich nicht, und dieses Ereignis ist schon \u00fcber zwanzig Jahre her, aber was soll\u2019s. Du hast mir geschrieben, also schreibe ich dir: Dein SMS zeigt, dass du so ein gro\u00dfes Interesse an mir haben musst, das zudem auch noch ernsthaft ist, dass ich nicht Nein sagen kann. Ich bin seit einigen Jahren eine mittelm\u00e4\u00dfig erfolgreiche Schriftstellerin. Merkw\u00fcrdig: Es kommt mir so vor, als h\u00e4tte ich vor kurzem jemanden getroffen, den ich f\u00fcr den Verfasser dieses SMS hielt. Warst du vor kurzer Zeit im Ausland &#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Michael Bauer<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a title=\"spazierensehen\" href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=3714\">fantastiques<\/a>| Inventarnummer: 21058<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwann ist mein Leben stehen geblieben: Wenn man die ersten vierzig Jahre lebte und die n\u00e4chsten vierzig Jahre das Leben verstand, war das bei mir schon nach zwanzig Jahren der Fall. Und was mich am meisten besch\u00e4ftigte, waren die vielen verpassten Chancen in den ersten Jahrzehnten meines Lebens. Ich wurde am Neujahrstag 1978 geboren. 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