Zurück in die Zukunft
Nun hat die moderne Welt nicht zuletzt ganze Arbeit geleistet.
Und unerbittlich alle Gespenster restlos vertrieben.
Hat ununterbrochen aufgeklärt, doch was ist passiert?
Der Erdling strebt, rundum informiert, begierig nach Zukunft.Vor neuen Königen wimmelt der Globus, gleich der Antike Helden.
Cäsaren, die eiskalt und blutrünstig handeln.
Nur vorwärts, wir müssen zurück in die Zukunft,
die liegt im Vergang’nen auf ewig begraben.Die Sehnsucht, nach Hause, ans sichere Ufer,
ins Eig’ne zurück, als folgte sie nächtlicher Blindheit.
Nun soll es so sein, so wie es schon immer längst war.
Denn oben sei oben, und unten bleibt unten.Als Ziel gilt dem Massenmörder der Ursprung,
beschmutzt gilt die heilige Erde durch Fremde.
Verfall durch Verlockungen westlicher Triebe.
Wie in der Sirenen Gesänge, die Invasoren schlachtet man ab.Und Sympathisanten, sie alle träumen den ein und denselben Traum.
So wartet, bald herrscht wieder Klarheit und Härte.
Hinein in die Neoantike, die Sehnsucht nach ihr führt euch heim.
Die Odyssee der Moderne hat längst ihr Ende gefunden.Trieb man zu lang auf dem Meer der enttäuschten Hoffnung?
Der Himmel ward einem versprochen, wie auch des Rücken Wind.
Stattdessen herrscht Ungleichheit glühend wie Fieber,
und dieses erregt allhier die planetarische Furcht.Das transnationale Gesetz wie den gordischen Knoten durchschlagen!
Von jetzt an gilt das archaische Faustrecht im Zeichen des Wolfes.
Und übrig bleibet der Krieg, als erblicher Vater der Dinge.
Als auch die epische Unfähigkeit zum gemeinsamen Handeln.
Norbert Johannes Prenner
(Text und Grafik)
www.verdichtet.at | Kategorie: ärgstens | Inventarnummer: 26203
