{"id":9898,"date":"2019-06-29T09:53:11","date_gmt":"2019-06-29T09:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=9898"},"modified":"2019-07-01T09:56:20","modified_gmt":"2019-07-01T09:56:20","slug":"rosenkranz-fuer-die-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=9898","title":{"rendered":"Rosenkranz f\u00fcr die Freiheit"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts9898&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts9898&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Jeder Montag begann mit dumpfem Grollen und Knirschen auf Kies, mit schweren Schritten und tiefen M\u00e4nnerstimmen. Davon wurden wir wach.<br \/>\nDa huschte die Tante Sefi ins Kinderzimmer und klatschte in die H\u00e4nde<br \/>\n<em>Kinder, aufwachen, aufstehen, Rosenkranzbeten!<\/em><br \/>\nTante Sefi war die j\u00fcngste Schwester meines Vaters, ein ehe- und kinderloses Fr\u00e4ulein von der Post. Sie k\u00fcmmerte sich um die gr\u00f6\u00dferen Kinder. Die Mutter war mit Haushalt und den Kleinen besch\u00e4ftigt, der Vater w\u00e4hrend der Woche Gastarbeiter bei Wien. Er war ein Wochenendvater.<\/p>\n<p>Es war noch dunkel, als uns Tante Sefi aus den Stockbetten stamperte. Wir knieten in Pyjama und Bademantel neben den Betten, die H\u00e4nde vor der Brust gefaltet. Es war kalt, wir bibberten. Der einzige Ofen, der Meller-Dauerbrandkamin stand zwischen dem Eltern- und Kinderzimmer und war schon ausgek\u00fchlt. Tante Sefi stimmte mit ihrem Glockensopran den Rosenkranz an. Es wurde um einen halben Grad w\u00e4rmer. Viele <em>Vaterunser und Gegr\u00fc\u00dfetseistduMaria und gebeneideitseideinLeib. <\/em>Vermaledeit lernte ich erst sp\u00e4ter mit den Fl\u00fcchen der Bierf\u00fchrer. Tante Sefi sang im Kirchenchor und in den Hoch\u00e4mtern die Soli der Deutschen Messe. Auch Orgel konnte sie spielen.<\/p>\n<p>In aller Herrgottsfr\u00fch fuhren Onkel Klaus und seine Bierf\u00fchrer Franzl und Toni nach Linz in die Brauerei zum <em>Bierfassen. <\/em>Vor dem Haus, unter unseren Fenstern, luden sie die leeren F\u00e4sser auf den Saurer-Lastwagen. Der Onkel betrieb eine <em>Bierniederlage<\/em>, von der aus er das Bier zu den Wirten im Unteren M\u00fchlviertel lieferte. Ich fuhr gerne mit und war in allen Wirtsh\u00e4usern zu Hause. Besonders in denen mit h\u00f6lzernen Kegelbahnen. Sein Vater, mein Gro\u00dfvater, war der letzte Bierbrauer im Strudengau, in einem Gewirr von weitl\u00e4ufigen Geb\u00e4uden, die man seit sechshundert Jahren <em>Br\u00e4uhaus <\/em>nannte. Dazu geh\u00f6rte eine Landwirtschaft mit einigen Feldern und Wiesen, viel Wald \u2013 ein ganzer Berg trug unseren Namen \u2013 dazu Obst- und Gem\u00fcseg\u00e4rten. Wir hatten sogar eine eigene Kapelle auf dem Grundst\u00fcck, errichtet zum Ged\u00e4chtnis an Kaiser Franz Joseph, der auf der Brautfahrt mit Sisi fast gekentert w\u00e4re und 1854 den Haussteinfelsen in der Donau-Mitte wegen des gef\u00e4hrlichen Strudels sprengen lie\u00df. Das stand oben in gro\u00dfen, goldenen Lettern zwischen dorischen S\u00e4ulen.<\/p>\n<p>Jeden Samstag ging ich mit meiner Gro\u00dfmutter zur Kapelle, sie zu putzen und mit Blumen neu zu schm\u00fccken. Heilige Handlungen. Ich f\u00fchlte mich damals dem Kaiserhaus sehr verbunden. Das Sch\u00f6nste aber waren die St\u00e4lle. Zwei Arbeitspferde, den Hansi und die Lies, auch Schweine und H\u00fchner gab es. Alles f\u00fcr den Eigenbedarf der Gro\u00dffamilie mit vier Generationen unter einem Dach. Dort bin ich geboren und die ersten zehn Jahre aufgewachsen. Das war Heimat. Nahe Menschen. Frieden und Freiheit. Der Geruch von Gras, Heu, Holz Moos, Harz, Erde und Donaualgen ist mir bis heute lieber als der von Konditoreien oder Parf\u00fcmerien. Ich mochte die Ger\u00e4usche der fr\u00fchen Montage: das Rollen der mit Eisenringen beschlagenen Holzf\u00e4sser \u00fcber das Pflaster, das Knirschen im Kies des Vorplatzes, das Quietschen der metallenen Rutschen, zuletzt das dumpfe Aufkrachen auf der Ladefl\u00e4che und das Rasseln der Ketten, wenn Toni die Planen festzurrte. Flaschen in Kisten kamen erst sp\u00e4ter auf. In meinen Ohren klang alles einladend und heimelig. Wir Kinder lebten recht frei, weil die Erwachsenen zu besch\u00e4ftigt waren, um uns zu beaufsichtigen. Trotz aller Gefahren zwischen Donau und Bahn, B\u00e4chen und Wehren. Ich glaube, sie vertrauten uns, weil sie sich vertrauten. Daheim waren.<\/p>\n<p>Einmal durfte ich in die Linzer Brauerei mitfahren, das aufregendste Erlebnis meiner Kindheit. Auf dem Scho\u00df von Onkel Klaus, daneben Franzl und Toni im F\u00fchrerhaus. Ich f\u00fchlte mich wie eine Welteneroberin. Die Reise in die Gro\u00dfstadt, die Hoch\u00f6fen und Schlote der VOEST, gewaltig wie ein Gebirge, die riesigen Hallen der Brauerei, die endlosen Bierlager, in denen sogar Kr\u00e4ne und Eisenbahnen auf Schienen fuhren. Diese Ger\u00fcche. Das <em>Linzer Lager <\/em>war damals die am h\u00e4ufigsten getrunkene Marke. Der <em>Weihnachtsbock <\/em>mit dem gr\u00fcnen Schildchen kam vor dem Christkind. Biertrinkerin wurde ich trotzdem nicht.<\/p>\n<p>Die endlos wiederholten Abs\u00e4tze des Rosenkranzes liebte ich nicht. Je nach Jahreszeit stimmte Tante Sefi geistliche Lieder an. Im Mai <em>Meerstern ich dich gr\u00fc\u00dfe<\/em>, im Advent <em>Maria durch ein Dornwald ging<\/em>, vor Ostern <em>Oh Haupt voll Blut und Wunden<\/em>. Ich bin sicher, dass wir die Worte nicht wirklich verstanden und vieles verballhornten. <em>Meerschweinichdichgr\u00fc\u00dfe. <\/em>Alle Kinder waren musikalisch und sangen gerne Lieder. Am Ende brauste immer das <em>Gro\u00dfer Gott, wir loben dich <\/em>durch das Kinderzimmer. Es erl\u00f6ste uns vom Einerlei des Rosenkranzmurmelns und der K\u00e4lte. Erst als wir den Motor des Saurers aufheulen h\u00f6rten und die tiefe Hupe, wenn er aus dem Dorf hinausfuhr, wurden wir aus unserer knienden Lage erl\u00f6st.<\/p>\n<p>Meine \u00e4lteren Br\u00fcder und Cousins gingen schon zur Schule und kannten viele Belustigungen. Sie waren alle Ministranten, gingen zum Dimbach Fische oder Krebse ausgreifen und spielten auf der Strudener Au Fu\u00dfball. Sie organisierten sich in Banden und spielten Krieg gegen die Buben von Struden. Was die zwei \u00e4lteren Schwestern den ganzen Tag trieben, daran erinnere ich mich nicht. Nur einmal nahmen sie mich mit in ihre Handfertigkeitsstunde mit Stricken, Sticken und H\u00e4keln in der Volksschule. Das stumme Sitzen mit einer oder zwei Nadeln entsprach nicht meinem Temperament. Nach kurzer Zeit schlich ich mich aus der Klasse ans Donauufer und schaute den Schiffen zu oder der Zille beim Kastenhofer. Wer von unserem Ufer hin\u00fcber wollte, musste laut <em>\u00dc\u00fc\u00fc\u00fcberfuuuhr! r<\/em>ufen.<\/p>\n<p>Zumindest f\u00fcr mich kann ich sagen: Ich liebte alle kirchlichen Zeremonien. Waren sie doch in diesem zwischen Donauufer und Bergen zersplitterten 700-Seelen-Dorf die einzigen Ereignisse. Meine Familie \u2013 1944 Ausgebombte aus Wien \u2013 lebte dort weit weg von Theatern, Kinos und Caf\u00e9s. Die Auferstehungsfeiern in der Osternacht, wenn wir die Weidenk\u00f6rbe mit dem <em>G\u2018s\u00f6chten <\/em>\u2013 dem Geselchten, Kren, Osterstrudeln und Eiern zur Weihe in die Kirche tragen durften, die Prozession um die Kirche herum im Dunkeln und wenn es beim dreimaligen <em>Lumen Christi <\/em>es immer heller wurde<em>, <\/em>die Erneuerung des Taufgel\u00f6bnisses mit dem Abschw\u00f6ren des Teufels \u2013 das war Drama pur.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg dann das Abenteuer, wie wir uns bem\u00fchten, das Osterfeuer brennend nach Hause zu bringen, hinter der sch\u00fctzenden Hand die steile <em>Blom\u00fc <\/em>\u2013 Blochm\u00fchlgasse hinunter, \u00fcber das Viadukt des Dimbaches und \u00fcbers Danzerbergl dr\u00fcber.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich versuchten die Buben den M\u00e4dchen die Flamme auszublasen, damit sie Sieger w\u00fcrden. Im Sommer, wenn der Himmel mit Gewittern oder Hagel die Ernte bedrohte, zog eine Prozession mit Fahnen durch die Felder und Wiesen, um den Schaden, der vom Himmel kam, abzuwenden. Dieselbe Zeremonie, wenn es zu wenig Regen gab. Pfarrer, singendes Volk und Kinder. Tante Sefi, mit ihrem klingenden Sopran, schritt voran. In ihrem Dirndl und mit der aufgesteckten Gretlfrisur, die ihre goldenen Locken b\u00e4ndigte, erschien sie mir wie ein Engel. Sie hat einen guten Draht zum Himmel. Alles ist gut, es kann nichts passieren, wir haben Schutzengel.<br \/>\nDas Grundgef\u00fchl meiner Kindheit. Die Fragen zum KZ Mauthausen, zur M\u00fchlviertler Hasenjagd und zum Schloss Hartheim hatte ich erst rund zwanzig Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Wir hatten Ratschen und Trommeln dabei, mit Kl\u00f6ppeln, mit denen wir herzhaft schlugen, um die Wolken zu vertreiben. Auch Nikolaus und Krampus, die Kreuzwegstationen, die Maiandachten, Taufen, Hochzeiten und Begr\u00e4bnisse hatten ihre dramatischen Reize. Wir lebten im ewigen Kreislauf des Kirchenjahres. Diese Mischung aus heiliger Feierlichkeit, Spuk und Komik begeisterte mich schon in den fr\u00fchen Kindertagen. Das war echtes, lebendes Theater. Ich war also gut auf Nietzsches <em>Die Geburt der Trag\u00f6die aus dem Geiste der Musik <\/em>vorbereitet. Auch die heidnischen Br\u00e4uche wie das Winteraustreiben und die Sonnwendfeuer waren H\u00f6hepunkte im d\u00f6rflichen Leben. Eine friedliche Heimatkultur.<\/p>\n<p>Onkel Klaus und seine Bierf\u00fchrer hatten an den Montagen eine gef\u00e4hrliche Reise vor sich. Sie mussten \u00fcber Grein, Perg und Mauthausen die Donau entlangfahren und bei Enns die Br\u00fccke queren. An der Zonengrenze standen sich die Sowjetarmee und die Amerikaner direkt gegen\u00fcber. Nur die Schranken trennten sie voneinander. Nirgendwo sonst war die Nachkriegssituation so greifbar. Nicht Krieg, aber auch kein Frieden. Es war der neuralgischste Punkt in ganz \u00d6sterreich in den zehn <em>Russenjahren<\/em>, wie das hier hie\u00df.<br \/>\nDamit die M\u00e4nner frei hin\u00fcber- und zur\u00fcckkamen, mussten die Kinder beten. <em>Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelsreich.<\/em><br \/>\nDas Bild im Kinderkatechismus, wo Jesus im wei\u00dfen, langen Nachthemd mit blonden Locken dasteht, links das rote Herz und die H\u00e4nde weit ausbreitet, um die Kinder zu sich zu rufen, schaute ich besonders gern an. Es wurde erkl\u00e4rt, dass wir auserw\u00e4hlt sind, ganz nah bei ihm zu sein. Kinder k\u00f6nnen wegen ihrer Unschuld \u2013 sofern durch die Taufe von der Erbs\u00fcnde befreit waren \u2013 auf direktem Wege Gottvater, seinen Sohn und dessen Mutter erreichen.<\/p>\n<p>Nach den Erkl\u00e4rungen von Tante Sefi k\u00f6nnen die unschuldigen Kinder den Schutz und Segen Gottes <em>runterbeten, herabflehen. <\/em>Die komplizierte Diplomatie zwischen Himmel und Erde, das Verhandeln, Versprechen und Belohntwerden, k\u00f6nnen wir nicht durchschaut haben. Aber wir hatten eine Rolle, wurden beachtet und f\u00fchlten uns wichtig. Die Gro\u00dfen hatten gro\u00dfe Angst vor den Russen. Au\u00dferdem war die <em>Tschechei <\/em>nicht weit weg, wo schreckliche Russen ihr Unwesen trieben. Mir hat sich das besonders eingepr\u00e4gt, stand doch meine Geburt genau am 23. Februar 1948 mit dem kommunistischen Putsch in Prag unter keinem guten Stern. Immer wieder wurde mir erz\u00e4hlt, dass ich wegen der allgemeinen Aufregung einen Monat zu fr\u00fch das Licht der Welt erblickt hatte. Das n\u00f6rdliche Donauufer geh\u00f6rte zur Sowjetzone. Die Erwachsenen redeten davon, dass Menschen auf der Enns-Br\u00fccke verschwanden und nie wieder auftauchten. Einmal hatten sie sogar eine Frau entf\u00fchrt, eine Diplomatin, die erst nach vierzehn Jahren aus einem sibirischen Gulag freigelassen wurde.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag sammelte Tante Sefi die Kinder in der Stube ein, aus all ihren T\u00e4tigkeiten zwischen dem Br\u00e4uhaus, der Donau, dem Gie\u00dfen- und Dimbach. Manche wichen in die W\u00e4lder aus. Zu der Zeit, wenn die <em>Mander, <\/em>die M\u00e4nner, aus Linz kommend die Enns-Br\u00fccke \u00fcberqueren sollten, kam das zweite Rosenkranzbeten. Wenn sie uns damit auch aus den sch\u00f6nsten Spielen herausriss, war es doch weit weniger unangenehm als das im Morgengrauen, bl\u00fchte uns doch ein freudiges Ereignis. Wenn die Bierf\u00fchrer mit Gotteshilfe und dank unserer Gebete die Rote Armee gl\u00fccklich passiert hatten und sie mit vollen F\u00e4ssern ins Br\u00e4uhaus zur\u00fcckkehrten, gab Onkel Klaus den Erwachsenen ein Freibier aus. Das waren viele, lebten doch au\u00dfer den Familienmitgliedern noch Knechte und M\u00e4gde im Br\u00e4uhaus. Dazu Sommerg\u00e4ste, Einlieger.<\/p>\n<p>Wir Kinder bekamen ein Kracherl aus Bad Scharten und durften die <em>Bier-Noagerl, <\/em>die Neige, austrinken und den Schaum, den <em>Fam<\/em>, auflecken. Ich wei\u00df noch gut, dass meine Finger noch zu kurz waren, um bis zum Boden zu gelangen. Am gl\u00fccklichsten war immer Tante Sefi. Bei jeder R\u00fcckkehr war sie in ihrem Glauben gest\u00e4rkt. Sie besp\u00fchte alle reichlich mit Weihwasser und lief dann zur Kirche in die Abendandacht, betete wieder den Rosenkranz, um sich beim lieben Gott f\u00fcr die Rettung der <em>Mander <\/em>zu bedanken.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob sie jemals erfahren hat, worauf das Wunder auf der Enns-Br\u00fccke wirklich beruhte. Mir hat es Onkel Klaus, bei dem der Schalk immer locker sa\u00df, viele Jahre sp\u00e4ter anvertraut. Sobald sie mit dem Saurer am Ami-Posten ankamen, zeigten sie ihre Passierscheine vor und wurden schnell weitergeschickt. <em>No problem. Go. <\/em>Am sowjetischen Posten dauerte die Kontrolle l\u00e4nger, obwohl die Soldaten die Bierf\u00fchrer schon lange kannten. W\u00e4hrend vorne am F\u00fchrerhaus die Papiere immer wieder umgedreht wurden, machten sich zwei Soldaten hinten am Anh\u00e4nger zu schaffen. Dort hatte Onkel Klaus ein 50-Liter-Fass f\u00fcr sie bereitgestellt, das sie sehr schnell in ihr Wachh\u00e4uschen rollten.<\/p>\n<p>Ich nehme an, dass Onkel Klaus seine Schwester Sefi nie in ihrem Glauben an die g\u00f6ttliche Hilfe ersch\u00fcttert hat. Sie ist hochbetagt und hochkatholisch verstorben. Soweit ich wei\u00df, friedlich. Ich selbst kann mich bis heute nicht entscheiden, ob es das <em>Linzer Lagerbier <\/em>war oder unser Rosenkranzbeten. Jedenfalls sind die M\u00e4nner in der <em>Russen-Zeit <\/em>immer unversehrt heimgekommen. Als im 55er Jahr die wirkliche Befreiung kam, wohnten wir bereits in Wien, sahen die Russen abziehen und h\u00f6rten im Radio <em>\u00d6sterreich ist frei! <\/em><\/p>\n<p>10.5.19<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Veronika Seyr<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.veronikaseyr.at\/\" target=\"_blank\">www.veronikaseyr.at<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/veronikaseyr.blogspot.co.at\/\" target=\"_blank\">http:\/\/veronikaseyr.blogspot.co.at\/<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=3365\">anno<\/a> | Inventarnummer: 19084<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Montag begann mit dumpfem Grollen und Knirschen auf Kies, mit schweren Schritten und tiefen M\u00e4nnerstimmen. Davon wurden wir wach. Da huschte die Tante Sefi ins Kinderzimmer und klatschte in die H\u00e4nde Kinder, aufwachen, aufstehen, Rosenkranzbeten! Tante Sefi war die j\u00fcngste Schwester meines Vaters, ein ehe- und kinderloses Fr\u00e4ulein von der Post. Sie k\u00fcmmerte sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[109],"tags":[102],"class_list":["post-9898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-seyr-veronika","tag-anno"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9898"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9901,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9898\/revisions\/9901"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}