{"id":9060,"date":"2018-12-18T06:42:13","date_gmt":"2018-12-18T06:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=9060"},"modified":"2018-12-26T08:13:17","modified_gmt":"2018-12-26T08:13:17","slug":"das-maedchen-ist-fort-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=9060","title":{"rendered":"Das M\u00e4dchen ist fort &#8211; Teil II"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts9060&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts9060&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Die Sonne hatte noch nicht vor aufzugehen. Die Stadt war leer. Unterwegs traf er nur ein Auto, dessen Besitzer, anscheinend betrunken von einem Restaurantbesuch, zu schnell nach Hause fuhr. Saba bemerkte ihn im R\u00fcckspiegel und wich ihm aus. Er hatte keine Zeit f\u00fcr einen Autounfall. Er parkte vor dem Haupteingang, aber das massive, schwarze Tor war mit einem Schloss verriegelt. Er dachte nach. Die Autoheizung arbeitete laut und blies ihm die hei\u00dfe Luft ins Gesicht. Es fing an zu d\u00e4mmern. Er stieg aus und ging zum Tor, dann vergewisserte er sich, dass ihn niemand beobachtete, und kletterte hin\u00fcber. Beim Runterspringen verfing sich seine Jacke und zerriss. Er schaute die verwundete Jacke, in der die Federn wie Blut zu sehen waren, unzufrieden an und ging weiter.<\/p>\n<p>Auf Elenes Grab waren viele Blumen verstreut. Da lag auch ihr Foto im Rahmen. Das M\u00e4dchen auf dem Foto sah gl\u00fccklich aus. Es hat noch sein ganzes Leben vor sich, h\u00e4tte man denken k\u00f6nnen. Saba erinnerte sich sofort an seine Mutter, die ganz in der N\u00e4he lag. Neben Elene war noch jemand begraben. Auf dem Grabstein stand Elisabed Gurgenidze 1938-2006.<br \/>\n\u201aAnscheinend ihre Gro\u00dfmutter\u2018, dachte Saba und fl\u00fcsterte: \u201eUnd, wie hie\u00dfest du?\u201c<br \/>\nEr kam zum Grab von der Seite heran, beugte sich und hob das Foto auf, dessen Glas die Morgend\u00e4mmerung reflektierte und Sabas Gesicht beleuchtete. Saba atmete beschwerlich aus und streichelte Elenes Gesicht mit dem Finger. In der Stille erklangen die Kr\u00e4hen, und er lie\u00df fast das Foto fallen. Er suchte nach den Kr\u00e4hen, aber fand keine, dann legte er das Foto zur\u00fcck und ging zu seiner Mutter, um ihr alles zu erz\u00e4hlen.<br \/>\nSie h\u00f6rte ihm aufmerksam zu und bewertete seine Empfindungen positiv. Das lie\u00df ihn beruhigt nach Hause gehen.<\/p>\n<p>Der Sonntag war gekommen. Saba zitterte wegen der Schlaflosigkeit. Er schl\u00fcpfte unter die Decke und schlief sofort ein.<br \/>\nEr stand zum zweiten Mal an dem Tag auf, schaute in den Spiegel und wunderte sich, denn seine Augen hatten sich ver\u00e4ndert. Sie waren dunkler geworden und ein neuer Glanz trat von innen nach au\u00dfen.<br \/>\nSolche Augen dringen sehr leicht in die Seelen anderer Menschen hinein, weil ihr Besitzer die Tiefe seiner Seele erreicht und durchlebt hat.<br \/>\nDie Ver\u00e4nderung gefiel ihm. Endlich konnten die anderen sehen, was er wirklich f\u00fchlte. Sie mussten es verstehen, aber wenn nicht, dann wenigstens sp\u00fcren, dass nichts in diesem Leben oberfl\u00e4chlich und leicht sei.<br \/>\nEr legte den niederl\u00e4ndischen K\u00e4se auf das Brot und schob es in den Backofen. Der K\u00e4se schmolz, und Saba genoss es. Heute musste er den Verwalter des Friedhofs treffen.<\/p>\n<p>Der Verwalter stellte sich als \u00e4lterer Mann mit vom Tabak verf\u00e4rbtem Schnurrbart heraus. Er empfing Saba sehr herzlich, denn er dachte, dass Saba jemanden zu bestatten hatte, aber sobald er verstand, dass der junge Mann aus einem anderen Grund hier war, wurde er kalt. Saba ignorierte es und fragte nach dem Namen des gestern begrabenen M\u00e4dchens. Der Verwalter sah ihn argw\u00f6hnisch an, dann schlug er sein Notizbuch unzufrieden auf und murmelte nach kurzer Zeit.<br \/>\n\u201eElene Pataraia, 17 Jahre alt.\u201c Dann machte er das Notizbuch grob zu und schmiss es auf den Tisch.<br \/>\nSaba bedankte sich und verlie\u00df eilig das Verwaltungsgeb\u00e4ude.<br \/>\nEin davorstehender Bettler bat ihn um nichts.<br \/>\nSaba sa\u00df lange in seinem Auto mit beschlagenen Scheiben und fuhr nicht los.<br \/>\n\u201eElene Pataraia, wie jung bist du von uns gegangen!\u201c<br \/>\nUm ihn herum kamen und gingen die Leute.<br \/>\nDer Mensch stirbt nicht, er stirbt nur f\u00fcr die anderen.<\/p>\n<p>Er stieg aus dem Wagen aus und ging wieder zum Verwalter. Seine erste Reaktion war wieder Unzufriedenheit, aber pl\u00f6tzlich erschien Mitleid in seinem Gesicht. F\u00fcrsorglich fragte er.<br \/>\n\u201eWas ist passiert, mein Junge?\u201c<br \/>\n\u201eIch bitte Sie, geben Sie mir die Telefonnummer ihrer Eltern.\u201c<br \/>\nDer Mann tat es unverz\u00fcglich.<br \/>\nSaba w\u00e4hlte die Nummer nerv\u00f6s in einer Telefonzelle. Erst beim siebten Summton nahm eine Frau mit heiserer Stimme ab.<br \/>\n\u201eAllo.\u201c<br \/>\nSaba wagte es nicht, was zu sagen, und legte den H\u00f6rer langsam auf. Er wusste seit dem Tod seiner Mutter, dass die Angeh\u00f6rigen am neunten Tag nach der Bestattung zum Grab gehen, und entschied sich, auf diesen Tag zu warten. Bis dahin schloss er sich in seiner Wohnung ein.<\/p>\n<p>Er erinnerte sich an das Leben in Deutschland und roch den Duft der B\u00e4ckereien. Er l\u00e4chelte warm, wenn er an seine Tante dachte. Er w\u00fcrde ihr bis zum Ende seines Lebens f\u00fcr ihre F\u00fcrsorge dankbar sein. Sie f\u00fchlte sich schuldig, weil sie ihre Schwester alleine lie\u00df, um ihr Wohlergehen einzurichten. Irgendwie stimmte es auch. Saba konnte in ihrem Blick Gewissensbisse sehen. Er erinnerte sich an seine Freundin Emma: \u201aWahrscheinlich trifft sie sich schon mit einem anderen, aber was sollte sie noch tun? Ich hoffe, sie wird gl\u00fccklich sein.\u2018<\/p>\n<p>Endlich war der Tag gekommen. Saba rasierte sich, zog sich elegant an und verlie\u00df die Wohnung. Das Tageslicht tat seinen Augen weh und er erreichte schwerlich seinen Wagen. Der Motor wollte nach der einw\u00f6chigen Pause nicht anspringen. Nach vielen Versuchen belebte Saba den Wagen wieder. Die Musik fing an zu spielen, und Saba schloss sich dem Stadtleben an, falls man so zum Friedhof fahren nennen kann.<br \/>\nEr wartete lange, bis er Elenes Angeh\u00f6rige sah. Er beobachtete sie aus der Ferne, dann entschied er sich, ihnen n\u00e4her zu kommen, um zu h\u00f6ren, wor\u00fcber die Trauernden sprachen.<\/p>\n<p>Nebenan war ein Grab von einem alten Mann. Saba hockte sich vor das Grab und zog eine traurige Miene. Obwohl er den Mann namens Genadi, der seit 25 Jahren tot war, nicht kannte, konnte er dort sehr deutlich die Worte, die Elenes Mutter sprach, h\u00f6ren. Darin war so viel Schmerz, dass er beinahe anfing zu weinen. Er bemerkte eine auf dem Tannenast sitzende Kr\u00e4he, die wie er lauschte.<br \/>\n\u201eSie wollte seit ihrer Kindheit eine Schauspielerin werden. Katharine Ross war ihr gr\u00f6\u00dftes Vorbild. Vielleicht, weil sie ihr so \u00e4hnlich sah. Seht, wie sie l\u00e4chelt, als ob sie vor einer Kamera steht.\u201c Die Frau h\u00f6rte auf zu reden, dann k\u00fcsste und umarmte sie das Portr\u00e4t.<\/p>\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Pause fing der Junge, den Saba f\u00fcr Elenes Bruder hielt, an zu reden an:<br \/>\n\u201eSie benahm sich immer so, als ob sie die Heldin eines Films w\u00e4re. Jedes ihrer Worte und jede ihrer Bewegungen war vollkommen.\u201c<br \/>\nNach dem Jungen f\u00fcgte ihre Freundin hinzu:<br \/>\n\u201eSie spielte, aber dabei blieb sie ehrlich.\u201c<br \/>\nSaba stellte sich die lebendige Elene, die energiegeladen und heiter war, vor, aber ihre Energie ersch\u00f6pfte die anderen Menschen nicht, wie es \u00fcblich ist, sondern im Gegenteil, sie bewirkte Lebensfreude in ihnen.<br \/>\nWer das Leben liebt, der liebt auch die Bewegung, weil das Leben selbst die Bewegung ist. Wenn wir uns regungslos stellen, womit werden wir uns dann von den Toten unterscheiden?<\/p>\n<p>Saba sp\u00fcrte den Blick eines M\u00e4dchens, das ihn achtsam beobachtete, als ob sie genau w\u00fcsste, dass er t\u00e4uschte. Saba fing an laut zu sprechen.<br \/>\n\u201eWieso hattest du es so eilig, Gena? Du h\u00e4ttest uns noch so viel erz\u00e4hlen k\u00f6nnen!\u201c<br \/>\nAlle au\u00dfer Elenes Mutter drehten den Kopf zu ihm. Saba verstand, dass seine Lage sich damit noch verschlimmerte. Er stand sofort auf und ging weg.<br \/>\nBeim Laufen versuchte er die Ruhe zu bewahren, um die entstandene Vermutung nicht zu best\u00e4tigen, aber seine F\u00fc\u00dfe gehorchen nicht und liefen von allein.<br \/>\nW\u00e4hrend er im Auto sa\u00df, sah er Elenes Mutter, die in ihren H\u00e4nden das Portr\u00e4t hielt. Seine erste Reaktion war die Reue, denn er dachte daran, das Bild zu stehlen, aber er schmiss diese unaufrichtige Idee sofort aus dem Sinn und fing an, Elenes Bildnis zu absorbieren. Wie ein durstiger Mensch saugte er uners\u00e4ttlich alle Einzelheiten ihres Gesichts auf, das bald verschwinden w\u00fcrde. Er schloss seine Augen, und es erschien ihm ganz deutlich aus der Dunkelheit, und nichts konnte es aus seinem Ged\u00e4chtnis mehr l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Saba wartete im Wagen, bis alles vorbei war, dann verfolgte er den schwarzen Gel\u00e4ndewagen und merkte, dass sein Benehmen merkw\u00fcrdig war. Einige Male wollte er den Wagen wenden, aber die Notwendigkeit einer solchen Handlung kam immer wieder zur\u00fcck, und er fuhr weiter, obwohl er keine Ahnung hatte, was genau er verfolgte und was er zu tun hatte. Er folgte einfach seinem Trieb.<br \/>\nDer Gel\u00e4ndewagen hielt an und in der N\u00e4he von ihm OKA-001. Die T\u00fcr ging auf. Elenes Mutter stieg aus dem Wagen aus und ging in den Haupteingang eines f\u00fcnfst\u00f6ckigen Hauses. Der Gel\u00e4ndewagen fuhr los und Saba folgte ihm wieder, dabei konnte er nicht verstehen, wieso der Fahrer nicht mit der Mutter ins Haus gegangen war. In diesem Moment lie\u00df er die M\u00f6glichkeit zu, dass der Fahrer nicht ihr Sohn und folglich kein Bruder von Elene war. Wer war er dann?<\/p>\n<p>Saba hatte neue Fragen und er war bereit, dem Wagen, in dem die Antwort sa\u00df, in die H\u00f6lle zu folgen, um sie zu kriegen.<br \/>\nDer Junge fing an, sehr schnell und gef\u00e4hrlich zu fahren. Anscheinend wollte er auch ins Jenseits.<br \/>\nIn der Wirklichkeit verstand Saba sehr gut, wem er folgte, aber nur der Gedanke daran, dass Elene einen Freund hatte, schmerzte ihn. Abgesehen davon, dass er sich wie ein Verr\u00fcckter benahm, tauchten bei ihm auch die Anzeichen vom Egoismus auf. Etwas ver\u00e4nderte ihn. Er f\u00fchlte es, aber er versuchte es nicht zu bek\u00e4mpfen, denn es hatte keinen Sinn.<\/p>\n<p>Von Mtatsminda<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> er\u00f6ffnete sich eine wundersch\u00f6ne Aussicht auf die Stadt. Saba war seit vielen Jahren hier nicht mehr gewesen, aber f\u00fcr die Aussicht hatte er keine Zeit.<br \/>\nEr hielt direkt hinter dem geparkten Wagen an und entschied r\u00fccksichtslos, zum Jungen zu gehen, der immer noch im Wagen sa\u00df. Offensichtlich dachte er an dieselbe Person wie Saba. Das war das Einzige, was sie gemeinsam hatten. Gleichzeitig beneidete Saba diesen Jungen, denn er hatte Elene angefasst, gek\u00fcsst und sie zum Schluss lebend betrachtet.<\/p>\n<p>Saba stellte sich neben den Jungen, nur die Autoscheibe trennte sie. Am Anfang bemerkte der Junge ihn nicht. Saba wartete nicht lange und klopfte an die Scheibe. Der Junge erhob schnell seinen Kopf und schaute ihn verwirrt an, danach drehte er das Fenster runter.<br \/>\n\u201eDu warst doch am Friedhof?\u201c<br \/>\nSaba beantwortete seine Frage mit einer anderen Frage.<br \/>\n\u201eHat sie dich geliebt?\u201c<br \/>\nDer schockierte Junge stieg aus. \u201eWas?\u201c<br \/>\nSaba machte dreist weiter: \u201eSag mir, wie sie war. Sag mir alles, was du \u00fcber sie wei\u00dft!\u201c<br \/>\n\u201eWie kannst du es wagen? Wer bist du \u00fcberhaupt?\u201c, erhob der Junge seine Stimme.<br \/>\nIn diesem Moment bogen vier Jungs um die Ecke und kamen zum Wagen. Einer von denen rief aus.<br \/>\n\u201eAlles in Ordnung, Rezi?\u201c<br \/>\nDer Junge wiederholte seine Frage an Saba: \u201eWer bist du?\u201c<br \/>\nSaba wandte seinen Blick vom Quartett an Rezi, der schon ziemlich sauer war. Saba verstand, dass er es \u00fcbertrieben hatte, aber es gab keinen Weg zur\u00fcck, und er packte Rezi am Kragen.<br \/>\n\u201eHat sie dich geliebt?\u201c<\/p>\n<p>In seinem Auto kam er zu sich, und er hatte f\u00fcrchterliche Kopfschmerzen. Das Letzte, an was er sich erinnern konnte, war ein starker Schlag ins Gesicht und das Augenbrennen.<br \/>\n\u201aSo was geschieht, wenn du gegen f\u00fcnf k\u00e4mpfst\u2018, dachte er und versuchte, den Kopf zu erheben. Die Jacke war vom Nasenbluten verschmiert. Er schmeckte den bitteren Geschmack des Blutes und versuchte, ihn runterzuschlucken, aber der blieb fest im Hals. Ringsum war niemand. Er wusste nicht, wie lange er in diesem Zustand gewesen war.<br \/>\nWenn wir nichts zu verlieren haben, gewinnen wir auch nichts.<\/p>\n<p>Zu Hause brachte eine Eiskompresse seiner Nase die normale Form zur\u00fcck, obwohl sie vor dem Schlag auch nicht vollkommen gewesen war. Saba sa\u00df im Sessel und versuchte, sich an den Namen der Schauspielerin zu erinnern, die erw\u00e4hnt worden war. Er schloss die Augen und bildete sich ein, dass die Dunkelheit eine Leinwand w\u00e4re, auf der der Name stehen w\u00fcrde. Er spannte seinen Verstand mehr und mehr an, bevor der Kopf begann, schrecklich weh zu tun. Um sich von diesem Schmerz zu befreien, floh er in einen tiefen Schlaf, den wir nach gro\u00dfem Stress als kleine Entsch\u00e4digung bekommen, wie ein kleines, bedeutungsloses Geschenk f\u00fcr den Verlierer.<\/p>\n<p><em><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Mtatsminda &#8211; Ein Bezirk in Tbilisi, der am Berg liegt.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Giorgi Ghambashidze<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at |\u00a0<span style=\"color: #333333;\">Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=3081\">\u00bfQu\u00e9 ser\u00e1, ser\u00e1?<\/a><\/span> | Inventarnummer: 18164<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonne hatte noch nicht vor aufzugehen. Die Stadt war leer. Unterwegs traf er nur ein Auto, dessen Besitzer, anscheinend betrunken von einem Restaurantbesuch, zu schnell nach Hause fuhr. Saba bemerkte ihn im R\u00fcckspiegel und wich ihm aus. Er hatte keine Zeit f\u00fcr einen Autounfall. 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