{"id":8266,"date":"2018-06-04T10:42:52","date_gmt":"2018-06-04T10:42:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=8266"},"modified":"2019-08-26T08:43:41","modified_gmt":"2019-08-26T08:43:41","slug":"but-something-whispers-to-my-mind-emily-bronte-1818-1848-zum-200sten-geburtstag-am-30-juli","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=8266","title":{"rendered":"But something whispers to my mind \u2026 Emily Bront\u00eb (1818-1848) zum 200sten Geburtstag am 30. Juli"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts8266&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts8266&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Es sind wohl f\u00fcr eine \u00abgerechte\u00bb Beurteilung keine guten Voraussetzungen, wenn man \u2013 oder besser, hier: frau \u2013 gerade einmal 30 Jahre lebt und nur einen gro\u00dfen Roman hinterl\u00e4sst. (Wobei es, gem\u00e4\u00df Verlegerbrief, ein knapp beendetes zweites Manuskript gab, das jedoch nie aufgefunden wurde.) Bekannt ist \u00fcberdies ein 1846 gedruckter Sammelband unter dem (m\u00e4nnlichen) Pseudonym Currer, Ellis, and Acton Bell mit Gedichten auch zweier Schwestern, die eine \u00e4lter, die andere j\u00fcnger.<\/p>\n<p>Die drei Bront\u00eb-Schwestern empfanden sich mit dem vorwiegend malenden Bruder nicht zuletzt durch die \u00e4u\u00dferen Lebensumst\u00e4nde \u2013 von den identischen Verh\u00e4ltnissen im elterlichen Pfarrhaus im Norden Englands (Yorkshire) mit einem ebenfalls als Verfasser t\u00e4tigen Reverend-Vater und einer einf\u00fchlsamen Tante als Mutterersatz \u00fcber eine lang anhaltende, an Holzfiguren sich entz\u00fcndende Phantasiewelt bis zum Sitzen f\u00fcr (Gruppen-)Bildnisse \u2013 zumindest bis nach der Pubert\u00e4t als eine enge Gemeinschaft. So wie, stets aufs Neue herausgearbeitet, dies Gemeinsame auch sp\u00e4terhin in ihren literarischen Werken im Vordergrund gestanden haben soll.<\/p>\n<p>Was sich aber, sieht oder besser: liest man genauer hin, inhaltlich als etwas arg summarisch und, nimmt man einige \u00c4u\u00dferungen (gerade der \u00e4ltesten \u00fcber die mittlere, eben Emily) hinzu, durchaus als etwas arg eingeschr\u00e4nkt herausstellt. Gleichwohl blieb inklusive des fr\u00fchen, rasch aufeinander folgenden Ablebens fast aller Geschwister reichlich Stoff f\u00fcr mehr oder minder einf\u00fchlsame Hypothesen, die nicht zuletzt zwischen 1943 und 2016 in phantasievollen Filmen einen Niederschlag fanden, und an mehr oder minder gehaltvollen Thesen, deren Wahrheitsgehalt offen, wenn nicht fragw\u00fcrdig bleibt. Noch bewunderte Virginia Woolf die Leistungen, die aus <em>nicht mehr Lebenserfahrung<\/em> entstanden, <em>als das Haus eines achtbaren Geistlichen betreten durfte<\/em>. Solchen Standpunkten l\u00e4sst sich auch dank wachsendem Dokumentationsmaterial widersprechen, in diesem Fall etwa, indem sich eine erhebliche Bildung au\u00dfer Haus und der Auslandsaufenthalt in einem Erziehungsheim in Br\u00fcssel mit nachfolgendem Plan einer eigenen Schule festhalten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Besonders bekannt wurden, bei uns, zwei ihrer B\u00fccher, <em>Jane Eyre<\/em> von Charlotte und <em>Wuthering Heights<\/em> von Emily, jeweils eine Mischung aus fr\u00fchromantischer Empfindung und gesellschaftlicher Realistik. Bei <em>Wuthering Heights<\/em>, 1847 wieder als von Ellis Bell verfasst und erst posthum 1850 unter eigenem Namen herausgegeben, in mehrfacher deutscher \u00dcbersetzung als <em>(Die) Sturmh\u00f6he<\/em> erschienen, ist der Titel trotz der Bezeichnung eines zentralen Ansitzes Programmansage: Es geht zutiefst um leidenschaftliche Gef\u00fchle und ihre nicht ausbleibenden Auswirkungen. Ein Mitglied der Gentry bringt von einer Reise ein Waisenkind mit, das trotz ungeb\u00e4rdigen Wesens zum bevorzugten Sohn wird, in den sich, vollkommen erwidert, die Tochter des Hauses vernarrt. Was in der Familie zu erheblichem Missvergn\u00fcgen und, nach des Oberhaupts Tod, zu starken Gegenma\u00dfnahmen, zur Trennung und zur bitteren indes \u00f6rtlich nahen Verheiratung von <em>Catherine<\/em> f\u00fchrt.<br \/>\nDas Ungl\u00fcck nimmt seinen Lauf, als der Findling <em>Heathcliff<\/em> nach einigen Jahren als gemachter Mann zur\u00fcckkehrt und sich nun in schockierender Weise als Rabauke ohne Manieren manisch-obsessiv dem finanziellen und menschlichen Ruin aller vor Ort Verbliebenen widmet, in den er die nachfolgende Generation mit einbezieht. Nach dem Triumph im allseitigen Elend lebt er nur noch im Bann seiner hei\u00dfen, bereits bald verstorbenen Liebe bis hin in den Untergang im (shakespearehaften) Wahn. Was jedoch ein knapp geschildertes, deshalb umso \u00fcberraschenderes gl\u00fcckliches Ende in dem allein \u00fcberlebenden jungen Paar erm\u00f6glicht.<br \/>\nBerichtet wird, in schriftstellerischer Hinsicht zugleich spannend wie bewunderungsw\u00fcrdig, aus einer zweifachen Perspektive: einer Rahmengeschichte und der s\u00e4mtliche Ereignisse abhandelnden Erz\u00e4hlung durch die Haush\u00e4lterin, infolge der mehrfach in die Gegenwart m\u00fcndenden Erinnerung trotz der (scheinbaren) Kontinuit\u00e4t eine vielfache Verschr\u00e4nkung von Personen, Ereignissen, Reaktionen und feinnervig durchleuchteten Beweggr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Zu diesem Roman geh\u00f6rt unbedingt die Rezeptionsgeschichte dazu, weil sie seinen Wert mitbestimmt. Da sind die Zeitgenossen, die zwischen Faszination und Bedenken schwanken; der Mode entsprechende, starke, die gesamte Handlung bestimmende und sensitiv entfaltete Gef\u00fchle stehen dem Herausarbeiten einer in ihrem Wirken geradezu absto\u00dfenden, wie die Kritik monierte, amoralischen Hauptperson mit vielf\u00e4ltig konkretisiertem negativen Heldengestus gegen\u00fcber. Kritische \u00c4u\u00dferungen Charlottes \u2013 die die Schwester als eigensinnig bis leicht tyrannisch (bzw. <em>a solitude-loving raven, no gentle dove<\/em>) beschrieb \u2013 f\u00fchrten gemeinsam mit dem Blick auf die zweifellos in das Geschehen unmittelbar miteinbezogene autobiographische Landschaft, einer feuchten st\u00fcrmisch-windigen Moorgegend, zu die Mystifizierung nur anheizenden Versuchen, des Romans Hauptfigur mit der Autorin enger zu verbinden.<\/p>\n<p>Die Gewalt der sich allein am Fortgang der Geschichte ausrichtenden psychologischen Studie, in der theoretisierende Erkl\u00e4rungen fehlen, allenfalls dann und wann durch leicht altklug anmutende Bemerkungen ersetzt, blieb in der kompromisslosen Darstellung erst sp\u00e4teren Lesern zug\u00e4nglich. Sodass der Roman schlie\u00dflich als eines der wichtigsten literarischen Zeugnisse der vorviktorianischen Epoche, gar als Teil der englischen \u00abKlassik\u00bb bewertet wurde und wird.<\/p>\n<p>Die feministischen W\u00fcrdigungen konnten \u2013 vor dem Hintergrund einer weiteren schwesterlichen Charakterisierung, die Emily <em>st\u00e4rker als ein Mann, einfacher als ein Kind<\/em> empfand \u2013 nicht ausbleiben; noch einmal Virginia Woolf: <em>Nur Jane Austen und<\/em> (\u2026) <em>Emily Bront\u00eb<\/em> (\u2026) <em>schrieben wie Frauen schreiben, nicht wie M\u00e4nner schreiben<\/em>, (\u2026) <em>setzen nur sie allein sich v\u00f6llig \u00fcber die unaufh\u00f6rlichen Ermahnungen des ewigen P\u00e4dagogen hinweg \u2013 schreibe dies, denke jenes<\/em>. (\u2026) <em>Man mu\u00df etwas von einer Aufr\u00fchrerin haben, um sich zu sagen:<\/em> (\u2026) <em>Die Liter<\/em>a<em>tur steht allen offen<\/em>. Nicht zuletzt von dieser Warte aus folgten \u00fcber die Jahrzehnte \u2013 bis hin zu Elfriede Jelinek \u2013 mehr oder minder freie Adaptionen des Stoffs und wiederum zahlreiche Verfilmungen, zuletzt in Irland 2011 durch die Regisseurin Andrea Arnold, und zus\u00e4tzlich der Song von Kate Bush 1978 mit mindestens sechs sp\u00e4teren Adaptionen.<\/p>\n<p>Versuchen wir bei all diesen Transkriptionen, Umformungen, Umwandlungen uns aufgrund einiger Portr\u00e4ts durch ihren Bruder ein Bild Emilys aus anderer Perspektive zu machen. Da ist die h\u00e4ufige abgebildete, traditionelle B\u00fcste im Profil: ein schmales Gesicht mit auffallend hoher Stirn, geradlinig langer, keineswegs \u00fcberlanger Nase, abgesetztem schmallippigen Mund, weich zum Hals \u00fcberleitendem Kinn, das volle dunkle Haar kompakt auf die rasch sich senkenden Schultern herabfallend \u2013 und, im wei\u00dflichen, nur stellenweise \u00abFarbe\u00bb annehmenden Inkarnat-Ton des Pastells speziell auffallend die dunkelbraunen Augen unter geraden kurzen Brauen, insbesondere Tr\u00e4ger des Ausdrucks: in die Welt blickend, studierend-nachdenklich und zugleich ebenso stark auf das Innere der Person bezogen. Ein fr\u00fcheres Bild, zusammen mit den Schwestern, erfasst, fast frontal, eher m\u00e4dchenhafte Z\u00fcge, die \u00abhalbe\u00bb Strenge verliert sich, der Mund wirkt weicher und der Augenausdruck heller, die etwas gr\u00f6\u00dfer angegebene Figur bleibt schmal, wodurch, wenn Emily in einem dritten Beispiel ein Buch mit langgliedrigen H\u00e4nden vor die Brust h\u00e4lt, die Kontur fast silhouettenhaft geschlossen wirkt.<\/p>\n<p>Auch wenn, im deutschsprachigen Raum, der eine, jedoch umw\u00e4lzende Roman sicherlich die Bedeutung Emily Bront\u00ebs \u00abausmacht\u00bb, erscheinen ihr literarisches Gewicht und ihr literarischer Verdienst in den angloamerikanischen L\u00e4ndern mindestens gleich gro\u00df bez\u00fcglich ihrer Gedichte, die, sehe ich es richtig, bei nur wenigen \u00dcbersetzungen hierzulande eher unbekannt blieben. 74 an der Zahl, naturgem\u00e4\u00df in verschiedener K\u00fcrze oder L\u00e4nge, schrieb man ihr zu, ein sehr respektables Opus also, partiell bis 1850 von Charlotte, 1908 als Gesamtedition herausgegeben.<br \/>\nEmily empfand sehr stark ihre <em>inspiration<\/em>, f\u00fcr sie eine die Phantasie \u00fcbersteigende Vorstellungskraft, die sie sogar personalisiert zu sehen vermochte. Der Inhalt der <em>Poems<\/em> orientiert sich erneut oft an der heimatlichen landschaftlichen Umgebung: <em>I know not how it falls on me, \/ This summer evening, hushed and lone; \/ Yet the faint wind comes soothingly \/ With something of an olden tone<\/em>. Hochsensibel erfasste Stimmungen rufen auf zu Meditationen \u00fcber das Leben, in denen die Lyrikerin insbesondere die Endlichkeit besingt. <em>It will not shine again: \/ Its sad course is done; \/ I have seen the last ray wane \/ Of the cold, bright sun<\/em>. Sie ist stets pr\u00e4sent wie \u2013 auch \u2013 die Romanfiguren fr\u00fch, was hei\u00dft etwa im eigenen Alter der Autorin, die Erde wieder verlassen.<\/p>\n<p>Was macht das (mein) Dasein aus? Emily Bront\u00eb gibt in ihrer Biografie und in ihrem Werk eine \u00fcberraschend(e) klare Antwort: Der Wert besteht darin, das jeweils individuelle Leben in seinem singul\u00e4ren Lauf anzunehmen. Damit ist kein Laissez-faire, kein simples Es-drauf-ankommen-Lassen gemeint, sondern ein Akzeptieren, was \u00abes\u00bb mit sich bringt und dieses \u00abes\u00bb nicht nur ernst zu nehmen, sondern in der Annahme voll auszuloten, mehr noch: ein volles Auskosten.<br \/>\nIn dieser F\u00fclle relativiert sich die Zeit: Nicht ein m\u00f6glichst langes Leben (wie heute h\u00e4ufig bis hin zu den Anti-Aging-Versprechen) ist anzustreben, sondern ein zutiefst, genauer: in der Tiefe erf\u00fclltes Leben. <em>There is not room for Death \/ Nor atom that his might could render void \/ Since thou art Being and Breath \/ And what thou art may never be destroyed<\/em>. Erf\u00fcllt bedeutet dabei buchst\u00e4blich in der gesamten Bandbreite, die es bereith\u00e4lt, in der wach erlebten Spannweite von innen und au\u00dfen, von Himmel und Erde, von Gef\u00fchlen und Realit\u00e4t(en). Dazu geh\u00f6rt Mut: <em>No Coward Soul is Mine<\/em>, hei\u00dft der Anfang ihres wohl letzten Gedichts.<\/p>\n<p>Just in den Tagen, in denen dieser Essay entstand, macht eine neue Studie in Fachkreisen Aufsehen, die dank vieler Belege mit der These aufr\u00e4umt, die Entwicklung der individuellen Pers\u00f6nlichkeit sei mit dem Alter von 30 Jahren abgeschlossen. Wenn sich die nunmehr (gem\u00e4\u00df Poppers Methodik) falsifizierte These gleichwohl bis dato als g\u00fcltig \u00abhielt\u00bb, wirft das immerhin ein, wenn man will: sehr positives, Schlaglicht auf Emilys Erdenleben, zu dessen L\u00e4nge auch diejenige anderer K\u00fcnstler (allen voran Schubert mit knapp 32 Jahren) hinzugedacht werden muss. Und, rufe ich mir die zahlreichen \u00c4u\u00dferungen von und \u00fcber Emily auf, zeigt sich das eindeutige Bild eines Menschen mit hohem Selbstbewusstsein, genauer: einer Frau, die sich in beeindruckendem Ma\u00df des eigen-artigen Selbst bewusst war. Das gilt ungebrochen bis zu ihren letzten Tagen, als eine Krankheit ausbricht, die mit der Verunreinigung des Wassers in unmittelbarer Friedhofsn\u00e4he in Verbindung gebracht oder\/und als Tuberkulose diagnostiziert wurde.<\/p>\n<p>Entscheidend bleibt Emilys Verweigerung von Arzt und Medizin. In diesem Sinn lautet die erste Strophe des genannten Gedichts: <em>No Coward Soul is Mine \/ No trembler in the world&#8217;s storm-troubled sphere \/ I see Heaven&#8217;s glories shine \/ And Faith shines equal arming me from Fear<\/em> \u2026 Und nicht von ungef\u00e4hr w\u00fcnschte sich die gro\u00dfe amerikanische Lyrikerin Emily Dickinson diese Zeilen bei ihrer Beerdigung 1886, ebenfalls ein Hinweis auf die starke Wirkung, die bis heute anh\u00e4lt: Das Pfarrhaus in Haworth ist ein aus aller Welt vielbesuchtes Museum der Bront\u00eb-Schwestern.<\/p>\n<p><em>(Verwendet wurden Die Sturmh\u00f6he, \u00fcbersetzt von Grete Rambach, Frankfurt\/Main 1975 insel tb 141 und verschiedene Gedichteditionen, auch im Internet verf\u00fcgbar. Die Zitate Virginia Woolfs stammen aus: Ein eigenes Zimmer, \u00fcbersetzt von Heidi Zernig, Fischer tb 50906, Frankfurt\/Main 2005, S. 70 und 74\/75; das engl. Original 1929.)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Martin Stankowski<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.stankowski.info\" target=\"_blank\">www.stankowski.info<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=5678\">about<\/a> | Inventarnummer: 18119<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind wohl f\u00fcr eine \u00abgerechte\u00bb Beurteilung keine guten Voraussetzungen, wenn man \u2013 oder besser, hier: frau \u2013 gerade einmal 30 Jahre lebt und nur einen gro\u00dfen Roman hinterl\u00e4sst. (Wobei es, gem\u00e4\u00df Verlegerbrief, ein knapp beendetes zweites Manuskript gab, das jedoch nie aufgefunden wurde.) 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