{"id":4714,"date":"2016-07-05T12:07:11","date_gmt":"2016-07-05T12:07:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4714"},"modified":"2016-07-11T07:25:55","modified_gmt":"2016-07-11T07:25:55","slug":"die-bar-diana","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4714","title":{"rendered":"Die Bar Diana"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4714&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4714&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p><em>Aurouggla \u2013 Teil 1<\/em><\/p>\n<p>Es herrschte heller Aufruhr im Hause, die Koffer waren gepackt, das Taxi stand mit laufendem Motor vor dem Haus, fehlten nur noch die Fahrg\u00e4ste. Wenn zwei junge Menschen einander die Ehe versprechen, dann ist das schon ein bedeutendes Ereignis f\u00fcr alle Beteiligten, f\u00fcr die Eltern selbstverst\u00e4ndlich, aber auch f\u00fcr die engeren Verwandten und ganz besonders f\u00fcr die Geschwister des Brautpaares. Die Schwester heiratet! Mir, als dem j\u00fcngeren Bruder mit meinen vierzehn Jahren eigentlich ziemlich wurscht, wenn nicht \u2013 wenn nicht die Hochzeit im Ausland gefeiert worden w\u00e4re. Genauer gesagt, in Italien. Obwohl \u2013 so sehr in Italien wieder auch nicht, n\u00e4mlich in S\u00fcdtirol, in einem kleinen Dorf oberhalb von Meran, welches Avelengo hie\u00df und heute noch so hei\u00dft, zu Deutsch \u2013 Hafling. Dieses idyllische D\u00f6rfchen liegt auf dem H\u00f6henzug des Tsch\u00f6ggelberges, den kennt doch jedes Kind, links der Etsch zwischen Meran und Bozen. Es ist ein bekanntes Schi- und Wandergebiet und, wie sich sp\u00e4ter f\u00fcr mich herausstellen sollte, auch ein interessantes Klettergebiet.<\/p>\n<p>Westbahnhof Juli neunzehnhundertsiebzig. Der Transalpin wartet geduldig, bis wir den ganzen Plunder an Bord haben. Es gibt noch Dienstm\u00e4nner mit h\u00f6lzernen Leiterwagen, die das Gep\u00e4ck auf den Bahnsteig transportieren, wenn ich mich jetzt daran erinnere, mit M\u00fctzen auf und Nummern dran, wie im Film \u201eHallo Dienstmann\u201c, beinahe unglaublich. Bin ich wirklich schon so alt?, denke ich eben.<br \/>\nNa, Mutter ist hysterisch, sie hat schon lange keine Reise gemacht, noch dazu eine mit dem Nachtzug. Vater ist schweigsam. Ihm gef\u00e4llt die ganze Sache schon von Anfang an nicht.<br \/>\nUnd ich? Ich schaue mir die Gammler an, die ihren Armysack vor sich liegen haben und sich eine Zigarette drehen. So m\u00f6chte ich auch einmal werden, denke ich. Einmal in die weite Welt hinaus, allein, ohne, dass einem die Alten andauernd dazwischenquatschen. Und so einen gr\u00fcnen Parka m\u00f6chte ich auch gerne haben. Mit vielen Taschen dran, und sehr weit muss er sein, und ziemlich zerknittert. Nie darf man was! Ich arbeite dran. Immerhin habe ich schon l\u00e4ngere Haare als die anderen Jungs in meinem Alter.<\/p>\n<p>Der Zug f\u00e4hrt ab. Wir sitzen zu f\u00fcnft im Abteil. Meine Schwester, ihr zuk\u00fcnftiger Mann, Vater und Mutter, ich. Um einundzwanzig Uhr verabschieden sich die Eltern, um in den Schlafwagen hin\u00fcberzugehen. Mutter macht Zicken, sie faselt was von schwindelig sein und so. Ich kann das nicht verstehen, ist doch aufregend alles, eben! Um zweiundzwanzig Uhr ist sie wieder da, die Mama, hysterisch wie zuvor, kann nicht schlafen und setzt sich zwischen uns.<br \/>\nSo, jetzt haben wir alle auch keinen Platz im Abteil. Spinnst du, hat der Schwiegersohn in spe zu ihr gesagt, als sie mit der Decke bei uns aufgetaucht ist. Das h\u00e4tte er nicht zu ihr sagen d\u00fcrfen, ein Leben lang hat sie das nicht vergessen und uns immer wieder davon erz\u00e4hlt, obwohl wir die bedauerliche Geschichte bis zum Kotzen kannten.<br \/>\nIch aber liege in meinem neuen Schlafsack unter der Sitzbank und bin gl\u00fccklich. So wollte ich schon immer mal reisen. Wenn auch allein. Es geht zwar nicht nach Indien, aber immerhin, das Gef\u00fchl ist es, das es ausmacht, das Gef\u00fchl! Denn sonst \u2013 it quite doesn\u2019t make it! Auf diesen kurzen Satz bin ich stolz, habe ich aus \u201eGood morning, Vietnam\u201c. Man muss eine Olive haben, f\u00fcr den Martini, auch dort, wo es v\u00f6llig unm\u00f6glich ist, eine herzukriegen. Das ist cool!<\/p>\n<p>Um sieben Uhr Fr\u00fch erreichten wir Innsbruck, stiegen dort in einen Expresszug nach Rom um und erreichten nach nochmaligem Umsteigen einen der sch\u00f6nsten Kurorte der Welt \u2013 Meran. In diese Stadt habe ich mich sofort verliebt und denke stets mit Wehmut an ihre bl\u00fchende Blumenpracht im Kurpark, an die riesigen, exotisch anmutenden Palmen an den steilabfallenden S\u00fcdh\u00e4ngen, an die sie wie zum Schutz vor allzu neugierigen Blicken umgebenden Berge oder an die rei\u00dfende Etsch, auf der wagemutige Kajakfahrer f\u00fcr die neugierigen Zaung\u00e4ste auf den Br\u00fccken ihren kunstvollen Wellentanz vorf\u00fchrten.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Stadt! Wenn ich mich umsehe, alles in allem ein fein geschliffenes Konglomerat aus knorrigen Eingeborenen in blauer Sch\u00fcrze mit vom Munde h\u00e4ngender Pfeife, das \u2013 aufgelockert durch die unverwechselbare Grazie anmutiger italienischer M\u00e4dchen in knappsten Hotpants mit wehendem Haar auf ihren knatternden Vespas \u2013 (die Vespa, beliebtestes Fortbewegungsmittel aller Altersstufen. Die Jungen fahren eine 50er, f\u00fchrerscheinfrei, die Alten alles ab 75 Kubikzentimeter bis 250. Die kann schon ein wenig flotter sein. Ich kriegte dort eine 50er in Orange ganz f\u00fcr mich allein zur Verf\u00fcgung, sie geh\u00f6rte dem Bruder meines neuen Schwagers. Aber davon sp\u00e4ter.) \u2013 \u00e4h, wo war ich stehengeblieben? Aja, &#8211; seine Gegens\u00e4tze kaum vielf\u00e4ltiger und bunter h\u00e4tte erscheinen lassen k\u00f6nnen. Ich konnte dieses Schauspiel kaum fassen und mich gar nicht daran sattsehen. Auch in sp\u00e4teren Jahren nicht.<\/p>\n<p>Zwei italienische Taxis brachten uns \u00fcber die Via Winkel, Winkelstra\u00dfe, diese Bezeichnung h\u00e4lt mich bis zum heutigen Tag in ihrem sonderbaren Bann ihrer Bedeutung , zur Drahtseilbahn nach Avelengo, die, sehr zu meinem Bedauern, bereits vor mehr als zwanzig Jahren durch eine gro\u00dfz\u00fcgig angelegte Panoramastra\u00dfe ersetzt worden ist.<br \/>\nUnn\u00f6tig zu bemerken, dass mit diesem Bau wieder einmal eine Menge Natur zerst\u00f6rt wurde. Der Schwager regelte das alles mit den Taxlern auf Italienisch. Ich fand das sehr mond\u00e4n. Und erst das fremde Geld. Tausend Lire! Ich dachte wei\u00df Gott, wie viel das w\u00e4re.<br \/>\nDamals kriegte ich hin und wieder f\u00fcnf Schilling Taschengeld. Aus p\u00e4dagogischen Gr\u00fcnden, wie der Herr Papa immer zu sagen pflegte. Schlie\u00dflich musste er es wissen, er war ja schlie\u00dflich einer, ein P\u00e4dagoge n\u00e4mlich.<\/p>\n<p>Mit dieser Seilbahn also ging es hinauf auf das dreizehnhundert Meter hoch gelegene Hafling, an deren Endstation ein niedliches Holzh\u00e4uschen stand, Wohnhaus und Gastst\u00e4tte zugleich, mit gro\u00dfz\u00fcgiger Veranda, bunten Sonnenschirmen und einer vollschlanken lachenden Wirtin darin, mit roten B\u00e4ckchen, nicht zuletzt die Besitzerin sogenannter Bar Diana und \u2013 zuk\u00fcnftige Schwiegermama meiner Schwester.<\/p>\n<p>Da war auch gleich der Hausherr zur Stelle, F\u00f6rster von Gnaden, eher wortkarg und zur\u00fcckgezogen, aber mit listigem Witz ausgestattet, den er, wenn auch nur selten, dann aber treffend, auf seine Mitmenschen loszulassen verstand. Ich selbst wurde einmal Zeuge seines krausen Humors, als er deutschen Touristen eine Auskunft gab. Es war immer dieselbe Situation. In Intervallen von zehn Minuten spuckte die Bahn t\u00e4glich zehn bis zwanzig deutsche G\u00e4ste aus, die, aufgekratzt wie sie nun mal sind, eine Minute sp\u00e4ter vor der Bar Diana versammelt waren und sogleich, wie auf ein geheimes lautloses Kommando, die Anweisungen auf den gr\u00fcnen Orientierungsschildern unisono zu lesen begannen: Wandern und Reiten auf Haflinger Pferden! Was wie folgt so klang, und bei allen immer gleich, n\u00e4mlich: Wandan und Raitn auf Hafflinger Ferdn! (sic!) Nachdem, und obwohl sie auch das Schild \u201eWanderweg nach Falzeben \u2013 Gehzeit zwei Stunden\u201c gelesen hatten, fragten sie sicherheitshalber dann doch beim Oberf\u00f6rster einmal nach: Sie, guter Mann, wie lange l\u00e4uft man denn da? Abgesehen davon, dass manche Bundesb\u00fcrger Probleme mit dem Lesen hatten und anstatt \u201eFalzeben\u201c \u201eFallersleben\u201c lasen, der Namen durfte ihnen offensichtlich irgendwie gel\u00e4ufig gewesen sein.<\/p>\n<p>Seine Auskunft fiel also ungef\u00e4hr so aus: Erst sah er pr\u00fcfend in den Himmel, dann r\u00fcckte er, um die Spannung zu erh\u00f6hen, seine Hose \u00fcber dem Bauch zurecht, kn\u00f6pfte den obersten Knopf seiner Weste zu und sagte schlie\u00dflich, w\u00e4hrend die gehfreudigen Germanen schon langsam zappelig geworden waren, ja, wenn sie laufen wollen, und dabei machte er ein sehr ernstes Gesicht, dann sind Sie in einer halben Stunde dort. Da erhellten sich die Gesichter der Wartenden, denen man die ungeheure Spannung schon an ihren Falten ablesen konnte.<br \/>\nDanke, guter Mann, pflegten die Wanderv\u00f6gel dann \u00fcbergl\u00fccklich und sichtlich erleichtert zu antworten und schritten ohne Umschweife, durch die pr\u00e4zise fachm\u00e4nnische Auskunft dieses hervorragenden Kenners der Region in ihrer Absicht best\u00e4tigt, dieses St\u00fcck Land f\u00fcr sich vereinnahmen zu wollen, sofort tapfer drauf zu, stolz, sich mit einem Einheimischen so wunderbar verstanden zu haben. Erst als sie gegen siebzehn Uhr v\u00f6llig aufgel\u00f6st und kraftlos, m\u00fchsam auf ihre Wanderst\u00f6cke gest\u00fctzt, mit den praktischen Fahrradklingeln dran, zur\u00fcckkamen, um gerade noch die letzte Bahn nach unten zu kriegen, beschwerten sie sich bei der Wirtin, sie w\u00e4ren drei Stunden gelaufen, und die Auskunft dieses Mannes da sei nicht korrekt gewesen.<\/p>\n<p>Unerh\u00f6rt das, man verlie\u00dfe sich sonst auf solche Informationen, hie\u00df es! Solche Wanderst\u00f6cke, auch Alpenstangen genannt, mit st, nicht scht, setzten die deutschen G\u00e4ste \u00fcbrigens sehr gerne gegen die auf der staubigen Stra\u00dfe Richtung Falzeben oftmals allzu eiligen Vespa- oder Autofahrer ein, und hielten sie quer \u00fcber die Fahrbahn, sodass die Fahrer j\u00e4h abbremsen mussten. Das f\u00fchrte immer wieder zu \u00c4rger mit den Einheimischen, die ja nicht nur zum Vergn\u00fcgen auf diesem Wege unterwegs waren. Man kann sich denken, dass sich die Touristen dadurch bei ihnen nicht gerade beliebt gemacht hatten und so kam es immer wieder zu handfesten Auseinandersetzungen, die auf der einen Seite mit \u201eSchei\u00dfpiefke, stellt\u2019s aus\u201c, also weicht aus, oder \u201eGeht\u2019s holt oubn aufm Woldweag, eis Oaschl\u00e4cha!\u201c, (nicht \u00fcbersetzbar) und auf der anderen Seite \u201eBlo\u00df nich\u2019 so dolle hier, ja, jute Leutchen! Wir wolle\u2019 hier staubfrei!\u201c ausfielen. Die ersch\u00f6pften Touristen aber taten der Muata (Mutter), auch Moidl genannt, was so viel wie Maria bedeutete, nicht unbedingt immer leid und so lachte sie nur aus vollem Hals und w\u00fcnschte ihnen eine gute Reise hinunter nach Meran.<\/p>\n<p>Mein Gott, was habe ich dieses Idyll geliebt! Die Muata hatte mich sofort ins Herz geschlossen. Und mehr noch, als ich mich nicht nur blo\u00df als unn\u00fctzer Fresser, sondern obendrein noch als geschickter Maler und Erneuerer der Hausfassade erwies. Dieser traditionelle Tiroler Blockbau hatte nicht zuletzt zahlreiche kunstvoll geschnitzte Holzs\u00e4ulen an den verschiedensten Ecken vorzuweisen, sondern auch unz\u00e4hlige Fensterl\u00e4den und jede Menge anderes Holzzeug, das nach frischem Lack verlangte. Mir war ohnehin langweilig und so hatte ich eine w\u00fcrdige Besch\u00e4ftigung gefunden, indem ich lustig den Pinsel in Gr\u00fcn und Wei\u00df tauchte, um dieses h\u00f6chst ehrw\u00fcrdige Denkmal bodenst\u00e4ndiger Alpen-Architektonik so gut ich es verstand zu versch\u00f6nern. In diesen Dingen bin ich ziemlich geschickt. Die Muata honorierte meine Arbeit nicht allein durch Lob, sondern lie\u00df sich auch nicht lumpen und steckte mir in nicht allzu langen Intervallen immer wieder Zwei- oder Drei- oder F\u00fcnftausend-Lire-Scheine zu, f\u00fcr mich damals eine unglaubliche Menge Geld, welches ich in diversen Jeansboutiquen oder Buch- und auch schon mal Tabakl\u00e4den in Meran sinnvoll anzulegen verstand.<\/p>\n<p>Nach getaner Arbeit am Vormittag und einem opulenten Kn\u00f6del-Mahl pflegte ich mich mit meiner Lekt\u00fcre und einer Lesepfeife in Huckleberry-Finn-Manier in den im schattigen Garten des Anwesens aufgestellten Liegestuhl niederzutun und Karl May zu lesen, vorwiegend jene Romane, die im Morgenland und auf dem Balkan handelten, und zu denen mein Tschibuk also besonders gut zu passen schien, auch wenn mir beim Rauchen dieses filterlosen Kokshammers h\u00f6llisch die Zunge brannte und mich ein trockener Husten qu\u00e4lte, so als h\u00e4tte ich schon Tuberkulose.<br \/>\nDie eben erw\u00e4hnte traditionelle Kn\u00f6delspeise pflegte man hierorts jeweils in zweierlei Gestalt zu nehmen, einmal zu Wasser, also in der Suppe, und andererseits zu Land, etwa mit Geselchtem oder Gem\u00fcse. Dass es sich dabei um Speckkn\u00f6del handelte, muss f\u00fcr Kenner der Region wohl nicht extra erw\u00e4hnt werden.<br \/>\nIn diesem Liegestuhl ward das Tr\u00e4umen geboren. Wenn ich heute die Augen schlie\u00dfe und mir vorstelle, wie das denn gewesen sei, dann f\u00fchle ich vorerst einmal die Sommersonne, wie sie unbarmherzig auf mich herabbrannte. Schlie\u00dflich wollte ich eine knackige Farbe mit nach Hause bringen. Wenn ich es schaffte, angestrengt durch die engen Sehschlitze meiner Augen die Helligkeit des Lichts zu durchdringen, dann sah ich unter mir die Stadt in sirrendem Dunst liegen, ihre Silhouette in diffuses Licht getaucht. Dahinter die blauen Berge Richtung Mailand.<\/p>\n<p>Noch sch\u00f6ner und fantasieanregender im Licht der fr\u00fchen Abendd\u00e4mmerung. Diese Stimmung trug ganz besonders dazu bei, mein Fernweh aufs \u00c4u\u00dferste zu strapazieren, und ich sah mich schon mit Schlafsack und Gitarre auf dem R\u00fccken in Richtung Rom unterwegs und dann nach Marokko und eben dorthin, wohin die damaligen Hippies in diesen Jahren normalerweise zu reisen pflegten. Das hatte ungeheuren Nachahmungscharakter, dem man sich nur schwer entziehen konnte. Mich brennt\u2019s in meinem Reiseschuh, hatte ein Freund damals gesagt. Und schon wurde er per Interpol in halb Europa gesucht. Dort war er aber nicht. Schlie\u00dflich wurde man seiner in Delhi f\u00fcndig, und er wurde auf Intervention der \u00d6sterreichischen Botschaft nach Hause zur\u00fcckgebracht.<br \/>\nAuf diese Weise wollte ich nicht\u00a0\u00a0 e n d e n !\u00a0\u00a0 Obwohl \u2013 aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht komme ich darauf noch einmal zur\u00fcck. Aber vorerst musste ich einmal hier bleiben, trotz meiner Grundausstattung f\u00fcr Tramper, mit der ich schon einmal probeweise angereist war, unter elterlichem Schutz und deren Obsorge, untergebracht im vornehmsten Hotel vor Ort, dem Belvedere. Im gro\u00dfen Saal dieses Hauses sollten dann ja auch schlie\u00dflich die Hochzeitsfeierlichkeiten stattfinden. Das Hotel stand direkt am Ende des Felsmassivs, welches geradewegs nach Meran hinunter abfiel. Eine Art Adlerhorst, so wie ich es empfand und genoss.<\/p>\n<p>Von da an wusste ich, ich w\u00fcrde nur mehr an erh\u00f6hter Stelle wohnen, weil der Blick von oben immer erhabener ist als der von unten hinauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Norbert Johannes Prenner<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=420\">hin &amp; weg<\/a> | Inventarnummer: 16081<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aurouggla \u2013 Teil 1 Es herrschte heller Aufruhr im Hause, die Koffer waren gepackt, das Taxi stand mit laufendem Motor vor dem Haus, fehlten nur noch die Fahrg\u00e4ste. 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