{"id":4693,"date":"2016-07-01T07:43:53","date_gmt":"2016-07-01T07:43:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4693"},"modified":"2018-08-12T11:48:25","modified_gmt":"2018-08-12T11:48:25","slug":"lets-go","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4693","title":{"rendered":"Let\u2019s go"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4693&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4693&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p><span style=\"color: #808080;\"><em>Dunkelheit, im Hintergrund schnelle Piano-Jazzkl\u00e4nge, darauf folgend Applaus<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Djamal spielte Oboe in Damaskus.<\/strong><br \/>\n<strong> Vor einem Jahr noch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zwanzig Jahre alt.<\/strong><br \/>\n<strong> Ohne Mittel.<\/strong><br \/>\n<strong> Ohne Familie.<\/strong><br \/>\n<strong> Ohne Zuversicht.<\/strong><br \/>\n<strong> Aber mit Oboe.<\/strong><br \/>\n<strong> Djamal spielt nun in \u00d6sterreich.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Es wird heller, drei Personen betreten eine K\u00fcnstlergarderobe in einem Kulturzentrum einer ober\u00f6sterreichischen Kleinstadt.<br \/>\nSaxophon, Fl\u00fcgelhorn und Kontrabass liegen\/stehen herum.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nOh, Kurt, du Ungl\u00fccksvogel, so sagt ihr doch?<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nPechvogel hei\u00dft es, oder Ungl\u00fccksrabe.<\/p>\n<p>Djamal zu Kurt:<br \/>\nWas war mit deiner Brille?<br \/>\nWieso hattest du sie \u00fcberhaupt auf?<\/p>\n<p>Kurt entschuldigend:<br \/>\nMeine Kontaktlinse hat gekratzt, ich musste sie in der Pause herausnehmen und dann hab ich eben die Brille gebraucht.<br \/>\nUnd die ist mir dann immer wieder von der Nase gerutscht.<\/p>\n<p>Hanna schiebt sich mit der Hand eine imagin\u00e4re Brille zurecht und sagt leicht tadelnd zu Kurt:<br \/>\nEin Schlagzeuger braucht <em>beide<\/em> H\u00e4nde.<br \/>\nDas hat schon komisch ausgesehen, als du die Brille immer wieder rasch zurechtger\u00fcckt hast.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nDas war schon stressig, aber das Konzert war trotzdem ein sch\u00f6nes Erlebnis!<br \/>\nDas Improvisieren am Schluss hat richtig Spa\u00df gemacht. Auch dem Publikum.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nJa, zwei Extras!<br \/>\nDie Menschen wollten zwei Songs mehr h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Djamal hatte Gl\u00fcck.<\/strong><br \/>\n<strong> Hanna und Kurt f\u00fchlten sich verantwortlich.<\/strong><br \/>\n<strong> Zwanzig Jahre alt.<\/strong><br \/>\n<strong> Mit Oboe.<\/strong><br \/>\n<strong> Hanna und Kurt f\u00fchlten sich verantwortlich.<\/strong><br \/>\n<strong> Und Djamal erlaubte sich, wieder zu tr\u00e4umen.<\/strong><\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nDjamal, du hast ganz wunderbar experimentiert beim zweiten St\u00fcck.<br \/>\nDas hat mir besonders gut gefallen!<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nUnd es war sold out, completely ausverkauft \u2013 so sagt ihr doch?<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nJa, ja, genau, alle Karten restlos, so kann man das auch sagen.<\/p>\n<p>Djamal zu Hanna:<br \/>\nUnd du hast wieder <em>so<\/em> sch\u00f6n gesungen!<\/p>\n<p>Kurt zu Hanna:<br \/>\nBei deiner Gesangstechnik im Arabischen merkt man nicht, dass du eigentlich im Operngesang zuhause bist.<\/p>\n<p>Djamal zu Hanna:<br \/>\nDas Arabische ist nicht dein Zuhause. Du machst, dass sie es aber nicht merken.<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nSeit ich dich kenne, Djamal, ist die arabische Musik f\u00fcr mich allgegenw\u00e4rtig.<br \/>\nSie flie\u00dft deshalb ganz automatisch in meine Improvisationen ein.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIm Jazz, da ist viel Freiheit.<br \/>\nIn der Oper spielst du eine Rolle.<br \/>\nUnd in der arabischen Musik liegt Passion <span style=\"color: #808080;\"><em>&lt;englisch ausgesprochen&gt;<\/em><\/span>, also Passion <em><span style=\"color: #808080;\">&lt;deutsch ausgesprochen&gt;<\/span><\/em>. Wie sagt man?<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nLeidenschaft.<br \/>\nNat\u00fcrlich hat jede musikalische Richtung ihre eigene Technik.<br \/>\nAber entscheidend ist, den Charakter der Musik zu verstehen.<br \/>\nDenn jedem Stil liegt eine bestimmte Idee zugrunde, und wenn du die verstanden hast, kannst du die Musik auch darbieten.<\/p>\n<p>Djamal ironisch:<br \/>\nLucky me! To understand the character of music, I don\u2019t need to understand German.<\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Lachen<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Hanna hatte sie sich richtig feingemacht f\u00fcr diesen Abend.<\/strong><br \/>\n<strong> Es waren viele Bekannte im Publikum.<\/strong><br \/>\n<strong>Wenn sie auf der B\u00fchne steht oder vor dem Klavier sitzt, dann m\u00f6chte Hanna einfach hohe Schuhe anhaben.<\/strong><br \/>\n<strong> Es f\u00fchlt sich gut an, seine Kunst in hohen Schuhen darzubieten.<\/strong><br \/>\n<strong> Es ist eine Gratwanderung, sich gr\u00f6\u00dfer zu machen, als man ist.<\/strong><br \/>\n<strong> Und es ist immer eine Gratwanderung, mit solchen Schuhen Klavier zu spielen.<\/strong><br \/>\n<strong>Jetzt aber die Haare hochbinden und die High Heels abstreifen.<\/strong><\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIch bin so froh, dass ich euch habe.<br \/>\nIhr habt mir so geholfen und ich freue mich, dass ihr meine Freunde seid.<br \/>\nUnd ich durfte anfangs sogar bei euch wohnen, ihr seid sehr herzlich.<\/p>\n<p>Hanna ber\u00fchrt Djamal freundschaftlich an der Schulter:<br \/>\nAuch wir haben in dir einen Freund gefunden.<br \/>\nWarum denn auf einmal so ernst und nachdenklich, Djamal?<br \/>\n<em>Du<\/em> hast <em>uns<\/em> geholfen, in der Musik.<br \/>\nOhne dich h\u00e4tten wir heute nicht so einen Erfolg gehabt.<br \/>\nJeder hat was beigetragen.<br \/>\nAlle sind wir unverzichtbar.<\/p>\n<p>Kurt grinsend zu Djamal in scherzhaftem Unterton, und zu Hanna deutend:<br \/>\nSchon gut, dass ihr arabischen M\u00e4nner jetzt endlich auch akzeptiert, dass bei uns eine Frau den Takt angibt.<\/p>\n<p>Djamal mit einem schiefen Grinsen:<br \/>\nMeine Freunde verstehen das ehrlich nicht, aber <em>ich<\/em> muss es wohl \u2026<\/p>\n<p>Hanna unterbricht ihn und sagt scherzhaft drohend:<br \/>\nHey, Djamal! \u00dcberleg dir, was du jetzt sagst!<\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Lachen<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Djamal jetzt mit ernster Miene:<\/span><br \/>\nIhr wisst doch, dass ich mein Studium der Oboe damals in Damaskus nicht abschlie\u00dfen konnte \u2026<\/p>\n<p>Hanna unterbricht:<br \/>\nDas wird dir dort in diesem Leben wohl auch nicht mehr gelingen.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nAber \u2026. was ich sagen will \u2026<\/p>\n<p>Kurt unterbricht:<br \/>\nGehen wir doch was trinken! Und Hunger hab ich auch.<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nSo lass doch Djamal ausreden \u2026<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nHabt Ihr diese elegante \u00e4ltere farbige Frau gesehen in der ersten Reihe?<br \/>\nDiese gro\u00dfe Erscheinung, hochgewachsen \u2013 so sagt man doch?<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nDie mit dieser Sonnenbrille mit den blauen Gl\u00e4sern, ja gro\u00dfartig sah sie aus.<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nUnd die kurzen wei\u00dfen Haare. Der wei\u00dfe Hosenanzug. Edel.<br \/>\nSo cool m\u00f6chte ich sp\u00e4ter auch einmal aussehen.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIch wollte euch sagen, dass sie \u2026<\/p>\n<p>Kurt unterbricht wieder:<br \/>\nAlso ich hab Hunger, so lasst uns doch essen gehen.<br \/>\nDjamal, du kannst uns das doch auch sp\u00e4ter erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Adrenalin im \u00dcberma\u00df.<\/strong><br \/>\n<strong> Ersch\u00f6pft. Verschwitzt. Zufrieden.<\/strong><br \/>\n<strong> Durstig.<\/strong><br \/>\n<strong> Hanna trinkt ein paar Schlucke aus der Wasserflasche.<\/strong><br \/>\n<strong> Kurt schlingt ein Handtuch um den Hals.<\/strong><br \/>\n<strong> Djamal legt das Sakko ab und streckt die Hemds\u00e4rmel hinauf.<\/strong><br \/>\n<strong> \u00dcberdreht und zufrieden.<\/strong><br \/>\n<strong> Alles ist gutgegangen.<\/strong><\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nWas wir da heute gespielt haben, das war eine ganz besondere interkulturelle Mischkulanz.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nEin Mischmasch \u2013 so sagt ihr doch?<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nJa, genau.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nEine Mischung, aus allem, was wir gerne h\u00f6ren, und was unser Leben musikalisch ausdr\u00fcckt.<br \/>\nDie Miles-Davis-Interpretation nach der Pause, die war very american.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nDie Improvisation am Schluss hingegen war mehr arabisch.<br \/>\nAber irgendwie auch klassisch.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nMischmasch.<\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Lachen<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Seine Eltern haben ein Bild vor Augen: Djamal mit Oboe.<\/strong><br \/>\n<strong> Ihr Sohn Djamal mit einer Oboe in H\u00e4nden.<\/strong><br \/>\n<strong> Eigentlich h\u00e4tte Djamal in den Libanon gehen wollen. Das w\u00e4re nicht weit weg gewesen.<\/strong><br \/>\n<strong> Aber dann ging alles ganz schnell: alle Ersparnisse dem Schlepper, dem verl\u00e4sslichen, aus dem Nachbarort.<\/strong><br \/>\n<strong> Damit ein anderes Bild nicht Wirklichkeit wird: Djamal mit der Waffe.<\/strong><br \/>\n<strong> Ihren Sohn k\u00e4mpfen zu sehen, das haben sie sich erspart.<\/strong><br \/>\n<strong> Seine Eltern hatten ein Bild vor Augen: Djamal mit seiner Oboe.<\/strong><\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nIch lese euch kurz nochmals vor, was \u00fcber uns in der Zeitung stand:<br \/>\n<em>Anregung zum interkulturellen Austausch: Ob kontemplative oder temporeiche St\u00fccke &#8211; das Repertoire des Ensembles ist vielseitig und fasziniert nicht zuletzt durch seine mit Leidenschaft und Spielfreude vorgetragenen improvisierten Teile.<\/em><\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nKontemplativ?<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nMehr besinnlich, voller Gedanken<\/p>\n<p>Hanna liest weiter:<br \/>\n<em>Das Trio verbindet traditionelle arabische Musik mit Jazz und klassischen Kl\u00e4ngen, bricht traditionelle Genregrenzen auf und vereint Elemente unterschiedlicher Musikkulturen zu einem unverwechselbaren Klang. Die urspr\u00fcngliche Idee der Musiker war die eines musikalischen Dialogs: dass jeder relativ einfaches musikalisches Material auf unterschiedliche Art und Weise aufgreift und mit seinem Vokabular weiterentwickelt.<br \/>\nDas interkulturelle Jazztrio wurde vom Publikum begeistert gefeiert. Auch eine erste CD- soll in K\u00fcrze folgen.<\/em><\/p>\n<p>Djamal l\u00e4chelnd:<br \/>\nEin musikalischer Dialog also.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nDas hast du sch\u00f6n gesagt, mein Freund.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nListen to me, ich muss euch etwas sagen.<br \/>\nAber ihr werdet es nicht h\u00f6ren wollen.<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nSag schon, Djamal.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nHeraus damit, so rede doch.<\/p>\n<p><strong>An Montagen in der Mittagspause zwischen den Vorlesungen an der Musikuniversit\u00e4t immer zu Tante Tamina.<\/strong><br \/>\n<strong> Selbstgemachte Falafel und Tisqiye, ein Auflauf aus Kichererbsen mit viel Knoblauch und Pinienkernen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die orientalische Altstadt.<\/strong><br \/>\n<strong> Die gro\u00dfe Freitagsmoschee.<\/strong><br \/>\n<strong> Der antike Kultbezirk.<\/strong><br \/>\n<strong> Staubige Steinfassaden.<\/strong><br \/>\n<strong> Dazwischen sein Herz, seine Sprache, seine Wurzeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neben dem Basar ihr pr\u00e4chtiges Hofhaus.<\/strong><br \/>\n<strong> Der Innenhof mit Brunnen.<\/strong><br \/>\n<strong> Der Zitronenbaum. Sein Gro\u00dfvater hat ihn gepflanzt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfballspielen mit Khaled und Halim, nach der Schule.<\/strong><br \/>\n<strong> Sich nach der Uni mit Khaled und Alisar vor der Bibliothek treffen.<\/strong><br \/>\n<strong> Ein Blickwechsel mit Alisars Schwester Faizah w\u00e4re sch\u00f6n.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Als kleiner Junge einkaufen mit der Mutter im Suk.<\/strong><br \/>\n<strong> Farbenpracht.<\/strong><br \/>\n<strong> Gem\u00fcse, Gew\u00fcrze, Damaststoffe.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sich durch enge Gassen dr\u00fccken.<\/strong><br \/>\n<strong> Ein klebriges St\u00fcck Baklava in der kleinen Hand.<\/strong><br \/>\n<strong> Der Geschmack nach Honig und Pistazien.<\/strong><br \/>\n<strong> Musik. Vertraute orientalische Kl\u00e4nge.<\/strong><br \/>\n<strong>Dazwischen sein Herz, seine Sprache, seine Wurzeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Apokalyptische Zerst\u00f6rung.<\/strong><br \/>\n<strong>Verheerungen.<\/strong><br \/>\n<strong> Verw\u00fcstungen.<\/strong><br \/>\n<strong> Gesch\u00e4ndete Heimat.<\/strong><br \/>\n<strong> Verlassene Steinhaufen.<\/strong><br \/>\n<strong> Dazwischen sein Herz, seine Sprache, seine Wurzeln.<\/strong><\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIhr habt mir so geholfen, die Musik mit euch hat mich gerettet damals, als ich mir am Anfang hier in \u00d6sterreich so klein vorkam. Ich f\u00fchlte mich wie ein Nichts.<br \/>\nIch habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nWelche Entscheidung?<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nSoll ich bleiben oder gehen?<br \/>\nIch \u00fcberlege schon viele Tage.<\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nWas meinst du, Djamal?<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIch habe wirklich gedacht, ich habe hier in \u00d6sterreich meinen Platz gefunden.<br \/>\nAber \u2026 das ist nicht meine Endstation.<br \/>\nIch liebe euch und ihr m\u00fcsst mich besuchen kommen.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nWo? Was meinst du?<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nDie Amerikanerin ist wegen mir hier, sie ist auf der Suche nach Talenten und hat mir ein Stipendium angeboten, ich kann an der Universit\u00e4t von New Orleans promovieren, in Komposition und Oboe.<br \/>\nDas Angebot ist reizvoll, ihr m\u00fcsst das verstehen.<br \/>\nSo let\u2019s go, hat sie gesagt.<\/p>\n<p>Kurt:<br \/>\nWas redest du da?<\/p>\n<p><em>Einige Sekunden vollkommene Stille.<\/em><\/p>\n<p>Hanna:<br \/>\nDjamal verl\u00e4sst uns.<\/p>\n<p>Djamal:<br \/>\nIch mache mich auf den Weg.<br \/>\nLet\u2019s go, hat sie gesagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Michaela Swoboda<br \/>\nSzenisch dargeboten bei <a href=\"http:\/\/www.theaterzeit.at\/\" target=\"_blank\">Theaterzeit Freistadt 2016<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=420\">hin &amp; weg<\/a> | Inventarnummer: 16080<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dunkelheit, im Hintergrund schnelle Piano-Jazzkl\u00e4nge, darauf folgend Applaus Djamal spielte Oboe in Damaskus. 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