{"id":4086,"date":"2016-02-11T09:03:40","date_gmt":"2016-02-11T09:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4086"},"modified":"2016-03-13T14:25:59","modified_gmt":"2016-03-13T14:25:59","slug":"kenntnisse-einer-ehebrecherin-teil-6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=4086","title":{"rendered":"Kenntnisse einer Ehebrecherin Teil 6"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4086&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts4086&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>\u201eMein Freund, der Kellner und ich\u201c schlug ein wie eine Bombe. Die Producer waren \u00fcberw\u00e4ltigt, hingerissen, fast dem\u00fctig in ihrer Begeisterung f\u00fcr mein Drehbuch. Keine Frage, in K\u00fcrze w\u00fcrden die Dreharbeiten beginnen, mein Honorar war f\u00fcrstlich.<br \/>\nGemunkel in Insiderkreisen zufolge wollte sich das Filmstudio diesmal mindestens einen \u201erichtigen\u201c Star leisten, dem Casting sollte ich unbedingt pers\u00f6nlich beiwohnen. Es ging alles Richtung h\u00f6chster Professionalisierung, High-Quality-Performance, und nat\u00fcrlich war \u201ees\u201c noch immer im Mittelpunkt, das sch\u00f6ne Thema Sex in m\u00f6glichst vielen Variationen.<\/p>\n<p>Ich flog also nach Reykjav\u00edk, keine Ahnung, warum gerade diese Skandinavier so viel Wert auf qualitativ hochwertig gemachte Pornos legten, jedenfalls fand sich dort immer ein offenes Ohr und eine offene T\u00fcr f\u00fcr besondere Projekte wie dieses.<\/p>\n<p>Die Geschichte war ein Verwirrspiel um m\u00e4nnliche Zwillinge, das liest sich jetzt, wo ich es zu beschreiben versuche, etwas banal, aber es waren viele Spannungsmomente enthalten. Die Protagonistin kommt ewig nicht darauf, dass sie von zwei verschiedenen Personen begl\u00fcckt wird, nur anhand der leicht differierenden Vorlieben und Sexpraktiken findet sie schlie\u00dflich die \u201egrausame\u201c Wahrheit heraus, n\u00e4mlich dass sie ihr Freund und sein (klarerweise eineiiger \u2013 dies aber nicht im doppelten bzw. halben Wortsinn zu sehen\u2026) Zwillingsbruder zur N\u00e4rrin gehalten haben, wie sie es auch schon mit mehreren Frauen zuvor gemacht hatten. Sie sinnt auf Rache, und so startet der zweite Teil der erotikgetr\u00e4nkten Story.<\/p>\n<p>Aber genug davon, darum geht es hier (noch) nicht, zumindest nicht im Detail. Es war mir schleierhaft, warum ich mir diesmal unbedingt die Schauspieler beziehungsweise angehenden Pornodarsteller beim Casting ansehen sollte, denn normalerweise kam vor dem Verfassen des Drehbuchs ein Besuch des Settings, da die Story glaubhaft wirken sollte. Mit der Auswahl der Darsteller hatte ich bisher noch nie zu tun gehabt. Irgendwie machte mich das auch ein wenig verlegen. Wie konnte man jemandem, der \u201ees\u201c sp\u00e4ter tats\u00e4chlich vor der Kamera tun sollte, bei einem Bewerbungsgespr\u00e4ch ansehen, ob er \u201ees\u201c auch gut draufhatte? Tja, wir w\u00fcrden sehen.<\/p>\n<p>Mein Freund sah der Sache auch mit gemischten Gef\u00fchlen entgegen, einerseits freute er sich f\u00fcr mich, dass das Drehbuch so au\u00dferordentlich gut angekommen war, mein Zusammentreffen mit m\u00e4nnlichen Hormonbomben en masse war ihm aber irgendwie suspekt. Er h\u00e4tte mich sogar gerne nach Island begleitet, aber das fand ich dann doch etwas l\u00e4cherlich, wenn er mit dort aufkreuzen sollte. Das war meine Arbeit, das geh\u00f6rte diesmal eben dazu, und dieser Aufenthalt fand ohne ihn statt. Zudem war auch er gerade gesch\u00e4ftlich unterwegs, weshalb ein angedachter anschlie\u00dfender Islandurlaub auch terminlich schwierig geworden w\u00e4re. Punktum, ich flog alleine.<\/p>\n<p>Vom Flughafen Keflav\u00edk wurde ich abgeholt und ins hochpreisige Hotel gebracht. Dort sollten auch die Bewerbungsgespr\u00e4che stattfinden, in einem extra f\u00fcr das gesamte Filmteam gebuchten Fl\u00fcgel des Hotels, der, wie man mir unverz\u00fcglich mitteilte, normalerweise Konferenzen vorbehalten blieb. In diesem \u201ebesonderen Fall\u201c wolle man aber sehr gerne eine Ausnahme machen, meinte der etwas zu joviale Hotelmanager, der extra geholt worden war, mit einem schiefen L\u00e4cheln und mich absch\u00e4tzendem Blick.<br \/>\nDa erst d\u00e4mmerte es mir, dass er in die Besonderheiten dieses Castings eingeweiht worden war. Das musste vermutlich sein, denn andere Hotelg\u00e4ste sollten ja nichts mitbekommen und keinesfalls gest\u00f6rt werden. Weiters vermutete ich stark, dass er mich f\u00fcr eine der sich bewerbenden Darstellerinnen hielt, und da wurde mir seine ans G\u00f6nnerhafte grenzende Vertraulichkeit pl\u00f6tzlich unangenehm.<\/p>\n<p>Ich stellte also klar, dass ich der Filmcrew angeh\u00f6rte und nun auf mein Zimmer gebracht werden wollte, in meinem hochn\u00e4sigsten Englisch, das ich ab diesem Moment f\u00fcr den Rest des Aufenthalts extra f\u00fcr ihn bereithielt.<br \/>\nEr war kurz sprachlos, erfing sich aber rasch wieder, bedeutete einem Angestellten, meine beiden Koffer zu \u00fcbernehmen, und wies mir den Weg zum Lift.<br \/>\nOben angekommen, war ich verbl\u00fcfft \u00fcber die \u00dcppigkeit der Einrichtung meiner R\u00e4umlichkeiten, Prunk war gar kein Ausdruck daf\u00fcr. Dies war mit Abstand das feinste, aber gleichzeitig auch \u00fcberladenste aller Zimmer, die ich jemals bewohnt hatte.<br \/>\nNach einer kurzen Rast l\u00e4utete mein Smartphone und Laura, die Assistentin des Producers, wollte wissen, ob ich gut angekommen sei, und versicherte sich, dass der heutige Abendtermin auch bei mir in Ordnung ging. Dann sagte sie noch, es h\u00e4tten sich in den Vorrunden schon einige Bewerber hervorgetan, aber die Endauswahl sollte am besten recht rasch vonstattengehen, am liebsten sei ihnen eine Entscheidung noch heute.<\/p>\n<p>Das sah ich auch so, je fr\u00fcher, desto besser. Au\u00dferdem war noch Zeit f\u00fcr ein kleines Nickerchen, es k\u00f6nnte ein langer Abend werden, wenn auch die Entscheidung \u00fcber die gesamte Besetzung gleich gef\u00e4llt werden sollte. Reykjav\u00edk wollte ich mir dann morgen ansehen, nach (zumindest teilweise) getaner Arbeit.<\/p>\n<p>Gut, dass ich geruht hatte, denn kaum hatte mein Wecker gel\u00e4utet, ging es Schlag auf Schlag: der n\u00e4chste Anruf, es sei ein gemeinsamer Imbiss f\u00fcr die Mitarbeiter vorbereitet, in dem Raum, in dem kurz darauf auch das Casting stattfinden w\u00fcrde.<br \/>\nDas Buffet war gro\u00dfz\u00fcgig, der Raum hell und stilvoll eingerichtet, wir begr\u00fc\u00dften uns freundlich, die meisten hier kannte ich. Das Kamerateam bestand aus zwei Personen, dann die Beleuchter, die Assistenten, wir waren ein Gr\u00fcppchen von ungef\u00e4hr zehn bis zw\u00f6lf Personen, und auch die Assistentin des Producers kam nun dazu, der Chef selbst wollte sich erst nach dem Casting blicken lassen. Laura war seine rechte Hand, und er vertraute ihr vollkommen. Sie hatte schon in unz\u00e4hligen Filmen den Blick aufs Ganze bewiesen, und er war mit ihrem Gesp\u00fcr bisher gl\u00e4nzend gefahren. Sie begr\u00fc\u00dfte mich als Erste und meinte, allen nochmals erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, wer ich war, obwohl nur zwei Personen neu im Team waren. Ich f\u00fchlte mich geehrt, das gebe ich zu.<br \/>\nNach dem Imbiss und ein bisschen Smalltalk begaben wir uns zu unseren Sitzpl\u00e4tzen und erwarteten die ersten Bewerber.<br \/>\nDie M\u00e4nner sollten zuerst an die Reihe kommen; sie mussten au\u00dfer einem attraktiven \u00c4u\u00dferen und den unabdingbaren anatomischen Voraussetzungen auch schauspielerische Qualit\u00e4ten zeigen k\u00f6nnen, denn besonders die Doppelrolle des Freundes\/Kellners wollte differenziert dargestellt sein. Alle waren daher gebeten worden, zwei oder drei kleine Filmausschnitte mitzubringen, mit denen sie Einblick in ihre bisherigen Arbeiten geben konnten.<\/p>\n<p>Es erschien ein H\u00fcne, ein sehr gro\u00dfer Mann mit einnehmendem \u00c4u\u00dferen, er trug ein Muskelshirt, sicherlich sollte man gleich sehen, was er zu bieten hatte. Vielleicht sogar ein bisschen viel f\u00fcr den Protagonisten, der ja eigentlich ein \u201enormaler\u201c Mann sein sollte und kein Chippendale-Typ, zumindest hatte ich dieses Bild beim Schreiben der Geschichte in meinem Kopf gehabt.<br \/>\nEr stellte sich vor, Laura schien sehr eingenommen von seiner Sprechweise, er hatte einen leichten Akzent, aber das stellte an sich kein Auswahlkriterium dar. Es war schon \u00f6fter der Fall gewesen, dass unsere Darsteller synchronisiert wurden, sogar in ihrer Muttersprache, das war kein Problem und hob meist die Tonqualit\u00e4t. Wie mir fr\u00fcher bereits gesagt worden war, wurde ohnehin alles, wirklich jede Szene, im Studio nachbearbeitet, jedes Seufzen, jedes St\u00f6hnen, nichts blieb, wie es \u201ein Action\u201c tats\u00e4chlich gewesen war.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zu unserem ersten Kandidaten, er wurde nach Filmausschnitten gefragt, er reichte den Stick hin\u00fcber, der Beamer wurde angeworfen, und auf dem Riesenbildschirm, wie er wohl ansonsten f\u00fcr Konferenzschaltungen gebraucht wurde, erschien der Mann in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit, vollkommen nackt und bereits erregt, wie unschwer zu erkennen war. Er n\u00e4herte sich einer erwartungsvollen Blondine von hinten, sie hatte ihm ihr Hinterteil einladend entgegengereckt, und er ging gleich zur Sache.<br \/>\nWir vom Filmteam sahen uns kurz gegenseitig an, es war eine absurde Situation. Doch was hatte ich erwartet? Wir sa\u00dfen da im Halbrund vor ihm, er stand in der Mitte und blickte wie wir auch \u2013 er sichtlich stolz \u2013 auf den Bildschirm. Einige Minuten und zwei blonde Orgasmen sp\u00e4ter endete der Film, der uns alle ganz sch\u00f6n ins Schwitzen oder zumindest zum Err\u00f6ten gebracht hatte.<\/p>\n<p>Er grinste uns breit an und sagte nichts. Es war an Laura, das Wort zu ergreifen:<br \/>\n\u201e\u00c4hm, well, dear, sehr sch\u00f6n. Danke. Haben Sie noch weitere Filme, andere Ausschnitte vielleicht?\u201c<br \/>\nEr nickte begeistert: \u201eJa, von vorne noch und Oralsex beidseitig und dann noch ein wenig\u2026\u201c<br \/>\nLaura unterbrach ihn: \u201eIch meinte ja eher eine Rolle, wo Sie sprechen, etwas schauspielern, damit wir eine Vorstellung haben\u2026\u201c<br \/>\nEr schien verwirrt: \u201eIch habe noch nie viel geredet in Pornos. War irgendwie keine Zeit daf\u00fcr.\u201c<br \/>\nIch musste innerlich lachen, der Mann hatte Humor. Staubtrocken, aber das gefiel mir.<br \/>\nAuch Laura schien sich ein L\u00e4cheln kaum verkneifen zu k\u00f6nnen. \u201eNun ja, dieser Film ist anders. Wir legen Wert auf die Interaktion der Charaktere, es ist recht anspruchsvoll. Sie m\u00fcssten zwei verschiedene M\u00e4nner darstellen, und man sollte beim Sex erkennen, dass es zwei unterschiedliche Liebhaber sind. Trauen Sie sich das zu?\u201c<br \/>\nEr nickte eifrig: \u201eJa, das kann ich sicher. Ich kann alles machen, was Sie mir sagen, glauben Sie mir.\u201c Dabei wirkte er so aufrichtig bem\u00fcht, dass den weiblichen Anwesenden, die sich gerade erst wieder gefasst hatten, gleich wieder hei\u00df wurde, einschlie\u00dflich mir. Dann folgte noch eine Auflistung der Filme, in denen er Haupt- oder Nebenrollen gespielt hatte, es waren etliche mit f\u00fcr Brancheninsider sehr klingenden Titeln dabei.<br \/>\nDem war kaum etwas hinzuzuf\u00fcgen, und so wurde er gebeten, im Nebenraum Platz zu nehmen, dort waren Getr\u00e4nke und H\u00e4ppchen vorbereitet, er sollte dort warten, bis die beiden Mitbewerber fertig waren.<\/p>\n<p>Der zweite Bewerber war ein gutaussehender Mittdrei\u00dfiger, ein richtiger Schauspieler mit abgeschlossenem Studium, allerdings doch in letzter Zeit etwas erfolglos, was das Finanzielle anging, und au\u00dferdem, wie er uns gleich zu Beginn des Gespr\u00e4chs mitteilte, hatte ihn seine Freundin wegen eines reichen Knackers verlassen, und nun war ihm \u201ealles egal\u201c. Er hatte sich entschlossen, es jetzt mit Pornos zu versuchen, das stellte er sich \u201esuper\u201c vor, Geld zu bekommen f\u00fcr etwas, was er \u201esonst sowieso auch machen w\u00fcrde\u201c, wie er das ausdr\u00fcckte. Zudem k\u00f6nnte sogar seine Ex dann sehen, was ihr entgehen w\u00fcrde, so einen wie ihn bek\u00e4me sie nicht mehr, er sei n\u00e4mlich \u201eeine Granate im Bett\u201c. Dann zwinkerte er noch Laura und mir zu, oje. Der Filmausschnitt, den er mitgebracht hatte, war eher unaufregend, es war ein Mitschnitt von einer Theaterauff\u00fchrung, wo er unter anderem auf einer kleinen, schwach beleuchteten B\u00fchne nackt tanzte, nachdem er zuvor einen philosophischen Monolog \u00fcber die Verg\u00e4nglichkeit ausgebreitet hatte.<br \/>\nLaura bat ihn, ebenfalls nebenan Platz zu nehmen, und weiters per Telefon darum, den n\u00e4chsten Kandidaten erst in ein paar Minuten hereinzuschicken.<\/p>\n<p>Nun wieder unter uns meinte sie zu den anderen: \u201eIhr wart bei der Vorauswahl dabei. Das hier sind die besten drei. Seid ihr euch sicher??? Ich wei\u00df nicht recht, das ist doch ein Scherz, oder nicht? Der Erste, ja, eventuell, der hat auch eine Menge Erfahrung, aber wie ist denn der Zweite da hereingerutscht? Wisst ihr etwas, was ich nicht checke?\u201c<\/p>\n<p>Ich war froh, dass sie gefragt hatte, mir waren dieselben Fragen auf der Zunge gelegen. Die Antwort kam aus einer unerwarteten Ecke, von einem Kameramann n\u00e4mlich, der meinte:<br \/>\n\u201eDer ist auf ausdr\u00fccklichen Wunsch der Frau unseres Producers in der Endrunde dabei. Sie ist ein Riesenfan, seit sie ihn im Theater gesehen hat. Sie hat gemeint, wenn wir was Anspruchsvolleres drehen wollen, mit richtigen Charakteren statt Sexmaschinen, ist er unser Mann.\u201c<br \/>\nLaura seufzte. Solche Einmischungen liebte sie gar nicht. Allerdings gab ihr das eben Geh\u00f6rte schon zu denken. Wenn selbst die Frau des Chefs, die als sehr speziell und kritisch galt, ihn f\u00fcr begabt hielt, war es wohl besser, ihn nicht gleich abzuschreiben. Irgendwie kam mir sein Name jetzt auch bekannt vor, oder aber ich t\u00e4uschte mich.<\/p>\n<p>Nun, der Dritte im Bunde wurde hereingebeten, er war eine \u00dcberraschung, da eher kleingewachsen, etwas \u00e4lter, mit beginnender Lichtung am Haupt und sehr angenehmer, sonorer Stimme.<br \/>\nEr hatte die meiste Erfahrung von allen, er war eine Koryph\u00e4e auf seinem Gebiet. Selbst ich hatte seinen Namen schon geh\u00f6rt. Er wurde von allen nur der \u201eMaster of Wide Shot\u201c genannt, und es gab eine Menge Klamauk-Sex-Filmchen, wo er von Weitem sein Gl\u00fcck bei der Holden versuchen durfte, das war zwar spa\u00dfig anzusehen, aber wohl nicht ganz das, wonach wir suchten. Er untermalte seinen sagenhaften Ruf gleich mit einem Filmausschnitt aus dem bekanntesten Werk: \u201eKein Weg ist zu weit &#8211; mach die Beine breit\u201c lautete die nicht besonders gelungene \u00dcbersetzung ins Deutsche. Er hatte durchaus seine Erfolge, aber seine besondere Gabe w\u00fcrde bei diesem Film wohl nicht so zur Geltung kommen k\u00f6nnen. Anderes Material hatte er jedenfalls nicht dabei.<\/p>\n<p>Laura bat ihn ebenfalls nach nebenan und wandte sich dann an uns: \u201eAlso das war doch jetzt ein am\u00fcsanter Abschluss dieser Runde. Dem Scherzbold, der sich das ausgedacht hat, schulden wir was. Aber im Ernst, ob der noch etwas anderes draufhat, hat sich mir nicht erschlossen. Vielleicht ist er ja so auch ganz geeignet, und er wird immer nur auf das Eine reduziert?\u201c Sie sah uns fragend an, gar nicht so ihre Art. Sie schien verunsichert zu sein.<\/p>\n<p>Es folgte eine intensive Besprechung, aus der wir tats\u00e4chlich sehr unschl\u00fcssig hervorgingen. Wer w\u00fcrde das Rennen machen? Ich war selbst gespannt. Der zweite Bewerber entsprach am ehesten dem Bild, das ich mir gemacht hatte, aber warum nicht einen \u00e4lteren Mann nehmen? Der letzte Kandidat war sehr bekannt, aber eben nur f\u00fcr seine hervorstechendste F\u00e4higkeit. Und der erste hatte viel Erfahrung, war aber eigentlich ein bisschen zu sehr \u201edas Klischee\u201c von einem Pornodarsteller f\u00fcr diesen einen Film. Andererseits w\u00fcrde es besonders vielseitig zur Sache gehen, was das Ganze nicht einfacher machte\u2026<br \/>\nWer w\u00e4re Ihre Wahl gewesen?<\/p>\n<p>Wie wir uns schlussendlich entschieden haben? Das verrate ich nicht, ich bin ja keine Spielverderberin. Schauen Sie sich doch einfach den Film an, dann werden Sie es gleich wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Tina Fanta<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=430\">\u00fc18<\/a> | Inventarnummer: 16028<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMein Freund, der Kellner und ich\u201c schlug ein wie eine Bombe. 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