{"id":17278,"date":"2023-12-19T16:23:35","date_gmt":"2023-12-19T16:23:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=17278"},"modified":"2023-12-23T09:37:16","modified_gmt":"2023-12-23T09:37:16","slug":"ueberraschungen-am-heiligabend-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=17278","title":{"rendered":"\u00dcberraschungen am Heiligabend"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts17278&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts17278&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Kira w\u00e4lzt sich gen\u00fcsslich im Schnee und l\u00e4uft dann freudig weiter durch den Park. Unsere kleine Malteserh\u00fcndin liebt ihre Gassi-Runden vor allem im Winter. Ungewohnt still ist es heute, am Nachmittag des Heiligabends. Ich treffe keinen einzigen Menschen im Park, nicht einmal Rudi, den Obdachlosen, der sonst immer um diese Zeit die Tauben f\u00fcttert. Nur ein Jugendlicher schlurft beim R\u00fcckweg an mir vorbei, in ganz offensichtlich schlechter Laune: gerunzelte Stirn, finsterer Blick, verkniffener Mund. Ich muss an die Zeit denken, als ich in seinem Alter war und Weihnachten zuhause mit meinen Eltern und mit Tante Berta feierte. Vielleicht erwartet diesen missmutigen Jungen \u00c4hnliches wie mich damals.<\/p>\n<p>Heiligabend mit meinen Eltern, das w\u00e4re ja sehr sch\u00f6n gewesen, aber mit Tante Berta \u2013 tja, das war, gelinde gesagt, der Alptraum eines jeden Jugendlichen. Da gab es Tante Bertas Umarmungen, bei denen man in eine Wolke von Lavendelduft eingeh\u00fcllt wurde, und ihre unangenehmen Fragen, von denen jene wie: \u201eErz\u00e4hl mal, wie geht es dir in der Schule?\u201c oder \u201eJetzt mal ehrlich, Jonas, hast du schon eine Freundin?\u201c, noch die harmloseren waren. Im fortgeschrittenen Weihnachtspunsch- und Eierlik\u00f6rstadium erz\u00e4hlte sie dann langatmige Anekdoten, die niemanden interessierten, \u00fcber die sie selbst sich jedoch k\u00f6stlich am\u00fcsierte.<\/p>\n<p>Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Viele Kilometer liegen zwischen Tante Berta und mir. Den Heiligabend verbringe ich seit Jahren ausschlie\u00dflich mit meiner kleinen Familie, meiner Frau Klara und unserer Tochter Christie, die au\u00dferdem auch heute ihren neunten Geburtstag feiert. Meine Eltern werden wir morgen besuchen, und Tante Berta wird wie jedes Jahr kurz angerufen.<\/p>\n<p>Ich biege mit Kira in die ruhige Stra\u00dfe, in der wir wohnen, und \u00f6ffne wenig sp\u00e4ter die Wohnungst\u00fcr. Kira l\u00e4uft mir voraus durch den Vorraum Richtung Wohnzimmer. Ich ziehe meine Jacke aus und schnuppere in Erwartung des Duftes nach Tannenzweigen oder gar schon nach dem eines k\u00f6stlichen Weihnachtsbratens. Doch ein v\u00f6llig anderer Geruch als erwartet steigt mir in die Nase. Es riecht seltsam muffig, wie nach ungewaschener Kleidung.<\/p>\n<p>Klara kommt aus der K\u00fcche zu mir, sie hat einen seltsam ratlosen Ausdruck in den Augen und rote Flecken im Gesicht. Die Flecken bekommt Klara immer, wenn etwas Unerwartetes, Stressiges passiert.<\/p>\n<p>\u201eWas ist los, Liebling?\u201c, frage ich besorgt. \u201eIst etwas mit Christie?\u201c<\/p>\n<p>\u201eChristie geht\u2019s blendend. Sie unterh\u00e4lt sich im Wohnzimmer mit unserem Gast.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit unserem Gast? Aber wir haben doch niemanden eingeladen. Mit welchem Gast denn?\u201c<\/p>\n<p>Klara seufzt. \u201eMit Rudi, dem Obdachlosen. Du wei\u00dft schon, der B\u00e4rtige, der immer im Park die V\u00f6gel f\u00fcttert. Christie hat ihn eingeladen. Sie sagte, dass du gemeint hast, es w\u00e4re f\u00fcr dich das Allersch\u00f6nste, Weihnachten gemeinsam mit einsamen Menschen zu feiern.\u201c<\/p>\n<p>Ich bin sprachlos. Tief atme ich durch und gehe ins Wohnzimmer. Da sitzen eine strahlende Christie und ein verwahrloster Rudi auf dem Sofa. Kira liegt neben ihm und l\u00e4sst sich von ihm streicheln. Christi springt auf und umarmt mich, und zugleich \u00fcberf\u00e4llt mich ein dankbarer Wortschwall von Rudi. \u00dcberschw\u00e4nglich beteuert er, wie sehr er es zu sch\u00e4tzen wisse, eingeladen worden zu sein, und er bedanke sich sehr f\u00fcr die pers\u00f6nlichen Zeilen, die ihm meine Tochter gestern zu seiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung und Freude \u00fcberreicht habe.<\/p>\n<p>Bevor ich zu Wort kommen kann, sagt Klara, die neben mich getreten ist und augenscheinlich ihre Fassung wiedergewonnen hat, freundlich: \u201eVor der Bescherung und dem Essen ziehen wir uns immer um. Komm, Rudi, ich zeige dir das Badezimmer. Jonas schenkt dir gerne Kleidung von sich, stimmt\u2019s, Schatz? Ihr scheint dieselbe Gr\u00f6\u00dfe zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Und schon geht sie mit Rudi, der mir im Vorbeigehen auf die Schulter klopft, aus dem Wohnzimmer und Richtung Badezimmer.<\/p>\n<p>\u201eChristie\u201c, sage ich leise zu meiner Tochter, \u201eWas ist dir da blo\u00df eingefallen? Du kannst doch nicht einfach wildfremde Leute zu uns einladen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber heute ist Weihnachten und mein Geburtstag und Rudi ist so nett\u201c, sagt sie. \u201eEr freut sich so sehr, bei uns zu sein. Er ist ein Supergast. Und du hast ja zu mir gesagt, zu Weihnachten soll man besonders an die denken, die einsam sind, und dass es f\u00fcr dich das Allersch\u00f6nste w\u00e4re, mit ihnen zu feiern.\u201c<\/p>\n<p>Das habe ich bestimmt nicht gesagt, will ich sagen, doch da f\u00e4llt es mir ein. Vorgestern haben Christie und ich \u00fcber Weihnachten geredet. Das hei\u00dft, Christie hat geredet, und ich habe zugeh\u00f6rt, mit nur einem Ohr, weil ich gleichzeitig ein wichtiges Fu\u00dfballmatch verfolgt habe. Dunkel erinnere ich mich, dass sie gesagt hat, wie sch\u00f6n es sei, dass sie am selben Tag wie das Christkind geboren ist, doch es sei auch etwas traurig, weil sie nie eine Geburtstagsparty haben k\u00f6nne, weil nat\u00fcrlich alle ihre Freundinnen Weihnachten mit ihren Familien zuhause feiern. Aber eigentlich k\u00f6nne sie ja diejenigen einladen, die zu Weihnachten allein w\u00e4ren. Und dann wei\u00df ich noch, dass ein ungerechtfertigter Elfmeter gegeben wurde und ein \u00e4rgerliches Tor f\u00fcr die Gegenmannschaft gefallen ist, danach war wieder Christies Stimme an meinem Ohr:<\/p>\n<p>\u201e\u2026 w\u00e4re das nicht am allersch\u00f6nsten?\u201c \u201eJaja, das w\u00e4re am allersch\u00f6nsten\u201c, habe ich geantwortet, obwohl ich den Anfang des Satzes nicht mitbekommen hatte, und Christie hat mich gl\u00fccklich umarmt und ist in ihrem Zimmer verschwunden.<\/p>\n<p>Ich seufze wieder, dann sage ich: \u201eGut, Christie, nun ist es so, wie es ist, machen wir also das Beste daraus. Feiern wir gemeinsam mit Rudi ein sch\u00f6nes Weihnachts- und Geburtstagsfest.\u201c<\/p>\n<p>Eine halbe Stunde sp\u00e4ter w\u00e4hne ich mich in einer dieser Vorher-nachher-Serien, die Klara manchmal ansieht. Ein frisch geduschter, dezent parf\u00fcmierter Rudi erscheint. Sein ungepflegter Bart ist abrasiert, das wei\u00dfe, lockige Haar ist gek\u00e4mmt. Mein schwarzer Rollkragenpulli und meine schwarze Lieblings-Jeans stehen ihm hervorragend. Er sieht um Jahre j\u00fcnger aus.<\/p>\n<p>Klara schenkt uns drei Gl\u00e4ser Sekt und einen Kindersekt f\u00fcr Christie ein.<\/p>\n<p>Wir sto\u00dfen an und plaudern Belangloses. Dann erz\u00e4hlt Rudi aus seinem Leben. Er erz\u00e4hlt, dass er noch nicht lange obdachlos ist, dass er noch vor einem Jahr eine kleine Wohnung und einen Arbeitsplatz besessen hat, doch dann sei es schnell gegangen. Scheidung, Verlust der Arbeit. Die Exfrau bekam die Wohnung und die Sparb\u00fccher, und er, der Rudi, stand pl\u00f6tzlich mit nichts vor dem Nichts.<\/p>\n<p>\u201eTja\u201c, sagt Rudi, \u201emit den Frauen hatte ich nie Gl\u00fcck. Nur eine hat es gegeben\u201c, seine Augen leuchten sehns\u00fcchtig auf, \u201eeine, die w\u00e4re die Richtige f\u00fcr mich gewesen. Betty. Wir sind in dieselbe Volksschule gegangen. Jeden Tag habe ich ihr die Schultasche getragen und ihr in der Pause einen Kakao gebracht. Betty hat mir gesagt, was ich f\u00fcr sie machen soll, und ich habe ihre W\u00fcnsche erf\u00fcllt. Das brauche ich, eine Frau, die den Ton angibt, mich aber nicht ausnutzt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wo ist Betty jetzt?\u201c, fragt Christie.<\/p>\n<p>\u201eDas wei\u00df ich nicht, Kind, die Stadt ist gro\u00df. Vor ungef\u00e4hr zwei Jahren habe ich sie zuf\u00e4llig am Bahnhof getroffen. Mit ihrem Mann. Sie hat mich angesehen, hat den Kopf gesch\u00fcttelt und gesagt: \u201eDu siehst nicht gut aus, Rudolf Knopf. Da stimmt etwas nicht in deinem Leben. Achte besser auf dich.\u201c Dann war sie wieder weg, sie und ihr Mann sind in einen Zug gestiegen.\u201c Rudi seufzt.<\/p>\n<p>Da klopft es pl\u00f6tzlich laut an der Wohnungst\u00fcr. Alarmiert sehen Klara und ich uns an, dann schauen wir beide zu Christie.<\/p>\n<p>\u201eChristie\u201c, sage ich, \u201ehast du noch jemanden eingeladen?\u201c<\/p>\n<p>Christie l\u00e4chelt mich lieb an. Es klopft wieder, und Klara geht in den Vorraum zur T\u00fcr. Kurz darauf ist eine laute Frauenstimme zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>\u201eDanke f\u00fcr die Einladung, Frau Nachbarin, die Ihre Tochter mir \u00fcberreicht hat. Freut mich au\u00dferordentlich. Sie wissen ja, dass ich allein bin, und allein sein ist grad am Heiligabend nicht sch\u00f6n.\u201c<\/p>\n<p>Es ist eindeutig Elsbeth Hasenschreck, die nebenan wohnt. Seitdem vor einem Jahr ihr Mann gestorben ist und vor allem seit ihrer Knieoperation im Sommer braucht sie des \u00d6fteren unsere Hilfe. Klara erledigt Besorgungen f\u00fcr sie, und ich habe erst k\u00fcrzlich etwas bei ihr montiert, und war froh, als ich damit fertig war, denn Elsbeth Hasenschreck spricht immer im unangenehmen Befehlston, sogar ihr \u201aDanke sch\u00f6n\u2018 klingt wie eine Zurechtweisung.<\/p>\n<p>Anklagend sehe ich zu Christie und sch\u00fcttle leicht den Kopf. Warum l\u00e4dt meine Tochter ausgerechnet die herrische Elsbeth ein?<\/p>\n<p>Da bemerke ich, dass Rudi, pl\u00f6tzlich blass im Gesicht, aufgeregt aufgesprungen ist, und sich seine Wangen purpurrot verf\u00e4rben, als Elsbeth Hasenschreck auf Kr\u00fccken das Wohnzimmer betritt.<br \/>\nStumm sehen sich die beiden an. Rudi l\u00e4sst sich ins Sofa sinken und greift nach seinem Sektglas.<\/p>\n<p>\u201eDas w\u00fcrde ich bleiben lassen, Rudolf Knopf. Das Trinken hat dir nie gutgetan\u201c, sagt unsere Nachbarin streng.<\/p>\n<p>\u201eDu hast recht, Betty\u201c, sagt Rudi und stellt das Glas sofort wieder auf den Tisch.<\/p>\n<p>Erstaunt sehen Klara, Christie und ich von einem zum anderen.<\/p>\n<p>\u201eIst Frau Hasenschreck die Betty, von der du uns vorhin erz\u00e4hlt hast?\u201c, kombiniert meine Tochter klug und h\u00fcpft aufgeregt auf dem Sofa. \u201eDie, der du immer die Schultasche getragen hast und in der Pause Kakao gebracht hast? Die, die du am Bahnhof getroffen hast?\u201c<\/p>\n<p>Rudi nickt. Er wirkt nach wie vor fassungslos.<\/p>\n<p>\u201eWas erz\u00e4hlst du meinen Nachbarn f\u00fcr Unsinnigkeiten, Rudolf Knopf?\u201c, fragt Elsbeth Hasenschreck streng. \u201eUnd \u00fcberhaupt, warum bist du hier? Wer hat das arrangiert?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch, ich\u201c, ruft Christie \u00fcberm\u00fctig, \u201eich war das! Weil heute Weihnachten ist \u2013 und mein Geburtstag!\u201c<\/p>\n<p>\u201eJetzt ist mir alles klar\u201c, fl\u00fcstert Rudi, und l\u00e4sst sich ins Sofa sinken. \u201eDu bist das Christkind, Christie.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas stimmt, Rudi. Christie ist tats\u00e4chlich unser Christkind\u201c, sagt Klara stolz. \u201eIhr Geburtstermin w\u00e4re ja erst Mitte J\u00e4nner gewesen, aber Christie kam ausgerechnet am Heiligabend zur Welt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie auch immer\u201c, sagt Elsbeth Hasenschreck, \u201eAlles Gute zum Geburtstag, Kind!\u201c<\/p>\n<p>Und an mich gewandt: \u201eJonas, jetzt nehmen Sie mir doch endlich meine schwere Tasche ab, bevor ich zusammenbreche. Es sind Geschenke drin, die legen Sie unter den Christbaum.\u201c<\/p>\n<p>\u201eApropos Geschenke\u201c, sagt Klara, \u201eich finde, es ist h\u00f6chste Zeit f\u00fcr die Bescherung, was meinst du, Christie?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJaaa!!\u201c<\/p>\n<p>Beim Essen nach der Bescherung werden wir Zeugen eines echten Weihnachtswunders und einer r\u00fchrenden Liebesgeschichte. Rudi und Betty wirken so vertraut miteinander, als ob sie ihr Leben lang jeden Tag zusammengewesen w\u00e4ren. Als unsere Nachbarin erf\u00e4hrt, dass Rudi seit gut einem Jahr keine Unterkunft hat, sagt sie resolut:<\/p>\n<p>\u201eDamit ist es jetzt vorbei, Rudolf Knopf. Ab sofort wohnst du bei mir. Ich habe Platz genug und brauche dringend jemanden, der meine Eink\u00e4ufe erledigt und mir im Haushalt behilflich ist. Freie Kost und Logis f\u00fcr deine Hilfe. Bist du einverstanden?\u201c<\/p>\n<p>Rudolf schweigt und r\u00e4uspert sich ein paar Mal.<\/p>\n<p>\u201eJa, nat\u00fcrlich, Betty, furchtbar gerne, danke, ich \u2013 ich bin einverstanden\u201c, stottert er, und seine Augen glitzern und strahlen heller als die Weihnachtslichter am Baum.<\/p>\n<p>Es ist ein fr\u00f6hlicher, sch\u00f6ner Abend mit Rudi und Betty. Gegen zwanzig Uhr wollen sich die beiden verabschieden, und wir begleiten sie in den Vorraum. \u00a0Rudi bedankt sich zum wiederholten Mal bei Klara, Christie und mir, als Kira pl\u00f6tzlich die Eingangst\u00fcr anbellt. Ein paar Momente sp\u00e4ter l\u00e4utet es anhaltend drau\u00dfen an der T\u00fcr.<\/p>\n<p>\u201eChristie?!\u201c, mir schwant B\u00f6ses. \u201eHast du noch jemanden eingeladen?\u201c<\/p>\n<p>Christies strahlendes Gesicht erkl\u00e4rt alles. Und dann geschieht ein fliegender Wechsel. Rudi und Betty verlassen unsere Wohnung und eine mir sehr vertraute Person betritt diese, einen gro\u00dfen Rollkoffer hinter sich herziehend. Christie und Klara werden geherzt und gek\u00fcsst, dann h\u00fcllt mich eine vertraute Wolke von Lavendelduft ein. Es ist tats\u00e4chlich Tante Berta.<\/p>\n<p>\u201eNa endlich sehen wir uns wieder, mein Junge\u201c, h\u00e4lt sie mich fest umarmt. \u201eSo lange habe ich auf eine Einladung gewartet! Aber nun ist sie ja, noch dazu auf so reizende Art und Weise, durch eure liebe Christie, gekommen. Da konnte ich nat\u00fcrlich nicht nein sagen, heute Morgen habe ich mich in den Zug gesetzt \u2013 und ja, ehe du mich fragst, ich habe Zeit und kann einige Tage bei euch bleiben!\u201c<\/p>\n<p>Mir verschl\u00e4gt es die Stimme, ich h\u00f6re Klara herzlich antworten, wie sehr sie sich \u00fcber ihren Besuch freue. Dann hakt sich Tante Berta bei mir unter, schleift und tr\u00e4gt mich beinahe mit sich ins Wohnzimmer zum Sofa.<\/p>\n<p>Zufrieden l\u00e4sst sie sich mit mir darauf nieder und sagt:<\/p>\n<p>\u201eSo, mein Junge, jetzt schenke mir mal einen kleinen Eierlik\u00f6r ein, und dann erz\u00e4hle mir in Ruhe. Wie geht\u2019s Christie in der Schule? Und wie l\u00e4uft\u2019s denn so in deiner Firma? Und sag mal, bist du noch immer so verr\u00fcckt nach Fu\u00dfball?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Claudia Dvoracek-Iby<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=7360\">fest feiern<\/a> | Inventarnummer: 23188<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kira w\u00e4lzt sich gen\u00fcsslich im Schnee und l\u00e4uft dann freudig weiter durch den Park. Unsere kleine Malteserh\u00fcndin liebt ihre Gassi-Runden vor allem im Winter. Ungewohnt still ist es heute, am Nachmittag des Heiligabends. 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