{"id":17208,"date":"2023-12-13T12:09:34","date_gmt":"2023-12-13T12:09:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=17208"},"modified":"2023-12-16T11:51:52","modified_gmt":"2023-12-16T11:51:52","slug":"die-farben-der-weihnachtszeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=17208","title":{"rendered":"Die Farben der Weihnachtszeit"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts17208&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts17208&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>In dieser Geschichte geht es, wie auch nicht anders zu erwarten, um Weihnachten. Jedoch geht es dabei mehr um ein Kaleidoskop an Emotionen, die diese wunderbar besinnliche Zeit mit sich bringt.<\/p>\n<p>Denn nicht immer ist es einem verg\u00f6nnt, sich in flauschige Decken gekuschelt und die F\u00fc\u00dfe in Wollsocken geh\u00fcllt hinter einem spannenden Roman zu vergessen oder gedankenverloren die Lovestory im neuesten Netflix Weihnachtsfilm zu beseufzen.<\/p>\n<p>Viel mehr ist diese Zeit \u2013 nicht nur, aber auch \u2013 durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse gepr\u00e4gt, die einem regelrecht die Sinne fluten. Sei es durch hektische Menschenmengen in Einkaufszentren, Mariah Carey oder Wham, die aus den Lautsprechern dr\u00f6hnen, und nicht zuletzt durch organisatorische Belange, die f\u00fcr ein \u201ebesinnliches\u201c Weihnachtsfest geplant und umgesetzt werden wollen. Denn am Weihnachtsabend alle an einen Tisch zu bekommen, ist wahrlich ein frommer Wunsch, dem das eine oder andere graue Haar entschlossen zur Seite steht.<\/p>\n<p>Emotionen sind bunt. So auch bei Helga, der Heldin unserer heutigen Geschichte. Und was w\u00e4re reizvoller, als diese Emotionen farblich zu untermauern \u2013 nicht zuletzt, um der allgemeinen Befindlichkeit unserer Protagonistin ein ad\u00e4quates B\u00fchnenbild zu gestalten und ihrem pers\u00f6nlichen Weihnachtsfilm das passende Drehbuch zu liefern.<\/p>\n<p>Wir starten daher mit dem allseits bekannten Ampelsystem in den Farben Gr\u00fcn, Orange und Rot. Welche Farben danach noch hinzukommen, wird im Laufe der Geschichte vielleicht zu erahnen sein.<\/p>\n<p><strong>Helga<\/strong><\/p>\n<p>Helga war Mitte f\u00fcnfzig und alleinerziehende Mutter zweier Teenager, da Karl \u2013 ihr Ex-Mann \u2013 im Rahmen seiner Midlife-Crisis vor zwei Jahren durchaus mehr mit seiner Pilates-Trainerin turnte, als seiner Ehe dienlich gewesen w\u00e4re. Doch als treibende Kraft eines gutb\u00fcrgerlichen, famili\u00e4ren Konstrukts lie\u00df sich Helga davon wenig beeindrucken, da Karls Qualit\u00e4ten als Ehemann auch davor schon nicht von gro\u00dfer Ausdauer und Hingabe gepr\u00e4gt gewesen waren.<\/p>\n<p>Helga war die zentrale Anlaufstelle der Familie. Die, die das Sonntagsessen mit einer extra Portion Liebe zubereitete, und die, die ihre Familie zusammenhielt, was auch immer geschehen mochte.<\/p>\n<p>So ist es auch kaum verwunderlich, dass ihr gerade die kleinen Herausforderungen des Alltags, wie Feiertage und Familienfeiern, ein ganz besonderes Anliegen waren. Diese meisterte sie stets mit absoluter Pr\u00e4zision und subtilem Nachdruck, denn: Wenn man seine Lieben zusammenhalten wollte, war eine Prise latenten emotionalen Zwangs eine \u00e4u\u00dferst wirkungsvolle Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Doch eines sei an dieser Stelle festgehalten: Trotz ihrer Niederlagen und Schicksalsschl\u00e4ge, die sie im Laufe ihres Lebens erleiden musste, hatte sie ein Herz in der Gr\u00f6\u00dfe eines Kontinents, das jedem Hilfe zukommen lie\u00df, wenn es notwendig war, und das f\u00fcr die Sorgen der Liebsten immer da war.<\/p>\n<p>Doch nun wollen wir Helga ein St\u00fcck ihres Weges begleiten und mit ihr gemeinsam in eine phantastische Vorweihnachtszeit eintauchen &#8211; <strong>lasset die Spiele beginnen \u2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcn<\/strong><\/p>\n<p>Es war der erste Dezember und Helga, die bereits tags zuvor die Herbstdekoration in den entsprechenden Kisten verstaut hatte, freute sich bereits auf Weihnachten und darauf, das Haus weihnachtlich zu dekorieren.<\/p>\n<p>Die ersten Kekse waren schon gebacken und auch das Haus duftete bereits nach Zucker, Zimt und Schokolade. Im Radio liefen die ersten Weihnachtslieder und Helga konnte es sich nicht verkneifen, ihre vollen H\u00fcften im Takt der Musik zu bewegen.<\/p>\n<p>\u201eEndlich Weihnachten\u201c, dachte sie sich und machte sich frisch ans Werk, um auch die restlichen Familienmitglieder sowie die Nachbarn mithilfe zahlreicher LEDs an ihrer Freude teilhaben zu lassen.<\/p>\n<p>Es dauerte knapp zwei Tage, doch dann war es vollbracht. Am dritten Dezember erstrahlte das Haus von innen und von au\u00dfen in warmwei\u00dfem Licht, wodurch ihre weihnachtliche Vorfreude visuell zum Ausdruck gebracht werden konnte.<\/p>\n<p>Helga t\u00e4nzelte durchs Haus und streichelte in Gedanken die Blasengel, die auf der Anrichte im Wohnzimmer drapiert waren. Am Ende ihrer Inspektion angekommen, betrachtete sie zufrieden den Adventkranz, dessen erste Kerze morgen angez\u00fcndet werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dazu hatte sie auch ihre Kartenrunde eingeladen. Eine gespr\u00e4chige Gruppe an Mittf\u00fcnfzigerinnen, die es liebten, in ihrer Freizeit Karten zu spielen und den einen oder anderen Dorftratsch zu teilen.<\/p>\n<p>Auch am n\u00e4chsten Tag ergossen sich Weihnachtskl\u00e4nge aus dem Radio und Helga hatte bereits am fr\u00fchen Morgen die Keksplatte vorbereitet, die ihr vor ihren Freundinnen als Troph\u00e4e und Beweis ihrer perfekten Backk\u00fcnste dienen sollte.<\/p>\n<p>Und was am ersten Adventsonntag auf keinen Fall fehlen durfte, war der Eierlik\u00f6r \u2013 selbstverst\u00e4ndlich aus eigener Produktion und im Laufe der Zeit perfektioniert, war er ihr absolutes Geheimrezept.<\/p>\n<p>Als die Kartenrunde vollz\u00e4hlig versammelt war, bestaunte man die imposante Dekoration sowie die perfekt geformten kleinen Kekse und ging dann \u00fcber in den herk\u00f6mmlichen Rhythmus.<\/p>\n<p>\u201eHast du schon geh\u00f6rt\u201c, begann Ilse, \u201edie Frau von unserem B\u00fcrgermeister hat bei der Gemeindeweihnachtsfeier das Klo vollgekotzt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa ja, entweder ist sie wieder schwanger, oder sie hat ein Gl\u00e4schen zu viel erwischt\u201c, entgegnete Maria schulterzuckend.<\/p>\n<p>\u201eNa ja, als B\u00fcrgermeistergattin sollte man sich schon zu benehmen wissen\u201c, warf nun Herta ein, woraufhin Sissi erwiderte:<\/p>\n<p>\u201eAber, aber, wir sind hier ja nicht bei den Royals in Gro\u00dfbritannien, und so ansehnlich sind unsere H\u00e4uptlinge auch nicht.\u201c<\/p>\n<p>Daraufhin folgte einstimmiges Gel\u00e4chter und die illustre Damenrunde war bereits bei der zweiten Runde Canasta angelangt. Man leerte ein ums andere Gl\u00e4schen Eierlik\u00f6r, als die sonst eher stille Josefine pl\u00f6tzlich das Wort ergriff:<br \/>\n\u201eHelga, ich muss dir was erz\u00e4hlen.\u201c Alle Anwesenden hoben neugierig die K\u00f6pfe und Helga, die erst neugierig und dann etwas verlegen hinter ihren Karten hervorlinste, erwiderte:<\/p>\n<p>\u201eSpuck\u2019s aus, es wissen ohnedies schon alle \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas, dass dein Karl mit der Pilates-Tussi ein Kind bekommt?\u201c, fragte Josefine unsicher, und Helga entgegnete n\u00fcchtern:<br \/>\n\u201eJa, genau das hab ich gemeint. Und er ist nicht mehr mein Karl, schon lange nicht mehr!\u201c<\/p>\n<p>Die Damen der Kartenrunde blickten teils ver\u00e4chtlich, teils mitf\u00fchlend zu Helga, deren Missstimmung nun kaum noch zu verbergen war.<\/p>\n<p>\u201eWas soll man sagen\u201c, durchbrach sie die Stille des Augenblicks, \u201eer war schon immer ein Lump und das wird er auch immer bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Die vermeintlichen Freundinnen zuckten blo\u00df die Schultern, doch diese Geste lie\u00df Helga in ihrem emotionalen Elend alleine zur\u00fcck. Zwar hatte sie im Laufe der Zeit mit der einen oder anderen auch tiefsinnigere und unterst\u00fctzende Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, doch am Ende des Tages waren sie Hy\u00e4nen, die sich insgeheim am Leid der jeweils anderen gierig labten.<\/p>\n<p><strong>Orange<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende dieses Tages war Helga deprimiert. Zwar wusste sie bereits um die Schwangerschaft, doch bis heute hatte sie es gekonnt verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>\u201eZum Gesp\u00f6tt macht er mich, der Saukerl, und ich bin die verlassene Ex-Ehefrau, die mit den zwei Teenagern, die keiner mehr will und die ausgetauscht wurde gegen ein j\u00fcngeres, knackigeres Exemplar\u201c, dachte sie insgeheim, als sie die \u00dcberbleibsel der Kartenrunde in den Geschirrsp\u00fcler r\u00e4umte.<\/p>\n<p>H\u00fcbsch war sie gewesen, die Neue, und durchtrainiert, da konnte sie selbst wohl kaum mithalten.<\/p>\n<p>An diesem Abend tr\u00f6stete sie sich mit ein paar Gl\u00e4schen Rotwein sowie einem Weihnachtsfilm, in dem der reiche Erbe eines Imperiums durch die sozialen F\u00e4higkeiten einer im Ort beliebten Anw\u00e4ltin nachhaltig den Wert der N\u00e4chstenliebe kennenlernte und auch gleich umzusetzen vermochte, und der sich nat\u00fcrlich auch in die h\u00fcbsche, junge Anw\u00e4ltin verliebte. Friede, Freude Hochzeit \u2013 am Weihnachtabend \u2013 und die Welt war wieder wunderbar. Zumindest im Fernsehen.<\/p>\n<p>Doch Helga war noch immer am Gr\u00fcbeln, denn ER war noch immer da, der gekr\u00e4nkte Stolz. Er, der ihr die ganze Weihnachtsstimmung vermieste und der an ihr nagte, wie ein Hamster an einer Handvoll K\u00f6rner.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag versuchte sie, die Blicke der Hy\u00e4nen zu vergessen und ihren Alltag wie gewohnt wieder aufzunehmen. Sie war schlie\u00dflich ein eigenst\u00e4ndiger Mensch und NIE UND NIMMER lie\u00df sie sich ihre heilige Vorweihnachtszeit durch ihren Ex vermiesen.<\/p>\n<p>Gesagt, getan, setzte sie sich in ihr Auto und fuhr ins nahegelegene Einkaufszentrum. Denn einer vorweihnachtlichen Depression musste man mit einer \u00dcberdosis Weihnachten begegnen.<\/p>\n<p>Dort angekommen, warf sich Helga todesmutig ins Get\u00fcmmel. Sie shoppte, was das Zeug hielt, und als die Einkaufstaschen drohten zu platzen, setzte sie noch einen drauf und machte noch einen Abstecher zu Ikea.<\/p>\n<p>Nach all den Vorbereitungen und Eink\u00e4ufen war sie abends zu Recht m\u00fcde. Und auch ihr kleines Auto h\u00e4tte wohl kaum mehr in sich aufnehmen k\u00f6nnen, ohne mit dem Heck am Boden zu schleifen. Helga fuhr gem\u00e4chlich zur\u00fcck nach Hause. Drau\u00dfen schneite es dicke wei\u00dfe Schneeflocken und im Autoradio besang \u2013 parapapapam \u2013 David Bowie seinen \u201eLittle Drummer Boy\u201c.<\/p>\n<ul>\n<li>Fast w\u00e4re Helga gl\u00fccklich gewesen.<\/li>\n<li>Fast h\u00e4tte sie die Dem\u00fctigungen des letzten Tages vergessen und<\/li>\n<li>fast h\u00e4tte sie den Weg nach Hause geschafft, w\u00e4re da nicht die Eisplatte gekommen, die unter dem Schnee in der n\u00e4chsten Kurve schadenfroh auf sie wartete.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Helga gab alles. Sie riss das Lenkrad von links nach rechts, versuchte die Rutschpartie durch gekonntes Gegenlenken zu beenden \u2013 wie man es im Schleuderkurs gelernt hatte \u2013, doch vergebens. Das Auto rutschte samt Helga und all ihren Eink\u00e4ufen heckseitig in den Graben.<\/p>\n<p><strong>Rot<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWhoaaaa\u201c, st\u00f6hnte Helga, was war das f\u00fcr ein Ritt. War noch alles dran an ihr? Und wie war es um ihr Auto bestellt? Mit zitternden H\u00e4nden l\u00f6ste Helga den Sicherheitsgurt, \u00f6ffnete die Autot\u00fcr und stieg mit ebenso zitternden Knien aus dem Auto, das mit der Hinterseite ein wenig nach unten hing.<\/p>\n<p>Helga stand schweigend da. Sie betrachtete fassungslos ihr Auto, das in ein Bachbett geschlittert war. Trotz ihres Schadens schickt sie ein rasches Sto\u00dfgebet nach oben, denn diese Misere h\u00e4tte noch weitaus schlimmer ausgehen k\u00f6nnen. Als sie sich einigerma\u00dfen gefangen hatte, griff sie nach ihm Handy. Die Nummer des regionalen Abschleppdienstes war rasch gefunden, doch bevor sie die Nummer w\u00e4hlen konnte, h\u00f6rte sie ein fernes Ger\u00e4usch, das n\u00e4her zu kommen schien \u2013 war das ein Traktor?<\/p>\n<p>Geistesgegenw\u00e4rtig startete Helga die Warnblinkanlage ihres Autos und hupte lange und entschlossen, um den Fremden auf sich aufmerksam zu machen. Und tats\u00e4chlich: Wenige Minuten sp\u00e4ter stand da ein Traktor und ein b\u00e4rtiger Mann stieg aus der Fahrerkabine.<br \/>\n\u201eBrauchen Sie Hilfe?\u201c, fragte er Helga, die ihm nun heulend ob des nachlassenden Schocks \u201eja bitte\u201c entgegenhauchte.<\/p>\n<p>Ein Abschleppseil war schnell zur Hand und eins, zwei, drei stand ihr Auto wieder auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass Sie in der N\u00e4he waren \u2013 vielen DANK f\u00fcr Ihre Hilfe\u201c, bedankte sich Helga bei dem Fremden und musterte ihn nun von oben bis unten. Obwohl sie nicht zu sagen vermochte, woher sie ihn kennen k\u00f6nnte, fragte sie: \u201eKennen wir uns? Sie kommen mir so bekannt vor.\u201c Auch der Fremde musterte sie nun eindringlicher.<\/p>\n<p>\u201eBist du die Helga?\u201c, fragte er nach ein paar Sekunden, Helga Enzenbacher? \u201eFischer\u201c, entgegnete sie nun ein wenig verwirrt. \u201eEnzenbacher ist mein M\u00e4dchenname. Und wer bist du?\u201c, fragte sie den Fremden. \u201eThomas Bauer, wir sind gemeinsam in die Volkschule gegangen, erinnerst du dich nicht mehr?\u201c<\/p>\n<p>Und pl\u00f6tzlich durchfuhr sie ein Geistesblitz, und Erinnerungen \u00fcber eine l\u00e4ngst vergessene Zeit machten sich in ihr breit.<\/p>\n<p>Thomas war ein stiller, freundlicher Junge gewesen. Einer, der sich nicht an den Streichen der anderen beteiligte, und einmal ist er sogar dazwischengegangen, als die restlichen Jungs eine Gruppe von M\u00e4dchen, der sie auch angeh\u00f6rte, an den Z\u00f6pfen zogen.<\/p>\n<p>\u201eBist du nicht nach Kanada ausgewandert?\u201c, fragte Helga neugierig. \u201eDu hast doch irgendwas Technisches studiert und dann dort Karriere gemacht. Zumindest erz\u00e4hlt man sich das so bei den Klassentreffen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, so \u00e4hnlich\u201c, erwiderte Thomas. \u201eIch durfte in Kanada bei einigen Forschungsprojekten mitmachen, aber da meine Eltern jetzt zu alt sind, um sich um unseren Hof zu k\u00fcmmern, bin ich vor drei Wochen zur\u00fcckgekommen, um ihn zu \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa da schau her\u201c, staunte Helga. \u201eDer verlorene Sohn ist zur\u00fcck aus \u00dcbersee, da werden sich deine Eltern sicher sehr freuen, und wie man sieht \u2013 sie deutete auf ihr Auto \u2013, war das nicht die einzige gute Tat, seit du zur\u00fcck bist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZur rechten Zeit am rechten Ort\u201c, entgegnete er und l\u00e4chelte ein wenig schelmisch.<\/p>\n<p>Helga war nun g\u00e4nzlich durchgefroren und auch Thomas sp\u00fcrte die K\u00e4lte dieses Winterabends, die ihnen beiden zunehmend unter die Kleidung kroch. Beide waren sich einig, dass sie sich bald auf einen Kaffee im Warmen treffen wollten, um die Erinnerungen der Kindheit nochmals aufleben zu lassen. Zudem wollte Helga ihren Retter auch auf ein St\u00fcck Kuchen einladen, denn f\u00fcr seine rasche Hilfe war sie ihm mehr als dankbar.<\/p>\n<p>Zu Hause angekommen bemerkte Helga ihre schweren Glieder. Die Muskeln taten ihr am ganzen K\u00f6rper weh und sie f\u00fchlte sich, als h\u00e4tte sie ein ganzer Konvoi an weihnachtlichen Coca-Cola-Trucks \u00fcberfahren. Das musste der Schock gewesen sein, der nun auslie\u00df, und auch die Schlitterpartie ins Bachbett hatte sie ordentlich durchgebeutelt.<\/p>\n<p>Als sie endlich die letzten Eink\u00e4ufe verstaut hatte, lie\u00df sie sich auf die Couch fallen und ein paar Tr\u00e4nen kullerten ihr \u00fcber ihr m\u00fcdes Gesicht: Die Bilanz der bisherigen Weihnachtszeit lie\u00df zu w\u00fcnschen \u00fcbrig:<\/p>\n<ul>\n<li>Ihr Ex, der sie betrogen und f\u00fcr eine J\u00fcngere verlassen hatte, wurde nochmal Vater.<\/li>\n<li>Die Kartenrunde, oder besser gesagt, die Dorfweiber wetzten das Maul hinter ihrem R\u00fccken und geiferten nach Dramen, um nicht vor ihren eigenen T\u00fcren kehren zu m\u00fcssen,<\/li>\n<li>und vor wenigen Stunden hatte sie auch noch einen Autounfall. Das war zu viel in zu kurzer Zeit, und weinen half \u2013 zumindest f\u00fcr den Moment.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die Tage darauf waren nicht von Gl\u00fccksgef\u00fchlen gekr\u00f6nt. Sie sp\u00fcrte ihren geschundenen K\u00f6rper noch immer und auch die depressive Verstimmung wurde nur langsam besser.<\/p>\n<p>Doch nun freute sie sich <strong>doch <\/strong>ein wenig, denn am Abend w\u00fcrden ihre S\u00f6hne wieder nach Hause kommen. Sie waren in der vergangenen Woche mit ihrem Vater \u2013 dem Lump \u2013 Schifahren gewesen und obwohl ihr eine kleine Pause vom pubert\u00e4ren Alltag durchaus guttat, hatte sie die beiden ganz sch\u00f6n vermisst.<\/p>\n<p>Beim gemeinsamen Abendessen freute sich Helga schon auf die Geschichten, die die beiden von ihrem Ausflug erz\u00e4hlen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Um die beiden geb\u00fchrend zu begr\u00fc\u00dfen, hatte sie Spaghetti Bolognese gekocht und f\u00fcr die selbstgemachten Nudeln war sie fast drei Stunden in der K\u00fcche gestanden.<\/p>\n<p>Beim Essen waren ihre Jungs eher wortkarg gewesen. Keine Geschichten \u00fcber wilde Abfahrten, Apr\u00e8s-Ski oder neue Bekanntschaften. Der eine beschwerte sich dar\u00fcber, dass ihm in der Sauce zu viel Fleisch sei, denn er wollte sich k\u00fcnftig vegan ern\u00e4hren, wie die Freundin des Vaters, und auch beim Weihnachtsessen k\u00f6nne Helga k\u00fcnftig doch bitte mehr auf Nachhaltigkeit achten.<\/p>\n<p>Der andere war mit seinem Handy besch\u00e4ftigt, um die coolsten Schnappsch\u00fcsse aus dem Schiurlaub auf Instagram zu posten. Und als Helga und Sohn 1 bereits fertig gegessen hatte, sa\u00df Sohn 2 noch immer vor einem vollen Teller. Nur um sich dann bei Helga zu beschweren, dass das Essen kalt war.<\/p>\n<p>Obwohl Helga ihre Spr\u00f6sslinge abg\u00f6ttisch liebte, stieg ihr der Zorn immer weiter hoch. Verw\u00f6hnt hatte sie diese Fratzen. Einer undankbarer als der andere, keiner half im Haushalt und ihr Held war ausschlie\u00dflich ihr Vater. Sie, die Mutter, war schon seit einigen Jahren abgeschrieben.<\/p>\n<p>Als die Jungs wieder mal aufstehen wollten, ohne ihre Teller in den Geschirrsp\u00fcler zu r\u00e4umen, platzte ihr der Kragen.<\/p>\n<p>\u201eBin ich eure Dienstmagd?\u201c, feuerte sie in ihre Richtung. \u201eR\u00e4umt eure Teller ab und in Zukunft spielen wir hier andere T\u00f6ne, habt ihr mich verstanden? Ihr werdet k\u00fcnftig beide im Haushalt helfen, sonst ist euer Taschengeld gestrichen.\u201c<\/p>\n<p>Unbeeindruckt \u00fcber Mutters kleinen Wutanfall stellten die Jungs ihre Teller in die Sp\u00fcle und gingen mit ver\u00e4chtlichen Blicken in ihre Zimmer. Aus dem Flur entnahm Helga dann noch einzelne Worte wie \u201euncool\u201c, \u201ehysterisch\u201c und \u201ealt\u201c, bevor sich die Zimmert\u00fcren f\u00fcr den Rest des Abends schlossen.<\/p>\n<p>Das Letzte, was Helga an diesem Abend durch den Kopf ging, \u00a0bevor sie \u2013 innerlich ein wenig leer \u2013 einschlief, waren die Worte \u201euncool\u201c und \u201ehysterisch\u201c und \u201ealt\u201c, die sich wie ein negatives Mantra in ihren Tr\u00e4umen manifestierten.<\/p>\n<p><strong>Schwarz<\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage und Wochen vergingen wie im Flug und pl\u00f6tzlich war bereits das dritte Adventwochenende erreicht. Eine Woche noch und Weihnachten stand vor der T\u00fcr. Sie freute sich auf den Weihnachtsabend, an dem sie mit ihren S\u00f6hnen, ihrer Mutter sowie mit ihrer Schwester und deren Familie das Weihnachtsessen genie\u00dfen w\u00fcrde. Das Haus w\u00fcrde voll sein, der Tisch w\u00fcrde sich biegen und ihre kleinen Nichten w\u00fcrden gro\u00dfe Augen machen, wenn das Christkind im Nebenraum klingelte.<\/p>\n<p>Helga hatte bereits alle Weihnachtsgeschenke beisammen. Die Lebensmittel f\u00fcr das Weihnachtsessen waren weitestgehend besorgt und auch das Haus hatte sie schon vor Wochen blitzblank geputzt.<\/p>\n<p>Am heutigen Adventsamstag w\u00fcrde sie ein letztes Mal ins Einkaufszentrum fahren, um die letzten Besorgungen zu machen.<\/p>\n<p>Dort angekommen staunte sie nicht schlecht, als sie mit M\u00fch und Not noch einen Parkplatz finden konnte. Auch die Fahrt selbst war etwas holprig gewesen, da ihr der junge Fahrer einen Golf GTI frech den Mittelfinger gezeigt hatte, bevor er mit voll Speed an ihr vorbeischoss, und sie konnte gerade noch ausweichen, als ihr ein \u00e4lterer Herr mit Hut und Brille die Vorfahrt nahm.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ft ihres Vertrauens musste sie sich mit einer Altersgenossin verbal um das letzte St\u00fcck Butter pr\u00fcgeln, doch dieses w\u00fcrde sie nun als stolze Beute beharrlicher Zickerei im letzten Keksteig verarbeiten.<\/p>\n<p>An der Kasse angekommen, sp\u00fcrte sie mehrmals den Einkaufswagen des Hintermannes in ihrem R\u00fccken, der offenbar versuchte, sie damit zu penetrieren. Helga drehte sich um und blickte ihm geradewegs in sein ignorantes Gesicht.<\/p>\n<p>Der innere Monolog beider Parteien gestaltete sich in absoluter Stille, doch auch Gedanken sind dann und wann telepathisch h\u00f6rbar:<\/p>\n<p>Helga: \u201eWenn du mir deinen verdammten Einkaufswagen noch mal in die Flanken schiebst, verpr\u00fcgle ich dich mit deinem Baguette und reibe dir das Gesicht mit deinem beschissenen Vanilleeis ein.\u201c<\/p>\n<p>Hintermann: \u201eWenn du bl\u00f6de Zicke mich noch l\u00e4nger anstarrst, anstatt deine schei\u00df Sachen aufs F\u00f6rderband zu legen, falte ich dich in deinen Einkaufswagen und schieb dich mitsamt deinen Eink\u00e4ufen in den n\u00e4chsten Gully.\u201c<\/p>\n<p>Helga: \u201eBevor du mich in den Gully schiebst, tunke ich dich mit dem Gesicht voraus ins n\u00e4chste Kaufhausklo.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl die Stille des Augenblicks nie durchbrochen wurde, einigten sie sich dann nonverbal darauf, den Bezahlvorgang so rasch wie m\u00f6glich abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch die letzten Meter zum Auto gestalteten sich abenteuerlich, als ein sensorisch \u00fcberfordertes Kind Helga br\u00fcllend gegen das Schienbein trat, ihr im Wutanfall seinen Kakao vor die F\u00fc\u00dfe kotzte und die Eltern des Kindes sie vorwurfsvoll ansahen, weil sie ihnen nicht half, die Sauerei wegzuputzen.<\/p>\n<p>Zu Hause angekommen wollte sich Helga regelrecht verbarrikadieren. \u201eNur noch Verr\u00fcckte da drau\u00dfen\u201c, dachte sie mit pochendem Herzen, \u201eeine Zombieapokalypse ist ein Dreck dagegen.\u201c<\/p>\n<p>Die folgenden Tage waren eher ereignislos. Zu Weihnachten selbst stand sie bereits um 6:00 morgens auf, um rechtzeitig mit allem fertig zu werden. Sie hackte, kochte, r\u00fchrte und buk, als w\u00fcrde ihr Leben davon abh\u00e4ngen, und als die letzte Serviette feins\u00e4uberlich gefaltet auf dem Teller drapiert war, kamen auch schon die G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Beim Essen l\u00e4sterte Sohn Nr. 1 \u00fcber die Fleischvielfalt am Tisch, die Nichten bewarfen sich gegenseitig mit Rotkraut und die Schwester schickte Helga drei Mal in die K\u00fcche, um das Fresschen von Daisy, ihrem geliebten Chihuahua, auf Temperatur zu bringen. Obwohl Helga all das schon lange gewohnt war, war es diesmal anders. Sie sp\u00fcrte, wie ihr linkes Augenlid zuckte, doch sie wollte sich vor den anderen nichts anmerken lassen.<\/p>\n<p>Als Helgas Mutter das Thema Karl \u2013 der Lump \u2013 zur Sprache brachte, kochte die Situation jedoch \u00fcber. Neben Bemerkungen wie \u201eh\u00e4ttest du dich mehr gek\u00fcmmert\u201c und \u201eer war ja immer ein guter Ehemann\u201c, war ihr wieder einmal die Schuld in die Schuhe geschoben worden, dass ER fremdgegangen war.<\/p>\n<p>Helga sah rot, dann schwarz und pl\u00f6tzlich h\u00f6rte sie sich selbst schreien, wie aus weiter Ferne, doch unf\u00e4hig die Szene harmonisierend zu beeinflussen:<\/p>\n<p>\u201e\u2026Und h\u00e4ttest du, liebe Mutter, dich nicht permanent eingemischt und mir gesagt, was f\u00fcr eine miese Mutter und Hausfrau ICH bin, w\u00e4re ich der Situation vielleicht gewachsen gewesen.\u201c<\/p>\n<p>Sie sah zur Schwester, die ihr gerade erneut Daisys Napf in die Hand dr\u00fccken wollte, und fuhr fort: \u201eUnd du meine Liebe bewegst jetzt deinen Hintern in die K\u00fcche und w\u00e4rmst dein Hundsfutter gef\u00e4lligst selber auf.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Jungs bekamen ihr Fett ab, als Helga ihnen die Handys aus der Hand riss, um sie mit einer gekonnten Handbewegung direkt aus dem Fenster zu werfen.<\/p>\n<p>Am Ende war es nun doch eskaliert. Sowohl die G\u00e4ste als auch Helga sahen sich schweigend an. Auch den Rest des Abends verbrachte man eher still, und als die Geschenke verteilt waren, verabschiedeten sich alle in Windeseile, auch die Jungs, die hysterisch nach ihren Handys suchten.<\/p>\n<p><strong>Wei\u00df<\/strong><\/p>\n<p>Helga war m\u00fcde. Nach den Anstrengungen der vergangenen Wochen, des heutigen Tages selbst, an dem sie den ganzen Tag in der K\u00fcche gestanden hatte und nicht zu vergessen, der Wutanfall, setzte sie sich auf die Couch, legte die F\u00fc\u00dfe auf den Tisch \u2013 was sie sonst eigentlich nicht tat \u2013 und schloss f\u00fcr einen Moment die Augen. Die Jungs waren mit den Fahrr\u00e4dern zu ihrem Vater gefahren und Helga genoss die Stille. Als ihr Handy vibrierte, sah sie eine Nachricht von Thomas, der ihr \u2013 und sicher auch vielen anderen \u2013 \u201eMerry Christmas\u201c w\u00fcnschte.<\/p>\n<p>Sie antwortete ihm prompt, doch damit, dass er sie anrufen w\u00fcrde, hatte sie nicht gerechnet. Es war erst 21:30 gewesen und er fragte sie, ob sie auch ins nahegelegene Pub mitkommen m\u00f6chte. Der Wirt \u00f6ffnete das Pub am Weihnachtsabend ab 22:00 Uhr und jene, die ein wenig ausgelassener feiern wollten, trafen sich dort noch auf einen nach-weihnachtlichen Umtrunk.<\/p>\n<p>Helga willigte sofort ein. Denn weshalb sollte sie alleine zu Hause bleiben, wenn woanders die Post abging. Lang genug war sie die brave Hausfrau gewesen, doch jetzt wollte sie einfach einmal Gas geben.<\/p>\n<p>Gesagt, getan, trafen sie sich im Pub und ein paar Bier sp\u00e4ter wusste Thomas, dass Helgas Ex fremdgegangen war, dass Karl ein Lump war, sie zwei undankbare Teenager gro\u00dfzog. Thomas h\u00f6rte zu, und als sie ihm redlich angeschickert ihr Leid klagte, sich wertlos und alt zu f\u00fchlen, ergriff er die Gunst der Stunde, um sie auf den Mund zu k\u00fcssen.<\/p>\n<p>Helga war verbl\u00fcfft, doch dem ersten Kuss folgten an diesem Abend noch weitere. Am \u00fcbern\u00e4chsten Tag verabredeten sie sich bei Thomas zu Hause. Denn er wollte ihr seinen Hof zeigen und vielleicht noch ein bisschen mehr.<\/p>\n<p>Als Helga den Traktor sah, der sie aus ihrer Misere gerettet hatte, fragte sie sch\u00fcchtern, ob sie nicht eine kleine Runde drehen k\u00f6nnten. Helga wollte schon immer mal auf einem Traktor mitfahren, doch es hatte sich bis heute nicht ergeben.<\/p>\n<p>Thomas freute sich \u00fcber Helgas Interesse, und als die Fahrt losging, strahlten beide \u00fcbers ganze Gesicht. Helga gefror jedoch ihr L\u00e4cheln, als sie bemerkte, dass die Fahrt etwas holpriger sein w\u00fcrde als zun\u00e4chst gedacht. Sie blickte an sich hinab und sah ihren Busen, der sich im Takt des Motors bewegte.<\/p>\n<p>\u201eHerrje\u201c, dachte sie, \u201eich h\u00e4tte meinen Sport-BH anziehen sollen.\u201c Sie lie\u00df sich jedoch nichts anmerken und l\u00e4chelte ihm immer noch zu.<\/p>\n<p>Auch Thomas waren die aktuellen Geschehnisse nicht entgangen.<\/p>\n<p>\u201eBewegte Aussicht\u201c, dachte er und gab ein bisschen mehr Gas, um die Dynamik des Augenblicks proaktiv zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Helga, die sich noch immer nichts anmerken lie\u00df, h\u00fcpfte in der Kabine auf und ab. Thomas genoss den Anblick, doch Helga wurde langsam etwas mulmig:<\/p>\n<p>\u201eIch muss gleich kotzen\u201c, dachte sie und legte ihm intuitiv die Hand auf die Schulter. Thomas verstand die Geste und blieb stehen. Er zog Helga auf seinen Scho\u00df und die K\u00fcsse des Weihnachtsabends fanden ihre Fortsetzung.<\/p>\n<p>Wei\u00df beschreibt den Neuanfang in unserem B\u00fchnenbild. Wie Buchstaben, die sich auf wei\u00dfem Papier zu neuen S\u00e4tzen formen. Auch f\u00fcr Helga ist in neues Kapitel angebrochen, und was bleibt uns anderes, als ihr Gl\u00fcck zu w\u00fcnschen, und dass sie den n\u00e4chsten Weihnachtsbaum gemeinsam mit ihrem Thomas schm\u00fccken wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Verena Tretter<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=7360\">fest feiern<\/a> | Inventarnummer: 23180<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Geschichte geht es, wie auch nicht anders zu erwarten, um Weihnachten. Jedoch geht es dabei mehr um ein Kaleidoskop an Emotionen, die diese wunderbar besinnliche Zeit mit sich bringt. 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