{"id":15963,"date":"2023-05-18T15:56:56","date_gmt":"2023-05-18T15:56:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=15963"},"modified":"2023-05-20T16:09:06","modified_gmt":"2023-05-20T16:09:06","slug":"klaerend-heilend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=15963","title":{"rendered":"Kl\u00e4rend, heilend"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts15963&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts15963&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Kurz vor halb sechs Uhr morgens, als ich gerade dabei bin, mir Tee zuzubereiten, klingelt das Handy. Sofort f\u00fcllen sich meine Augen mit Tr\u00e4nen. Als ob sie nur darauf gewartet h\u00e4tten, die Tr\u00e4nen, als ob das Handyl\u00e4uten das Startsignal f\u00fcr sie w\u00e4re. Nat\u00fcrlich ist dein Vater der Anrufer. Er wei\u00df genau, dass ich l\u00e4ngst auf den Beinen bin, wei\u00df genau, wie mir zumute ist, heute, an diesem besonderen Tag.<\/p>\n<p>Ich gehe zum Fenster, sehe hinaus, zum Park gegen\u00fcber, der noch im Morgendunkel liegt und durch den wir unz\u00e4hlige Male gejoggt sind, dein Vater und ich, meist um diese Uhrzeit, w\u00e4hrend du noch tief geschlafen hast. Ich lasse das Handy l\u00e4uten, lasse meine Tr\u00e4nen laufen, meinen Tee kalt werden, lasse meine Gedanken zu. Gedanken an kleine Episoden der vielen Jahre zu dritt, an die tr\u00fcgerische Selbstverst\u00e4ndlichkeit unseres Zusammenseins. Dein Vater, du, ich.<\/p>\n<p>Nun ist alles anders. Seit drei Monaten lebe ich allein. Nachdem du gegangen bist, habe ich keinen Menschen mehr in meiner N\u00e4he ausgehalten. Vor allem deinen Vater nicht. Der Satz, dass Ungl\u00fcck Menschen zusammenschwei\u00dft, stimmt nicht, zumindest nicht f\u00fcr mich. Von Tag zu Tag habe ich es weniger ertragen, meine Trauer um dich im Gesicht deines Vaters gespiegelt zu sehen. Irgendwann hat er mein Bed\u00fcrfnis nach Alleinsein akzeptiert, ist ausgezogen, hat sich eine kleine Wohnung gemietet.<\/p>\n<p>\u201eIch betrachte das als vor\u00fcbergehend\u201c, hat er immer wieder zu mir gesagt, \u201enur so lange, bis du sagst, komm wieder nach Hause.\u201c Doch seit ich ihn mit Sara gesehen habe, bin ich unsicher, ob er wirklich zur\u00fcckkommen m\u00f6chte. Wie vertraut sie gewirkt haben. Du kennst sie ja, seine langj\u00e4hrige Kollegin, liebensw\u00fcrdig und sehr h\u00fcbsch ist sie, und seit kurzem au\u00dferdem geschieden. Vorgestern war es, ich ging an einem Lokal vorbei, zuf\u00e4llig fiel mein Blick durch das Fenster, und da sah ich die beiden. Sara hat die Hand deines Vaters gehalten, und sie haben sich tief in die Augen geschaut. Ach, egal. Seit du gegangen bist, ist alles, was mich fr\u00fcher aufgeregt h\u00e4tte, bedeutungslos f\u00fcr mich geworden. Ich nehme das Handy in die Hand, das Klingeln hat l\u00e4ngst aufgeh\u00f6rt. <em>\u201aIch rufe dich sp\u00e4ter zur\u00fcck\u2018<\/em>, schreibe ich, dr\u00fccke auf Senden. Dann schalte ich das Handy aus. Dein Vater wird es verstehen.<\/p>\n<p>Ich schminke mich. Bin dankbar f\u00fcr diese M\u00f6glichkeit, eine Art Schutzschicht aufzutragen. Den d\u00fcsteren inneren Farben auch durch Kleidung zumindest \u00e4u\u00dferlich bunte, fr\u00f6hliche entgegenzusetzen. Gerade heute, zu deinem Geburtstag, w\u00e4hle ich bewusst mein bestes Outfit, ein elegantes Kleid in Eisblau, mit einem schicken beigen Blazer. Du sollst dich f\u00fcr deine Mutter nicht sch\u00e4men m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dann spaziere ich langsam bis in die Innenstadt, setze mich in unser Caf\u00e9, das soeben aufgesperrt hat, bestelle Kaffee, und versuche, Zeitung zu lesen. Doch ich kann mich nicht konzentrieren. Meine Gedanken fliegen zu dir, in die Tage der Vergangenheit. Ich sehe uns beide hier sitzen, du mir gegen\u00fcber. Du bist gerade mal f\u00fcnf Jahre alt, und ich muss lachen, weil du die Erwachsenen imitierst. Du h\u00e4ltst eine Zeitung in deinen kleinen H\u00e4nden, tust mit ernstem Gesichtsausdruck so, als ob du sie lesen w\u00fcrdest.<\/p>\n<p>Ich muss kurz die Augen schlie\u00dfen, sehe dann auf meine Armbanduhr. Noch zwei Stunden Zeit. Um 10:55 Uhr m\u00f6chte ich bei dir sein. Gen\u00fcgend Zeit, um dein Geburtstagsgeschenk zu kaufen.<\/p>\n<p>\u201eEine sehr gute Wahl\u201c, lobt der Kassier des Mineraliengesch\u00e4ftes eine Stunde sp\u00e4ter. Behutsam packt er den gro\u00dfen Bergkristall ein. Ich nicke, denn ich habe den sch\u00f6nsten Kristall gew\u00e4hlt, den ich hier f\u00fcr dich finden konnte. <em>\u201aWirkung: Kl\u00e4rend, heilend\u2018<\/em>, stand auf einem kleinen Schild darunter. Schon im Kindergarten hast du dich f\u00fcr Mineralien interessiert, und begonnen, sie zu sammeln.<\/p>\n<p>\u201eAusgezeichnet\u201c, beteuert der Kassier nochmal, nennt dann beil\u00e4ufig eine hohe Summe und scherzt: \u201eTja, Sch\u00f6nheit hat ihren Preis.\u201c<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr meinen Sohn ist mir nichts zu teuer\u201c, sage ich laut. Mir ist bewusst, wie arrogant mein Tonfall sich dabei anh\u00f6rt, kann und will aber nicht anders, als genau so zu klingen. Ich drehe mich dabei etwas zur Seite, blicke zu einer jungen Frau, die hinter mir steht, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob diese registriert hat, welch gro\u00dfz\u00fcgige Mutter ich bin. Sie h\u00e4lt ein kleines M\u00e4dchen an der einen und ein rosa Armband in der anderen Hand.<\/p>\n<p>\u201eEin Geschenk f\u00fcr den Junior also\u201c, t\u00f6nt der Kassier scheinbar interessiert.<\/p>\n<p>\u201eJa. Heute vor 14 Jahren kam mein David zur Welt\u201c, sage ich laut und \u00fcbertrieben feierlich, sehe nun direkt der jungen Frau ins Gesicht. Diese sieht demonstrativ weg, ich h\u00f6re f\u00f6rmlich, wie sie denkt<em>: \u201aReiche Tussi. Denk blo\u00df nicht, dass ich mich f\u00fcr dich und deinen verzogenen Spr\u00f6ssling interessiere.\u2018<\/em><\/p>\n<p>\u201eWie sch\u00f6n, Gratulation\u201c, bemerkt der Kassier.<\/p>\n<p>Ich bezahle, dann verlasse ich gru\u00dflos das Gesch\u00e4ft, rausche mit hoch erhobenem Kopf an der Frau und ihrer Tochter vorbei, die Tasche mit dem Kristall an mein eisblaues Kleid gepresst. Bin absolut in die Rolle einer hochn\u00e4sigen Mutter geschl\u00fcpft.<\/p>\n<p>Ob es im breiten Feld der Psychologie einen Fachausdruck f\u00fcr die Sucht gibt, das Mutter-Sein vorzut\u00e4uschen? F\u00fcr das Bed\u00fcrfnis, zu sp\u00fcren, dass fremde Menschen mich als Mutter wahrnehmen? Das Verlangen danach ist zeitweise unwiderstehlich f\u00fcr mich. Ich spiele alle Arten von Muttertypen, f\u00fcrsorgliche, \u00fcberbesorgte, oder so wie vorhin unsympathische. Lasse mich von Verk\u00e4uferinnen und Verk\u00e4ufern wegen passender Kleidung oder Spielsachen f\u00fcr dich beraten. Gestern bin ich in einer Apotheke gewesen und habe Hustensaft f\u00fcr dich gekauft. \u201eDer \u00fcbliche Husten, so wie jedes Jahr um diese Zeit. Vor allem nachts qu\u00e4lt er ihn, er kann kaum schlafen deswegen, der \u00c4rmste\u201c, habe ich geklagt.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen sehe ich noch kurz durch das Fenster des Mineraliengesch\u00e4ftes, sehe, wie die junge Mutter dem Kassier gestikulierend die Handkette reicht, sehe ihn lachen. Wahrscheinlich \u00e4fft die Frau mich gerade nach, teilt dem Kassier nun ihrerseits mit: \u201eVor sieben Jahren wurde meine Kimberly geboren\u201c, und dann, affektiert, die Tatsache, dass die Kette einen Bruchteil des Bergkristall-Preises ausmacht, ignorierend: \u201eF\u00fcr meine Tochter ist mir nichts zu teuer.\u201c<\/p>\n<p>Ich greife in die Tasche, ber\u00fchre die Schachtel mit dem Bergkristall<em>. \u201aKl\u00e4rend, heilend\u2018<\/em>, denke ich. Zwei Jungen kommen mir entgegen, als ich den breiten Gehsteig entlang gehe. Sie sind ein paar Jahre j\u00fcnger als du, ungef\u00e4hr zehn Jahre alt, einer tr\u00e4gt einen Fu\u00dfball, hat ihn zwischen Arm und H\u00fcfte geklemmt. Sekundenlang starre ich auf den Ball. Hinter meiner rechten Schl\u00e4fe beginnt es schmerzhaft zu pochen, ich schnappe nach Luft, dann entrei\u00dfe ich dem Jungen den Ball, werfe ihn mit Schwung \u00fcber das hohe Gitter einer Baustelle, die sich gleich neben dem Gehsteig befindet. Er verschwindet in einer tiefen Baugrube. Kurz sehe ich in die fassungslosen Gesichter der Kinder, denke, w\u00e4hrend ich an ihnen vorbeigehe, ich m\u00fcsste mich ihnen erkl\u00e4ren, m\u00fcsste ihnen von dir erz\u00e4hlen, ihnen sagen, dass du wegen solch eines Balls nicht mehr hier bist, wegen eines Balls, der einem kleinen, fremden Kind auf die Stra\u00dfe gerollt ist. Das Kind ist dem Ball nachgerannt, trotz der stark befahrenen Fahrbahn, du bist dem Kind nach, trotz der stark befahrenen Fahrbahn. Du wolltest das Kind retten. Es ist dir gelungen. Das Kind lebt. Du bist tot. Doch ich erkl\u00e4re nichts, kein Wort bekomme ich heraus, sondern gehe schnell weiter, weg von den beiden Kindern, die mir nun nachbr\u00fcllen:<\/p>\n<p>\u201eHe, was soll das? Warum machen Sie das?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBl\u00f6de Kuh!\u201c<\/p>\n<p>Ich biege um eine Ecke, taste nach dem Bergkristall.<\/p>\n<p><em>\u201aKl\u00e4rend, heilend.\u2018<\/em> Krampfhaft versuche ich, an nichts anderes zu denken als an diese beiden Worte. Meine Augen tr\u00e4nen, aber ich gehe weiter, zwei, drei Stra\u00dfen entlang. Kurz bevor ich bei dir bin, muss ich mich setzen. Also lasse ich mich auf dem breiten Auslagevorsprung einer B\u00e4ckerei nieder, hole einen kleinen Spiegel und ein Taschentuch aus der Tasche. Meine H\u00e4nde, die eine, die den Spiegel h\u00e4lt, die andere, die das Augen-Make-up mitsamt den Tr\u00e4nen abwischt, zittern stark.<\/p>\n<p>Eine Frau in Arbeitskleidung kommt aus dem Gesch\u00e4ft. \u201eIst Ihnen nicht gut? Warten Sie, ich bringe Ihnen etwas Wasser.\u201c<\/p>\n<p>Eilig geht sie wieder hinein, um mir gleich darauf ein Glas zu reichen.<\/p>\n<p>\u201eDanke, es geht schon wieder\u201c, stottere ich, \u201ees ist nur \u2013 heute ist der 14. Geburtstag meines Sohnes.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch, alles klar \u2013 ja, ja, die Pubert\u00e4t\u201c, missversteht sie mich. \u201eIhr Sohn steckt wohl in Schwierigkeiten. Wissen Sie, meine Tochter ist f\u00fcnfzehn. Ich sage Ihnen: Probleme in allen Bereichen, Schule, Freunde, \u00fcberall. Sie kennen wohl \u00c4hnliches von Ihrem Sohn.\u201c<br \/>\n\u201eNein, das kenne ich nicht\u201c, sage ich, richte mich auf. \u201eMein Sohn ist nicht in der Pubert\u00e4t. Er steckt in keinerlei Schwierigkeiten, macht nie Probleme, im Gegenteil. David ist wunderbar, einzigartig.\u201c<\/p>\n<p>Ich gebe ihr das Wasserglas zur\u00fcck. Das L\u00e4cheln der Frau gefriert.<\/p>\n<p>\u201eNa dann\u201c, sagt sie eingeschnappt, \u201edann l\u00e4uft ja alles bestens bei Ihnen. Gut, ich gehe jetzt mal, habe schlie\u00dflich zu tun.\u201c Sie nickt mir kurz zu und verschwindet in der B\u00e4ckerei.<\/p>\n<p>Wieder ber\u00fchre ich die Schachtel mit deinem Geschenk, wieder denke ich: <em>\u201aKl\u00e4rend,<\/em> <em>heilend\u2018<\/em>, ehe ich mich aufraffe und meinen Weg fortsetze.<\/p>\n<p>Zehn Minuten sp\u00e4ter bin ich bei dir, betrachte dein liebes Kindergesicht. Streichle mit meinem Blick dein helles Haar, studiere dein einnehmendes L\u00e4cheln. Dann nehme ich den Bergkristall aus der Tasche, platziere ihn zwischen Efeu und Kletterrosen auf schwarzer Erde, unter dein Foto im runden, dunklen Rahmen.<\/p>\n<p>\u201eDas sieht sehr sch\u00f6n aus\u201c, sagt pl\u00f6tzlich jemand leise hinter mir. Dein Vater, nat\u00fcrlich. Ich erschrecke mich nicht, habe wohl innerlich damit gerechnet, dass er ebenfalls bei dir sein wird. Er war schlie\u00dflich dabei, als du vor genau vierzehn Jahren zur Welt gekommen bist, um 10:55 Uhr. Wir haben beide damals vor Gl\u00fcck geweint. Dein Vater und ich sehen uns an, still, wissend, dass wir das Gleiche denken. Wir denken an dich, betrachten nun gemeinsam dein Foto. Du l\u00e4chelst uns zu.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter sitzen dein Vater und ich in der Fr\u00fchlingssonne auf einer Bank in deiner N\u00e4he<em>. \u201aKl\u00e4rend, heilend\u2018<\/em>, klingt es in mir, und dann erz\u00e4hle ich deinem Vater von allem. Von dem Ball, den ich in die Baugrube geworfen habe, von der Episode im Mineraliengesch\u00e4ft. Erz\u00e4hle von meinem Bed\u00fcrfnis, das Mutter-Sein vorzut\u00e4uschen. Es ist das erste Mal, dass ich dar\u00fcber rede. Dein Vater h\u00f6rt mir zu. Sagt dann, das sei verst\u00e4ndlich, dieser Drang w\u00fcrde sich bestimmt mit der Zeit legen.<\/p>\n<p>Wir reden von dir, von unserem ver\u00e4nderten Dasein ohne dich, und da merke ich, dass ich deinem Vater endlich wieder in die Augen schauen kann, ohne dass mein Schmerz um dich sich wie verdoppelt anf\u00fchlt. Ich sehe in deinem Vater den geliebten Menschen, der es gut mit mir meint, der mich versteht, der wei\u00df, wie es in mir aussieht.<\/p>\n<p>Es ist inzwischen weit nach Mittag. Wir stehen auf, verlassen den Friedhof durch das schmiedeeiserne Tor. Das Auto deines Vaters steht auf dem Parkplatz. Ich z\u00f6gere, w\u00fcrde jetzt gerne sagen: <em>\u201aKomm wieder zur\u00fcck\u2018<\/em>, aber \u2013<\/p>\n<p>\u201eWie geht es Sara?\u201c, frage ich, und muss pl\u00f6tzlich gegen einen Klo\u00df in meiner Kehle ank\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Er sieht mich irritiert an.<\/p>\n<p>\u201eIch habe euch gesehen, vorgestern, in einem Lokal\u201c, sage ich.<\/p>\n<p>Dein Vater sch\u00fcttelt den Kopf. \u201eWir haben nur miteinander geredet und uns gegenseitig getr\u00f6stet. Sara hat mir von ihrer Scheidung erz\u00e4hlt, ich ihr von David und dir. Zwischen Sara und mir ist nichts als Freundschaft.\u201c Er ergreift meine Hand. \u201eAch, du wei\u00dft doch, dass ich die ganze Zeit darauf warte, dass du sagst &#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eFahren wir bitte nach Hause\u201c, sage ich. \u201eZusammen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWirklich?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa. Komm bitte wieder zu mir \u2013 komm zur\u00fcck nach Hause.\u201c Erneut muss ich weinen. Dein Vater nimmt mich in die Arme.<\/p>\n<p>\u201eNichts lieber als das\u201c, sagt er.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Claudia Dvoracek-Iby<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=972\">\u00e4rgstens<\/a> | Inventarnummer: 23113<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor halb sechs Uhr morgens, als ich gerade dabei bin, mir Tee zuzubereiten, klingelt das Handy. Sofort f\u00fcllen sich meine Augen mit Tr\u00e4nen. Als ob sie nur darauf gewartet h\u00e4tten, die Tr\u00e4nen, als ob das Handyl\u00e4uten das Startsignal f\u00fcr sie w\u00e4re. Nat\u00fcrlich ist dein Vater der Anrufer. 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