{"id":15284,"date":"2023-01-25T15:18:33","date_gmt":"2023-01-25T15:18:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=15284"},"modified":"2023-01-28T18:22:26","modified_gmt":"2023-01-28T18:22:26","slug":"herr-twaroch-kauft-ein-auto","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=15284","title":{"rendered":"Herr Twaroch kauft ein Auto"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts15284&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts15284&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>Der <strong>NEUE<\/strong> war f\u00e4llig: Die Reparaturtermine des bew\u00e4hrten Familien-Opels verdichteten sich, und bei der vorgestrigen \u00dcberpr\u00fcfung waren Roststellen aufgetaucht. Der Twaroch\u2019sche Familienrat tagte nach dem Abendessen:<\/p>\n<p>F\u00fcr Herrn Amtsdirektor Twaroch war alles klar \u2013 man w\u00fcrde wie gewohnt das aktuelle Modell von der nahegelegenen Opel-Vertretung beziehen. Offen war nur, ob man den alten Wagen zur\u00fcckgeben oder g\u00fcnstiger privat verkaufen sollte. Frau Twaroch, weil bar jeden technischen Interesses, war immer \u201efederf\u00fchrend\u201c bei Farbe und Ausstattung, und der studierenden Tochter war die Familienkutsche sowieso immer zu spie\u00dfig. Einzig der Zeitpunkt war heikel, denn der Urlaub stand vor der T\u00fcr. Sollte man nun trachten, unverz\u00fcglich das neue Modell zu erhalten (wozu Frau Twaroch neigte), oder w\u00e4re nicht besser \u2013 so ihr Gemahl \u2013 noch mit dem alten Wagen zu fahren, um in Ruhe ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>\u201eEinmal m\u00f6cht ich erleben, dass du was gleich zuweg bringst\u201c, lie\u00df Frau Twaroch alten Groll von der Seele \u2013 \u201eund nicht ewig herumz\u00f6gerst wie in dein\u2019 Amt \u2013 wenigstens z\u2019Haus k\u00f6nntest die \u00c4rmelschoner auszieh\u2019n!\u201c Das traf ins Herz! Die Tochter gluckste am\u00fcsiert \u2013 und Frau Twaroch legte ein Sch\u00e4uferl nach: \u201eUnd bring bitte morgen Nachmittag die Prospekte mit, dass was weitergeht!\u201c \u201eIn Gottes Namen\u201c, gab Herr Twaroch nach und trank grantig sein Bier aus. Den \u201e\u00c4rmelschoner\u201c w\u00fcrde er bei Gelegenheit zur\u00fcckzahlen, das war zu viel!<\/p>\n<p>Bei Opel sa\u00df zu der Zeit Verkaufsdirektor Neunteufel mit den Verk\u00e4ufern im B\u00fcro und machte Druck: \u201eJetzt bekommen wir n\u00e4chsten Monat die neuen Modelle herein und dieser \u00fcberst\u00e4ndige zuckerlrosa Corsa ist noch immer nicht verkauft! Ja, ja, ich kenne seine Geschichte \u2013 aber jetzt ist Feuer am Dach! Wir k\u00f6nnen 15% Rabatt geben \u2013 und wer ihn die n\u00e4chsten acht Tage verkauft, bekommt zus\u00e4tzlich einen Urlaubstag \u2013 also schauen Sie dazu!\u201c Die Herren nickten schweigend.<\/p>\n<p>Herr Twaroch betrat am n\u00e4chsten Tag mit gemischten Gef\u00fchlen das Autohaus. \u201eSein\u201c langj\u00e4hriger Verk\u00e4ufer war auf Probefahrt \u2013 und so n\u00fctzte der junge Herr Pfusterschmidt die Gunst der Stunde. Beflissen kramte er die Prospekte heran, erkl\u00e4rte geduldig die Neuheiten und technischen Finessen, bis die Rede auf die Lackierung kam: \u201eWir bekommen unsere drei Vorf\u00fchrautos in ca. f\u00fcnf Wochen herein \u2013 in Oxydblau, Weinrot und Neusilber, dann ist je nach Farbe mit acht bis zw\u00f6lf Wochen Lieferzeit zu rechnen.\u201c \u201eIch w\u00fcrde den Wagen in vier Wochen brauchen, wir haben den Urlaub schon gebucht\u201c, erkl\u00e4rte Herr Twaroch ungeduldig, \u201eGeht das nicht schneller?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch f\u00fcrchte nein, alle H\u00e4ndler bekommen die neuen Modelle gleichzeitig, und dann hat Opel Werksferien \u2013 es sei denn &#8230;\u201c. Hier fiel Herrn Pfusterschmidt der rosa Corsa ein. Das k\u00f6nnte <strong>die<\/strong> Chance sein! Aber gleich verwarf er den Gedanken. Sein Kunde war Anfang 50 und hatte immer w\u00fcrdige unauff\u00e4llige Mittelklasse-Diesel gefahren. Schade!<\/p>\n<p>\u201eEs sei denn was \u2013 gibt es noch eine M\u00f6glichkeit?\u201c, dr\u00e4ngte Herr Twaroch. \u201eNun, wenn Sie sich rasch entschlie\u00dfen k\u00f6nnten, ein unkonventionelles spritziges Modell zu fahren \u2013 wir haben noch einen Corsa auf Lager, den eine junge Anw\u00e4ltin bestellt, aber noch nicht abgeholt hat\u201c, erkl\u00e4rte der Verk\u00e4ufer, \u201eDas Modell spricht alle Sprachen, hat 90 PS und sieht fantastisch aus! Den k\u00f6nnten Sie sofort und mit 15 % Preisabschlag bekommen!\u201c<\/p>\n<p>Herrn Twarochs Hirn arbeitete fieberhaft. Die Worte unkonventionell und spritzig waren ihm unangenehm \u2013 er liebte sein ruhiges, geordnetes Leben \u2013 aber andererseits: Er k\u00f6nnte erfolgreich mit \u201eBeute\u201c nach Hause kommen, und 15 Prozent Nachlass w\u00e4re eine h\u00fcbsche Summe, und die Kollegen w\u00fcrden schauen, wenn er mit einem flotteren Wagen ank\u00e4me, und unbewusst juckte es ihn doch, seine beamteten Fesseln zu lockern, und und und. Nur, was w\u00fcrde seine Frau dazu sagen? Ohne sie war doch bisher nie eine Entscheidung gefallen. Aber hatte sie gestern nicht den Bogen \u00fcberspannt mit den \u201e\u00c4rmelschonern\u201c? Und einen Zauderer hatte sie ihn genannt \u2013 das schrie nach Vergeltung! \u201eZeigen Sie mir halt das Auto\u201c, sagte er gespielt reserviert und unverbindlich, \u201eanschau\u2019n kann ich mir\u2019s ja, das kost\u2019 nichts.\u201c<\/p>\n<p>Der Verk\u00e4ufer roch Lunte und geleitete sein Opfer auf den Parkplatz: \u201eNa, was sagen Sie? Ist das nicht ein Prachtst\u00fcck \u2013 da dreht sich jeder um auf der Stra\u00dfe!\u201c Herr Twaroch fiel vor der himbeer-rosa gl\u00e4nzenden Versuchung aus allen Wolken: \u201eDas? Mmmit so was soll ich fahren? Da glaubt ja jeder ich hab die Midlife-Crisis oder so \u2013 das f\u00e4hrt doch h\u00f6chstens eine ganz junge Frau \u2013 also was sollen denn die Leute von mir denken?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie werden h\u00f6chstens denken, dass sie Ihnen das nie zugetraut h\u00e4tten\u201c, goss der mit allen Salben geschmierte Herr Pfusterschmidt \u00d6l ins Feuer, \u201eUnd wissen Sie, was dieser junge Corsa alles kann? Das erz\u00e4hl ich Ihnen auf der Probefahrt, also der Wagen hat eine Zusatzausstattung, die Sie bei weit gr\u00f6\u00dferen Autos teuer zukaufen m\u00fcssten.\u201c. Er \u00f6ffnete einladend die Beifahrert\u00fcr, Herr Twaroch stieg (vom Schock gel\u00e4hmt) automatisch ein \u2013 und die Falle schnappte zu.<\/p>\n<p>Der Verk\u00e4ufer fuhr dosiert spritzig ein paar Kilometer stadtausw\u00e4rts und plauderte dabei ununterbrochen, sodass sein Opfer nicht zum Denken kam: \u201eNa, was sagen Sie, wie der anzieht und wie wendig er ist. Jaja, viele Leute glauben nur an die passive Sicherheit eines gro\u00dfen Wagens, aber erstens gibt es immer einen noch dickeren, und hier ist die aktive Sicherheit viel gr\u00f6\u00dfer \u2013 wo Sie mit einem gleichstarken Vectra oder Astra wegen der gr\u00f6\u00dferen Tr\u00e4gheit nicht mehr \u00fcberholen oder ausweichen k\u00f6nnen, flutscht dieser schnellere Corsa noch weg wie nichts, der hat ja den \u00f6sterreichischen Motor. Und wenn ich Ihnen die Servobremsen vorf\u00fchre. haben wir beide eine gebrochene Nase. Front- und Heckscheibe sind geheizt, Airbags auch im Fond und \u2013 sehr praktisch im Sommer \u2013 Aircondition!! Die allein kostet sonst ein Schweinegeld \u2013 und hier ist sie gratis dabei! Ich sage Ihnen, wenn ich nicht vor vier Monaten einen neuen Dienstwagen bekommen h\u00e4tte, ich w\u00fcrde ihn selbst kaufen. Ich habe vorige Woche meine Freundin bei einer Probefahrt mitgenommen \u2013 die wollte gar nicht mehr aussteigen! Und sehen Sie diese tolle Stereoanlage mit CD-Wechsler \u2013 das haben sonst nur Super-Luxus-Modelle!\u201c<\/p>\n<p>Herr Twaroch war sprachlos \u2013 und immer neue Bef\u00fcrchtungen und Visionen schossen durch sein kochendes Gehirn. Ein g\u00fcnstiger Kauf, oh ja. Aber was w\u00fcrde sein Chef und Vorbild, der wirkliche Hofrat DDr. Erbsendrescher, zu diesem Hippie-Auto sagen? Und seine Bekannten w\u00fcrden \u00fcber ihn tuscheln! Seine bequem gewordene Gattin tr\u00e4umte sowieso von einem wei\u00dfen Mercedes. Aber irgendwie f\u00fchlte er sich immer j\u00fcnger in diesem bunten Flitzer, wie abgehoben.<\/p>\n<p>\u201eLassen Sie mich zur\u00fcckfahren\u201c, sagte er endlich zum Verk\u00e4ufer. In den n\u00e4chsten zehn Minuten alterte Herr Pfusterschmidt um Jahre, denn nach ein paar Anpassungsfehlern f\u00fchlte Herr Twaroch, dass ihm dieses flotte Auto in die Hand wuchs wie ma\u00dfgeschneidert \u2013 er fuhr wie eine gesengte Sau, aber mit einem staunenden L\u00e4cheln im Gesicht.<\/p>\n<p>\u201eJa, lauft wirklich gut\u201c, lobte er gekonnt gelangweilt nach unfallfreier R\u00fcckkehr, \u201eaber ob das f\u00fcr mich der Richtige ist \u2013 also ich wei\u00df nicht!\u201c Er sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf. Da kam Herr Neunteufel \u00fcber den Platz, begr\u00fc\u00dfte den Stammkunden herzlich und sp\u00fcrte dessen Unsicherheit. Prompt verwies er den Verk\u00e4ufer an eine wartende Dame und bat Herrn Twaroch in sein B\u00fcro. Die offenherzige Frau Mitzi servierte den T\u00fcrkischen, und der Verkaufsleiter er\u00f6ffnete routiniert: \u201eHerr Twaroch, wie kann ich helfen \u2013 sind Sie \u00fcber das Modell unsicher oder \u00fcberdenken Sie bereits Ihren Entschluss?\u201c Der Amtsdirektor nippte am Mokka: \u201eSie sind ein guter Menschenkenner, es trifft beides zu\u201c, und erz\u00e4hlte sein Dilemma. Herr Neunteufel h\u00f6rte aufmerksam zu und lehnte sich dann zur\u00fcck:<\/p>\n<p>\u201eEs stimmt, das neueste Modell in vier Wochen ist unm\u00f6glich. Also bleibt nur abwarten oder den Corsa nehmen. Darf ich Sie bitten, ein paar Fragen spontan mit Ja oder Nein zu beantworten? Gut. Brauchen Sie den Wagen oft dienstlich? Nein? Brauchen Sie ein gro\u00dfes Auto, weil Sie viel und schweres Material transportieren? Nur den Wocheneinkauf? Fahren auch Gattin und Tochter \u00f6fters mit dem Auto? Ja? Wollen Sie heute mit einem Auto nach Hause kommen \u2013 Ja? Das war\u2019s, Herr Twaroch, ich glaube Sie haben bereits entschieden. Wie Sie da hereingefahren sind, so schwungvoll und gut aufgelegt, habe ich Sie noch nie gesehen. Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Wenn Sie sich f\u00fcr den Corsa entscheiden, k\u00f6nnen Sie Ihren alten Vectra zu uns stellen, bis er verkauft ist. Und damit Sie und die Gattin sich so kurz vor dem Urlaub noch an das Auto gew\u00f6hnen k\u00f6nnen, stelle ich Ihnen f\u00fcr das n\u00e4chste Wochenende meine kleine Ferienwohnung am Faakersee zur Verf\u00fcgung, na, was sagen Sie? Das n\u00e4chste Auto kann ja dann wieder ein gr\u00f6\u00dferes sein. Nat\u00fcrlich muss der Wagen auch der Frau gefallen, aber dem nachzuhelfen gibt es ein sicheres Mittel!\u201c<\/p>\n<p>Herrn Twarochs sportlicher Ehrgeiz erwachte: \u201eWie wollen Sie das anstellen, also da bin ich gespannt.\u201c Herr Neunteufel l\u00e4chelte nachsichtig: \u201eIch bin das dritte Mal verheiratet, ich kenne mich aus. Kaufen Sie der Gattin einen himbeer-rosa Blazer und eine wei\u00dfe Hose dazu, damit sie zum Auto passt. Gleich jetzt, ohne dass sie davon wei\u00df. Wenn Sie heute unterschreiben, erledige ich die Ummeldung morgen vormittags, und am Abend steht der <strong>NEUE<\/strong> vor Ihrer Haust\u00fcr, ist das ein Wort?\u201c Er hielt dem verdutzten Kunden einladend die Hand hin. Herr Twaroch holte rief Luft, dann schlug er blitzenden Auges ein! Und mit Frau Mitzis Hilfe (sie hatte dieselbe Gr\u00f6\u00dfe wie Frau Twaroch) schaffte er Blazer und Hose noch knapp vor Gesch\u00e4ftsschluss. \u201eHeute ist es sich nimmer ausgegangen \u2013 morgen bring ich dir was mit\u201c, sagte er abends kryptisch zur Gattin und diese nickte resigniert: \u201eEh klar, wie immer!\u201c<\/p>\n<p>Herr Neunteufel hielt Wort (\u201eDer Teufel schlaft nicht und der Neunteufel nur drei Stund\u201c war ein gefl\u00fcgeltes Wort bei Opel). Um 17 Uhr stieg Herr Twaroch klopfenden Herzens vor seinem Reihenhaus aus dem Corsa. Was w\u00fcrde seine Frau sagen? Er schwitzte zu Recht: \u201eJa, bist du ganz von Gott verlassen \u2013 was hast du dir da gedacht? In so ein Hippie-Auto kannst bei der Love-Parade mitfahr\u2019n, aber ich steig da nicht ein! Den gibst sofort zur\u00fcck!\u201c Herr Twaroch trat einen Schritt vor: \u201eJetzt h\u00f6rst du einmal zu: Erstens w\u00e4re sich der neue Wagen bis zum Urlaub nicht mehr ausgegangen, die haben zwei bis drei Monate Wartezeit \u2013 und zwar \u00fcberall! Aber bitte, du wolltest ihn gleich haben. Zweitens hat dieser endlich eine Super-Klimaanlage, und du jammerst eh immer so, wenn\u2019s hei\u00df ist. Drittens war er sehr g\u00fcnstig, den ganzen Urlaub habe ich runtergehandelt \u2013 15% vom Preis, was sagst! Und viertens hab ich dir was mitgebracht \u2013 mach einmal die hintere T\u00fcr auf und schau nach!\u201c Frau Twaroch bockte: \u201eNicht einmal mit Asbesthandschuh\u2019 greif ich das Auto an! Wenn du dich l\u00e4cherlich machen willst, bitte, aber ich nicht!\u201c Der Amtsdirektor atmete tief und straffte sich: \u201eMach auf und schau nach!\u201c, sagte er derma\u00dfen ruhig und bestimmt, dass sie gehorsam \u00f6ffnete und staunend den Blazer ausbreitete: \u201eJa, wie ist dir denn das eingefallen? Und die Hose dazu? Schaut gut aus! Also ich kenn dich ja gar nimmer?\u201c Ihre geweiteten Augen flogen zwischen der Kleidung und dem Corsa hin und her.<\/p>\n<p>Und wie bestellt kam gerade die Tochter nach Hause. Mit vor Staunen offenem Mund blieb sie vor dem bunten Auto stehen: \u201eSag Papa, ist das wahr \u2013 den hast du gekauft? G\u2019h\u00f6rt der am End mir?\u201c Herr Twaroch sch\u00fcttelte l\u00e4chelnd den Kopf: \u201eG\u2019h\u00f6r\u2019n tut er jetzt uns allen, weil die letzten zwei, drei Jahr\u2019, wo du noch bei uns wohnst, kannst nat\u00fcrlich auch damit fahren, und die Mama hat sich mit dem gr\u00f6\u00dferen beim Einparken eh immer schwer getan. G\u2019fallt er dir, Spatzi?\u201c Die Tochter umarmte ihn jubelnd: \u201eNa klar, super, darf ich gleich eine Runde machen?\u201c Sie k\u00fcsste ihn st\u00fcrmisch ab, und der Papa bemerkte nur liebevoll: \u201eNimm die Mama gleich mit, und ein paar CDs, weil eine Soundmaschine hat er auch!\u201c<\/p>\n<p>Die Runde dauerte fast eine Stunde, weil Mutter und Tochter sich so viel zu erz\u00e4hlen hatten, w\u00e4hrend der Papa mit kreisenden Gedanken in der K\u00fcche bei einem G\u2019spritzten sa\u00df.<\/p>\n<p>\u201eEin raffiniertes kleines G\u2019fra\u00dfterl bist trotzdem\u201c, sagte Frau Twaroch sp\u00e4tabends im Ehebett und gab ihm sein Gutenacht-Bussi, \u201eaber ein liebenswertes.\u201c Herr Twaroch schlief ein in der berechtigten Ahnung, dass sein Leben nun etwas bewegter sein w\u00fcrde als in den letzten Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Robert M\u00fcller<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=416\">es menschelt<\/a>| Inventarnummer: 23038<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NEUE war f\u00e4llig: Die Reparaturtermine des bew\u00e4hrten Familien-Opels verdichteten sich, und bei der vorgestrigen \u00dcberpr\u00fcfung waren Roststellen aufgetaucht. 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