{"id":13462,"date":"2021-12-01T17:34:43","date_gmt":"2021-12-01T17:34:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=13462"},"modified":"2022-01-01T13:32:57","modified_gmt":"2022-01-01T13:32:57","slug":"lesen-ein-fenster-in-die-welt-hinaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=13462","title":{"rendered":"Lesen, ein Fenster in die Welt hinaus"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts13462&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts13462&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p>\u201eDie Sprache macht den Menschen \u2013 die Herkunft macht es nicht\u201c, meinte im Film \u201eMy Fair Lady\u201c der erfolgreiche Sprachforscher Professor Higgins.<\/p>\n<p>Ja, die Sprache formt den Menschen, und erst mit der Sprache kann er Bildung erwerben. Wobei die Sprache bereits Teil der Bildung ist. Und wie ein Mensch ist, wei\u00df man erst, wenn man mit ihm gesprochen hat. Man wird eingesch\u00e4tzt, wie man sich neben Erscheinung und Benehmen auch sprachlich gibt. Das Kind lernt von Eltern und Umgebung, sich auszudr\u00fccken und zu verstehen, was von ihm erwartet wird. Das gen\u00fcgt vorerst zum t\u00e4glichen Gebrauch. Sp\u00e4ter wird verlangt (und auch vom Kind selbst gewollt), mehr von der Welt der Erwachsenen zu verstehen, auch seltener verwendete W\u00f6rter richtig zu interpretieren. Daf\u00fcr sind die Gespr\u00e4che der Erwachsenen untereinander so wichtig, bei denen die Kinder zuh\u00f6ren und mitlernen (\u201ePapa, was ist ein \u2026?\u201c). Hand in Hand geht damit auch das Erlernen und Anwenden des \u201ekleinen Einmal eins\u201c, der Umgang mit kleineren Zahlen f\u00fcrs t\u00e4gliche Leben. Sp\u00e4testens mit der Schulreife wird ja das (eigene Taschen-)Geld sehr wichtig.<\/p>\n<p><strong>Lesen in der Praxis:<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Lesef\u00e4higkeit k\u00f6nnte man in unserer westeurop\u00e4ischen Welt kaum \u00fcberleben: Nicht nur, dass Lesenk\u00f6nnen selbstverst\u00e4ndliche Voraussetzung f\u00fcr jede Arbeitsstelle ist; man k\u00f6nnte heute nicht einmal mehr den Einkauf f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben bew\u00e4ltigen. Bei Tiefk\u00fchlpackungen ist noch abgebildet, was enthalten ist, aber schon bei den vielen Molkerei- und Fertigprodukten wei\u00df man, ohne Lesen zu k\u00f6nnen, wirklich nicht mehr, was drin ist. Wobei es uns oft \u2013 meinen Zyniker \u2013 bei den vielen Farb-, Geschmacks- und Haltbarkeitszus\u00e4tzen aus den chemischen Labors manchmal den Appetit verderben w\u00fcrde, wenn man das alles lesen und verstehen k\u00f6nnte. Und nat\u00fcrlich ist zum Erlernen einer Fremdsprache die Grundvoraussetzung, lesen zu k\u00f6nnen. So hatte zum Beispiel in D\u00e4nemark eine englische Touristin das Pech, immer wieder \u201esauer gewordene\u201c Milch zu erwischen, wenn sie ihrem Kind einen Kakao machen wollte. Erst nach sp\u00e4terer R\u00fcckfrage bei ihrer Zimmerwirtin kl\u00e4rte sich auf, dass sie die gr\u00fcne Packung, in der Sauermilch war, f\u00fcr Frischmilch (\u201egr\u00fcn = frisch?\u201c) gehalten hatte.<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde, warum die jungen Menschen von heute ihre Sprache nur mehr rudiment\u00e4r gebrauchen k\u00f6nnen (beherrschen w\u00e4re hier wohl das falsche Wort) ist der Umstand, dass ihr Sprachschatz eher klein geblieben ist \u2013 und damit auch ihr Sprachverst\u00e4ndnis und die Orthographiekenntnisse. Warum? Weil sie viel zu wenig gelesen haben. Denn je mehr man liest (gute Literatur nat\u00fcrlich), desto mehr W\u00f6rter lernt man kennen \u2013 und damit auch deren Schreibweise und Bedeutung. Ganz ohne Schule!!! Hier eignen sich die oft als ebenso unmodern wie unn\u00f6tig empfundenen \u201eKlassiker\u201c wie Schiller, Goethe, Lessing und die deutschen \u201eRomantiker\u201c sehr gut als Meister einer fl\u00fcssigen, einpr\u00e4gsamen und eleganten Sprache. Und erst die M\u00e4rchenb\u00fccher! Schon in der Volksschule sollte man hier ansetzen und auch der Lyrik ihren Platz einr\u00e4umen \u2013 schlie\u00dflich gehen Gedicht und Phantasie Hand in Hand.<\/p>\n<p>Lyrik merkt man sich n\u00e4mlich sehr gut, \u00dcbung macht auch hier den Meister \u2013 es muss ja nicht gerade Schillers \u201eGlocke\u201c sein, die man fr\u00fcher so manchem unwilligen Sch\u00fcler als Strafarbeit zum Auswendiglernen zugemutet hatte. Und wer in der Schule die bei uns ehedem \u00fcblichen Lieder (zum Beispiel: \u201eWenn alle Br\u00fcnnlein flie\u00dfen\u201c, \u201eIn die Berg bin i gern\u201c, \u201eDas Wandern ist des M\u00fcllers Lust\u201c usw.) gelernt und gesungen hat, wird diese Texte (und deren Aussagen und Stimmungen) bis ins hohe Alter behalten.<\/p>\n<p><strong>Lese-Erfahrungen des Autors<\/strong><\/p>\n<p>Meine Mutter hat mich, seit ich laufen konnte, immer zum Einkaufen auf den Hannover-Markt in Wien-Brigittenau mitgenommen. Ich bin gerne dabei gewesen, weil es dort so viel zu sehen und zu riechen gab. Da waren das Fischgesch\u00e4ft, der Kaffeer\u00f6ster und der Sauerkr\u00e4utler, und die vielen Obst- und Gem\u00fcsestandeln, wo es je nach Jahreszeit nach Erdbeeren, Pfirsichen, \u00c4pfeln, Kohl oder Zwiebeln und Sellerie geduftet hat. Und nat\u00fcrlich auch nach Wurst, Selchfleisch und warmem Leberk\u00e4se beim Fleischhauer.<\/p>\n<p>Aber eines hat mir immer gefehlt: Auf den Firmenschildern oben an den Kiosken waren Schriften in verschiedener Art und Farbe angebracht, die mich interessierten, welche ich aber nicht lesen\/verstehen konnte. Oft und oft habe ich meine Mutter gefragt, welche Bedeutung denn diese Schilder h\u00e4tten, aber sie hat mich immer auf die demn\u00e4chst zu besuchende Schule vertr\u00f6stet, und dass da nur der Name und Beruf der Gesch\u00e4ftsleute st\u00fcnden. Nach zwei Klassen Volksschule stand endlich auch mir die Welt der (Druck-)Schrift offen \u2013 und einige der damaligen Kioskschilder sind mir ob der altmodischen Bezeichnungen bis heute in Erinnerung, wie zum Beispiel \u201eAgrumen, Kolonialwaren, Gr\u00fcnwaren, S\u00fcdfr\u00fcchte, Landesprodukte\u201c etc. Und etliche Namen der H\u00e4ndler spiegelten damals noch die L\u00e4nder der K.- u.-k.-Monarchie wider.<\/p>\n<p>Ich habe in meiner Nachkriegskindheit und -jugend, wo es die elektronische \u201eZerstreuung und passive Unterhaltung\u201c, also den \u201eKonsum\u201c geistloser Spiele, Shows und Werbung nicht gegeben hat, immer gerne und viel gelesen. W\u00e4hrend meines \u201eSeniorenstudiums\u201c habe ich besonders gerne halbe Tage in der National- und der Universit\u00e4tsbibliothek verbracht. Einen Tisch, eine Leselampe und die ganze Welt der B\u00fccher f\u00fcr sich zu haben, das hat schon was. Und rund um einen nur Ruhe und Menschen mit gutem Benehmen, welche diese geistvolle Umgebung ebenfalls sch\u00e4tzen. Man konnte f\u00f6rmlich hineinfallen in die Welt der B\u00fccher. Ein angenehmer Nebeneffekt war auch, dass die Leses\u00e4le der Nationalbibliothek und die der katholischen Fakult\u00e4t unterirdisch angelegt, also in den hei\u00dfen Sommern wohltuend k\u00fchl temperiert waren.<\/p>\n<p><strong>Warum Lesen?<\/strong><\/p>\n<p>Lesen ist nicht nur wichtig: <strong>Lesen ist sch\u00f6n, herrlich, interessant, phantastisch, ein Quell der Freude, ein angenehmer Zeitvertreib, ein gutes Werkzeug, ein Schl\u00fcssel zu vielen T\u00fcren, ein Fenster in fremde Welten, eine angenehme Art der Bildung, ein Zeichen von W\u00fcrde und Menschlichkeit, ein Weg zum guten Leben und eine pers\u00f6nliche St\u00fctze, wenn\u2019s nicht so gut l\u00e4uft. <\/strong>Oh ja, es gibt B\u00fccher, die froh machen, B\u00fccher, die Trost spenden, B\u00fccher, die das Wissen erweitern und anregen u. v. m. Nat\u00fcrlich nur dann, wenn man sie auch liest! Und wenn sie \u201enur\u201c die tr\u00fcbsinnige Langeweile vertreiben, ist auch schon etwas gewonnen.<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n, entspannend und gleichzeitig aufregend ist es doch, sich in einem sch\u00f6nen Wohnzimmer oder einer gut ausgestatteten Bibliothek mit einem dicken Buch in den Ohrenfauteuil zu setzen und beim Lesen die Zeit zu vergessen. Sich in die Geschichte hineinzuleben, die Gegend und Orte, die Personen der Handlung in der Phantasie auszumalen, ja zu ertr\u00e4umen, sich in die Gef\u00fchle und Denkmuster der Personen hineinzuversetzen, so quasi: \u201eWas w\u00fcrde ich an deren Stelle tun\u201c oder so. Ein ganzer Nachmittag mit so einem Lese-Erlebnis ist ein Geschenk, ein die Phantasie bereicherndes und das Gef\u00fchl der Zufriedenheit hinterlassendes Abenteuer. Und ein erholsames Nervenbad obendrein. Der Autor hat einmal drei Wochen Spitalsaufenthalt mit Hilfe vieler sch\u00f6ner, interessanter B\u00fccher sorglos und entspannt genossen. Endlich Zeit zum Lesen!<\/p>\n<p><strong>Sprachgef\u00fchl:<\/strong><\/p>\n<p>Wer viel (und sprachlich Gutes) liest, hat einen bedeutend gr\u00f6\u00dferen Wortschatz, kann sich \u201ediplomatischer\u201c an verschiedene Gegebenheiten und Gespr\u00e4chspartner anpassen und seine Ansichten und W\u00fcnsche besser, das hei\u00dft wirkungsvoller, pr\u00e4sentieren. Oder seine Verteidigung ohne Beleidigungen aufbauen, dem\/den Anderen mit wirkungsvollen Argumenten und Einsichten eine bessere oder neue Sicht der Dinge erm\u00f6glichen. Und vor allem eine Prise Humor ins Gespr\u00e4ch einbauen, als immer willkommene Auflockerung im Dialog.<\/p>\n<p>Gute Sprache ist auch ein Gleitmittel f\u00fcr ruppige Abl\u00e4ufe, ein Schlupfloch-Bohrer f\u00fcr ausweglose Situationen, ein Verbindungsseil zwischen auseinanderstrebenden Standpunkten, ein gro\u00dfer Pluspunkt bei Diskussionen und ein dicker Stein im Brett beim Kennenlernen\/\u201cGeneigt-machen\u201c des anderen Geschlechts, ein T\u00fcr\u00f6ffner und \u201eSympathisch-Macher\u201c beim noch unbekannten \u201eVis-\u00e0-vis\u201c u. v. a. An der Sprache seines Gegen\u00fcbers erkennt\/erf\u00e4hrt ein erfahrener, gebildeter Mensch auch viel \u00fcber seinen Gespr\u00e4chspartner, kann ihn besser einsch\u00e4tzen und mit ihm umgehen.<\/p>\n<p><strong>Was geschieht beim Lesen?<\/strong><\/p>\n<p>Ganz sch\u00f6n viel, und das nebeneinander, gleichzeitig, nacheinander und oft noch, nachdem man aufgeh\u00f6rt hat zu lesen! So wie der Musiker beim Notenlesen den \u201echiffrierten\u201c Klang h\u00f6rt, sich im daf\u00fcr vorgesehenen Teil des Gehirns die soeben \u201egelesenen\u201c T\u00f6ne bilden, so wird das aus Buchstaben gebildete Wort, der ganze Satz, die Aussage im Gehirn als Bildfolge plastisch und f\u00e4rbig wahrgenommen \u2013 \u201eKino im Kopf\u201c nennt man es recht zutreffend. Lesen weckt \u2013 bei interessiertem Tun \u2013 sogar Gef\u00fchle im Menschen, er tr\u00e4umt, bekommt Sehnsucht, empfindet Hunger, Angst, Hass, liebevolle Gef\u00fchle, Wehmut, Einsamkeit, Hoffnung \u2013 die ganze Skala ist m\u00f6glich. Konzentriertes Lesen kann blind und taub f\u00fcr die Umwelt machen, man h\u00f6rt nicht mehr, was im Raum los ist, was gesprochen wird, empfindet weder Hunger noch M\u00fcdigkeit, man ist gespannt, was weiter passiert, und nimmt intensiv Anteil daran, bis man \u201eaufwacht\u201c wie aus einem Traum. Hoffentlich aus einem sch\u00f6nen.<\/p>\n<p>Aber es ist auch \u201egedankenloses\u201c Lesen m\u00f6glich und gebr\u00e4uchlich; man sucht oft etwas Bestimmtes und \u00fcberfliegt dann mehrere Seiten, ohne den Inhalt richtig wahrzunehmen, weil man auf eine ganz besondere \u201eBotschaft\u201c programmiert ist. So zum Beispiel ein Jurist, der einen ganz bestimmten Paragraphen, ein uraltes oberstgerichtliches Urteil sucht o.\u00c4. Auch jagen besonders j\u00fcngere Leser in einem Buch nur der Handlung nach, ohne die Pers\u00f6nlichkeiten der Figuren, deren Umgebung und Ursachen f\u00fcr deren Handeln mitzunehmen. Ein \u00e4lterer Leser nimmt auch die Zeit und Umgebung der Geschichte wahr, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge und vieles andere.<\/p>\n<p>Was auch bedacht werden sollte: <strong>Die \u201eRechtschreibung\u201c,<\/strong> das rechte Schreiben also<strong>, lernt man<\/strong> ohne M\u00fche und wie von selbst <strong>durch das flei\u00dfige Lesen<\/strong>. Denn wenn man ein Wort zweihundertmal gelesen hat, dann wei\u00df man ohne Regeln, wie das Wort zu schreiben ist. Auch das Gef\u00fchl f\u00fcr Satzzeichen entsteht beim Lesen (ein bibliophiler Freund von mir meint, \u00fcberall dort, wo man beim Vorlesen Luft holt, geh\u00f6rt eines hin).<\/p>\n<p><strong>Wichtig und sch\u00f6n: Vorlesen<\/strong><\/p>\n<p>Bei Lesungen prominenter Autoren muss man sich schon rechtzeitig anmelden und Eintritt bezahlen, um den gro\u00dfen Schriftsteller original zu h\u00f6ren. Als G\u00fcnter Grass aus seiner kompletten \u201eBlechtrommel\u201c las, war das Theater tagelang ausverkauft.<\/p>\n<p>Nicht nur Kinder lieben es, vorgelesen zu bekommen. Es war immer ein Festtag f\u00fcr Volksschulkinder und Lehrer\/-innen, wenn vor den Ferien der Lesepate aus seinem gro\u00dfen Buch mit den sch\u00f6nen Bildern von der M\u00e4usefamilie im Brombeerhag vorgelesen hat.<\/p>\n<p><strong>Vorlesen f\u00fcr Katzen:<\/strong><\/p>\n<p>Wissenschaftler in den USA fanden heraus, dass es Kindern mit Vorlese\u00e4ngsten und \u00e4hnlichen Problemen enorm helfen kann, wenn sie Katzen vorlesen. Dabei versp\u00fcren sie keinerlei Druck, und das macht das Lesen einfach und entspannt. Auch den Katzen bringt die Anwesenheit von Kindern im Tierheim viel. Dadurch, dass sie regelm\u00e4\u00dfig die menschliche Stimme in einem ruhigen, wohlwollenden Ton h\u00f6ren, lernen sie, dass von Menschen nicht zwangsl\u00e4ufig Gefahr ausgehen muss. Nat\u00fcrlich kommt auch das Kuscheln beim Lesen nicht zu kurz. Es gibt mittlerweile schon einige Tierheime, wo Volksschulkinder den dortigen Katzen vorlesen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Robert M\u00fcller<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=4535\">Wortglauberei<\/a> | Inventarnummer: 21123<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Sprache macht den Menschen \u2013 die Herkunft macht es nicht\u201c, meinte im Film \u201eMy Fair Lady\u201c der erfolgreiche Sprachforscher Professor Higgins. Ja, die Sprache formt den Menschen, und erst mit der Sprache kann er Bildung erwerben. Wobei die Sprache bereits Teil der Bildung ist. 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