{"id":12997,"date":"2021-07-27T16:03:07","date_gmt":"2021-07-27T16:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=12997"},"modified":"2021-08-14T07:19:04","modified_gmt":"2021-08-14T07:19:04","slug":"adolph-franz-friedrich-ludwig-freiherr-von-knigge-zum-225sten-todestag-am-6-mai-2021","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verdichtet.at\/?p=12997","title":{"rendered":"Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge zum 225sten Todestag am 6. Mai 2021"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts12997&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/index.php?rest_route=wpv2posts12997&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><\/a><\/div><p><strong><em>Sei, was du bist, immer ganz, und immer derselbe!<\/em><\/strong><a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Lebte Knigge noch, er t\u00e4te mir leid: ein talentierter, flei\u00dfiger Literat, dessen Bekanntheit trotz breiter Produktion auf ein einziges Werk reduziert wird, das die Welt zus\u00e4tzlich grob missversteht. Au\u00dferdem wird sein Name inflation\u00e4r als Kurzformel f\u00fcr verschiedenerlei Aper\u00e7us verwendet, somit letztlich diskreditiert. Dabei k\u00fcndet, beeindruckend, dieses Werk von dreierlei: von grenz\u00fcberschreitender Bildung; von breit gespannter gesellschaftlicher Erfahrung, die ohne eigenes Wollen und Hinzutun nicht gelingen kann; von philanthropischem Geist, der effektiv das Ergehen der Mitmenschen in den Mittelpunkt der \u00dcberlegungen stellt.<\/p>\n<p>Entscheidendes f\u00fcr die heutige Reduktion gr\u00fcndet im 18. Jahrhundert, in dem er lebte.<br \/>\nZu diesem geh\u00f6rt die Ausdruckweise, die, niederdeutsch, zwar bereits unser noch allgemein gebrauchtes Idiom verwendet, aber in der damals f\u00fcr einen Schriftsteller offenbar notwendigen Weitschweifigkeit uns Heutige langatmig redselig d\u00fcnkt und gespreizt wirkt. Schon viele Titel muten umst\u00e4ndlich an \u2013 wof\u00fcr ein Beispiel gen\u00fcgen mag: <em>\u00dcber Friedrich Wilhelm den Liebreichen und meine Unterredung mit ihm von Meywerk<\/em>, eine Art Roman \u2013 und verleiten uns kaum mehr zum Lesen.<br \/>\nAuch die eigentlichen Texte dehnen sich lang, selbst die <em>Reise nach Braunschweig<\/em> entpuppt sich als weit ausholende, uns allzu wortreich anmutende Schilderung. Das uns bekannte \u00abWas du nicht willst \u2026\u00bb lautet dann bei ihm: <em>Wie w\u00fcrde es dir unter denselben Umst\u00e4nden gefallen, wenn man dir dies zumutete, gegen dich also handelte, von dir das forderte? &#8211; diesen Dienst, diese Verwendung diese langweilige Arbeit, diese Erkl\u00e4rung<\/em>?<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Bei alledem gilt nicht zu vergessen: Knigges Lebensverh\u00e4ltnisse blieben f\u00fcr den Stand, dem \u00a0er angeh\u00f6rte, zwar angemessen in der Lebensform, nicht zuletzt bei wechselnden Kammerherr- und Beamten-Diensten, im Networking bis zu standesgem\u00e4\u00dfer Heirat, sozial engagiert, kulturell wach, doch blieb seine Lage generell reichlich prek\u00e4r, durch den bescheidenen Adelstitel, durch die Akzeptanz des Erbes eines \u00fcberschuldeten Guts, was ihm \u00f6konomisch das Leben lang M\u00fchsale aufn\u00f6tigte, und nicht zuletzt durch das Bewusstsein eigener geistiger Kapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Genauer hingesehen, hatte Knigge das Problem vieler vielfachbegabter Generalisten, die aus Not ausw\u00e4rtige Stellen, in diesem Fall und Jahrhundert an \u00abfremden\u00bb H\u00f6fen, annehmen m\u00fcssen. F\u00e4hig, sich rasch in \u00abneue\u00bb Arbeitsgebiete einzuarbeiten \u2013 so in Hanau 1777 in den Kulturbetrieb, was zu eigenen achtbaren Kompositionen f\u00fchrte<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a>, so in Kassel 1791 in die Tabakregie \u2013, weckte er unter den alteingesessenen H\u00f6flingen jede Menge Vorbehalte, die zu Intrigen und zum baldigen Ausscheiden aus dem Dienst f\u00fchrten.<br \/>\nVermutlich \u00c4hnliches widerfuhr ihm in den \u00abGesellschaften\u00bb, der Beitritt zu den Freimaurern brachte ihm zwar Titel, aber kaum Aufstieg; die aktive Teilnahme am kurz zuvor gegr\u00fcndeten Illuminatenorden brachte ihn mit seinen aufkl\u00e4rerischen Ideen in die Bredouille, bald trat er wieder aus, um sich auch \u00f6ffentlich gegen alle Geheimb\u00fcnde zu stellen<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Zweifellos f\u00f6rderten diese missg\u00fcnstigen, ihm zuwiderlaufenden \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde in hohem Ma\u00df seine innere Selbst\u00e4ndigkeit, w\u00e4hrend er finanziell von der Familie im weitesten Sinn abh\u00e4ngig blieb. Zum eigentlichen Remedium avancierte die Schreibarbeit im <em>redlichen Erwerb<\/em><a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\"><sup><sup>[5]<\/sup><\/sup><\/a>; er d\u00fcrfte mithin als einer der ersten \u00bbfreien Schriftsteller\u00bb gelten. Wenn er formuliert: <em>Mache dir keine Langeweile! das hei\u00dft: Sei nie ganz m\u00fc\u00dfig!<\/em><a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\"><sup><sup>[6]<\/sup><\/sup><\/a>, so galt dies f\u00fcr ihn selbst nicht als lebensphilosophische Maxime, sondern als zwingende Notwendigkeit.<br \/>\nDabei sah er den Zwang zum Schreiben nicht als Qualit\u00e4tsgarant: <em>Ich habe zu viel geschrieben, um immer gut zu schreiben<\/em><a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a>, meinte er 1789. Nun, hierher geh\u00f6ren zum einen \u00dcbersetzert\u00e4tigkeit<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a>, Rezensionen<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> wie Theaterkritiken<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a>. Seine Romane sind, einmal mehr, einmal weniger, literarisch geformte Abhandlungen zu Fragen der Zeit, in denen wie in seinen Schriften zu Ethik und namentlich zur Politik immer wieder in satirischen \u00dcberzeichnungen die Ausw\u00fcchse der st\u00e4ndischen Ordnung f\u00fcr Alltag und Gesellschaftsstruktur in aller Breite abgehandelt werden.<\/p>\n<p>In seinen Analysen gibt Knigge sogar gezielte, die Errungenschaften der franz\u00f6sischen Revolution guthei\u00dfende Erkl\u00e4rungen ab \u2013 ein modern anmutendes Beispiel: <em>Neue Gesetze, welche die Freiheit gewisser Handlungen einschr\u00e4nken, k\u00f6nnen nur mit Wissen und Willen aller erwachsenen B\u00fcrger im Staate gegeben werden<\/em> \u2013 und macht, indirekt, wenngleich letztlich wenig verklausuliert, in republikanischer Gesinnung die Hebung der nicht adligen St\u00e4nde zu seinem Anliegen. Trotzdem gilt, Knigge verlor (zwangsweise?) seine Rezipienten nicht aus dem Blick, wobei allerdings das von ihm gew\u00fcnschte Lesepublikum breit aufgestellt zu sein hatte. Als Freiherr musste er mit dem Adel rechnen, als Gesellschafter durfte er Gesinnungsgenossen nicht au\u00dfer Acht lassen, sein eigentliches Augenmerk galt hingegen dem aufstrebenden Mittelstand, \u2026<\/p>\n<p>\u2026 den er letztlich bei der Abfassung des seinen hohen Bekanntheitsgrad begr\u00fcndenden \u00ab\u00dcber den Umgang mit Menschen\u00bb in den Fokus stellte. Ein grobes Missverst\u00e4ndnis besteht darin, \u00abden Knigge\u00bb als jenen den erhobenen Zeigefinger ersetzenden Benimmapostel zu verstehen. Oder, noch fataler, \u00abKnigge\u00bb inflation\u00e4r als Etikette f\u00fcr alles und jedes zu missbrauchen, ergo f\u00fcr das, was sich vermeintlich geh\u00f6re. Was im Buch hingegen richtig, wichtig, wenn nicht entscheidend ist, ist die Bereitschaft, sich im Alltag dezidiert auf die jeweiligen Personen als Typen einzustellen.<br \/>\nGerade dieser Ansto\u00df erlaubt Knigge den Durchblick auf das menschlich allzu Menschliche, mithin den Blickpunkt auf eine Welt, die beileibe noch nicht vergangen ist; so k\u00fcmmert er sich, in heutiger Diktion, um die Alles-an-sich-Zieher, die Die-andern-\u00dcberfahrer, die Sich-Anbiedernden, die penetranten Schweiger, die narzisstisch Selbstgef\u00e4lligen.<\/p>\n<p>Seine kompetente Hilfestellung beruht nicht in strengen Verhaltensma\u00dfregeln, sondern in unz\u00e4hlbaren mild engagierten Hinweisen auf die f\u00f6rderliche Art, sich in den verschiedenen Kreisen zu bewegen. Nicht von ungef\u00e4hr befasst sich ein (kurzes) fr\u00fches Kapitel ausdr\u00fccklich mit dem <em>Umgang mit sich selber<\/em>, der in den Kerngedanken m\u00fcndet: <em>Respektiere Dich selbst, wenn Du willst, da\u00df andere Dich respektieren sollen! <\/em>Das bedeutet konkret:<em> Verliere nie die Zuversicht zu Dir selber, das Bewu\u00dftsein Deiner Menschenw\u00fcrde, das Gef\u00fchl <\/em>[\u2026] <em>irgend jemand nachzustehen!<\/em><a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> Aus dieser Grundlage resultiert ein \u00abBenehmen\u00bb (wenn man es denn so nennen will), bei dem dieser <em>esprit de conduite<\/em><a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\"><sup><sup>[12]<\/sup><\/sup><\/a> ein kalkulierendes Beobachten der erlebten Verhaltensweisen fordert. <em>F\u00fcr eine Sicherheit der Feststellungen w\u00e4hle zu Deinen Beobachtungen solche Augenblicke, in welchen sie <\/em>[die Leute]<em> Dir unbemerkt zu sein glauben<\/em><a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a>, dabei ist dezidiert Achtsamkeit gefordert <em>auf geringe Dinge, auf Kleinigkeiten, die man feurigen Genies selten antrifft<\/em> \u2026 um danach (im Nachsatz) <em>selbst\u00e4ndig <\/em>\u2013 und wir k\u00f6nnen dazusetzen: selbstbestimmt \u2013<em> zu handeln<\/em><a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\"><sup><sup>[14]<\/sup><\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Knigge hielt, beachtlich, pers\u00f6nlich seine Maximen durch bis zu seinem Typhus-Tod mit 44 Jahren in Bremen, aber er fand in seiner Tochter nicht nur eine Nachfolge als Lyrikerin, sondern auch seine erste Biographin.<\/p>\n<p>Obwohl, noch einmal, Knigge kaum verhohlen den Mittelstand in den Blick nimmt, um ihn gesellschaftsf\u00e4hig zu machen, lehnte das 19. Jahrhundert zahlreiche Textstellen ab, die man in Neuauflagen der politischen Passagen entkleidete und in kleinb\u00fcrgerlicher Weise umgewandelte<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a>.<\/p>\n<p>Uns Heutige aber muss Knigges Habitus in seiner \u00fcberlegten, die Zeitumst\u00e4nde ebenso einbeziehenden wie zugleich transponierenden Umsicht beeindrucken. So mag der <em>Schlu\u00df<\/em> in seinem Hauptwerk als Schlusswort dieses Essays auch auf ihn selbst gem\u00fcnzt sein<em>: Aber das w\u00fcnscht, und das kann jeder Rechtschaffene und Weise bewirken<\/em>, [\u2026] <em>da\u00df er Genu\u00df aus dem Umgange mit allen Klassen von Menschen sch\u00f6pfe<\/em> [\u2026]. <em>Und wenn er ausdauert<\/em>, [\u2026] <em>so kann er sich allgemeine Achtung erzwingen, kann auch, wenn er die Menschen studiert hat und sich durch keine Schwierigkeiten abschrecken l\u00e4\u00dft, fast jede gute Sache am Ende durchsetzen<\/em>.<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\"><sup><sup>[16]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> aus: \u00dcber den Umgang mit Menschen, ausgew\u00e4hlt und eingeleitet von Iring Fetscher, Frankfurt\/Main 1962, Fischer B\u00fccher des Wissens 434, S. 44; die Ausgabe bildet wieder den entscheidenden Text Knigges dritter Fassung von 1790 ab.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> wie Anm. 1, S. 48<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Konzert f\u00fcr Fagott, Streicher und basso continuo 1776; in Hanau zwei Balletts nach 1777, sp\u00e4ter sechs Sonaten f\u00fcr Klavier 1781 und zwei Lieder<em> Der stille Abend k\u00f6mmt herbei<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Ergreift das Werk, ihr guten Kinder<\/em>.1785.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> <em>Philo&#8217;s endliche Antwort auf verschiedene Anforderungen und Fragen, meine Verbindung mit dem Orden der Illuminaten betreffend<\/em>, eine Abhandlung, 1788. Zuvor bereits <em>Sechs Predigten gegen Despotismus, Dummheit, Aberglauben, Ungerechtigkeit, Untreue und M\u00fc\u00dfiggang<\/em> 1783.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Zitat aus der Allg. Dt. Bibliographie 16, 1882, Online-Version<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Wie Anm. 1, S. 42<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> wie Anm. 1, S. 9<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> wie \u2013 inhaltlich kaum zuf\u00e4llig \u2013 des Librettos (1786) von Mozarts Figaros Hochzeit; der Confessions (1781) von Rousseau 1786-90<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> 1779\u20131797 f\u00fcr die renommierte \u00abBibliothek\u00bb Friedrich Nicolais in Berlin (Gesamtedition 2009)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> 1786-90 in Hannover<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> wie Anm. 1, S. 59<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> wie Anm. 1, passim<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> wie Anm. 1, S. 55<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> wie Anm. 1, S. 195<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Der Beitrag in der ADB 1882 (wie Anm. 5) \u00fcbersch\u00fcttet Knigge mit geradezu geh\u00e4ssigen Bemerkungen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> wie Anm. 1, S. 196<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Martin Stankowski<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.stankowski.info\" target=\"_blank\">www.stankowski.info<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Der Text wird demn\u00e4chst ver\u00f6ffentlicht in: Literarisches \u00d6sterreich<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">www.verdichtet.at | Kategorie: <a href=\"http:\/\/www.verdichtet.at\/?page_id=5678\">about<\/a> | Inventarnummer: 21095<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sei, was du bist, immer ganz, und immer derselbe![1] Lebte Knigge noch, er t\u00e4te mir leid: ein talentierter, flei\u00dfiger Literat, dessen Bekanntheit trotz breiter Produktion auf ein einziges Werk reduziert wird, das die Welt zus\u00e4tzlich grob missversteht. 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